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Postby Ralfhirlu » 21 Dec 2016 20:50
Hallo Flowgrow Gemeinde.

Ich les hier ziemlich viel über optimale Nährstoffverhältnisse. Doch wie werden die Vorgaben erstellt?
Wenn es heist z.b. No3 20 und po4 1... Wie werden die Werte ermittelt von den Autoren ? Tröpfchentest oder Fotomether?

Mir ist eins aufgefallen. Mein Becken läuft zwei Jahre. Probleme hab ich mit fadenalgen, irgendeine unterart.
Ich messe mit Sera no3 ca 20mg no3 po4 jede woche auf Stoß 0,5 manchmal auch 1,0 . Spielt sowieso keine Rolle, immer das gleiche. Die Algen verschwinden nicht. Auf ältere Blätter sammeln sie sich immer wieder.

Dann gestern eine Referenzlösung hergestellt mit 1l Wasser und entsprechend dünger das 20mg no3 drinn ist. Schön umgerührt und gemessen.

Sera no3 test hat 80mg no3 angezeigt... War dunkel rot.
Filterking hat ziemlich genau angezeigt, ca 25mg

Die Tests sind meiner Meinung alle fürn....
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Postby Rio-Negro » 21 Dec 2016 22:18
Hallo.

Also für den Hausgebrauch ist der Test von M&N sehr gut. Ansonsten ins Labor schicken.

Ich kann nur sagen seit ich nix mehr messe laufen die Becken. Ab und an kuck ich mir die N Werte mal an. Aber egal ob 5 oder 50mg kein Unterschied in den Becken zu sehen. Ganz viel macht Po und die Se aus.
grüße Benedict

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Postby omega » 21 Dec 2016 23:16
Hi,

Ralfhirlu wrote:Doch wie werden die Vorgaben erstellt? Wenn es heist z.b. No3 20 und po4 1

Du meinst, wie man auf z.B. genau diese Werte und nicht andere kommt? Keine Ahnung. Ich fahre hier 10 und 0,2. 20 und 1 wären mir viel zu hoch. Ich schneide so schon genug Pflanzen raus.

Wie werden die Werte ermittelt von den Autoren ? Tröpfchentest oder Fotomether?

Du meinst messen und dann bei Unterschreitung nachdüngen? Stelle ich mir irrwitzig aufwendig vor. Viel einfacher ist regelmäßig ausreichend Wasser zu wechseln und um einen Betrag statt auf einen Betrag aufzudüngen. Messorgien braucht es dann nicht.

Die Tests sind meiner Meinung alle fürn....

Eben.

Grüße, Markus
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Postby Ewald » 21 Dec 2016 23:26
Hallo Ralfhirlu,

unabhängig welche Genauigkeit einem Tests durch APP, optische Vergleiche oder Fotometer vorgaukelt, habe ich den Eindruck, dass alle möglichen Varianten einer Lotterie gleichen.

Im Unterbewusstsein fühle ich, dass ein Streifentest z.B. von M&N der mir z.B. mit sechs Farbabstufungen pH-Werte von 6,0 · 6,4 · 6,7 · 7,0 · 7,3 · 7,6 anzeigt viel zielführender ist als Test die vorschummeln die Abstufungen mit 0,1 oder 0,05 zu können und am Ende nur kompletten Käse anzeigen.

Ich bin noch in der Findungsphase, aber Aussagen hier im Forum nach dem Motto, seit ich nicht mehr messe geht es dem Aquarium besser, sprechen Bände. Würde vielleicht ins normale Leben übertragen, bedeuten seit ich immer 25 l Benzin bei Halbvoll tanke braucht mein Auto viel weniger Benzin.

Ewald
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Postby Rio-Negro » 22 Dec 2016 08:00
Also Ewald der Vergleich mit dem Benzin ist total daneben!

Ich würde eher sagen seit du nicht mehr dauernd zum Dr. gehst, bist nicht mehr so oft krank passt da deutlich besser.
grüße Benedict

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Postby Wuestenrose » 22 Dec 2016 08:31
Morgen…

Rio-Negro wrote:Ich würde eher sagen seit du nicht mehr dauernd zum Dr. gehst, bist nicht mehr so oft krank passt da deutlich besser.

:thumbs:


Grüße
Robert
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Postby Frank2 » 22 Dec 2016 09:03
Moin

bei N03 halte ich es so - es muss vorhanden sein. Die Range ist dabei unerheblich.

Woher die Angaben zu einer "optimalen" Versorgung kommen ist mir auch schleierhaft. Ich habe mich darum aber auch noch nie geschert.

N03 Tests finde ich dennoch richtig und wichtig, gerade in der Anfangszeit eines Beckens kann man unmöglich wissen, wie der Verbrauch ist und ob das ganze nicht zwischen den Wasserwechseln auf Null fällt. Da macht die Testerei Sinn.

Gute Anhaltspunkte, vor allem für Werte bis 10, wo viele herkömmliche Tests scheitern, liefert der N03 von Salifert.

