Elatine hydropiper

markusga

Member
Hallo,
ich habe Euren Thread jetzt nur quer lesen können, bin also unsicher, ob mein Hinweis schon Thema war.

Bei Wasserfreunde.de steht die Info, dass die Elatine Hydropiper zum Anwachsen Temperaturen bis maximal 22 Grad benötigt! Erst wenn sie angewachsen ist, kann die Temperatur erhöht werden.

Hat jemand von Euch hiermit Erfahrungen gesammelt?

Gruß,
Markus
 

flipmode

Member
Hallo Markus,

jüngste Informationen von meinem derzeitigen Projekt! :smile:
Bei mir wachsen die eingesetzten Stecklinge erst seitdem die Beckentemperatur auf unter 24°C gesenkt wurde.
Einen großteil der kleinen Pflänzchen habe ich wohl schon beim entfernen des Nährmediums durch zu warmes Wasser so sehr geschädigt das diese innerhalb einer Woche im Becken komplett abgestorben sind. Der Rest beginnt nun nach etwa 2 Wochen im Becken langsam zu wachsen.

Ist das Becken zu warm, würde ich von Elatine hydropiper abraten, das Geld ist in alternativen Gewächsen besser angelegt.

Ein nützlicher Tipp -> zum abwaschen des Nährmediums, Wasser aus dem Aquarium entnehmen und dieses verwenden!


Grüße


Jürgen
 

markusga

Member
Hallo Jürgen,

das sind interessante Infos von Dir! Mal sehen, ob andere das bestätigen können.

Ich werde zwischen den Jahren ein Becken neu gestalten. Habe mir schon überlegt, ob ich die ersten zwei Wochen einfach die Heizung weglassen soll. Deine Erfahrungen sprechen dafür!

Gruß,
Markus
 

MarcelD

Administrator
Teammitglied
Hi,

der Theorie von den hohen Temperaturen muss ich leider (teilweise) widersprechen.

Das folgende Bild zeigt eines meiner Becken am 14.08. diesen Jahres, da war es in der (Dachgeschoss-)Wohnung und dementsprechend auch in den Becken schon kuschelig warm, will heißen: etwa 30°C:
Die E. hydropiper im Vordergrund sieht eigentlich ganz knackig aus, würde ich mal meinen. :D

Die höchste gemessene Temperatur in dem Becken lag dieses Jahr bei knapp 33°C, ohne dass ich große Einschränkungen bei der Elatine hätte feststellen können. Als die Temperaturen wieder sanken, ging's allerdings auch stark bergab mit dem Becken im Allgemeinen, aber das ist ein anderes Thema, demnächst mehr dazu. :wink:


Schöne Grüße,
Marcel.
 

flipmode

Member
Hallo Marcel,

danke für deine Einschätzung.
Eigentlich geht es wohl mehr in der "Wurzelphase" bzw. Aklimatisierungszeit um die Maximaltemperatur, später sind lt. diversen Angaben bis zu 28°C ohne Wachstumseinbußen möglich.

Ob es bei mir zufall gewesen ist kann ich nicht sagen, jedoch wollten die Stecklinge bei Temperaturen um 26-28°C nicht wachsen und dankten mit anbfallenden Blättern und braunen Wurzeln ab - mir wurde das von Wasserpflanzen.de auch so bestätigt.

Ist aber auch interessant das selbst so hohe Temperaturen in deinem Becken noch geduldet werden.



Grüße,

Jürgen
 

kiko

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hallo,
Eigentlich geht es wohl mehr in der "Wurzelphase"
Was ist mit (späteren) neuen Ablegern, wurzeln die etwa nicht?
Entweder eine Pflanze kommt mit höheren Temperaturen zurecht oder nicht. Etwas empfindlichere Pflänzchen sollte man halt ggf. (über 1Tag oder so) langsam hochtemperieren, dann ist es idr auch kein Problem sie bei 25Grad oder so einzusetzen. Das ist aber nicht speziell Hydropiper bedingt: Die Triandra, Americana usw. machen auch schnell den Adler wenn sie beim Umsetzen allzuplötzlich größeren Temperaturunterschieden ausgesetzt werden.
 

