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Beitragvon Menelaos » 03 Jan 2018 12:26
Hallo zusammen und ein Frohes Neues Jahr,

ich interessiere mich für mein 84 Liter-Becken (60x35x40) für eine Strömungspumpe für den unteren Beckenbereich, zusätzlich zum JBL cristalprofi e701, der auf voller Leistung gut schwung in den oberen Teil bringt.

Nun sollen wohl bald Sewellia lineolata einziehen. Da die Tiere naturgemäß in schnellfließenden Bachläufen leben, denke ich über die Anschaffung einer passenden Pumpe nach. Ruhig sollte sie natürlich auch sein :kaffee1:

Ich habe mir verschiedene Geräte angeguckt. Von Tunze über Marea bis zu Hydor. Zu allen gibt es verschiedene Rezenssionen.

Gibt es jemanden mit Erfahrung zu Pumpen in kleinen Becken, vielleicht sogar mit dieser Art von Fischen kombiniert?

In der Suchfunktion konnte ich nichts genau passendes finden.

:tnx:
Viele Grüße aus Bremen
Jannik
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Beitragvon omr » 03 Jan 2018 13:11
Moin,

Ich habe ein Tunze im Einsatz. Sowas hier:

https://www.amazon.de/TUNZE-6045-000-Tunze-Turbelle-nanostream/dp/B000N10NA8

Nicht zu klein dimensionieren, man täuscht sich.

Das gibt aber immer eine Kreisströmung, keinen Bachlauf, das Wasser muss ja zur Pumpe zurück. Zur Inspiration :) https://www.youtube.com/watch?v=isb1s2S1Ixw

Will man einen echten Bach bauen, muss man für eine Rückführung außen rum sorgen. Ich glaube, Pantha Rhei hat auch mal sowas gebaut, https://www.youtube.com/watch?v=MCpgKMyjUoo, mit Strömungskanal. Bei 1:30 erklärt er das.
Viele Grüße,
Olli
Zuletzt geändert von omr am 03 Jan 2018 13:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon MarkusG » 03 Jan 2018 13:38
Hi,

ich hab auch ein 80er für Sewellia lineolata, mit einer Tunze (die kleinste, 1800 l/h) , leise ist die nicht unbedingt aber ich bin zufrieden.

Bzgl dem "Bach", das stimmt schon wie "OMR" das schreibt, jedoch ist das eine Sache der Beckenstruktur und wo die Pumpe platziert ist, man kann das eigentlich recht gut sehen, bei mir fließt die Strömung stark in eine Richtung über das "Hardscape" und der "Rückfluss" passier hauptsächlich im oberen Bereich des Beckens wo sich die Flossensauger nicht aufhalten. In der Natur gibt es auch Strömungsverwirbelungen besonders an den Bach-Rändern.

Ein Tipp wenn du wirklich eine extra Strömungspumpe laufen lässt, nimm keinen normalen Spielsand und nicht den feinsten Sand, sonder etwas mit relativ gleicher Körnung, sonst treibt die Strömung den überall zwischen den Kies.

Lg
Markus
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Beitragvon Menelaos » 03 Jan 2018 13:42
omr hat geschrieben:Moin,

Ich habe ein Tunze im Einsatz. Sowas hier:

https://www.amazon.de/TUNZE-6045-000-Tunze-Turbelle-nanostream/dp/B000N10NA8

Nicht zu klein dimensionieren, man täuscht sich.

Das gibt aber immer eine Kreisströmung, keinen Bachlauf, das Wasser muss ja zur Pumpe zurück. Zur Inspiration :) https://www.youtube.com/watch?v=isb1s2S1Ixw

Will man einen echten Bach bauen, muss man für eine Rückführung außen rum sorgen. Ich glaube, Pantha Rhei hat auch mal sowas gebaut, https://www.youtube.com/watch?v=MCpgKMyjUoo, mit Strömungskanal. Bei 1:30 erklärt er das.


Das ist ja der absolute Hammer. Wenn ich mir sowas ins Wohnzimmer baue, darf ich wahrscheinlich direkt ausziehen :lol:

Wirklich großes Kino und mega naturnah, für mich aber so nicht umsetzbar. Auch in Kleinformat nicht.

Trotzdem danke für diesen tollen Beitrag!
Viele Grüße aus Bremen
Jannik
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Beitragvon Menelaos » 03 Jan 2018 13:49
MarkusG hat geschrieben:Hi,

ich hab auch ein 80er für Sewellia lineolata, mit einer Tunze (die kleinste, 1800 l/h) , leise ist die nicht unbedingt aber ich bin zufrieden.

Bzgl dem "Bach", das stimmt schon wie "OMR" das schreibt, jedoch ist das eine Sache der Beckenstruktur und wo die Pumpe platziert ist, man kann das eigentlich recht gut sehen, bei mir fließt die Strömung stark in eine Richtung über das "Hardscape" und der "Rückfluss" passier hauptsächlich im oberen Bereich des Beckens wo sich die Flossensauger nicht aufhalten. In der Natur gibt es auch Strömungsverwirbelungen besonders an den Bach-Rändern.

Ein Tipp wenn du wirklich eine extra Strömungspumpe laufen lässt, nimm keinen normalen Spielsand und nicht den feinsten Sand, sonder etwas mit relativ gleicher Körnung, sonst treibt die Strömung den überall zwischen den Kies.

Lg
Markus


Hi Markus,

danke für deinen Beitrag. Ich hatte deinen Thread schon gelesen und das war für mich dann der letzte Anstoß zu so einem Becken.

Vielleicht kann ich den Filterauslauf auch soweit verlängern, dass der untere Beckenbereich bespült wird.
Muss ich mir nochmal Gedanken zu machen. Für Gedankenanstöße bin ich sehr dankbar.