Und nein, ich teste auch gar nicht mehr aber ich weiß auch was sich in den einzelnen Becken so abspielt. Und das weiß ich nur weil sie eine Zeit lang durchgetestet wurden..... .

Ich teste auch im laufenden Betrieb ab und an mal den Bodengrund durch auf P04 und Fe. So alle 3 Monate vielleicht.

Grüße
Frank
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Postby steppy » 22 Dec 2016 09:38
Hallo,
insbesondere beim Düngen von NO3 hat man ja den Vorteil, dass geringe Werte schon ausreichen und höhere Werte nicht schaden. Das macht das Düngen einfach und das Messen überflüssig. Ich hatte hier mal eine Tabelle hochgeladen mit der ich arbeite. Aus den 3mg/l NO3, die ich täglich zugebe ergeben sich langfristig 7,2mg/l bis 30mg/l NO3 wenn der Verbrauch zwischen 1mg/l und 2,5mg/l täglich liegt. Wie viel NO3 ich tatsächlich habe weiß ich dabei gar nicht, ist aber auch egal :glaskugel:
Meine Düngung passe ich an wenn ich Mängel sehe, messen tue ich dafür nicht. KH und PH habe ich letzter Zeit mal gemessen, alles andere im aktuellen Becken noch nie und würde das auch nur bei länger anhaltenden hartnäckigen Problemen tun. Nur bei Altwasser sehe ich die Notwendigkeit für regelmäßige Messungen.

Gruß
Stefan
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Postby Plantamaniac » 22 Dec 2016 09:54
Hallo, großen wasserechsel machen und dann komplett düngen ist aussagekräftiger, als messen.
Ich weiß was in meinem leitungswasser ist und ich weiß was ich reingeschüttet habe.
Wenn ich dann dochmal messe, dann aus neugier, aber nicht, um das als grundlage für düngerdosierung zu nehmen.
Zwischen 2 wasserwechseln wird nach "guck" gedüngt, aber nie mehr als ich insgesamt zusammen mit der grunddüngung auf stoß in der zeit für erforderlich halte.
Ab und zu gibts dann mal 2 wasserwechsel ohne dünger. Das tut den pflanzen sehr gut.
Dann wieder grunddüngung und makros +tagesdünger wenn es nötig ist.
Chiao moni
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Postby nik » 22 Dec 2016 13:35
Hallo Ralf(?),

es ist immer ganz nett, wenn jemand seinen Namen unter seine Posts setzt und es anderen ermöglicht ihn persönlich anzusprechen. Mir ist das wichtig.
Ralfhirlu wrote:Ich les hier ziemlich viel über optimale Nährstoffverhältnisse. Doch wie werden die Vorgaben erstellt?
Wenn es heist z.b. No3 20 und po4 1... Wie werden die Werte ermittelt von den Autoren ? Tröpfchentest oder Fotometer?

Da gibt es für Düngung mindestens mal zwei unterschiedliche Intentionen, die schon zu klären sind.
- Einmal die Pflanzen zum Wachsen zu bringen, aber mehr noch mit Blick auf Algenvermeidung und
- desweiteren eine Beeinflussung, Optimierung des Pflanzenwuchses in einem funktionierenden Aquarium.

Du willst über die Nährstoffe deine Fadenalgen in den Griff bekommen! Da bringst du Dinge zusammen, die nur begrenzt miteinander zu tun haben. Ich beschreibe das an einem Beispiel. Über Pflanzenaustausch habe ich eine mit latent Fadenalgen erhalten. In einem von zwei Becken haben die sich gezeigt. Das einzige, was ich dann mache, ist, auf eine immer vollständige Düngung zu achten. Fertig! Ist nur eine Frage der Zeit, dann sind sie weg.

Das ist etwas, das will ich - der Verzweiflung nahe :D - in seinen Ursachen rüberbringen. Die notwendige Basis ist immer ein mikrobiologisch - im Sinne des Aquarianers gut - funktionierendes Becken. Habe ich Algen, dann sehe ich als erstes zu, dass die Beckenbiologie gut läuft. Eindeutig der schwierigere Teil, denn bei der Nährstoffversorgung ist lediglich auf eine moderate, vollständige Düngung zu achten. Ausnahmslos, immer, auch bei einem Beckenstart! Probleme entstehen eher durch Nährstoffmängel und bei Überschüssen nur ... hm, Überschüsse ist ein so bescheuertes Wort, wo fängt der denn an, dass ich das nicht mehr verwenden werde. Also, bei durch mehr oder weniger hohen Nährstoffgehalten verursachten Algenproblemen schaue ich auch zuerst auf die Mikrobiologie, denn bei einem gut funktionierenden Becken bleiben auch hohe Nährstoffgehalte folgenlos. Als Beispiel sei der Estimative Index genannt, der algenfrei funktionieren kann oder auch nicht. Es lohnt sich einfach ein Aquarium mit Blickrichtung auf funktionierende Mikrobiologie zu betreiben. Die Düngung ist dann einfach. Das Setup spielt auch eine Rolle. Die Filterung kann bis hin zu sehr deutlich die Nährstoffsituation beeinflussen.

