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Postby Andre76 » 15 Mar 2020 16:55
Hallo alle zusammen.
Nachdem ich mir den JBL Pro Scape Koffer gekauft habe, wollte ich heute mal drauf losmessen...
Bis jetzt habe ich nur mit dem JBL Pro-Scan(dieser Handyfoto-Test) gemessen.
Der Pro-Scan Test zeigt mir an das ich 18mg/L Nitrat in meinem Leitungswasser habe.
Der Test mit dem Pulver und den Tröpfchen aus dem Koffer verfärbt sich quasi gar nicht. Mit viel gutem Willen bin ich da bei 1mg/L Nitrat.
Da kann doch irgendwas nicht stimmen.
Laut meinem Wasserversorger kommt das Wasser mit 16mg/L aus der Leitung.
Also wäre der Pro-Scan ja schon recht dicht dran. Aber der Test aus dem Testkoffer... :irre:
Damit ich nichts falsch mache habe ich den Test mehrfach wiederholt. Immer mit dem selben Ergebnis.
Das Einzige was mit auffällt ist, dass das Pulver für den Nitrattest im Koffer nicht so wie die anderen Pulver im Koffer aussieht. Die anderen Pulver sind sehr fein und erinnern an Eieruhrensand. Das Pulver für den Nitat-Test ist klumpiger. Sieht schon fast aus als wenn es minimal feucht ist. Gehört das so? Oder liegt hier der Fehler?

Bin etwas ratlos...

MfG, Andre.
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Postby Andre76 » 16 Mar 2020 20:36
keiner eine Idee???

MfG, Andre.
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Postby Andre76 » 16 Mar 2020 21:29
Hallo alle zusammen.
Ich habe noch ein wenig experimentiert, und will euch die Erkenntnisse nicht vorenthalten...
Und nun bin ich noch verwirrter.
Folgendes habe ich gemacht:
ich habe 100ml Leitungswasser mit 2ml(1 Pumpenhub) Tropica Specialised Nutrition "gedüngt".
Der JBL Tropfentest aus dem Testkoffer kommt da auf ca. 60-80 mg/l.
Der JBL Pro-Scan Teststreifen komme auf 500 mg/l.

Das kann doch alles nicht richtig sein.

Nur so zum Spaß habe ich beide Tests nochmal mit purem Leitungswasser gemacht.
Tropfentest sag 1 mg/l(mit gutem Willen. Quasi keine Verfärbung)
Der Teststreifen sagt 18 mg/l.

Um Antwort wird gebeten...

MfG, Andre.
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Postby Absdr » 16 Mar 2020 22:26
Hi Andre,

das Pulver ist bei mir auch klumpiger als der Rest. Ebenso gibt mein Wasserwerk 8 mg Nitrat an und ich habe laut dem Test 0 mg im Leitungswasser.
Ich würde den Tropfentest eher vertrauen als diesen Stäbchen, man liest immer wieder das die nichts taugen.
Tropica empfiehlt 6ml auf 50l das heist 2ml auf 16,6l. Das wären dann wenn ich mich nicht verrechnet hab 0,012ml Dünger auf 100 ml Wasser. Daher wundert mich nicht das du in deiner Probe so hohe Werte misst.
Gruß

Mike :)
Last edited by Absdr on 16 Mar 2020 23:05, edited 1 time in total.
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Postby Wuestenrose » 16 Mar 2020 23:05
'N Abend...

Tja, wie so oft: Wassertests führen nicht zu Erkenntnisgewinn, sondern nur zur Verunsicherung.

Mit den Werten des Trinkwasserversorgers und ein bißchen Grundschulmathematik kommt man auch hin.


Viele Grüße
Robert
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Postby Andre76 » 18 Mar 2020 00:22
Wuestenrose wrote:'N Abend...

Tja, wie so oft: Wassertests führen nicht zu Erkenntnisgewinn, sondern nur zur Verunsicherung.

Mit den Werten des Trinkwasserversorgers und ein bißchen Grundschulmathematik kommt man auch hin.


