Eine nachhaltige Alternative zu Plastik für die Aquaristik?

EchinodorusFan

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Ich wollte mal einen Gedanken zum Aquaristik-Hobby teilen. Findet ihr, dass wir zu viel Plastik verwenden? Ich finde, dass ein Teil davon, insbesondere die schwarzen Plastiktöpfe, in denen Wasserpflanzen verkauft werden, ziemlich unnötig ist.

Tropica hat vor Kurzem einen Clip als Alternative zu Steinwolle und Plastiktöpfen eingeführt. Mich würde allerdings noch interessieren, wie die Pflanzen selbst verpackt werden.

ADA verwendet ein kleines Stück Schwamm, um die Wurzeln zusammenzuhalten. Die Pflanzen werden aber trotzdem in einer kegelförmigen Plastikverpackung angeboten. Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob das im Hinblick auf Plastikmüll tatsächlich eine bessere Alternative ist.

Und dann gibt es noch In-vitro-Pflanzen, bei denen ebenfalls Plastikmüll entsteht – insbesondere, wenn die Pflanzen nicht verkauft werden. Ich frage mich, ob sich diese Behälter wiederverwenden oder recyceln lassen, selbst wenn die Pflanzen darin nicht mehr verkauft werden können.

Vielleicht wäre eine gute, plastikfreie Alternative zu Tropicas Clip ein passgenau zugeschnittenes Stück Kokosfaser, das die Wurzeln an Ort und Stelle hält. Und für die Verpackung wären Kunststoffe auf pflanzlicher oder biologischer Basis doch auch eine gute Lösung, oder?
 
Also In Vitro Pötte sind soweit ich weiß aus PET und damit sowohl in der Herstellung verhältnismäßig Schadstoffarm als auch sehr gut Recyclingfähig.
Generell sind wohl eine Hand voll Pflanzengefäße bei der hierzulande gut entwickelten Abfallwirtschaft nicht das Problem, um das man sich Sorgen machen müsste.
"Makro"plastik wird in meinen Augen teils zu Unrecht verteufelt, nur weil es eben kein natürlicher Stoff ist. Man muss für jede Anwendung Dinge wie Energieverbrauch/CO² bei der Herstellung, Transportwegen etc., aber auch Weiternutzung und Recyclingfähigkeit im Auge behalten. Der Jutebeutel gewinnt nicht automatisch gegen die Plastiktüte, mal als saloppes Beispiel.
Ich wage zudem mal zu behaupten, dass der Plastikmüll, der in DE täglich durch Lebensmittel etc. entsteht die Menge aus dem Nischenhobby Aquaristik um ein vielfaches übersteigt.
Wer sich persönlich daran stört, kauft am besten regional und von Privat - wie bei allem Anderen auch ist das oft die nachhaltigste Variante :)
 
Hallo,

früher waren die Pflanzen in kleinen Tontöpfen, hier stehen noch irgendwo ein paar rum.

Ich wage zudem mal zu behaupten, dass der Plastikmüll, der in DE täglich durch Lebensmittel etc. entsteht die Menge aus dem Nischenhobby Aquaristik um ein vielfaches übersteigt.

Schon eine sehr bequeme Einstellung, nicht? Eine einzelne Maßnahme als wirkungslos isolieren, um am Ende gar nichts tun zu müssen. Wenn jeder Sektor die eigene Verantwortung mit der Begründung verweigert, man sei alleine ja nicht für die Vermüllung der Meere zuständig, ist das logische Resultat, daß gar nichts geschieht.

Ist beim CO₂ ja nicht viel anders…

Viele Grüße
Robert
 
Ich persönlich finde da eine sachliche Betrachtung einfach besser.
Bei diesen Themen wird sich einfach so viel an unbedeutendem Tüddelkram abgearbeitet (nicht auf die Postings hier bezogen, das man darüber spricht ist ja durchaus sinnvoll), während es andere große Baustellen gibt.
Ein korrekt entsorgtes In Vitro Töpfchen ist einfach nicht "das Problem", sofern man nicht als Selbstversorger im Wald ohne Strom etc. lebt. Da läuft dann aber auch kein Aquascape.
Wenn man etwas sinnvolles tun möchte, fängt man bei alltäglichem Konsum, Kleidung, Urlauben etc. an. Was das Hobby angeht bleibe ich dabei, von Privat (bzw. gebrauchte Hardware) kaufen nützt wahrscheinlich auch am Meisten - wenn man aber gleichzeitig zweimal im Jahr nach Bali fliegt ist es auch nur persönliches Greenwashing.

Ich persönlich nehme mir auch tatsächlich raus, ein paar Sachen für Hobbys im Jahr zu kaufen, weil ich auf genug anderes verzichte was wirklich umweltschädlich ist :)

Also bequem? Absolut nicht. Aber bitte realistisch!
 
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