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Postby ralfausc » 25 Aug 2008 15:45
Hallo Zusammen,

Ich möchte meinem Aquarienwasser etwas Ca zusetzen. Am Besten bequem über eine Dosierpumpe.

Meine Frage ist nun ob es möglich ist, Calzium-Chlorid in meine selbstgebraute NPK-Mg Mischung zu geben ohne das da was in der Vorratsflasche reagiert oder ausfällt.

Das Gebräu besteht aus KH2PO4, KNO3, KCO3 und MgSO4.


Vielen Dank im Voraus.

MfG, Ralf
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Postby bunterharlekin » 25 Aug 2008 20:03
Hi Ralf,
warum willst Du Ca denn anheben? Hast Du die WW Deines Wasserversorgers zur Hand?
Grundsetzlich kann man Ca auch per Dosierpumpe zugeben. Nur macht das wenig Sinn. Man kann es genausogut beim Wasserwechsel zugeben. Bisschen behutsam und dann passt das schon.
Zu Ausfällungen kann ich nix sagen, bin kein Chemiker.
Viele Grüße
Axel (nein nicht Alex...)
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Postby ralfausc » 25 Aug 2008 22:19
Hallo Axel,

bisher habe ich wöchentlich ein wenig Ca mit meinem Osmosesalz zugegeben. Das Salz löse ich im handwarmen Wasser auf und gebe es direkt ins Aquarium.

Dabei schaffe ich es bis heute nicht, das Salz krümelfrei aufzulösen bzw. das Wasser krümelfrei abzugießen. Ins Aquarium gegeben werden eben diese Überbleibsel manchmal von den Salmlern gefressen, die dann innerhalb kürzester Zeit verenden.

Etwa ein halbes Jahr habe ich versucht, die Osmosesalzlösung über eine Pumpe zu dosieren. Funktioniert auch nicht so richtig, da sich das Salz in der Vorratsflasche wieder absetzt und ständig die Leitungen zuklebt. Es löst sich halt nicht dauerhaft.

Ist also eher ein praktisches Problem.

Calziumsufat dürfte auf Grund seiner Löslichkeit ähnliche Probleme mit der Dosierpumpe bringen. Ich probiere das demnächst aus.

Calziumchlorid soll demgegenüber gut löslich sein und erscheint mir deshalb als eine Alternative. Daher obige Frage.


Bei der Zudüngung handelt es sich nur um einige mg/l, um die Gh auf 7-8°dH zu erhöhen. Das Wasser kommt mit ca 5°GH aus der Leitung.
Ohne etwas Aufhärtung zeigen meine Pflanzen an den neuen Blättern Mangelerscheinungen, die ich Ca-Mangel zuordne. Das sieht etwa so aus, als ob die Pflanzen schnell wachsen (das tun sie), aber keine Zeit hätten, genügend Nährstoffe in die Blätter einzulagern (Echi. par.tropica). Pogostemon und Wassernabel bilden neue weise Blätter.
Mit etwas Zudüngung verschwindet das Problem.


So, nu hoff ich das daß nich zu lang war.

MfG, Ralf

Edit: Im ersten Beitrag muß heißen K2CO3 statt KCO3
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Postby bunterharlekin » 26 Aug 2008 07:32
Hi Ralf,
wenn sich Dein Aufhärtesalz nicht löst, und es Dich nervt, dann würde ich mal ein anderes probieren. Ich glaube damit bekommst Du Deine Probleme leichter in den Griff. Idealer Weise stimmt dann auch das Ca Mg Verhältniss und Du musst nix extra dazupacken. Guck mal bei Drak. --> Aufhärtesalz
Viele Grüße
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Postby AlexDozer » 26 Aug 2008 19:40
Hallo,

Duradrakon von Drak löst sich auch schwer auf wenn man kein Co2 zugibt.