Viele Grüße
Robert


Hallo Robert...
Ich bin beim Düngen gerade dabei mir Wissen anzueignen...
Nur die total unterschiedlichen Ergebnisse dieser beiden Testmöglichkeiten verwirren mich.
Der Streifentest kommt ja immerhin in die Nähe der Werte die der Wasserversorgen(neueste Veröffentlichung der Werte von 2017) angibt.
Der vermeintliche "bessere" Test zeigt ganz andere Werte wie sie angeblich aus meiner Leitung kommen sollen.
Wenn ein Test nicht genau ist dann sollte er doch aber so in etwa richtig anzeigen.
Mehr verlange ich ja nicht.
An unterschiedlicher Tropfengröße beim hinzufügen von Reagenz 2 kann es bei meinen diversen Wiederholungen ja auch irgendwie nicht liegen... Und 2x5ml kriege ich mit der Spritze recht präzise hin.

Ich bin immernoch verwirrt.

Gruß, Andre.
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Postby FiPie » 18 Mar 2020 19:49
Hallo,

also wirklich auch zwei große Löffel Pulver genommen ?

VG Frank
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Postby Andre76 » 18 Mar 2020 22:59
Hallo Frank,
in der beiligenden gedruckten Anleitung, auf der Internetseite von JBL und selbst auf der Farbkarte als Piktogramm steht 1 großer Meßlöffel.

Wenn ich ältere Beiträge lese steht da immer was von 2 großen Meßlöffeln, und auch die Videoanleitungen von youtube zeigen immer 2 Meßlöffel.

Da liegt der Hund aber auch nicht begraben.
Denn darüber bin ich auch schon gestolpert und habe einfach mal spaßeshalber mein Leitungswasser mit 2 großen Meßlöffeln gemessen.
Ergebnis ist etwas dunkler wie 1mg/l Nitrat.
Mit dem anleitungsgetreuen einen großen Meßlöffel ist das Ergebnis etwas heller als 1mg/l.
Der Streifentest sagt 17mg/l was der 16mg/l Angabe meines Wasserversorgers sehr nahe kommt.

Jetzt habe ich keine Streifentest mehr und bin gefrustet...


MfG, Andre.
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Postby nik » 19 Mar 2020 07:16
Moin André,

wieso versuchst du den Bock hinten mit Gewalt herum zu heben?

Mache dir eine Referenzlösung, aber nicht mit den lächerlichen Pumpenhüben und reklamiere evtl. den Test. BTW, idR. sind die Pumpenhübe übrigens 1 ml und nicht 2 ml. Viel genauer sind Tropfen. 20 Tropfen sind ziemlich genau ein ml. Das nutze ich bei der Düngung meiner Nanobecken.

Ansonsten könnte es dir genügen, dass die Trinkwasseranalysen für dich messtechnisch nicht zu überbieten sind. Nitrat kann vernachlässigbaren jahreszeitlichen Schwankungen unterliegen und die anzunehmenden Nährstoffverbräuche sind weitgehend schätzbar. Auf dieser Basis ist man mit einer rechnerischen Düngung und regelmäßigen Wasserwechseln sicher. Das kann man nur mit Aufwand und wenig Sinn besser, genauer machen. Wenn du genauer messen willst, dann brauchst du entsprechendes, teureres Besteck.

Bei mehreren laufenden Becken habe ich die letzten Jahre eigentlich gar nicht mehr gemessen. Die Düngungen sind so simple Routinen, dass das meine Frau macht, wenn ich nicht zu hause bin. Zu der Düngung kannst du in meiner Sig nachlesen. Konsequenter gedüngt werden muss momentan nur ein problematischeres Becken, wenn die stabil sind, kann man die auch drei Wochen ungedüngt laufen lassen. Das größte Problem allgemein ist wohl, sich von der Notwendigkeit solcher, auch noch unbestimmt zweifelhafter Messungen frei machen zu können.

Gruß Nik
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Postby aquamatti » 19 Mar 2020 07:20
Hallo Andre,

nicht gefrustet sein!

Es bewahrheitet sich der Spruch „wer viel misst, misst viel Mist“ ;-)

Ich glaube mich zu erinnern, irgendwo mal gelesen zu haben, dass man Nitrat mit den uns zur Verfügung stehenden Tröpfchen-Tests nur ganz schwer genau bestimmen kann. Außerdem scheint gerade der Nitrat-Test von JBL im Vergleich zu dem von Macherey & Nagel nicht so toll zu sein.

Was willst du damit erreichen, dass du den Nitratgehalt nun ganz genau kennst?

Ich würde den Rat von Robert befolgen.

