Erwerb einer Osmoseanlage

Hallo Robert,

da möchte ich mich gleich anschließen, allerdings nicht mit einer theoretischen, sondern mit einer Praxisfrage: Wie machst du das konkret mit dem Leitungswasser und der Citronensäure?

Gruß

Plantlover
 
Hallo...

Ich gehe davon aus, dass du damit die KH reduzierst und evtl. auch der pH etwas gesenkt wird.

Genau. Mit der Citronensäure knacke ich die Karbonate, getreu dem Motto "die stärkere Säure vertreibt die schwächere aus ihren Salzen". Die Karbonate verduften als Kohlendioxid, zurück bleiben Citrate. Das Verfahren senkt auch die Leitfähigkeit. Der pH-Wert dürfte ebenfalls fallen, habe ich aber nicht nachgemessen.

Das stört/schädigt die Pflanzen weniger als die ursprüngliche Form und bildet im Gegensatz zu diesen auch keine unschönen Kalkablagerungen, habe ich das richtig verstanden?

So ist es. Die Pflanzen brauchen ja Calcium und Magnesium, sie stören sich aber an den alkalisierenden Carbonaten. Citrate sind deutlich besser pflanzenverfügbar. Man könnte einwenden, daß die Substratmikrobiologie die Citrate als willkommene Mahlzeit sehen und sie zerlegen und abbauen. Das passiert sicher, quantifizieren kann ich den Einfluss nicht. Aber die Citronensäureentcarbonisierung funktioniert und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Die Amerikaner verwenden gerne Schwefelsäure dafür. Die wird zwar nicht abgebaut, aber die Sulfate erzeugen unnötig "tote" Leitfähigkeit. Man kann nicht alles haben...

Wie machst du das konkret mit dem Leitungswasser und der Citronensäure?

Ich habe mir eine Citronensäure-Stammlösung angesetzt, die bei einer Dosierung von 1 ml auf 1 l Leitungswasser die KH restlos "knackt".


Viele Grüße
Robert
 
Danke! Das mit der Kohlensäure hatte ich nicht auf dem Schirm, damit wird's klar.

Die unschönen Kalkablagerungen waren vor Ewigkeiten der Grund, warum ich Seramis-Pflanzen abgeschafft habe. Mit der Lösung kann ich mir wieder welche zulegen.
 
Hallo Bettina...

Mit der Lösung kann ich mir wieder welche zulegen.

Da wäre ich vorsichtig. Meine Pflanzen gieße ich mindestens bei jedem 2. bis 3. Mal auf Drainage, eben um die Abbauprodukte der Citrate wieder loszuwerden. Selbst habe ich keine Erfahrung mit Citronensäure bei Hydrokultur mit Blähton. Die Kultur alle paar Tage durchzuspülen ist wohl kaum machbar. Ich wäre deshalb sehr, sehr vorsichtig damit. Ich glaube nicht, dass es funktioniert. Wenn in meinen Gießkannen etwas Gießlösung stehenbleibt, dann lebt die spätestens am dritten Tag.

Viele Grüße
Robert
 
OK, schade. Dann brauch ich das nicht wieder zu versuchen. Aber Osmosewasser geht ja auch. Ich bin nur nicht auf die Idee gekommen. Die Seramiskulturen habe ich auch aufgegeben, lange bevor ich Aquarien hatte.
 
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