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Postby Maggie » 14 Dec 2013 12:40
Hi,

ich habe zum ersten Mal eine CO2-Anlage gekauft und son Ding noch nie benutzt. Es handelt sich um diese Anlage ohne Flipper und Schlauch.

Ich habe alles ausgetestet, also Druckminderer angebracht, Absperrventil der Flasche geöffnet, das Manometer zeigt 60 bar an. Wenn ich den Arbeitsdruck aufdrehe zeigt auch die Anzeige dort etwas an, je nachdem wie weit ich aufdrehe, und wenn ich den Blasenzahlregulierer aufdrehe, entweicht Gas.

Soweit so gut. Ich habe nun Blasenzahlregulierer und Arbeitsdruck wieder komplett zu gedreht.
Und ich meine auch die CO2-Flasche geschlossen zu haben, jedenfalls lässt sich das Absperrventil nicht weiter zu drehen.
Aber das Flaschendruckmanometer zeigt immernoch 60 bar an. Ist das der Restdruck auf dem Ventil, oder ist die Flasche noch geöffnet?
LG Maggie

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Postby Seb0338 » 14 Dec 2013 12:52
Das ist Restdruck auf dem Ventil, wenn du den Druckminderer mal abschraubst zicht es kurz und der Druck entweicht.

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Gruß Sebastian
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Postby Ebs » 14 Dec 2013 18:49
Hallo Maggie,

Maggie wrote:
Soweit so gut. Ich habe nun Blasenzahlregulierer und Arbeitsdruck wieder komplett zu gedreht.
Und ich meine auch die CO2-Flasche geschlossen zu haben, jedenfalls lässt sich das Absperrventil nicht weiter zu drehen.
Aber das Flaschendruckmanometer zeigt immernoch 60 bar an. Ist das der Restdruck auf dem Ventil, oder ist die Flasche noch geöffnet?


das ist alles völlig normal und richtig.
Wenn der Druckminderer auf die Flasche geschraubt ist, spricht das Druckmanometer an und zeigt den Flaschendruck (ca. 50-60 bar) an, auch, wenn das Absperrventil noch geschlossen ist.
Der Flaschendruck wird also immer angezeigt.

Wenn du es dann stückweise öffnest, stellst du damit den Arbeitsdruck (zweites Manometer) = 1,0- 1,5 ein.

Einmal eingestellt, bleibt die Flasche offen und wird in der Regel bei richtiger Funktionsweise auch zwischendurch (z.B. nachts) nicht abgestellt.

@ Sebastian

Seb0338 wrote:Das ist Restdruck auf dem Ventil, wenn du den Druckminderer mal abschraubst zicht es kurz und der Druck entweicht.


Deine Antwort ist leider falsch.
Da entweicht kein Restdruck, sondern immer Flaschen-CO2, weil beim Auf- oder Abschrauben vorübergehend (Schraubvorgang) keine Abdichtung erfolgt.

Gruß Ebs
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Postby Seb0338 » 14 Dec 2013 19:06
Ah ok, gut zu Wissen :) aber solang das nur kurz ist doch völlig normal oder?

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Postby Ebs » 14 Dec 2013 19:26
Hallo,

Die Länge des Zischens ist abhängig von der Schnelligkeit des An- oder Abdrehens.

Gruß Ebs
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Postby Maggie » 15 Dec 2013 03:33
Vielen Dank für eure Antworten! :D
LG Maggie

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Postby Maggie » 20 Dec 2013 16:57
Hi,

nun habe ich eine Frage zum CO2 Check von Aqua Rebell (20mg/l). Und zwar zeigt der mir schon ohne angeschlossene CO2-Anlage dunkelgrün an. Laut Anleitung auf der Flasche soll er bei zu wenig CO2 aber blau. :pfeifen:
Ist das normal, dass er dunkelgrün statt blau zeigt? Und ist der Umschlag zu hellgrün deutlich sichtbar?

Habe die CO2-Anlage jetzt angeschlossen und lasse 5-6 Blasen CO2 pro Minute ins Becken. Wie lange wird das bei 200 Litern ca dauern, bis ich eine Veränderung sehe?
Achja ich benutzte einen Nano-Dropchecker mit 1 ml Testflüssigkeit.
LG Maggie

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Postby buddyholly » 20 Dec 2013 17:43
Hi Maggie!

