54l CH-Standard

diditsch

Member
Hallo Zusammen,

hier mal mein neues Pflanzenrettungsbecken oder besser Übergangstransferbecken 8)
Ziel war es, dass Becken innerhalb eines Tages komplett aufzubauen, möglichst viele mir liebgewordene Pflanzenarten unterzubringen und es dabei nicht allzu scheußlich aussehen zu lassen. Die Pflanzenarten werden später nach und nach reduziert und die Steine später in eine möglichst harmonische Ausrichtung gebracht....dazu braucht man nämlich Zeit und Ruhe. Die Steine folgen trotz indischer Herkunft leider auch der Schwerkraft und sind beim Versuch sie in Schräglage zu bringen ein paarmal gegen die Scheibe gedengelt.
Hier ein paar Daten:
Pflanzen:
- Glossostigma elatinoides
- pogostemon helferie
- Blyxa japonica
- Hydrocotyle verticillata
- Ludwigia glandulosa
- Blyxa novoguineensis
- Didiplis diandra
- Rotala spec. green
- Proserpinaca palustris
- Eusteralis stellata
- Fissidens crassipes
- Fissidens spec. "thai"
- Rossmoss
- Riccardia spec.
...ganz schön viele Pflanzen für ein kleines Becken :D Eigentlich sollte staurogyne spec. auch rein, aber die habe ich leider vergessen

Bodengrund: Aquasoil Amazonia II
Deko: Indisches Steinholz von Tobi
Beleuchtung: 2x24W T5 (840 & 860)
Innenfilter: FluvalI
CO2: ca. 15 Blasen pro Minute über Aquasabi CO2-Set 3000
Wasserwerte: keine Ahnung, Mischungsverhältnis wie unten beschrieben

Leider war nicht mehr als ne Handyknipse vorhanden.

Auch habe ich gerade erfahren, dass ich die nächsten 3Wochen keinen direkten Zugriff mehr auf das Becken habe :x . Einzige Möglichkeit ist es meine Freundin anzuleiten WW zu machen und Dünger zu zugeben.
Meine geplante Vorgehensweise:
- 2x 50%WW alle 3Tage, 2/3 Osmosewasser und 1/3 Kranberger (gh 22, kh 11, Wasserwerte sind in der Schweiz online nicht zu bekommen :evil:)
- Düngung: alle 2Tage 3ml Volldünger ProFito oder Aquasabi Mikro Basic, P 1x wöchentlich 0,2mg/l, K 1x wöchentlich 2mg/l
Hat jemand noch Tipps :? ...besonders wenn ich völlig daneben liege? Ich hab zwar schon einiges hier gelesen, kenn mich mit Aquasoil aber praktisch noch gar nicht aus.

Gruß

Dieter
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Dieter,

bei Aqua Soil wird nach dem ADA System nur Kalium zu Beginn zugeführt.

Hier mal ein hilfreicher Link bezüglich Aqua Soil und ADA Düngung:

ADA Anleitung


Ansonsten bin ich gespannt wie sich das Becken entwickelt. Die ersten Wochen muss sich deine Freundin nur über Wasserwechsel Gedanken machen. Düngen muss sie da nicht so viel. Auch muss das Wasser nicht unbedingt sehr weich sein, damit das Aqua Soil viel Magnesium und Calcium binden kann.
 

chrisu

Active Member
Hallo Tobi,

du schreibst bei deinem ADA Leitfaden das die Step-Serie 3 mal wöchentlich 1ml auf 20l dosiert wird. Bei der Produktbeschreibung der Dünger steht allerdings täglich 1ml auf 20l düngen?! Hat das einen bestimmten Grund oder hat sich ein Fehler eingeschlichen?

Mfg Christian
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Christian,

ich habe mich bei den Anwendungsempfehlungen an die von ADA Europe gehalten. Die geben diese Dosierung vor. Natürlich sind das nur "Richtwerte". Man kann sicher auch mehr von den Mikrodüngern zugeben, gerade wenn man es den Pflanzen ansieht, dass sie es benötigen.
 

diditsch

Member
Hallo Tobi,

danke für den Hinweis.
Brighty K enthält aber auch Fe, welches im Aquasoil nicht vorhanden ist und zugeführt werden muss :?:

Gruß

Dieter
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi,

Brighty K enthält kein Fe. Da ist nur Kalium und etwas zum Chlor entfernen drin.
Aqua Soil ist aber selber erstmal dick mit Spurenelementen angereichert. So gesehen muss man in den ersten 2 Wochen noch keinen Mikrodünger verabreichen.
 

diditsch

Member
Hallo Zusammen,

vielleicht hat noch jemand von euch einen guten Tipp. Ich werde die Fadenalgen (3Arten: Fussel, weiche lange Fäden und Mooskugelalgen?) nicht los. Nicht nur in diesem Becken mit Aquasoil, auch in den anderen beiden mit Sandboden. Der Einfachheithalber bleib ich mal beim hier schon beschriebenen Becken.
Das Pflanzenwachstum ist gut. Der Besatz besteht aus 4 Ziersalmlern und ca. 5 orange eye's. Die Düngung wurde über 2Wochen nach EI mit Tobis Makrodünger und FE-Microvolldünger durchgeführt. Einmalig habe ich letzte Woche 4gr Preismineralsalz zugeführt, das brachte aber keine Verbesserung. Gestern vor dem wöchentlichen WW von 70% mit ca. 85% Osmosewasser und 15% habe ich folgende Werte gemessen:
kh 2
gh 4
Fe 0,1mg/l
NO3 15mg/l
PO4 0,25mg/l
Errechneter CO2-Gehalt 35mg/l. 1 Bläschen/sec.
Beleuchtet wird mit ca.1W/l T5 Aufsetzleuchte über 10h. Hatte zwischenzeitlich auf 0,5W/l reduziert, das hatte nur zur Folge das Pflanzen und Algen langsamer wuchsen. Vereinzelnd bilden sich auch Bartalgen.
Als Filter habe ich nur einen kleinen Filterschwamm vor der Strömungspumpe in Einsatz.
Habe erstmal vor die Beleuchtungszeit auf 8h zu reduzieren. Überlege weiterhin PPSpro einzusetzen, obwohl das in den beiden anderen Becken auch nicht der entscheidende Faktor ist.
Wer weiß noch was?

