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Beitragvon Anne Linsner » 04 Jul 2018 08:50
Ich begrüße euch alle

Ich bin noch recht neu hier, aber habe gleich direkt 2 Fragen bezüglich Wasserwerten.

1) Nitratwert. In meinem Aquarium ist der Nitratwert im Augenblick sehr hoch. Irgendwo zwischen 40-80 mg/l. Gemessen mit dem Sera Tröpfchentest. Ich denke der hohe Wert kommt daher zustande das meine Pflanzen noch nicht richtig angewachsen sind und teile davon durch den Übergang abgestorben sind. Denke das so einiges an Stickstoff ins Wasser gekommen ist.
Meine Frage ist jetzt ob das viele Nitrat eventuell schädlich oder kontraproduktiv sein könnte. Ich hatte nämlich gelesen das ein zu hoher Nitratwert das Pflanzenwachstum auch behindern kann.

2) GH und Calcium/Magnesium. Mein Wasser im Aquarium hat aktuell eine GH von ca 16-17. Das Trinkwasser ca 15-16. Der Unterschied kommt wahrscheinlich daher das ich verdunstetet Wasser mit neuem Leitungswasser auffülle.
Ist so ein GH Wert für Pflanzen im Aquarium noch in Ordnung, oder zu hoch? Es sollen erstmal nur Pflanzen rein, keine Fische.
Was ich aber bei der GH etwas komisch finde, wenn ich mir die Wasserwerte von der Stadt anschaue, und da speziell Calcium und Magnesium, dann fällt auf das Magnesium wesentlich höher ist als Calcium.
Calcium (Ca) 78,000 mg ⁄ l
Magnesium (Mg) 4,300 mg ⁄ l
Das wäre ein Calcium/Magensium Verhältnis von 19:1! :eek:
Wenn ich mich mal umschauen, dann liest man überall von 3 oder 4:1. Ist das zu hoch bei mir?
Außerdem meine ich auch gelesen zu haben das Magnesium so ca 10 mg/l sein sollte, richtig? Ist meiner Magnesiumgehalt also zu niedrig? Wenn ich den jetzt theoretisch anheben sollte mit Bittersalz, dann würde ich aber auch den GH mit erhöhen. Und da wieder die Frage, ist der dann zu hoch?

Zusammengefasst sind die Fragen eigentlich:
NO3- zu hoch?
GH - zu hoch?
Mg - zu niedrig?
Ca/Mg Verhältnis zu hoch?
Ich hoffe ihr könnt mir bei meinen Fragen etwas helfen.

Grüße, eure Anne
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Beitragvon Julian-Bauer » 04 Jul 2018 08:58
Anne Linsner hat geschrieben:Ich begrüße euch alle


Hallo Anne und willkommen :)

Anne Linsner hat geschrieben:NO3- zu hoch?


Ja ist zu hoch, zwar ist Nitrat nicht direkt förderlich für Algenwachstum, da kommen andere Faktoren ins Spiel. So ein hoher Wert (wobei 40 und 80 nochmal ein Unterschied ist) ist aber auch schon für den Besatz nicht ganz unkritisch.
Dass das Leitungswasser nicht schon hohe Nitratmengen mitbringt ist sicher?
Wenn nein würde ich einen großen Wasserwechsel machen dann ist das Problem erstmal beseitigt, außer du düngst so viel dass es daher kommt ;-)

Hast du PO4 im Blick?

Anne Linsner hat geschrieben:GH - zu hoch?
Mg - zu niedrig?


GH kann man nicht pauschalt sagen, für manche Fische zu hoch, für manche Pflanzen sicherlich auch, aber ansich ist die GH eher vernachlässigbar. Wichtiger ist die KH. Wie hoch ist diese denn? Mg ist definitiv zu niedrig und das Ca:MG Verhältnis kann über die Zugabe von Bittersalz verbessert werden, daher steigt die GH, nicht aber die KH. Würde Mg zumindest einmal auf 15-20mg/L anheben.
Gruß Julian

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Beitragvon Anne Linsner » 04 Jul 2018 09:11
Julian-Bauer hat geschrieben:Hallo Anne und willkommen


Danke sehr :-)
Und danke für die Antwort.