Was nutzt du denn für Wasser? Leitungswasser? Kennst du den CO²-Gehalt dessen? Mein Versorger zB gibt im Durchschnitt 13mg/l und als Maximalwert 30mg/l an. Bei 30mg/l wäre deine Anzeige sogar schon gelb. Somit kann das schon sein, dass dein Indikator direkt dunkelgrün anzeigt, keine Sorge - passt.
Ich nutze die 30mg/l-Indikatorlösung, aber denke dass die Farben ähnlich/gleich sind. Bei mir sieht man den Unterschied zwischen dunkel- und hellgrün ziemlich eindeutig. Schwieriger finde ich den Unterschied zwischen hellgrün und einem 'schmutzigen' gelb.
Richtig gelb ist dann wieder eindeutig - 'durfte' ich vor kurzem leider erleben... :nosmile:

Grüße,
Daniel
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Daniel
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Postby Maggie » 20 Dec 2013 18:08
Hi Daniel, danke für deine Antwort. :thumbs:

Aus dem Leitungswasser kommt tatsächlich recht viel CO2. Hab ich gar nicht bedacht, und da das Licht bis vorhin aus war, haben die Pflanzen auch noch nichts verbraucht. Es sind je nach Stadtteil zwischen 4 und 13,4 mg/l.
LG Maggie

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Postby Schattengewächs » 20 Dec 2013 20:10
Hallo Maggie,

da kannst Du ja froh sein, wenn bei Dir schon ein gut Teil CO2 aus der Leitung geliefert wird. Das führt dazu, dass Du nach einem großen Wasserwechsel flotter auf einen guten Wert von 15 bis 20mg/l kommst (also CO2 etwas sparst gegenüber wenig CO2 in der Leitung)
Im Normalfall braucht ein CO2 Dauertest rund 2 Stunden, bis er den Gehalt nach dem Einsetzen korrekt anzeigt, da ja aus dem Wasser CO2 in die Indikatorflüssigeit diffundieren muss.

Wenn Du u.U. mal viel CO2 beim Wasserwechsel aus der Leitung geliefert bekommst (bis 30mg) empfiehlt sich bei Dir, dass Du den Indikator insbesondere nach einem großen Wasserwechsel engmaschig kontrollierst, damit deine eingestellte Zufuhr den CO2-wert nicht durch die Decke jagt : Indikator plötzlich gelb! Was meist einem Gehalt von 50mg/l entspricht (je nach Hersteller) und die allgemein als noch so eben verträgliche Obergrenze für Fische wird mit einem Gehalt von 40mg/l angegeben. (Auf Dauer würde ich das aber nicht ausreizen)

Hast Du eine Nachtabschaltung?
Nachts verbraucht das Becken kein CO2, sondern die Pflanzen produzieren es ja selbst und mit dem Magnetventil sparst Du halt CO2 ein. Und m.E. braucht man auch nicht so viel CO2 einzubringen, dass die Pflanzen wie wild Sauerstoffbläschen produzieren. Ob die Pflanzen genügend Sauerstoff produzieren zeigt sich gegen Morgen, wenn man seine Fische beobachtet; atmen sie normal und ruhig, haben die Pflanzen tagsüber genügend vorgelegt.
Je nach Besatzstärke und Bepflanzungssituation kann es auch schon mal sein, dass die Fische morgens kurz vor Einschalten der Beleuchtung schneller atmen. Stimmt der Nitritwert=0, kann man versuchen, über mehr CO2 am Tag die Sauerstoffproduktion anzukurbeln, oder man belüftet halt zur Nacht mit einem fein! perlenden Ausströmer, was zwar etwas CO2 austreibt, aber dieser Verlust hält sich wirklich in Grenzen, wenn der Ausströmer nicht wie wild blubbert und das Becken umrührt :oops2: Geeignet dafür sind die langen, weichen Ausströmerschläuche z.B so etwas hier: http://www.welke.de/products/Suesswasser/Sonstiges-Zubehoer/Sonstiges-Zubehoer/Elite-Ausstroemer-Luftvorhang-20-cm-.html , weil hier der Luftstrom nicht auf kleiner Fläche sehr konzentriert ausströmt, sondern auf großer Breite verteilt austritt, wobei es dann völlig ausreicht, wenn die Luftbläschen ähnlich klein sind wie die, die aus dem CO2 Flipper oder Diffusor austreten. An der Seitenscheibe des Beckens zwischen Pflanzen platziert, lösen sich die sehr feinen Luftbläschen im Wasser und werden mit der Filterströmung im Becken verteilt, ohne die Oberfläche konzentriert aufzuwirbeln.