Gruß Alex
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Postby ralfausc » 26 Aug 2008 23:43
Hallo Zusammen,

@Axel

das mich das nervt, damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen.

Hab über deinen Link mal nachgeschaut. Ich muß mir noch mal die Zusammensetzung meines Pulvers raussuchen.

Mit der Auflösung von Osmosesalzen verschiedener Hersteller dürfte sich das meiner Meinung nach nicht allzuviel nehmen. Wenn das mit Calziumsulfat oder -chlorid nicht funktionieren sollte, werd ich mein Osmosesalz auf alle Fälle wechseln. Da kann ich nichts verlieren. Im Eimer aufgelöst wirds nicht schlechter sein als mein jetziges. Warum komm ich nicht selber auf so was?

@Alex

da wird das leider von dir bestätigt. Also CO2 in die Vorratsflasche :D :D :D Nein, natürlich nicht.


MfG, Ralf
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Postby Roger » 27 Aug 2008 00:07
Hallo Ralf,

ich verwende vorwiegend Duradrakon zum aufhärten meines VE-Wassers und gebe es direkt beim Wasserwechsel mit ins Becken. Bis sich alles aufgelöst hat dauert es meist etwa zwei Tage. Fische und Garnelen knabbern an den Krümeln, aber gestorben ist daran bisher noch keiner.
Gruß
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Postby ralfausc » 27 Aug 2008 01:11
Hallo Roger,

bei mir besteht das Problem seit Einsatz des Osmosepulvers und mit Inbetriebnahme der Dosierpumpe war es wieder verschwunden.

Seit einigen Wochen geb ich das Pulver nun wieder im Eimer zu und prompt legt sich einer meiner Beilbäuche auf die Seite. Das hat keine 20 Sekunden gedauert und sah elend aus. Verstorbene Fische sind in meinen Aquarien seit Jahren die Ausnahme und das soll auch so bleiben.

Ich glaube Krause weist in seinem "Aquariumwasser" auf mögliche Kiemenschäden durch unachtsamen Umgang mit zerriebenem Calziumcarbonatpulver hin. Sonst hab ich nirgends was dazu finden können.
Ich hab schon vor längerer Zeit mal verschiedene Foren durchforstet. Völlige Fehlanzeige.

Hab oben schon geschrieben, erst mal ein anderes Osmosepulver zu nutzen. Vielleicht löst sich das Problem so schon von allein.

MfG, Ralf
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Postby Hardy » 27 Aug 2008 09:35
Hi Ralf
Kalziumkarbonat ist einfach Kalk also kaum löslich.
Schon denkbar, dass manche Fische Probleme mit einer Kalkmehldispersion bekommen, vielleicht auch wenn die Partikel nicht rund gemahlen sind.
Löslich wäre CaHCO[sub]3[/sub], also Hydrogenkarbonat.
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Postby Roger » 27 Aug 2008 11:31
Hallo Ralf,

ich habe mich noch einmal auf der Drak-Seite umgesehen um mir über die Löslichkeit der Aufhärtesalze gewissheit zu verschaffen.
Dr. Kremser empfiehlt als alternative zum Duradrakon welches sich nur bei sehr niedrigem Ph Werten in kurzer Zeit auflöst, die Verwendung von Duradrakon M. Das Duradrakon M besteht aus zwei seperaten Komponenten welche sich auch bei höherem Ph sehr schnell auflösen. Ausserdem birgt es den Vorteil Gh und Kh wunschgemäß auf bestimmte Werte einstellen zu können.
Ich denke das wäre für Dich das Mittel der Wahl.
Gruß
Roger
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Postby ralfausc » 27 Aug 2008 12:06
Hallo Hardy,

ich weiß nicht, ob das so einfach ist mit Calzium, Carbonat und Löslichkeit.

Bitte um Berichtigung, wenn falsch.