Gruß

Dieter
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Dieter,

sind das jetzt die gleichen Algen wie vorher? Ich würde Algenfressende Garnelen einsetzen. Amanos vertilgen so Grünalgen sehr gerne.

Deine Wasserwerte sehen ansonsten gut aus... Alternativ kannst du natürlich auch die EI Lösung als normale Makrolösung heranziehen und nur 1-2 ml auf 40l dosieren. Pro 1 ml auf 40l werden ja nicht so extrem viel Nährstoffe zugeführt.
Algen benötigen aber schon EXTREM niedrige PO4 Werte, um sich überhaupt dadurch limitieren zu lassen.

Die geringere Beleuchtungszeit ist aber ein richtiger Schritt.
 

diditsch

Member
Moin Tobi,

ja, es sind die gleichen wie in Köln. War mir eigentlich ziemlich sicher, dass es am gammelnden Bodengrund liegt. Hauptsächlich nerven diese weichen Fadenalgen die eigentlich nur in Teichen vorkommen sollen. Es handelt sich wohl um Spirogyra. Die andere wattebauschartige ist Oedogonium. Jo (eumel6) hat die mal für mich mikroskopiert und bestimmt.
An Amanos hatte ich auch schon gedacht und ich fahr auch diese Woche noch nach Konstanz, wo ich mir welche besorgen kann...eigentlich sind die mir aber zu groß.
Werde die Düngerdosies des Makrodüngers reduzieren und wieder berichten.

Gruß

Dieter
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi,

ich denke du wirst mit Düngerdosierung nicht weiterkommen. Wie gesagt wachsen Algen auch noch mit Bruchteilen an Nährstoffen, bei denen Wasserpflanzen schon lange den Geist aufgaben.

Erstmal müssen also die Algen weg und dann eben guter Pflanzenwuchs vorhanden sein. Dann sollten sich die Algen eigentlich nicht weiter ausbreiten. Amanos sind super Algenkiller und futtern wirklich Unmengen davon. Werden aber wie du sagst schon recht groß.
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi,

mir fällt nur auf, dass du ggf. den CO2 Wert optimieren solltest. Andere Aspekte sind alle optimal. Aber "errechneter" CO2 Wert von 35 muss noch lange nicht ausreichen.
 

diditsch

Member
Hallo Zusammen,

nach langer Zeit und vielen Algen-, bzw. Düngeexperimenten :wink: hab ich mal wieder ein paar Fotos geschossen.
Das 54l Becken mit Aquasoil Bodengrund läuft stabil. Es sind fast keine Algen mehr vorhanden.


Seit einer Woche habe ich das Becken an ein anderes 54l Becken gekoppelt, d.h. beide Becken laufen über einen Aussenfilter und haben jeweils einen Filterzu- und Filterablauf. Zusätzlich sind sie über ein Überlaufrohr verbunden.
Den recht radikalen Rückschnitt und die Umstrukturierung sieht man diesem Becken mit Sandboden leider noch recht deutlich, aber das wird sich schnell rauswachsen.


Ein drittes 45l Pflanzenparkbecken gibts auch noch. Leider kann ich hier die weichen Fadenalgen noch nicht ganz in Schach halten. Die Pflanzen wachsen gut und kräftig, komischerweise streben sie recht stark nach oben. Vor allem bei der Staurogyne wundert mich das, da sie sich in dem Aquasoilbecken eher flach legt. Die H.c.c. wächst gut, könnte aber für meinem Geschmack ruhig ein bisschen dichter werden.


Ich freu mich über Tipps zur Gestaltung und auch sonstigen Anmerkungen.

Grüsse

Dieter
 

Roger

Active Member
Hallo Dieter,

schön mal wieder etwas von Dir zu hören und ein paar Deiner Becken bewundern zu können. :D

nach langer Zeit und vielen Algen-, bzw. Düngeexperimenten
Hast Du daraus irgend welche Erkenntnisse gewonnen?
 

diditsch

Member
Hallo Roger,
meine Erkenntnisse sind folgende:
1. Hast du einmal weiche Fadenalgen wirst du sie weder durch magere noch fette Düngung nicht wieder los.
2. Ich denke die Startphase des Beckens ist sehr entscheidend, z.B. nie zuviel Licht. Ich hatte beim Start ausversehen 1,5W/l und war dann 2Wochen nicht vor Ort.
3. Wasserwechsel, hohe NO3 und CO2-Werte haben keinen Einfluss.
4. Amano-Garnelen wirken positiv, obwohl sie die weichen Fadenalgen nicht fressen, zumindest hab ich es nie gesehen.
5. Eine zusätzliche Spurenelementedüngung hat eine leichte Verbesserung der Situation gebracht, bzw. Magerdüngung und keine Spurenelemente hat sie verschlechtert

Das sind meine geringen Erkenntnisse. Ich muss zugegeben das es nicht viel ist, aber ein Becken ist Algenfrei und ein Becken hab ich noch zum üben.

Grüsse

Dieter
 

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