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Postby fischjogi » 10 Dec 2019 12:30
Hallo liebe Forengemeinde,

ich möchte Anfang nächsten Jahres mein Becken neu gestalten. Das Aquarium hat die Maße 150x60x60 und wurde die letzten zwei Jahre als Diskusbecken betrieben.

Da die Tiere nun in guten Händen sind, möchte ich das Becken nun umgestalten. Es soll ein Gesellschaftsbecken (Südamerika) mit reichlich Pflanzen werden, allerdings ein wenig in Richtung Scape.

Aktuell habe ich noch den Sandmann "Diskusgold" als Bodengrund drin, den möchte ich jedoch austauschen. Nur bin ich mir noch nicht wirklich darüber klar, was für einen Bodengrund ich einbringen will.

Eigentlich würde ich gerne wieder mit Sand arbeiten (Sandmann 0,7-1,2) Da in das neugestaltete Becken aber auch Hügel eingaearbeitet werden sollen und ich weiß, dass der Sand innerhalb von ein paar Tagen wieder "eben" ist,. bin ich noch am Grübeln. So wirklich dauerhafte Hügel oder Berge habe ich bisher nur mit Soil gesehen. Dies möchte ich jedoch nicht unbedingt anwenden, erstens wegen der hohen Kosten, andererseits, weil das Becken länger als ein paar Jahre stehen soll.

Nun habe ich mir überlegt, ob ich die Hügel mit Lavabruch erstellen kann, die Zwischenräume mit Kies verfüllen und als Abschlusdecke dann den Sandmann Sand. Müsste eigentlich vom Aufbau her gehen.

Was mich jedoch verunsichert ist die Auswirkung des Aufbaus auf die spätere Düngung, was Nährstoffdepots etc. angeht. Ich möchte eigentlich das Becken nach Nik's Geringfilterung mit Sandboden betreiben.

Deshalb stelle ich hier mal die Frage, ob jemand, oder gar mehrere mit solch einer Art Aufbau schon Erfahrungen gemacht haben.

Freu mich über, hoffentlich, zahlreiche Meinungen
Gruß


Rainer
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Postby Nightmonkey » 10 Dec 2019 19:18
Hallo Rainer,

das Problem bei dem Bodengrund - Aufbau sehe ich schon darin das der Sand versickern wird.
Du kannst anstatt Hügeln aus Substrat auch einfach Steine stapeln und verkleben und diese mit Aufsitzern und Moosen begrünen.
Schau mal hier wie ich das realisiert habe. Das Becken steht erst seit 2 Wochen, deswegen sieht man die Steine noch.
Nik empfiehlt übrigens feineren Sand, 0,4 - 0,8 mm wenn ich mich recht entsinne.

Gruß Marco
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Postby fischjogi » 11 Dec 2019 08:09
Hallo Marco,

vielen Dank für deine Meinung.

Ich betreibe nun seit annähernd 50 Jahren Aquarien. In dieser Zeit habe ich schon viel ausprobiert. Diese massiven Steinaufbauten mögen mir einfach nicht wirklich gefallen, auch wenn sie nachher zugewachsen sind, wirken sie auf mich am Ende doch recht massig.

Da mein Becken halt 60 cm hoch ist, hätte ich gerne so sanft ansteigende Hügeldie man dann schön stufenförmig bepflanzen kann, wie es halt in vielen Soilbecken zu sehen ist.

Aber ist das wirklich nur mit Soil zu realisieren?

Ich habe schon so viel durch.... Strumpfhosen mit Kies gefüllt (war nicht gut, die Wurzeln der Pflanzen durchzogen nach kurzer Zeit die gesamten Strumpfhosen, da war nix mehr mit umpflanzen). Unterbauten mit Styropor, da kommen immer weider die Styroporblöcke durch und und und. Es gab bisher einfach nichts, das wirklich funktionierte.

Deshalb ja meine Frage: Geht Lavabruch, die Lücken mit feinem Kies verfüllen und darüber Sand?