Sumpfheini

Active Member
Teammitglied

kiko

Active Member
Hi Heiko,
kannte die Pflanze vorher nur unter dem Synonym EA (Elatine Americana) und hatte sie von jm. aus dem Nachbarforum der sie als Microparea minima bezeichnete. In der Database von APC/Plantfinder scheint eine solche Pflanze allerdings nicht gelistet - hier in der Datenbank zwar schon doch ohne pic/Beschreibung und mir ist auch übers Web nicht so wirklich klar ersichtlich, inwiefern sich Microparea/Callitriche(/EA) eigentlich unterscheiden (sehen auf Webbildern zumindest doch irgendwie recht identisch aus :? )
 

Sumpfheini

Active Member
Teammitglied
Hi Olaf-Peter,

dann finde ich es wahrscheinlicher, dass du Microcarpaea minima bekommen hast, weil die nordamerikanische Callitriche terrestris primär in den USA unter den Hobbyleuten in Umlauf ist und evtl. noch nicht nach Europa importiert wurde, aber M. minima hier aus Asien in den Handel gekommen ist. Soviel ich weiß, hat u.a. Tutti die.
C. terrestris kenne ich noch nicht live, aber verschiedene heimische Callitriche-Arten. Submers haben die sehr zarte, weiche Blätter und Stängel. Die Blattspitzen haben eine Kerbe ("ausgerandete Blattspitze"), auch auf dem C. terrestris-Plantfinderfoto gerade noch zu erkennen.
M. minima habe ich nur mal kurz in einem Aq. gesehen, die ist im neuen Kasselmann beschrieben. Auf Fotos sieht die Blattspitze eher abgerundet, nicht gekerbt aus, bin mir aber nicht sicher. Wie bei deiner Pflanze (evtl. Lupe)?

Gruß
Heiko
 

kiko

Active Member
Hi Heiko,
ja, da hatte ich sie auch her, Blattspitzen sind abgeflacht bis rundlich - eine Einkerbung scheint zu fehlen. Es scheint dann wohl die Art zu sein, wie du vermutest, obgleich wenn sie sich nur anhand der Einkerbung per Lupe unterscheiden lassen- ist der Unterschied letzlich ja nicht so gravierend und sehen sich ja dann vermutlich schon sehr ähnlich. :smile:
 

Sumpfheini

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Teammitglied
Hi Olaf-Peter,

nach Fotos scheint die C. terrestris kürzere Internodienabstände zu haben und wirkt dadurch dichtblättriger, soll tagsüber oft voller Sauerstoffblasen hängen. Die Microcarpaea-Bestände sehen auf Bildern ziemlich strubbelig aus, mit teilweise horizontalen Stängeln. Nach Kasselmann bevorzugt M. m. hohe Temperaturen. Callitriche terrestris wäre möglicherweise bei uns winterhart.
Btw., ich glaube, unter den Callitriche (Wasserstern)-Arten gibt es noch weitere aquaristisch interessante Arten, hatte mal recht gute Erfahrungen mit einer unbestimmten einheimischen Art gemacht.

Gruß
Heiko
 

Sumpfheini

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Teammitglied
Hi,
Anwachsen von E. hydropiper und Temperatur: vielleicht nutzt es was für die weitere Diskussion, Fälle zu unterscheiden:

Fall 1: Pflanzen aus dem Handel oder einem Becken mit anderen Bedingungen usw. werden neu in ein Becken gesetzt.
Fall 2: In ein und demselben Becken werden von wachsendem Bestand Ableger / Stecklinge genommen und gleich neu gesetzt.
Fall 3: Fortlaufendes ungestörtes Wachstum im selben Becken => u.a. nach Marcels Erfahrung kein Problem mit hohen Temp.

Gruß
Heiko
 

kiko

Active Member
hi,
Btw., ich glaube, unter den Callitriche (Wasserstern)-Arten gibt es noch weitere aquaristisch interessante Arten, hatte mal recht gute Erfahrungen mit einer unbestimmten einheimischen Art gemacht.
Ja das kann gut sein, z.b. der Sumpfwasser-Stern (c. palustries) wächst imo auch hierzulande frei und man müßte eigentlich mal gucken, was so in Tümpeln interessantes fürs AQ u.U. alles so wächst. :smile:
(sry, for OT)
 

Sumpfheini

Active Member
Teammitglied
Ich auch noch schnell OT :eek:ps: :
kiko":3trwjbm2 schrieb:
Ja das kann gut sein, z.b. der Sumpfwasser-Stern (c. palustries) wächst imo auch hierzulande frei und man müßte eigentlich mal gucken, was so in Tümpeln interessantes fürs AQ u.U. alles so wächst. :smile:
(sry, for OT)
Yep - wobei C. palustris nur eine von vielen schwer bestimmbaren heimischen Wasserstern-Arten ist. Und wie gerufen gibt es gerade einen passenden Bestimmungsthread: artenbestimmung/rotala-spec-green-t19389.html

Gruß
Heiko
 

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