Du hast nur Fadenalgen, wobei idR. nur das dringlichste Problem genannt wird, meist hängen da noch einige weitere, mehr oder weniger latente Probleme dran. Wäre das so, d.h. nur Fadenalgen, dann hättest du nur auf eine vollständige Düngung zu achten.
Bei mir sehe ich seit einer, zwei Wochen keine Fadenalgen mehr, allerdings habe ich mir über irgendeine Pflanze auch noch Clado sp. eingefangen, die gehört zu den wenigen Ausnahmen, die ich nicht über Nährstoffe/Mikroflora/Setup beseitigen kann und explizit mit AlgExit angehen muss. Weiters kaum ein Problem.

Dann gestern eine Referenzlösung hergestellt mit 1l Wasser und entsprechend dünger das 20mg no3 drinn ist. Schön umgerührt und gemessen.

Sera no3 test hat 80mg no3 angezeigt... War dunkel rot.
Filterking hat ziemlich genau angezeigt, ca 25mg

Die Tests sind meiner Meinung alle fürn....

Seltsames Fazit, wenn einer von zwei Tests "ziemlich genau" anzeigt. Nitrattests waren aber schon immer problematisch, so wie es zeitweise Fe-Tests waren oder die begrenzte Haltbarkeit von GH-Tests bekannt ist.

Die ganze Nummer mit der Messung der Nährstoffverbräuche resultiert doch immer noch aus einer algenbedingten Nährstoffphobie und steht letztendlich einer Algenproblemlösung sogar im Wege. Ich kann's ja verstehen, wenn man die Ursache sucht, dann anzunehmen Nährstoffe messen zu müssen, aber das ist ein kapitaler Irrtum. Hinsichtlich Algen ist es so einfach, d.h. es ist lediglich für eine moderate, vollständige Düngung zu sorgen. Funktioniert das nicht, dann ist das Augenmerk auf das Setup, vor allem die Filterung, und wichtiger noch auf die Mikrobiologie zu richten.

Ich bin übrigens nicht verzweifelt ;) , eher du. Ich habe das in meiner Sig runtergeschrieben, damit ist mein Job erledigt. Es ist nicht möglich gegen den "gängigen Webkonsens" anzuschreiben, der ist zu träge. Aquaristik ist nicht einfach, kann aber mit entsprechendem know how einfach betrieben werden. Es führen verschiedene Wege zum Ziel, für mich halt alternativlos, wenn ich keinerlei Probleme mit reichlichen Nährstoffen, auch Se, gleich welchen habe und algenfreie Becken erreiche. Interessanterweise habe ich meist nur mit bakteriellen Erscheinungen zu tun bis ein Becken richtig stabil ist, dann kann ich da treiben was ich will. Das ist eine gute Basis sich die Zugabe von Nährstoffen und ihre Wirkung genauer anzusehen. Es wird ja immer behauptet, jedes Becken ist anders. Das ist grundsätzlich richtig, aber wenn ich meine Aquarien "reif" bekomme, dann sind die Unterschiede gering, ja idR. vernachlässigbar! Das dauert übrigens unterschiedlich lange, das kann von anfang an problemfrei sein, aber auch bis zu einem Jahr dauern. Letzteres beinhaltet aber auch meine Nachlässigkeiten, das lässt sich straffen.

Hm, soweit ich mich erinnere, habe ich dieses Jahr nichts gemessen und bei insgesamt 85l verteilt auf fünf Gläser insgesamt etwa 120l gewechselt plus 8 x 1,5 l Volvic zum Aufhärten des demineralisierten Wassers. Das wäre ein durchschnittlicher Wasserwechsel auf alle Becken von 2,5 L/Woche. Den größeren Rest (>120 L) brauchte ich zum Auffüllen der Verluste durch Verdunstung. @Ewald, @ll, das ist sicher nicht der Grund, dass das funktioniert sondern die Folge. ;)

Gruß, Nik
nik wrote:
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- funktioniert bestens mit ungedüngtem Sand
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- und mit einer gut funktionierenden Mikroflora
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Postby uruguayensis » 23 Dec 2016 16:08
Hallo, Wenn die Tester anfangen zu Spinnen, dann sind die in den meisten fällen abgelaufen. Bei Fe Tester z. B. im Gleichen Wasser immer wieder verschiedene Werte. Bei GH u. KH kein Farbumschlag das man denkt GH 0 usw.
Ich kaufe mir die von JBL u. schneide mir den Ablaufdatum vom Karton aus und packe sie in den Test Koffer, da der Ablaufdatum nicht auf den Testern steht. . Ich weis ja nicht was da abgeht im Wasser ohne Test würde es für mich ein :glaskugel: werden. Wenn man die Düngung optimiert hat u. weis wie viel man düngen muss usw. lass ich die dann auch aus. MfG Emrah
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