Grüße
Matthias
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Postby Andre76 » 19 Mar 2020 21:39
Hallo Nik und Mathias.
Ja, wer misst misst Mist.
Da geht es mir mittlerweile aber irgendwie ums Prinzip.
Nicht genau heißt ja nicht dass die Werde die man misst total aus dem Ruder laufen dürfen.
Das ist zwar etwas ab vom Thema, aber keiner kauft ein Auto was so ungefähr evt. vielleicht 220Km/h fährt und beschwert sich dann nicht wenn nur 100Km/h erreicht werden.
Aber egal. Wenn ich es morgen hinbekomme mir destilliertes Wasser zu besorgen mische ich mir mal Referenzlösungen an. Aus AR GH boost N und eben dem destilliertem Wasser.
Feinwage, Pipetten etc. habe ich durch ein anderes Hobby sowieso hier.

Verbessert mich bitte wenn ich falsch liege:
Ich gebe 1ml(1,066g) AR GH boost N in 750ml dest. Wasser=100mg/l Nitrat
und dann verdünne ich mit dest. Wasser:

+90ml dest. Wasser + 10ml der Lösung= 10mg/l
+80ml dest. Wasser + 20ml der Lösung= 20mg/l
+70ml dest. Wasser + 30ml der Lösung= 30mg/l

Wenn ich dann die richtigen Werte messe.... :thumbs:
Aber ich glaube irgendwie nicht dran...

MfG, Andre.
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Postby aquamatti » 19 Mar 2020 22:12
Hallo Andre,

vielleicht ist der Test auch abgelaufen oder mit etwas verunreinigt.

Mir wäre es den Aufwand nicht wert. Du könntest den Test erst einmal reklamieren und dann ggf. noch einmal messen. Einfacher und nervenschonender wäre es aber, das ganze Messen zu lassen. :bier:

Grüße
Matthias
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Postby nik » 20 Mar 2020 07:56
Moin André,

Andre76 wrote:Hallo Nik und Mathias.
Ja, wer misst misst Mist.
Da geht es mir mittlerweile aber irgendwie ums Prinzip.

okay, reden wir übers Prinzip. :kaffee1:

Nicht genau heißt ja nicht dass die Werte die man misst total aus dem Ruder laufen dürfen.

Geht es dir um das Prinzip "Messen" oder das Prinzip "Düngen"?

Das Düngen zwangsläufig etwas mit Messen zu tun hätte, ist ein wohl weit verbreiteter Irrtum.

Das ist zwar etwas ab vom Thema, aber keiner kauft ein Auto was so ungefähr evt. vielleicht 220Km/h fährt und beschwert sich dann nicht wenn nur 100Km/h erreicht werden.

Das Prinzip ist aber anders. ^^ Du hast ein Auto, welches mit entsprechendem Sprit 250 km/h, ja 300 km/h läuft und nun frage dich wie oft du (der Pflanzenwuchs) das brauchst? Weniger das Auto (das Setup) ist die Variable, der Treibstoff ist es. Ohne Treibstoff fährt das tollste Auto nicht.

Das ist theoretisch, denn Pflanzenaquarien werden mit den üblichen Düngeempfehlungen sowieso schon völlig eutroph gefahren. Das ist im Prinzip völlig normal! Das Geschiss, das deshalb um Algen gemacht wird, entbehrt mindestens mal den üblicherweise angenommenen Begründungen. Das ist auch ein Prinzip und erleichtert das Leben. Kann man noch prima diskutieren, ob man von anfang an düngt oder nicht. Die nährstoffgestopften Soils sind eindeutig, bewegt aber immer noch nichts grundsätzliches am weit verbreiteten Prinzip der verknüpften Nährstoff-/Algenphobie. Ich sehe gute Gründe von anfang einen guten Sprit zu verwenden, schon weil ich mir ein spoizendes, stotterndes Auto ersparen will. Pflanzenbezogener habe ich mich in meiner Sig dazu ausgelassen. Ich halte eine gute, vollständige Nährstoffversorgung für wichtig, gerade am Anfang!
Auch da gibt es hilfreiche Prinzipien, man sollte z.B. vollständige Nährstoffe und ständige Verfügbarkeit nicht mit Verbrauch und Nährstofflücken verwechseln. Wird häufig ungenügend differenziert.

Aber egal. Wenn ich es morgen hinbekomme mir destilliertes Wasser zu besorgen mische ich mir mal Referenzlösungen an. Aus AR GH boost N und eben dem destilliertem Wasser.
Feinwage, Pipetten etc. habe ich durch ein anderes Hobby sowieso hier.

