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Postby Beetroot » 08 Sep 2007 22:11
Hallo,

bin auf der Seite von Anton Gabriel über diese Aussage gestolpert:

Dann Phosphor: ist als Phosphat in geringen Mengen für Pflanzen erforderlich, im Leitungswasser meist nicht vorhanden. Theoretisch könnte man also düngen wie vorher bei Kalium - aber die Zugabe von Phosphat (z.B.: Natriumphosphat) führt zur sofortigen Ausfällung des Phosphates mit z.B.: Eisen und Magnesium und ist nicht mehr verfügbar. Andererseits wird ausreichend Phosphat (oft auch zu viel) recht bald nach Fütterung und Einbringung von Fischen gebildet, sodass man auf Düngung verzichten kann.

Wenn ich das richtig verstehe würde bei einer Düngung mit KH2PO4 also Phosphat inkl. Eisen und Magnesium u.s.w ausgefällt. Also wären unsere Düngemethoden völlig Sinnlos so wie man es hier liest. Verwundert mich auch ein bissl, der Anton Gabriel ist doch schon ein Experte im Aquaristikbereich.

Was ist dran an dieser Ausfällung durch Düngung von Natriumphosphat?

Gruß
Torsten
Last edited by Beetroot on 10 Sep 2007 14:45, edited 1 time in total.
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Postby Tutti » 08 Sep 2007 23:36
Hi,

habe ich auch bei ihm gelesen,nach einer Phosphat düngung sollte man 2-3 Tage warten bis man wieder Eisen zufügt !

Grüße Tutti
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Postby Tobias Coring » 09 Sep 2007 07:52
Hi,

bei unchelatierten Eisen trifft dies zu. Ansonsten aber nicht und die Praxis zeigt ebenfalls, dass höhere PO4 Werte bis 2-3 mg/l keinen negativen Einfluss auf die Eisenaufnahme haben. Zusätzlich wird auch in jeglichen Hydronährstofflösungen ein höherer PO4 Gehalt zugeführt, der aber mit Mikronährstoffen wie Eisen einhergeht. Wenn eine Ausfällung vonstatten geht, dann läuft sie in relativ unbedeutsamen Bahnen ab. Insgesamt kann man natürlich auf Nummer sicher gehen und PO4 und die Mikronährstoffe seperat dosieren.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Sabine68 » 09 Sep 2007 08:08
Hi,

ich mische mir sogar kleine Mengen Komplettdünger mit P, Fe und N an.
Lt. Dr. A. Kremser dürfte theoretisch bei kleinen Mengen keine Ausfällung stattfinden, weil Fe mehrfach chelatisiert ist.
Ich konnte das bisher bei der kleinen Menge (250ml Komplettdüngelösung) auch noch nicht feststellen.
Viele Grüße
Sabine


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Postby RoMaRe » 09 Sep 2007 11:46
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Postby Tobias Coring » 09 Sep 2007 12:25
Hallo Reiner und herzlich Willkommen hier im Forum,

freut mich sehr, dass du eine so ausführliche Antwort geschrieben hast. Du schreibst davon, dass Bakterien sich bei täglicher Düngung gerne die Chelatoren selber vornehmen... hast du diesbezüglich irgendwelche Links bzw. Literaturtips? Mich würde der Bereich sehr interessieren.

Die chemischen Zusammenhänge die du ansprichst würden mich pers. auch weiter interessieren. Wie wirkt Nitrat und auch die GH denn hemmend auf die Eisenaufnahme.

In deinen Diagrammen sprichst du vom "RR", was ist hiermit gemeint? Mir kommt bei RR nur Redfield Ratio in den Sinn :?: . Wäre super wenn du nochmal ein paar Zeilen veranschaulichend zu deinen angehängten Bildern schreibst. Vielleicht auch in einem extra Thema.

Würde mich sehr über weitere Antworten freuen.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Gast » 09 Sep 2007 16:03
Hallo Reiner,

herzlich Willkommen hier,
sehr interessant was du da schreibst.
Ich persönlich habe auch schon davon gelesen dass sich Bakterien bilden die Eisen fressen oder die bei täglicher Zugabe die Chelate verspeisen. Warum aber funktionieren so viele Pflanzenaquarien, mit täglicher Eisen-Düngung und ohne sichtbare Mangelerscheinungen?
Ich persönlich halte nichts von einer wöchentlichen Eisen Zufuhr, denn wenn man dieses realisieren wollte, müsste man anfangs mit Eisen überdüngen um bis Ende der Woche noch FE nachweisen zu können.
Eine Überdüngung mit Eisen behindert die Aufnahme von z.B. Mangan.
genau das was du hier geschrieben hast würde dann daraus resultieren! :wink:
Gast
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Postby Beetroot » 09 Sep 2007 16:24
Hallo,

na denn bin ich erst einmal beruhigt bezüglich der Phosphatdüngung, hätte mich jetzt auch stark gewundert wenn das so zutreffend gewesen wäre. Die Aussage ist dann wohl etwas zu pauschalisiert zu verstehen, evtl. bezieht sich Anton Gabriel da auf das anmischen von Nährlösungen. Dosieren tue ich meine NPK Lösung auch lieber seperat.