Meines Wissens entsteht CaHCO3 nur in wässriger Lösung aus CaCO3 unter Einwirkung von Kohlensäure HCO3. Nehm ich das Wasser weg hab ich keine Lösung mehr. Die brauch ich aber um CO2 als Kohlensäure zu halten, die wiederum den Kalk auflöst. Das heißt ohne Wasser hab ich auch kein CaHCO3 mehr sonder CaCO3.

Hab ich CaHCO3 nun in Wässriger Lösung vorliegen und CO2 wird flüchtig oder ausgetrieben, hab ich wieder Ausfällungen von schwerlöslichem CaCO3 im Gebräu. Deswegen oben die nicht ernst gemeinte "Idee" mit dem CO2 in der Düngevorratsflasche.

Da kann ich mir nun wieder aussuchen, ob das Zeug die Leitungen der Düngepumpe verstopft oder von meinen Fischen vermampft wird, je nach Art der Zugabe.

Stehe also wieder am Anfang. Oder hab ich da einen Denkfehler drin???

MfG Ralf
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Postby kurt » 27 Aug 2008 13:07
Hallo zusammen,

gefälltes Kalziumkarbonat (CaCO3) in Pulverform) löst sich ganz gut, setzt sich mit der Zeit aber wieder ab. Bei vorsichtiger Handhabung, langsamer Zugabe oder als nicht zu konzentrierte Suspension gibt es keine Probleme.
Wenn es sich nicht absetzen soll, braucht man ein Rührwerk.

Kalziumhydrogenkarbonat Ca(HCO3)2) gibt es als Pulverform nicht. Reaktion im Wasser, CaCO3 mit Kohlensäure H2CO3 erforderlich .
Gruß Kurt
Unterwassergarten

Einstimmung…
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Postby ralfausc » 30 Aug 2008 20:37
Hallo Zusammen,

Hab mir gestern eine kleine Menge CaCO3 besorgt und das ganze heut abend im Eimer mit warmen Wasser gemischt. Scheint alles gelöst zu sein. Das ganze sieht aus wie wie Wandfarbe. Na mal sehen ob ich mir traue das Zeug ins Aquarium zu kippen.

@Hardy und Kurt

Vielen Dank für eure Beiträge zum Ca(HCO3)2.
Ich denke nun hab ich das auch endlich begriffen.

Wenn ich mal wieder neugierig drauf bin wie das mit der Redoxspannungspannung ist... Auch eins der vielen Rätsel, die sich mir wohl nie erschließen werden :)

@forumteam

der Nährstoffrechner ist Spitze.


MfG, Ralf
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Postby Hardy » 31 Aug 2008 10:09
ralfausc wrote:Scheint alles gelöst zu sein. Das ganze sieht aus wie wie Wandfarbe...
@Hardy und Kurt: Vielen Dank für eure Beiträge zum Ca(HCO3)2...

Hi Ralf

Wandfarbe ist auch eine Dispersion, der gelöste Teil ist klar. Wenn aber die Partikel im Ausgangspulver genügend fein und rund sind, würde ich keine Probleme mit Fischen erwarten.
Von anderen Leuten weiß ich, dass die zur Ca-Anreicherung Gips verwenden: Dünn aufschwemmen, absetzen lassen und nur den klaren Überstand verwenden.

Eigentlich war das mit dem "Ca(HCO[sub]3[/sub])[sub]2[/sub]" eher witzig gemeint (klar, dass man das nicht kaufen kann - und auch klar, Kurt, war wohl nicht ganz bei der Sache).
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Postby Pumi » 31 Aug 2008 10:29
Hallo Ralf

Hab gerade den Tunze Katalog durchgeblättert und da sah ich einen Calcium Automat!
Dazu brachst du nur noch CO2 damit das CA gelöst wird,also wenn du sowieso eine CO2 Anlage hast wird es kein Problem werden!

http://www.tunze.com/149.html?&L=0&C=AT ... zeprod_pi1[predid]=-infoxunter011
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