Verbessert mich bitte wenn ich falsch liege:
Ich gebe 1ml(1,066g) AR GH boost N in 750ml dest. Wasser=100mg/l Nitrat
und dann verdünne ich mit dest. Wasser:

+90ml dest. Wasser + 10ml der Lösung= 10mg/l
+80ml dest. Wasser + 20ml der Lösung= 20mg/l
+70ml dest. Wasser + 30ml der Lösung= 30mg/l

Wenn ich dann die richtigen Werte messe.... :thumbs:
Aber ich glaube irgendwie nicht dran...

Zu verbessern gibt es nur eins, auch nur theoretisch, denn praktisch ist es vernachlässigbar. Ein ml Dünger gehört in 749 ml demineralisiertes Wasser und ergibt ~100 mg/l Nitrat. ^^
- Wenn es dir also um das Prinzip Messen geht, dann kannst du das so überprüfen.
- Wenn du dann 10, 20, 30 mg/l Nitrat hinreichend unterscheiden kannst, kannst du den Test immer noch hinreichend für das Prinzip Düngung nutzen.

Ob der weitere Erkenntnisgewinn des Prinzips Messen für 's Prinzip Düngung wesentlich ist, bleibt dir überlassen. Wie schon anfangs erwähnt, kommt gute Düngung ohne Messen aus.

Gruß Nik
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Postby Rocco77 » 20 Mar 2020 19:47
Grüße in die Runde,

als meist stiller Mitleser in dieser wertvollen Wissenssammlung, ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass das Messen von Wasserparametern immer wieder etwas "abwertend" behandelt wird. Aus diesem Grund will ich hier mal ein paar Erfahrungen von mir niederschreiben, welche die andere Seite der Medaille hinterleuchten. Bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom. Vielleicht helfen sie ja dem ein oder anderem weiter.

Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, stagnierendes Pflanzenwachstum durch Nährstoffmangel im Aquarium anhand von Messungen aufzudecken.
Aufdüngung nach Berechnung ist Theorie. Ermitteln der Ist-Werte im Becken, sowie des Verbrauches der Nährstoffe durch kontinuierliche Messreihen, die Praxis. Erst recht wenn man garnicht weiss, was fehlt. Ungern schütte ich irgend etwas nach Vermutung ins Becken.
Meine Langzeitmessreihe läuft nun seit März 2014, an ein und dem selben 180L Becken, welches im Sept. 2012 nach Umzug neu eingerichtet wurde und noch heute läuft. Ein Pflanzenbecken mit gutem Besatz. Ausschlaggebender Punkt war damals die Unzufriedenheit im Pflanzenwachstum sowie das auftauchen div. Algen nach ca. 1,5 Jahren Zufriedenheit nach Neustart. Heute weiss ich, der damals eingebrachte Nährboden war erschöpft, der Nachschub über ungedüngtes Leitungswasser brachte ungenügend neue Nährstoffe inkl. Nährstofflücken mit sich.
Ich nutze heute ausschließlich die Tropfentests der Firmen JBL für GH, KH, PO4 und K, Sera für Fe, sowie M&N für NO3 und Ca.
Vorrausetzung dafür ist natürlich das Wissen im Umgang mit diesen Tests, striktes einhalten der Anleitungen, sowie auch konsequentes entsorgen bzw. ersetzen abgelaufener Tests, um Messfehler so gering wie möglich zu halten. Die Chargennr. auf den JBL Tests sind verschlüsselte Haltbarkeitsangaben, welche auf der Homepage entschlüsselt werden können. Das alles lernt man über die Zeit, man wächst mit seinen Aufgaben.
Ich ersetzte Tests durch andere, aufgrund fragwürdiger Anzeigen, schlechtem Preis Leistungsverhältnis oder auch stark begrenzter Haltbarkeit.