Viel Erfolg mit deiner CO2 Anlage und "Gut Wuchs :thumbs: " !
Viele Grüße
Regina

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Postby Maggie » 20 Dec 2013 20:39
Hi Regina,

danke für deinen langen, hilfreichen Beitrag :D

Wie ist das eigentlich nach dem Wasserwechsel? Dreht man die CO2-Zufuhr danach erstmal hoch und dann wieder runter? Oder fässt man die Feinstellschraube besser nicht an? Ich glaube das ist ganz schön schwer, die richtige Position wieder zu finden.

Hab eh noch nicht ganz kapiert, wie man den Wert optimal einstellt, der schwankt ja schon ziemlich im Tagesverlauf. Aber solange keine Tiere drin sind kann ich ja üben. Gibt es einen Anhaltspunkt WANN (z.B. genau in der Tagesmitte, oder kurz vor Licht aus??) der Dauertest grün anzeigen sollte?

Ja eine Nachtabschaltung und ein Rückschlagventil sind installiert. Ich werde einfach alles an die Zeitschaltuhr vom Licht mit dran hängen, dann hat man gleich auch noch eine optische Kontrolle, dass die Zeitschaltuhr nicht defekt ist.

Danke für den Tipp mit dem Ausströmerschlauch. Ich hoffe ich werde keinen brauchen, aber ist schon gut, wenn man was im Hinterkopf hat. Eine Membranpumpe und ein Ausströmerstein für den NOTFALL wären vorhanden.
LG Maggie

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Postby Schattengewächs » 20 Dec 2013 21:29
Hallo Maggie,

ich gehe beim Wasserwechsel wie folgt vor: Netzteil vom Magnetventil einfach aus der Zeitschaltuhr ziehen = stromlos = keine CO2-Zufuhr während des Wasserwechsels. Folglich pustet man kein CO2 nutzlos in die Luft statt ins Wasser.

Feinstellschraube NICHT anrühren!
dann brauchst Du hinterher nicht wieder mühsam an deiner Blasenzahl rumzufrickeln.
Wasser in aller Ruhe wechseln und Becken säubern. Wenn alles fertig aufgefüllt ist, darauf achten, dass sich keine atmoshärische Luft im Verteiler (Diffusor/Flipper/Perlator) angesammelt hat (In dem Fall unter Wasser entlüften durch Bewegen des Diffusors) Dann das Netzteil des Magnetventils wieder auf die Zeitschaltuhr stecken.

Je nachdem ob ich den Wasserwechsel vor oder nachmittags mache, wird dann halt wieder mehr oder weniger CO2 an diesem Tag ins Becken geleitet. Das ist aber auch völlig egal, denn spätestens am nächsten vollen Betriebstag pendelt sich der CO2 Gehalt wieder ein. Solche Schwankungen im CO2 Gehalt sind völlig normal, denn der CO2 Gehalt schwankt ja auch zwischen Tag und Nacht. Weniger CO2 bedeutet für die Pflanzen im Prinzip weniger induzierte Assimilation, aber die schwankt ja auch im Tageslauf bzw. ist witterungsabhängig (starke, langdauernde Bewölkung an einem Regentag = weniger Assimilation, denn helles Sonnenlicht kurbelt ja auch die Sauerstoffproduktion und die Photosynthese an)

Um mal weniger CO2 nach dem Wasserwechsel durch Pause in der CO2 Zufuhr braucht man sich keinen Kopf zu machen.