Hat da niemand Erfahrungen gemacht, die er mir mitteilen kann?
Gruß


Rainer
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Postby Matz » 11 Dec 2019 08:31
Moin Rainer,
ich selbst habe das zwar selbst noch nie probiert, aber du könntest dir deine gewünschte "Landschaft" mit Hasendraht/Gips/Schaum/ähnlichen formbaren Materialien modellieren und das Ganze dann mit Epoxyd-Harz "einhüllen".
Dabei kannst du die Anstiege evtl. leicht Terrassen-förmig anlegen mit kleinen Erhöhungen an den Rändern, die ein Verrieseln des Sandes verhindern. Diese kannst du beim Behandeln mit dem feuchten Harz schon mit dem gewünschten Sand bestreuen, damit sie nicht so auffallen, wenn sie doch mal sichtbar werden sollten :pfeifen: .
So, wie das in unzähligen Tutorials aus dem Paludarien-/Terraristik-Bereich zu sehen ist. Einfach mal danach googeln.
Da du ja auf eine lange Standzeit hinaus willst, sollte/könnte sich der Aufwand durchaus lohnen :wink: .
Das würde mir dazu einfallen.
Ich drück' die Daumen und bin gespannt auf das Projekt :thumbs: .
Bis dahin,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Postby themountain » 11 Dec 2019 08:56
"..Deshalb ja meine Frage: Geht Lavabruch, die Lücken mit feinem Kies verfüllen und darüber Sand?
Hat da niemand Erfahrungen gemacht, die er mir mitteilen kann?.." Natuerlich funktioniert das...lass dich nicht verunsichern! :bier:
Andreas wuenscht euch bienvenidos y saludos de Terrassa/BCN !
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Postby fischjogi » 11 Dec 2019 10:01
Hallo Matthias, hallo Andreas

danke für eure Teilnahme an dem kleinen Brainstorming.

@Matthias: danke für deinen Tip. Die Idee hatte ich auch schon, aber damit ist man doch sehr gebunden und wenig flexibel. Einmal (mit großem Aufwand) gebaut, hat man mehr oder weniger immer die gleiche Form zu nutzen. Das gefällt mir net wirklich, weshalb ich diese Idee wieder verworfen habe.

@Andreas: Ein Lichtblick. Danke für deine positive Meinuhng. Kannst du die mit persönlicher Erfahrung untermalen oder ist das nur deine Meinung dazu?

@ alle.

Da ich vorhabe in den Umbau doch einiges an Zeit und auch Geld zu investieren, habe ich einfach Schiss, dass ich nach kurzer Zeit alles wieder abreisen und in die Tonne kloppen muss. Deshalb meine penetrante Fragerei....
Gruß


Rainer
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Postby Nightmonkey » 11 Dec 2019 19:44
Hi Rainer,

ich hatte mal feineren Sand auf Kies, nach einer kurzen Zeit war der Sand komplett in den Zwischenräumen des gröberen Kies verschwunden, ist ja auch logisch wenn man darüber nachdenkt.
Von daher sage ich das es keine gute Idee ist, wenn du denn Wert auf den Sand legst.
Du kannst dir natürlich den Sand sparen und nur mit Lavabruch und Kies arbeiten, damit kann man durchaus Hügel formen. Wie lange diese erhalten bleiben weiß man nicht genau, Wurzeln von Pflanzen stabilisieren gut, Garnelen oder Welse z. B. sorgen dafür das sich irgendwann mal alles abflacht.

Gruß Marco
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Postby themountain » 11 Dec 2019 21:38
fischjogi wrote:@Andreas: Ein Lichtblick. Danke für deine positive Meinuhng. Kannst du die mit persönlicher Erfahrung untermalen oder ist das nur deine Meinung dazu?