Mit dem Einstieg in die Düngung meiner Unterwasserwelt kam der Erfolg, allerdings auch neue Fragen.
Ich konnte zum Beispiel nicht nachvollziehen, wie viele hier in der Szene ihre Becken mit "teuer erkauften Düngern überdüngen", um dann eine Woche später per Wasserwechsel wieder zu resetten, und das Spiel von vorn beginnen. Abgesehen von der Tatsache, das sich Nährstoffe unterschiedlich verbrauchen.
Gern erwerbe ich viele meiner Dinge für das aquaristische Hobby über AquaSabi, um ihnen damit den Repekt zu diesem Forum hier zu zollen...aber Dünger fürs Toilettenspülwasser zu erwerben, das konnte nicht Sinn und Zweck der Geschichte sein.
Ich begann mit Messungen von täglich über wöchentlich bis monatlich. Alle Ergebnisse zum Verbrauch wurden dokumentiert, um Rückschlüsse zu ziehen, Änderungen vorzunehmen. Meine Vision wuchs weiter.
Dank GHL Profilux 3, welcher Beleuchtung, Temperatur und Co2 regelt, Leitfähigkeit und Redox rein interessehalber überwacht, sowie 4 Dosierpumpen steuert, stellte ich im Oktober 2014 den wöchentlichen Wasserwechsel versuchsweise ein. PO4 und Fe wird seitdem täglich auf Zielwert gehalten. Versuchsweise spiele ich natürlich auch damit, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Den absoluten Wert gibtes sowieso nicht. Der Stickstoffkreislauf hält sich aufgrund des Besatzes im Verhältnis zur Pflanzenmasse und deren Verbrauch in Waage, Mg und K wird mittlerweile ca. vierteljährlich nach Messung wieder angepasst. In der Regel messe ich jetz ca. einmal im Monat. Hin und wieder müssen die täglichen Zugabemengen natürlich korrigiert werden.
Niemals aber musste ich seit 2014 einen Zwangsresset durch Wasserwechsel aufgrund überhöhter Nährstoffansammlungen machen.
Aus dem Versuch ist Realität geworden, und das nun seit über 5 Jahren.
Das Ergebnis ist ein Becken mit gesundem Pflanzenwuchs, welcher ca. 14 tägig gestutzt und in Form gehalten wird. Alle Fische erfreuen sich seit Jahren bester Gesundheit. Algen sind bis auf paar grüne Punkt oder Staubalgen an den Scheiben keine vorhanden. Bei Reinigungsarbeiten (Mulm aus dem Moos entfernen) abgesaugtes Wasser wird prinzipiell mit Osmosewasser ersetzt(geschätzt so ca. 50L im Jahr), bzw. filtere ich das Wasser über Microfaser und pumpe es zurück ins Becken. Damit ist eine ungemeine Stabilität der Biologie entstanden.
Ich denke, ein Aquarium in dieser Art zu betreiben und zu verstehen, wäre mir ohne den Wassertests so nicht möglich gewesen.

MfG Rocco
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Postby FiPie » 21 Mar 2020 10:22
Hallo Andre, hallo Rocco,

ich kann das was du schreibst exakt bestätigen. Ich verfahre ebenso.
Ich habe diese auch schon mehrfach für andere Aquarianer so begleitet.
Leider kommen oft nur Wasserwechselvorschläge bei Algenproblemen und/oder Pflanzenwuchsproblemen.
Wichtiger Aspekt aber ist, auch das Ausgangswasser zu berücksichtigen.
Am Anfang hilft bei völlig desolaten Aquarien die wöchentliche Messung, und zwar vor einem evtl. Wasserwechsel.
So kann man recht gut den Nährstoffverbrauch ermitteln.
Evtl. heißt, möglicherweise auch gar kein Wasserwechsel. Wenn ich den Vorschlag mache nur den Mulm/Kot abzusaugen und das Wasser nach absetzen des Mulmes wieder hereinzuschütten, stößt das schon mal auf Unverständnis.
Bei neu eingerichteten Aquarien aber oft sinnvoll.
Nach ermitteln der Verbräuche, werden dann für die nächste Woche die Düngemengen und auch die Wasserwechselmenge ggf. auch die Mischung Osmose/Leitung festgelegt.
Zurück zum NO3 Test. Ich habe selbst auch das Testlab, der Koffer ist noch nicht sehr alt.
Der NO3 Test funktioniert bei mir. Bei mir steht sowohl auf dem Fläschchen mit dem Pulver die Symbolik zwei große Messlöffel als auch in der Anleitung.
Ich schüttle allerdings bereits das Fläschchen wirklich kräftig bevor die Tropfen hineinkommen.
Nach den Tropfen nochmals. Dann schräg halten und das Pulver welches den Boden bedeckt, wegklopfen.
Dann kann man es gut vergleichen.

VG Frank
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