PO4 und Fe trotz täglicher Düngung nicht nachweisbar – Verbrauch, Ausfällung oder Systemproblem?

Tarikk

New Member
Hallo zusammen,

ich habe aktuell ein Problem mit meinem 90P Aquascape und komme alleine nicht weiter. Trotz täglicher Düngung sind Phosphat (PO4) und Eisen (Fe) nicht nachweisbar (JBL Tröpfchentests).

Ich würde gerne eure Einschätzung hören, ob ich einen Denkfehler habe oder ob hier ein grundlegendes Ungleichgewicht vorliegt.

Beckendaten

Becken: Oase ScapersLine 90P (~180 l brutto)
Filter: Oase BioMaster 350 (oberster Korb mit Seachem Matrix)
CO₂: Druckgas, Diffusor, Dropchecker ~20 mg/l
Beleuchtung: Chihiros WRGB2 (45 + 30 cm kombiniert)
Einstellung: ca. 70R / 40G / 40B
Bodengrund: JBL Volcano Mineral + Tropica Soil
Besatz: diverse Nanofische + Gouramis
Wasser: Osmosewasser remineralisiert

Remineralisierung

Aufhärtung mit GH/KH+ Salz
KH: 6 °dKH
Leitwert: ca. 450 µS
Aktuelle Wasserwerte (JBL Tests)
pH: 7,0
KH: 6
NO3: ~10 mg/l
PO4: <0,02 mg/l ❗
Fe: <0,02 mg/l ❗
NH4: <0,05 mg/l
K: ~13 mg/l

Düngung (täglich per Dosierpumpe, ca. 180 l netto, Aqua Rebell)

Makro Spezial N: 7 ml
→ ca. +1,4 mg/l NO3 täglich
Makro Basic Phosphat: 14 ml
→ ca. +0,7 mg/l PO4 täglich
Mikro Spezial Fe: 4 ml
→ ca. +0,04 mg/l Fe täglich

Problem

PO4 und Fe sind dauerhaft nicht nachweisbar, trotz täglicher Zugabe
Pflanzenwachstum wirkt gebremst
Pinselalgen treten auf

Pflanzenbestand

Bodendecker:

Micranthemum tweediei „Monte Carlo“
Aufsitzerpflanzen:
Anubias barteri var. nana
Anubias „Mini Coin“
Javafarn (Microsorum pteropus)
Kongofarn (Bolbitis heudelotii)
Bucephalandra „Bukit Kelam“
Bucephalandra „Brown“

Stängelpflanzen:

Alternanthera reineckii (rosanervig)
Pogostemon helferi
Myriophyllum sp. „Guyana“
Limnophila sessiliflora

Meine bisherigen Gedanken

Sehr hoher Verbrauch durch Soil und Pflanzen?

Ausfällung von Eisen im Wasser?

PO4 wird direkt gebunden (Soil / Hardscape)?

System noch instabil (Einfahrphase + relativ hoher Besatz)?

Fragen

Ist es normal, dass PO4 und Fe komplett „verschwinden“ trotz täglicher Düngung?

Sollte ich die Dosis weiter erhöhen oder eher auf Stoßdüngung umstellen?

Welche Rolle spielen Soil und/oder Seachem Matrix in diesem Zusammenhang?

Würdet ihr PO4 gezielt auf einen messbaren Bereich (z. B. 0,5–1 mg/l) anheben statt rein täglich zuzuführen?
Ich habe aktuell den Eindruck, dass meine Pflanzen im Mangel laufen, obwohl ich eigentlich ausreichend dünge – und dadurch die Algen begünstigt werden.



Ich bin für jede fundierte Einschätzung dankbar.

Viele Grüße
Tarik
 

Anhänge

  • 1000074881.webp
    1000074881.webp
    921,3 KB · Aufrufe: 24
Hey,

frischer Soil kann durchaus Unmengen an Phosphat schlucken. Das habe ich insbesondere beim GlasGarten bemerkt, den musste ich regelrecht aufladen.
Was du versuchen kannst (so habe ich es beim GlasGarten gemacht):

24 Stunden vor dem Wasserwechsel 3mg/l Phosphat reinkloppen, den Wasserwechsel dann 75-80% vom Größenverhältnis. Nach ein paar Wochen hat der Soil dann immer weniger Phosphat "geschluckt".
 
Oben