Austausch Bodengrund

Jogomano

New Member
Hallo Flowgrower,

ich lese in diesem Forum nun schon eine etwas längere Zeit mit. Durch die vielen informativen Analysen und Antworten habe ich mein eigenes Becken in Bezug auf Nährstoffe, Algenprobleme etc. echt gut in den Griff bekommen. Danke dafür :)

Das einzige was mich an meinem Becken im Moment noch stört ist der Bodengrund. Hier habe ich damals auf den JBL Manado gesetzt. Da ich damals, also vor gut einem Jahr, noch recht wenig Erfahrung in Bezug auf Boden/Technik etc. hatte, lies ich mich von unserem örtlichen "Fressnapf" beraten. Die Empfehlung und der Preis haben dann zu dem Kauf geführt.

Nach den bekannten anfänglichen kleinen Problemen mit dem Boden (trotz zig mal Waschen) die man auch hier im Forum lesen kann, verhält sich der Bodengrund inzwischen aber neutral. Es stört mich lediglich, dass das Material so leicht ist und recht schnell z.B. beim Wasserwechsel verwirbelt und kleine Pflanzen nach dem Einkürzen auch gern einmal den Weg an die Wasseroberfläche suchen...

Somit habe ich mich dazu entschieden den Bodengrund in naher Zukunft einmal auszutauschen und als neuen Bodengrund neutralen Guemmer-Sand einzusetzen.

An dieser Stelle würde ich vorab gerne ein paar Meinungen / Erfahrungen von Euch einholen:

1. Körnung
Den Sand/Kies gibt es in den Körnungen 0,4-0,8 / 0,7-1,2 / 1,0-2,0 und 2,0-3,0.
Ich bin mir noch nicht sicher welche Körnung bei mir nun die optimale wäre.
Das Becken ist ein Fluval Venezia 190l, derzeit noch mir einer Fußbodenheizung ausgestattet.
Aufgrund der Heizung sollte/darf die Körnung insgesamt aber nicht zu klein sein, oder?
Bzw. wie klein darf die Körnung max. sein damit die Heizung auch noch ordnungsgemäß funktioniert?
Wenn die positiven Erfahrungen mit kleiner Körnung überwiegen kann ich auch gerne auf die Fußbodenheizung verzichten.

2. Zusätzlicher Nährstoffboden
Hierauf würde ich ganz gerne verzichten. Sollte doch kein Problem sein, oder?

3. Kieshöhe
Hier fehlt mir etwas die Erfahrung. Derzeit habe ich an der niedrigsten Stelle mit dem Manado Boden ca. 5-6 cm. Nach hinten leicht ansteigend und zusätlich noch einen Terrassenaufbau der enstprechend mit dem Kies gefüllt ist (ca. 8-10 cm höher als der Rest).
Welche Kieshöhe (ca.) würdet ihr mir bei dem Guemmer-Sand empfehlen? Erfahrungswerte?

Hier nun noch der aktuelle Besatz des Beckens:

Fauna:
- Boraras brigittae (Mosquito-Zwergbärbling)
- Danio margaritatus (Perlhuhnbärbling)
- Corydoras pygmaeus (Zwergpanzerwels)
- Ohrgitter-Harnischwels
+ viele viele Zwerggarnelen

Flora:
- Glossostigma elatinoides
- Marsilea hirsuta
- Hydrocotyle verticillata
- Pogostemon helferi
- Echinodorus bleheri (bleherae)
- Echinodorus bolivianus
- Echinodorus 'Vesuvius'
- Ludwigia repens Rubin
- Vallisneria americana (natans)
- Micranthemum umbrosum
- Hemianthus callitrichoides
- Cryptocoryne parva
- Eleocharis parvula
- Alternanthera reineckii 'rosaefolia'
- Shinnersia rivularis
- Utricularia graminifolia

Wäre schön wenn ihr mir bei der Entscheidung für den passenden Boden ein wenig helfen könntet...

Viele Grüße
Jörg
 

Skout

Member
Hallo!

Pflanzeaquarium ist für die Pflanzen da und so solltest du eigentlich die bestmöglichen Bedingungen für die Pflanzen bereitstellen, und nicht für den Wasserwechsel.

Der Sand wird den Nährstoffaustausch Wasser-Boden behindern.
Hat nicht zudem der JBL noch Speichereigenschaften?
Natürlich funktioniert es bei vielen auch mit Sand.
Bin aber der Meinung man sollte die bestmöglichen Bedingen bereitstellen.

Tust du etwa den kompletten Boden durchsaugen?
Empfehle Wasserwechsel mit Schlauch -> kein Bodenkontakt.
Zumal ja eigentlich alles voll Pflanzen sein sollte.

Seit dem ich damals auf Aquasoil umgesattelt hatte, habe ich keine Futterreste mehr am Boden.
Denn mit dem Aquasoil wurde der Boden lebendig, d.h. Nematoden haben Einzug gehalten.
Sehr kleine weisse Würmer welche Futterreste vertilgen, wie ein Regenwurm praktisch.

Pflanzenwuchsempfehlung ist sowieso Aquasoil, auch wenn es mehr kostet.
 

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