Julian-Bauer hat geschrieben:Ja ist zu hoch, zwar ist Nitrat nicht direkt förderlich für Algenwachstum, da kommen andere Faktoren ins Spiel. So ein hoher Wert (wobei 40 und 80 nochmal ein Unterschied ist) ist aber auch schon für den Besatz nicht ganz unkritisch.
Dass das Leitungswasser nicht schon hohe Nitratmengen mitbringt ist sicher?
Wenn nein würde ich einen großen Wasserwechsel machen dann ist das Problem erstmal beseitigt, außer du düngst so viel dass es daher kommt

Hast du PO4 im Blick?


Leitungswasser hat einen Nitratwert von 20 mg/l. Zumindest laut meinem Test. Ich nutze dafür den Test von Filterking. Die Schwankung zwischen 40 und 80 kommt daher mein in der Auswertung vom Test zwischen 40 und 80 keine weiteren Punkte sind. Und ich nicht ganz sicher bin wie genau die Farbe einzuordnen ist.
Ich dünge kein No3. Wasserwechsel müsste ich dann einen doch recht großen machen. Danach würde der NO3 Wert aber wieder ansteigen. Ich schätze mal ich müsste die Pflanzen mal so richtig ans wachsen bekommen, das sie mehr verbrauchen.

PO4 test ich regelmäßig. Da dünge ich aktuell immer nur so viel wie an einem Tag verbraucht wird.

Julian-Bauer hat geschrieben:GH kann man nicht pauschalt sagen, für manche Fische zu hoch, für manche Pflanzen sicherlich auch, aber ansich ist die GH eher vernachlässigbar. Wichtiger ist die KH. Wie hoch ist diese denn? Mg ist definitiv zu niedrig und das Ca:MG Verhältnis kann über die Zugabe von Bittersalz verbessert werden, daher steigt die GH, nicht aber die KH. Würde Mg zumindest einmal auf 15-20mg/L anheben.

Wie bereits gesagt habe ich keinen Besatz, nur Pflanzen.

KH liegt bei 10.
Dann werde ich mal das Magnesium etwas anheben. Dann nur einmalig anheben oder dauerhaft halten? Dann brauch ich ja noch einen weiteren Test.
Zufällig eine Idee wie weit das den GH anheben würde?

Grüße, eure Anne
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Beitragvon unbekannt1984 » 04 Jul 2018 09:14
Hallo Anne,

Anne Linsner hat geschrieben:2) GH und Calcium/Magnesium. Mein Wasser im Aquarium hat aktuell eine GH von ca 16-17. ...
Ist so ein GH Wert für Pflanzen im Aquarium noch in Ordnung, oder zu hoch?

den Pflanzen ist die GH meistens relativ egal (solange es nicht gerade 30° dGH sind).

Das wäre ein Calcium/Magensium Verhältnis von 19:1! :eek:
Wenn ich mich mal umschauen, dann liest man überall von 3 oder 4:1. Ist das zu hoch bei mir?

Man nimmt Werte von 4:1 bis 2:1 für das Ca:Mg Verhältnis als sinnvoll an. Solange sich an den Pflanzen keine Anzeichen für Magnesium-Mangel zeigen würde ich aber nichts ändern (gelbe Blätter mit grünen Blattadern).

Calcium (Ca) 78,000 mg ⁄ l
Magnesium (Mg) 4,300 mg ⁄ l
...
Außerdem meine ich auch gelesen zu haben das Magnesium so ca 10 mg/l sein sollte, richtig?

Magnesium sollte zumindest so 10 mg/l sein, das ist ein grober Richtwert. In deinem Fall würde ich Magnesium auf 20 mg/l anheben.

NO3- zu hoch?

Kann sein, das Kalium und/oder Phosphat fehlen, dann reichert sich Nitrat an. Das Nitrat selbst ist für die Pflanzen auch kein Problem. Nur wenn der Nitratgehalt aus abgestorbenen Pflanzen stammt, dann könnte auch entsprechend viel Ammonium/Ammoniak vorhanden sein und das ist ein Problem.

KH liegt bei 10.

Stammt der Wert aus der Trinkwasseranalyse deines Versorgers? Da ist Vorsicht geboten, da in der Aquaristik das Säurebindungsvermögen bis pH 4,3 als KH genutzt wird.

EDIT:
Dann werde ich mal das Magnesium etwas anheben. Dann nur einmalig anheben oder dauerhaft halten? Dann brauch ich ja noch einen weiteren Test.