Ich habe im derzeitigen Becken der selben Groesse (Standzeit etwa 6 Monate)komplett Sand(0.3-1mm) auf Lavagruss....eine Ecke ist gut 20cm hoch und bisher ist da noch nichts "durchgerieselt" :D . Selbst beim Einpflanzen von Crinum und anderen groesseren Pflanzen ist nix passiert und das wird auch so bleiben sag ich mal jetzt so. :glaskugel:
Andreas wuenscht euch bienvenidos y saludos de Terrassa/BCN !
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Postby T.M. » 25 Dec 2019 11:54
Hay Rainer
Ich hab es so probiert und würde es nicht mehr zum .
Erstens sickert der Sand irgendwann durch und zweitens ist das nach oder umpflanzen mit Lavasteinen und auch Lavabruch recht problematisch.
Ich habe Lavastein ,Lavabruch in unterschiedlicher Körnung und dann mit Sand aufgefüllt um eben auch unterschiedliche Höhen zu gestalten.
Gruß Tino
Schöne Grüße Tino
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Postby fischjogi » 27 Dec 2019 07:28
Hallo Tino,

du hast es also noch in Betrieb, würdest es aber nicht mehr machen... hab ich das richtig verstanden? In wie fern ist das mit dem pflanzen und umpflanzen ein Problem?
Gruß


Rainer
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Postby nik » 27 Dec 2019 08:32
Moin Rainer,
fischjogi wrote:
Nun habe ich mir überlegt, ob ich die Hügel mit Lavabruch erstellen kann, die Zwischenräume mit Kies verfüllen und als Abschlusdecke dann den Sandmann Sand. Müsste eigentlich vom Aufbau her gehen.

grundsätzlich rutscht der Sand durch, allerdings kannst du Terrassen gestalten, so sie denn hinreichend stabil sind. d.h. vom Sand nicht auseinander gedrückt werden. Am Durchrieseln kann man den Sand recht gut mit Filterwatte hindern. Sand auf Kies bietet sich nicht so an. Neben dem Einsickern findet mit der Zeit eine "Entmischung" statt, d.h. bei einer Multikörnung werden in der Tendenz immer die gröberen Bestandteile "aufschwimmen".

Lava als Gestein würde ich jetzt nicht nehmen, hat aber primär etwas damit zu tun, dass ich mal schlechte Erfahrungen damit gemacht hatte - ohne diese genauer zuordnen zu können! So wie es mit Siporax&Co funktionieren kann, halte ich es trotzdem allgemein für günstiger auf solche porösen Materialien zu verzichten und nähme einen anderen Stein.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby fischjogi » 27 Dec 2019 08:40
Hallo Nik,

insgeheim hatte ich ja gehofft, dass du dich zu dem Thema äußern wirst. Danke dafür.

Das ist ja eigentlich meine Frage gewesen, was das Lavazeugs mit meiner Düngung veranstaltet. Der Aufbau mit Steinen, dem anschließenden "Stopfen" mit Filterwatte und dann Sand drüber, hört sich interessant an und erscheint mir garnicht so schwer umzusetzen. Gute Idee.

Zu was für Steinen würdest du dann tendieren?
Gruß


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Postby nik » 27 Dec 2019 09:19
Moin Rainer,

mit den Steinen ist es halt der Spagat von schönen, aber aufhärtenden Steinen. Ich habe ein schon lange stabil laufendes Becken mit aufhärtendem Pagodengestein, mache das aber nicht mehr wieder. Müsste man mal beobachten, ob der CO2-Gehalt Einfluss auf die resultierende Höhe der KH hat. Ich bin ja in CO2 idR. so gering wie möglich unterwegs.

Gruß Nik
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Postby fischjogi » 27 Dec 2019 09:25
Hi Nik,

ja die Pagodensteine hab ich zu Hause, in nicht geringer Zahl, rumliegen, werde sie aber nicht mehr einsetzen. Die habe ich zu meiner Diskuszeit aus dem Becken verbannt, da sie stark aufgehärtet haben.

Ich denke ich werde mich mal nach schwarzem Basalt umgucken, dar sollte ja einigermaßen "neutral" sein.
Gruß


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