Bodengrund für Langzeiteinsatz

malafob

New Member
Hallo zusammen,

ich habe zwar schon diverse Beiträge hier im Forum studiert und mich über Herrn Google über Bodensubstrate schlau gemacht. Ich möchte trotzdem noch einmal ganz sicher gehen und euch als Experten dazu befragen.

Ich wollte mich zunächst einmal daran versuchen ein Scape nachzubilden, um in der Thematik besser Fuß fassen zu können. Ich habe mir folgendes Scape dafür ausgesucht:

Scape

Ich würde das Becken gerne als Langzeitbecken betreiben. Ich habe gelesen, dass Soils bei häufigem Neustecken von Stengelpflanzen nach und nach zerbröseln. Die Stengelpflanzen würde man sicherlich auch einmal neustecken müssen hinter den Wurzelbereichen bei Bedarf und nicht nur Einkürzen. Hier würde man ja auf lange Sicht den Soil zerbröseln. Auch ist es ja so dass die Wasserwerte durch Soil beeinflusst werden. Dies ist ja auch gewünscht. Wenn man ein langfristiges Becken mit Fischbesatz plant würden sich die Wasserwerte dann irgendwann ja wieder ändern, wenn das Soil seine Funktion langsam verliert. Evtl hätte dies je nach Soil Menge im Becken ja Auswirkungen auf den Fischbesatz und der Verträglichkeit zu den Wasserwerten, oder sehe ich das falsch?

In dem Beispielscape würde man das Soil ja mit einem Unteraufbau unter den Wurzeln und hinter den Wurzeln einbringen. Die restlichen Bereiche wären ja mit Dekosand oder Kies gestaltet.

Meine Wasserwerte sind folgende laut Energieversorger:

Kalium 2,8
PH 7,70
Gesamthärte 11,8
Karbonathärte 6,3
Nitrat 1,9
Phosphat 0,5
Eisen <0,02

Selbst gemessen habe ich noch nicht. Die Werte sollen aber Schwankungen aufgrund des Energieversorgers unterliegen.

Könnte ich bei diesen Werten mit dem Ausblick auf Fische und dem Ansatz ein Scape länger betreiben zu wollen trotzdem die Bereiche bei den Wurzeln mit Soil gestalten?

Alternativ hatte ich mir überlegt, den Bodengrundaufbau mit Kies und Volcano Mineral zu realisieren, damit ich einen neutralen Bodengrund habe und dann wirklich nur über die Wassersäule dünge, um später keine Schwankungen in den Wasserwerten zu haben bei Langzeiteinsatz.

Frage dazu wäre, ob sich Volcano + Kies für das Beispielbecken überhaupt eignet. Aus meiner Sicht spricht doch aber nichts dagegen oder?

Ich bedanke mich für eure Lesezeit und hoffe, bei meiner vielleicht für viele selbstverständlichen Frage einige Hinweise zu erhalten. Wie gesagt, ich möchte gerne langfristig das Becken betreiben und nicht alle Jahre alles komplett umgestalten und neu scapen.

Herzlichen Dank!
Fabian
 

Ebs

Active Member
Hallo Fabian,

wenn es um Langzeiteinsatz geht, kann ich dir aus langjähriger Erfahrung nur einfachen Kies oder Sand empfehlen. Der verhält sich auf Dauer neutral, sollte aber keinen Kalk enthalten.
Mein abgebildetes Becken (wahrlich kein Scape ) steht seit 25 Jahren immer noch mit dem ersten Kies (Höhe ca. 1-5 cm), immer nur gedüngt über die Wassersäule.
(Dein verlinktes Scape hat wohl auch nur eine ganz dünne Kies/Sandschicht.)

Mehr braucht es nach meiner Erfahrung auch nicht, auch nicht bei anspruchsvolleren Pflanzen, wenn alle anderen Bedingungen annähernd stimmen.
Von den ganzen aktuellen Bodengründen (Soil-Spielarten) halte ich persönlich garnichts, aber das ist Ansichtssache. :D

Gruß Ebs
 

Anhänge

  • DSCI3028.JPG
    DSCI3028.JPG
    260,5 KB · Aufrufe: 866

x-tank

Member
Hi Fabian,

Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit Granatsand gemacht. Gibts in rötlichen Tönen als auch in schwarz, schwarzgrau, mit unterschiedlicher Körnung.

Ebenso gute Erfahrungen hatte und habe ich gerade mit dem Dennerle Kies diamantschwarz.

Benutze beide Substrate seit langem, ohne weitere Zumischungen und ausschliesslich über Düngung der Wassersäule.
Keine Filter im Einsatz und nur Durchströmung der jew. Becken.
Hatte noch nie Veränderungen der üblichen Wasserparameter, dabei aber auch nur sehr geringen Fischbesatz respektive Garnelen.

Gruß
Marco
 

Anhänge

  • IMG_20181224_174501.jpg
    IMG_20181224_174501.jpg
    3,3 MB · Aufrufe: 826

malafob

New Member
Hallo und ein schönes Wochenende :)

ich danke euch erstmal sehr für die guten Hinweise und Erfahrungsberichte.

Insgesamt nehme ich als Ergebnis für mich mit, dass ich das Becken ohne Soil betreiben werde. Der Seachem Bodengrund sieht wirklich sehr vielversprechend aus. Das Material ist natürlich, nicht ummantelt, leider aber auch etwas teurer...

Als Anfänger würde ich zunächst einmal zu der Lösung mit Kies und Sand tendieren.

Ich werde die Wurzeln und die Anhöhe nach hinten etwas mit Volcano Mineral unterfüttern und mit Kies auffüllen, damit die Wasserzirkulation unten drunter gewährleistet ist. Die vorderen Bereiche werde ich dann, wie geplant, mit feinem Sand in niedriger Substrathöhe gestalten. Diese Ebene soll auch für Panzerwelse als Gründelstelle dienen. Bei dem Seachem Bodengrund hätte ich etwas Angst, dass dieser doch zu scharfkantig ist auf Dauer.

Sobald alles an Zubehör, Schrank, Becken da ist, werde ich mal ein paar Fotos posten... mal schauen, was der erste Versuch bringt ;)

Liebe Grüße und danke nochmal an alle
Fabian
 

Ähnliche Themen

Oben