Dauerhaft halten, aber einen Test benötigst du nicht. Magnesium wird nicht viel verbraucht, daher reicht es das Wechselwasser rechnerisch auf Zielwert zu düngen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Julian-Bauer » 04 Jul 2018 09:22
Anne Linsner hat geschrieben:PO4 test ich regelmäßig. Da dünge ich aktuell immer nur so viel wie an einem Tag verbraucht wird.


bei PO4-Düngung scheiden sich die Geister, fest steht jedoch dass viel PO4 die Verfügbarkein von Eisen und anderen Spurenelementen im Wasser verhindert. Daher ist eine sparsame Düngung durchaus empfehlenswert. Ich dünge PO4 auf Stoß nur einmal alle 3-4 Wochen mal. Das wird dann schnell verbraucht und das wars dann. Du kannst auch wöchentlich oder alle zwei Wochen eine geringere Dosis, aber täglich würde ich von abraten!

Anne Linsner hat geschrieben:KH liegt bei 10.
Dann werde ich mal das Magnesium etwas anheben. Dann nur einmalig anheben oder dauerhaft halten? Dann brauch ich ja noch einen weiteren Test.
Zufällig eine Idee wie weit das den GH anheben würde?


Mg musst du nicht testen. Die ist egal ob es 19 oder 20mg/L sind. Du musst einmalig den kompletten Aquariuminhalt auf den Sollwert bringen und nach dem Wasserwechsel nur das neu gewechselte Wasser, sprich du wechselst 10L dann müssen diese 10L aufgedüngt werden: Dosierung Bittersalz
Gruß Julian

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Beitragvon Anne Linsner » 04 Jul 2018 09:40
unbekannt1984 hat geschrieben:den Pflanzen ist die GH meistens relativ egal (solange es nicht gerade 30° dGH sind).

Das ist gut zu hören.

unbekannt1984 hat geschrieben:Man nimmt Werte von 4:1 bis 2:1 für das Ca:Mg Verhältnis als sinnvoll an. Solange sich an den Pflanzen keine Anzeichen für Magnesium-Mangel zeigen würde ich aber nichts ändern (gelbe Blätter mit grünen Blattadern).

Bis jetzt noch nichts entdeckt. Werde ich aber gezielt im Auge behalten. Vorteil ist ja da ich so viel Nitrat im Becken habe scheidet Stickstoffmangel ja wohl aus. Und da sich Stickstoff und Magnesiummangel vom Bild ja doch ähneln, kann ich so sicher sein wenn es Magnesiummangel ist.

unbekannt1984 hat geschrieben:Magnesium sollte zumindest so 10 mg/l sein, das ist ein grober Richtwert. In deinem Fall würde ich Magnesium auf 20 mg/l anheben.

Ok, danke.

unbekannt1984 hat geschrieben:Kann sein, das Kalium und/oder Phosphat fehlen, dann reichert sich Nitrat an. Das Nitrat selbst ist für die Pflanzen auch kein Problem. Nur wenn der Nitratgehalt aus abgestorbenen Pflanzen stammt, dann könnte auch entsprechend viel Ammonium/Ammoniak vorhanden sein und das ist ein Problem.

Ammonium habe ich noch nicht getestet. Aber Nitrit liegt zumindest bei 0.

unbekannt1984 hat geschrieben:Stammt der Wert aus der Trinkwasseranalyse deines Versorgers? Da ist Vorsicht geboten, da in der Aquaristik das Säurebindungsvermögen bis pH 4,3 als KH genutzt wird.

Habe ich gemessen. Tröpfchentest von Sera. Laut Test soll der aber bei 7 liegen.

PH liegt bei 7,8. Das konnte ich mit Tests aber auch messen.
unbekannt1984 hat geschrieben:Dauerhaft halten, aber einen Test benötigst du nicht. Magnesium wird nicht viel verbraucht, daher reicht es das Wechselwasser rechnerisch auf Zielwert zu düngen.

Ok. Was ich aber immer etwas verwirrend finde ist das sich die Werte von der Trinkwasseranalyse und meinen eigenen Messwerten manchmal doch unterscheiden. Ich gehe zwar immer davon aus das der Wasseranbieter bessere Methode hat, aber es kann auch sein es nur Durchschnittswerte von verschiedenen Messungen hier in der Gegend waren. Daher ist die Frage immer etwas, in wie fern kann ich den Werten trauen.
Würde vielleicht erstmal einfach wirklich dem Wert vertrauen und so handeln. Solange keine Mangelerscheinungen da sind etwas niedriger dosieren. Kann dann ja immer nochmal einen Test besorgen.