Hallo Reiner, auch von mir ein herzliches Willkomen. Du hast ja so einiges interessantes gepostet was bei mir einige Fragen aufwirft, welche zum Teil auch Tobi hier schon nachhakt.

Wie verhält sich denn die "Chelatoren als Energielieferant" Geschichte bei täglicher Dosierung eines Volldüngers, oder bezieht sich das nur auf eine erhöhte Zugabe durch einen extra Eisendünger? Viele Hersteller empfehlen ja die tägliche Dosierung eines Düngers, da wäre dann der Vorteil ja nicht mehr so vorhanden.

Du hast hier die Nährstoffaufnahme von Pflanzen in Abhängigkeit der PH-Werte genannt, bei Eisen steht der Bereich pH 4,2-5,8. Sind das nur die optimal Bereiche zur Nährstoffaufnahme? Die Merheit wird ja selten einen pH von 5,8 und weniger haben.

Gruß
Torsten
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Postby RoMaRe » 09 Sep 2007 20:19
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Postby Sabine68 » 09 Sep 2007 20:35
Hallo Reiner,

auch von mir ein herzliches willkommen.
Das alles sehr interessant und informativ. Ich werde aber noch eine Weile brauchen, das zu verinnerlichen..
Aber eins habe ich irgendwie immer noch nicht verstanden ( ich bin blond :wink:) , warum ist es sinnvoller wöchentlich Fe zu düngen als täglich.
Viele Grüße
Sabine


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Postby Gast » 09 Sep 2007 21:03
:lol: Hallo Reiner,

schöner Aufsatz :D

Durch zu viel Cu wird Fe festgelegt und Cu ist stabil bis ca. pH 10, wird aber von Pflanzen nur bis ca. pH 7,2 ausgenommen und nu??

also kann die Pflanze den Spurenstoff Cu nur bis PH 7,2 aufnehmen richtig?..ich habe aber PH 6,5 und meine Pflanzen keinen Cu Mangel und nu??

Spaß beim Lesen - Und das Grünen wird beginnen.


na gut das wir dich haben.. :lol:
Gast
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Postby Ingrid » 09 Sep 2007 21:30
hallo reiner,
na mal wieder ON und in aktion? :D
werner schreibt..
also kann die Pflanze den Spurenstoff Cu nur bis PH 7,2 aufnehmen richtig?..ich habe aber PH 6,5 und meine Pflanzen keinen Cu Mangel und nu??

meine auch net ...und nu?
Ingrid
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Postby Tutti » 09 Sep 2007 22:22
Hallo,

@Reiner ,ich muß sagen das du mich wirklich Belustigst ,hab mich lange nicht mehr so köstlich unterhalten.
So ein Senf hat in einem Aquarieforum oder auch Pfalnzenforum in meinen Augen nichts verloren.Was nützt der ganze Krempel denn ?man sollte mit seinem Wissen nicht an falscher Stelle protzen!!
Sorry aber das ist meine Meinung,und die sage ich auch !!

Grüße Tutti
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Postby Sabine68 » 10 Sep 2007 07:07
Hallo Reiner,

ich habe mir das ganze nochmal vereinnahmt. Wie gesagt, theoretisch ist das sehr interessant und vieles ist mir auch bekannt, verinnerliche es aber nicht so, weil es für das funtktionieren meines Beckens nicht so wichtig ist.

Was sagt mir das ganze für die Praxis? Was ist zuviel? Für den einen ist z.B. schon P von 0,5mg/l zuviel der andere hat bei 2mg/l und mehr noch keine Probleme.
Oder Kalium - bei dem einen gibt es Grünalgen ab 10mg/l ich fahre fette Werte mit Kalium.
27gm/l im Leitungswasser + Kno3 + KH2Po4 + Kalium im Volldünger (ich hab nicht ausgerechnet wieviel es insgesamt ist, weil es gut funktioniert und ich da eh nichts daran ändern kann) und es klappt hervorragend.

Bei den Spurenelementen bin ich als normaler Aquarianer darauf angewiesen, daß ich alles in meinem Dünger und Leitungswasser habe oder ggf. in einer Spurenelementemischung. Einzelne Komponenten kann ich da eh nicht beeinflussen.

Und jetzt nochmal auf die wöchentliche FE-Düngung. Was passiert in der Praxis, wenn ich wöchentlich dünge und was passiert, wenn ich täglich dünge? Welche Auswirkungen hat das auf die Pflanzen in der Praxis?
Viele Grüße
Sabine


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Postby RoMaRe » 10 Sep 2007 08:18
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