Gruß,
Jannik
Viele Grüße aus Bremen
Jannik
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Beitragvon MarkusG » 03 Jan 2018 15:25
Hallo Jannik,

dein Filter ist mit 700 Litern pro Stunde bei 9 Watt richtig gut, aber ich denke nicht dass die Strömung so wird wie du/die Sauger es gerne hätte.

Der große Unterschied bei so einer Strömungspumpe ist wie "breit gefächert" die das Wasser bewegen, das bekommst du mit normalen Pumpen nicht hin, nur "punktuell"

Ich denke eine kleine feine Strömungspumpe ist bei den tollen Tieren gut investiert, dafür mehr Zeit beim Hardscape Design investieren und die Pumpe möglichst gut platzieren und verstecken :-)

Lg Markus
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Beitragvon Menelaos » 03 Jan 2018 16:22
Ich schreibe dir mal eine PN, Markus.
Viele Grüße aus Bremen
Jannik
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Beitragvon Menelaos » 03 Jan 2018 19:11
Auch die Alternative Strömungspumpe Tunze nanostream 6015 oder 6045 STATT Außenfilter wird nun in Betracht gezogen.

Ich werde da wohl etwas rumprobieren.

Werde hier weiter berichten.
Viele Grüße aus Bremen
Jannik
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Beitragvon omr » 03 Jan 2018 19:52
Moin,

Ich habe die 6025 unten in einem 120cm Becken zur Bespaßung von Rüsselbarben. Die Strömung ist nach 1m noch gut zu merken. Aber ganz ohne Filter würde ich das nicht betreiben, wegen Schwebstoffen. Das Wasser ist sonst immer trüb. Da sedimentiert nichts mehr.
Viele Grüße,
Olli
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Beitragvon MarkusG » 03 Jan 2018 20:47
Hi,

in einem solchen Becken würde ich persönlich auch nicht auf einen Filter verzichten wollen. Du hast durch die Strömung und die vielen gewollten Steinspalten so viel Potential auf nicht verwertete Futterreste etc. da ist mir eine Biofilterung des Wassers schon recht wichtig.

Um den Pflanzen durch die Geringfilterung etwas gutes zu tun ist ein Strömungsbecken unporaktisch glaube ich, dur wirst eher robuste hartblättrige Pflanzen und Moose verwenden denke ich

Lg
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Beitragvon Biotoecus » 04 Jan 2018 12:32
Moin,

man sollte allerdings auch mal erwähnen das Sewellia lineolata nicht zwingend starke Strömungen benötigt.
Die Tiere brauchen klares, sauberes und sauerstoffhaltiges Wasser.
Das ist alles.
Und ich sage das mal mit dem Brustton der Überzeugung weil ich jedes Jahr etwa 400 von den Tieren nachziehe und verkaufe.

In so fern reicht ein JBL e701 in diesem speziellen Becken völlig aus.

Gruß
Martin
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Beitragvon MarkusG » 04 Jan 2018 14:13
Hallo Martin,

sehr interessant, endlich jemand der Konstant von erfolgreichen Nachzuchten berichten kann :-)

Kannst du uns etwas du deinen Haltungsbedingungen /Erfahrungen erzählen und vielleicht auch Bilder der/des Beckens zeigen?

Lg
Markus
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Beitragvon Biotoecus » 04 Jan 2018 14:35
Moin Markus,

das ist ein 200/50/50cm Aquarium.
Als Filter dient ein JBL e1500.
Um das Wasser etwas besser umzurühren wurde ursprünglich eine Tunze 6025 eingebaut.
Wobei die dann gegen eine Sera mit 8000l/h getauscht wurde.
Letztlich ist es dann ein HydroWizard EC42 geworden.
Wobei die Strömungspumpen keine Pflicht sind, das ist ein "Behaviour Enrichment" wenn man es denn so nennen mag.
Vermehrung geht auch ohne Strömung.

Beleuchtet wird mit 4 x39W T5 gedimmt auf etwa 60%.

Ganz unten ist Sand drin, so etwa 2-3cm.
Darauf Kiesel und Steine von 1cm bis Kindskopfgröße.
Ein paar Hölzer mit Anubias und Javafarn runden das ab.

Das Becken nach der Einrichtung:
36427

Das Becken beherbergt Notropis chrosomus und Sewellia lineolata.
Eingerichet Oktober 2013.

Fütterung mit Tabletten, FroFu aller Art und Selbstbaufutter.

Verwendet wird Leitungswasser: GH 12, KH 6, LF ~575µs/cm
Wasserwechsel wöchentlich 50-60%.

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon MarkusG » 04 Jan 2018 15:34
Danke Martin,

sehr cooles Becken und vor allem Abmessungen ;-) das macht schon was her.
Eine letzte Frage noch von meiner Seite, ich habe oft gelesen dass Temperaturen ab 22C° für Nachwuchs sorgen, dauerhaft deutlich über 25C° nicht zielführend sind. Kannst du das bestätigen bzw wie ist es bei dir?

Ich halte meine momentan bei 19C° Raumtemperatur, im Sommer wird das Becken maximal 22-23 bei mir erreichen.

Lg
Markus
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Beitragvon Menelaos » 04 Jan 2018 21:39
Hallo Martin, Hallo Markus,

Danke euch nochmal für die informativen Beiträge.

Interessant, wie unterschiedlich so Erfahrungen sein können. Gar nicht nur auf den Thread hier bezogen. Die Infos, die man so im Netz findet, gehen ja fast einstimmig Richtung ganz viel Strömung.

Hannover ist von Bremen auch nicht weit weg. Du könntest mir eine Gruppe abtreten in den nächsten Wochen, wenn du hast und willst. Dann weiß ich, wo die Tiere herkommen.

Gruß,
Jannik
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