Grüße, eure Anne
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Beitragvon Anne Linsner » 04 Jul 2018 09:49
Julian-Bauer hat geschrieben:bei PO4-Düngung scheiden sich die Geister, fest steht jedoch dass viel PO4 die Verfügbarkein von Eisen und anderen Spurenelementen im Wasser verhindert. Daher ist eine sparsame Düngung durchaus empfehlenswert. Ich dünge PO4 auf Stoß nur einmal alle 3-4 Wochen mal. Das wird dann schnell verbraucht und das wars dann. Du kannst auch wöchentlich oder alle zwei Wochen eine geringere Dosis, aber täglich würde ich von abraten!


Wieso rät man von täglicher Düngung eigentlich ab?
Wenn ich also pro Tag 0,1 mg Phosphat verbrauche, dann dünge ich für 2 Woche 1,4 mg/l? Ist das nicht etwas viel auf einmal? Ich dünge mit dem Phosphat von Aqua Rebell.
Aber nehme ich bei 2 Wochen Düngung nicht zu viel beim Wasserwechsel wieder raus? Oder lieber für nur so lange düngen wie ich einen Wasserwechelinterval mache? Wenn ich beispielsweise einmal die Woche Wasserwechsel mache, dann Phosphat für nur 1 Woche düngen?

Julian-Bauer hat geschrieben:Mg musst du nicht testen. Die ist egal ob es 19 oder 20mg/L sind. Du musst einmalig den kompletten Aquariuminhalt auf den Sollwert bringen und nach dem Wasserwechsel nur das neu gewechselte Wasser, sprich du wechselst 10L dann müssen diese 10L aufgedüngt werden: Dosierung Bittersalz

Wie ich "unbekannt1984" schon schrieb bin ich etwas unsicher in wie weit die Werte richtig sind.
Das zugefügte Sulfat ist nicht weiter schlimm?

Grüße, eure Anne
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Beitragvon Julian-Bauer » 04 Jul 2018 09:57
das Phosphat ist vielleicht am Ende des Tages weg, aber dass es komplett von den Pflanzen aufgenommen wird ist reine Spekulation. Tatsächlich reagiert das Phosphat sehr schnell mit Eisen zu schwer löslichem Eisenphosphat. Dieses wiederum reichert sich dann als Niederschlag im Bodengrund als Mulm an.

Es reicht, 0,5mg/L alle ein bis zwei Wochen zu düngen, einmalig. Du wirst keinen Mangelerkennen.

schau mal hier:
GH (°dH) = (Ca * 1,4 + Mg * 2,307) / 10
Quelle

da kannst du dir aus der GH die du gemessen hast deine Werte ungefähr erahnen. Wenn der Versorger Ca = 78 und Mg = 4 angibt und die zugehörige GH passt wird das Verhältnis nicht total anders sein!

Einfach Mg anheben, kurz warten und zur Sicherheit einmal nachmessen ob sich die GH im Rahmen erhöht hat.

SO4 ist kein Problem
Gruß Julian

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Beitragvon nik » 04 Jul 2018 10:30
Hallo und herzlich willkommen Anne,

mit dem Phosphat kann man das schon so machen, dass das ständig nachweisbar ist. Es gibt aber auch gute Gründe Phosphat möglichst lange nicht nachweisbar zu haben. Das habe ich in meiner Signatur beschrieben und findest du dort bei der Düngung.

Gruß, Nik
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Beitragvon Anne Linsner » 04 Jul 2018 11:01
nik hat geschrieben:Hallo und herzlich willkommen Anne,

mit dem Phosphat kann man das schon so machen, dass das ständig nachweisbar ist. Es gibt aber auch gute Gründe Phosphat möglichst lange nicht nachweisbar zu haben. Das habe ich in meiner Signatur beschrieben und findest du dort bei der Düngung.

Gruß, Nik


Danke. Werde ich mir mal in Ruhe durchlesen.
Es ist ja schon stellenweise erschreckend was für eine Wissenschaft das mit der Aquaristik ist :besserwiss:

Grüße, eure Anne
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Beitragvon Anne Linsner » 04 Jul 2018 11:06
Julian-Bauer hat geschrieben:das Phosphat ist vielleicht am Ende des Tages weg, aber dass es komplett von den Pflanzen aufgenommen wird ist reine Spekulation. Tatsächlich reagiert das Phosphat sehr schnell mit Eisen zu schwer löslichem Eisenphosphat. Dieses wiederum reichert sich dann als Niederschlag im Bodengrund als Mulm an.