Wann bei Dir so etwa 20mg/l erreicht sind = Test hellgrün musst Du einfach beobachten, indem Du mehrmals täglich einen Blick auf deinen Dauertest wirfst. Das hängt ab von der Art und Menge deiner Pflanzen, also vom Verbrauch. Manche Pflanzen assimilieren sichtbar stark wie z.B Ceratophyllum und Hemianthus, bei anderen sieht man kaum Bläschen trotz Xmg/l. Außerdem wo im Becken die Pflanze steht; direkt in der Strömung, unter der Beleuchtung oder eher etwas schattig und wie z.B. die Strömung das CO2 verteilt (dichter oder eher lockerer Stand). Zwangsläufig werden sich auch die Pflanzen unmittelbar am und um den Diffusor als Erste beim CO2 bedienen (hauen sich die Blätter voll :D )

Wenn Du deine Biologenfähigkeiten auffährst und explizit Feinmessungen verteilt im Becken durchführen würdest; mit einem festen Rhythmus und an genau festgelegten Messpunkten und zu genau festgelegten Zeitpunkten, würdest Du wahrscheinlich nicht einmal an zwei von zehntausend Tagen ein annähernd vergleichbares Ergebnis kriegen. Ist halt ein biologisches System und das hat genau wie wir Menschen unterschiedliche Tagesform.

CO2 düngen ist gut und durch Beobachtung kriegt man raus, wie viel CO2 man einbringen muss, damit sich so 15 bis 20mg/l einstellen. Jedes Becken ist anders und mit analytischer Genauigkeit braucht man das m.E nicht zu betreiben. Das Becken soll Spaß machen und gut gedeihen, aber keinen Stress machen.

Es dauert auch seine Zeit, bis sich das System einpendelt, vor allem wenn das Becken erst kurze Zeit steht.
Ab und an sollte man mal einen Blick auf seinen Diffusor/Flipper werfen. Am Anfang sind die Blasen selbst am oberen Ende relativ groß, bis sich ein sogenannter Biofilm gebildet hat und sich das CO2 optimal im Wasser löst. Das dauert etwa zwei Tage. Dieser Biofilm ist es auch, der, vor allem lichtabhängig, nach einiger Zeit so "dick" wird, dass es zum Stau von Bläschen kommen kann: entweder perlen sie dann schubweise raus oder sammeln sich blöderweise zu großen Blasen die z.B beim Taifun dazu führen können, dass sich unter dessen Deckel eine große CO2-Blase bildet, die stecken bleibt und nicht mehr entweicht; dann muss der Diffusor/Flipper gereinigt werden. Bei viel Licht bilden sich auch Algen in den Treppen oder auf den Ausströmerporen oder Spiralen. Alles das kann die gleichmäßige Einleitung behindern.

Ich selber gehe die ganze Sache mittlerweile locker an.
Viele Grüße
Regina

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Postby Maggie » 20 Dec 2013 21:54
Danke Regina, du hast vieles bestätigt, was ich mir schon gedacht hatte, aber die Unsicherkeit bleibt trotzdem :D

Jetzt nochmal ne andere Frage zur CO2-Anlage an sich. Die Flasche gibt seltsame Geräusch von sich, eine Art pfeifen / quietschen wie eine Kaffeekanne, bei der die Isolierung undicht ist.

Ist das normal? Hab bei der Montage alle Schrauben an den Schläuchen sehr fest gezogen. Einen Dichtigkeitstest mit Pinsel und Wasser hatte ich auch schon gemacht.
LG Maggie

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Postby Schattengewächs » 20 Dec 2013 22:37
Hallo Maggie

quietschen/pfeifen darf da aber gar nichts!! Das ist definitiv nicht normal.

Das Einzige was Du von deiner CO2 Anlage hören darfst ist das Klicken des Magnetventils wenn es sich öffnet oder schließt.

Beobachte mal die Nadeln am Flaschendruck und am Arbeitssdruck, ob da etwas zuckt oder besonders der Flaschendruck absinkt. Irgendwo muss Gas entweichen, wenn es pfeift. Sonst die Flasche mal so wie sie montiert ist, in einen großen Eimer mit Wasser stellen und schauen, ob wo etwas perlt! VORHER NETZSTECKER vom Magnetventil ziehen!!
Viele Grüße
Regina

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Postby Maggie » 20 Dec 2013 23:11
Hab alles mit Spüliwasser abgepinselt. Ursache gefunden!
Ich hatte die kleinen Achtkantschrauben vor und hinter dem Magnetventil nur handfest angezogen. Jetzt mit nem 13er Maulschlüssel ordentlich angezogen, jetzt entweicht nichts mehr!
Regina :tnx:
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