Es reicht, 0,5mg/L alle ein bis zwei Wochen zu düngen, einmalig. Du wirst keinen Mangelerkennen.

Ok, werde ich mal ins Auge fassen. Dann nach dem Wasserwechsel PO4 düngen? Und ansonsten nach jedem Wasserwechsel nachdüngen?
Werde es dann mal versuchen mit 0,5 mg/l alle 1 bis 2 Wochen.

Eisen kann ich aber nach wie vor weiter alle 2 Tage düngen, oder?

Julian-Bauer hat geschrieben:schau mal hier:
GH (°dH) = (Ca * 1,4 + Mg * 2,307) / 10
Quelle

da kannst du dir aus der GH die du gemessen hast deine Werte ungefähr erahnen. Wenn der Versorger Ca = 78 und Mg = 4 angibt und die zugehörige GH passt wird das Verhältnis nicht total anders sein!

Einfach Mg anheben, kurz warten und zur Sicherheit einmal nachmessen ob sich die GH im Rahmen erhöht hat.

Danke. Werde ich mal messen und berechnen.
Das Bittersalz aber nur in das neue Wasser beim Wasserwechsel wenn ich das richtig verstanden habe, oder? Warum eigentlich? Damit ich den Magnesiumwert langsam anhebe?

Grüße, eure Anne
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Beitragvon Wuestenrose » 04 Jul 2018 14:44
Mahlzeit…

Julian-Bauer hat geschrieben:Tatsächlich reagiert das Phosphat sehr schnell mit Eisen zu schwer löslichem Eisenphosphat.

Tut es das wirklich?

Ich hab den hier beschriebenen Versuch mit Fe-EDTA und Kaliumdihydrogenphosphat wiederholt.

Im Gegensatz zum unchelatierten Eisensulfat fällt da mit dem Eisen-EDTA-Chelat gar nix aus:



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Beitragvon unbekannt1984 » 04 Jul 2018 15:26
Hallo Robert,

Wuestenrose hat geschrieben:Ich hab den hier beschriebenen Versuch mit Fe-EDTA und Kaliumdihydrogenphosphat wiederholt.

gut, Eisen EDTA... Bei welchem pH-Wert und über welchen Zeitraum beobachtet?

Anne Linsner hat geschrieben:PH liegt bei 7,8.

Das ist ja nun ein Wert, bei dem man mit EDTA nicht mehr viel macht...
Mit freundlichen Grüßen,
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Beitragvon Anne Linsner » 04 Jul 2018 21:28
unbekannt1984 hat geschrieben:Das ist ja nun ein Wert, bei dem man mit EDTA nicht mehr viel macht...


Ich habe als Eisen den Flowgrow genommen. Weil dieser halt KEIN EDTA enthält. EDTA ist für Amphibien giftig. Und da ich überlege eventuell später noch welche einzusetzen wollte ich da direkt drauf verzichten.
Den PH Wert hatte ich aber auch eigentlich nur dabei geschrieben weil ich mir dachte es könnte eventuell von belang sein.

Ich wollte mir jetzt auch Bittersalz bestellen, aber leider musste ich feststellen das er ausverkauft war. Und ich bin mir nicht sicher ob und welche Alternativen es gibt. Und vor allem ob die lohnen, oder ob man lieber auf den von Aquasabi warten soll.

Grüße, eure Anne
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Beitragvon unbekannt1984 » 04 Jul 2018 21:37
Hallo Anne,

Anne Linsner hat geschrieben:Ich wollte mir jetzt auch Bittersalz bestellen, aber leider musste ich feststellen das er ausverkauft war. Und ich bin mir nicht sicher ob und welche Alternativen es gibt.

Raiffeisen gartenkraft Bittersalz, ansonsten gibt es das quasi in jedem Baumarkt oder Gartencenter.

Ich habe als Eisen den Flowgrow genommen. Weil dieser halt KEIN EDTA enthält. EDTA ist für Amphibien giftig. Und da ich überlege eventuell später noch welche einzusetzen wollte ich da direkt drauf verzichten.

Gut, aber bei dem pH-Wert kann sich das Eisen aus dem Flogrow auch nicht lange in der Wassersäule halten, kommt Phosphat in das Wasser, dann verschwindet es ganz schnell im Boden/Filter.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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