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Postby HamsterJD » 25 May 2018 13:39
Moin liebe Gemeinde,
ich habe eine vielleicht dumme Frage. Ich beherberge seit drei Tagen Perlhühner in meinem Becken und habe gerade im Farn schon erste Eier gefunden. Diese wollte ich nun einsammel damit sie nicht als Proteinsnack für die Amanos dienen. Kann ich irgenwie feststellen das sie schon befruchtet sind, da es sich ja nach meinem Kenntnisstand um frei Laicher handelt sind sie ja bei der Ablage nicht befruchten. Es bringt mir ja nicht unbefruchtete auf ziehen zu wollen.
MfG Dennis

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Postby vetzy » 25 May 2018 16:00
Hallo,

die Eier der Perlhühner sind recht groß. Will sagen da ist eine große Geleartige Masse drum herum. In der Mitte hast du dann einen schwarzen Punkt. Werden die Eier weiß dann ist es nichts geworden. Man kann die Perlhühner sehr gut über einer Box mit Laichrost zum ablaichen bewegen. Sehr viel Erfahrung hat da Monika. Vielleicht sprichst du sie mal gezielt an.

Gruß Christian
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Postby moskal » 25 May 2018 17:22
Hallo,

wenn da kein Männchen zum befruchten ist legt das weibchen erst gar keine Eier. Schlechte Befruchtungsrate ist bei Perlhühnern auch kein Problem.
Die Larven groß bekommen hat allerdings eine Tücke: Sie fressen nur lebendes und das muß sehr klein sein. Artemia ist zu groß. Optimalerweise hat man Rotatorien als Erstfutter parat, die sind weil sie sich von Schwebealgen ernähren anspruchsvoller in der Kultur als die ganze Perlhuhnzucht, dann gibt es noch Pantoffeltierchen und Rettichtierchen, einfach in der Kultur aber nicht so nahrhaft, da bekommst du hier auch sicher einen Ansatz zugeschickt und als Erstfutter sind sie geeignet.
Wenn du viel Moos hast kannst du für die Erstfütterung auch davon großzügig ins Aufzuchtgefäß geben, dort ist ordentlich kleinstfutter drinnen, den Moosballen wechselst du dann täglich, das gebrauchete kommt wieder zurück ins Aquarium,kann sich dort regenerieren, ein neues kommt aus dem Aquarium ins Aufzuchtgefäß....
Dann hat sich ein Heuaufguß bewährt, man nehme einen Liter Aquarienwasser und tue 5-10 Halme trockenes Heu dazu und in zwei Tagen ist das voll von Kleinlebewesen die sich als Erstfutter eignen. Von dieser Brühe dann ein Wenig (3-4ml, öfter am Tag) in den Aufzuchtbehälter geben. Es empfielt sich jeden Tag einen neuen Aufguß zu machen von dem du dann zwei Tage später verfütterst, dann ist die Gefahr nicht so groß allzu siffige Brühe zu den Larven zu kippen.
Wenn dieses Größenstadium rum ist geht es weiter mit Essigälchen und oder Mikrowürmchen und dann werden auch bald Artemien gefressen.
Wichtig bei alledem ist nicht zu viel zu füttern, daß das Wasser kippt und nicht so wenig, daß die Fische nichts finden. Optimal ist die Kombi aus immer frischem, belebten Moos und zusatzfütterung von Pantoffeltierchen/Heuaufguß.

Gruß, helmut
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Postby HamsterJD » 25 May 2018 18:36
hey Leute,
vielen dank schon mal. Denn werde ich die Eier morgen mal absammeln und in einen extra Gefäß verfrachten und mich um die Nahrungsversorgung kümmern. Hätte nicht gedacht das nach drei Tagen schon mit eiern zu rechnen ist. Bin gespannt ob ich sie durch bekomme.
MfG Dennis

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Postby Plantamaniac » 26 May 2018 06:30
Hallo, den Worten von Chris und Helmut is nichts hinzuzufügen.
Die unbefruchteten weißen Eier kannst Du nach einem Tag sofort aussortieren. Die verpilzen dann und stecken die Guten an..die kleben dann am Pilzrasen der andern Eier. Gute Eier haben am Anfang einen gelben Kern. Einfach das durchsichtige Sammelgefäß auf ein weißes Blatt Papier stellen, dann sieht man das gut. Um die schlechten Eier zu finden auf eine dunkle Unterlage stellen. Sonnenlicht ist besser als Taschenlampe.

Man kann das Moos auch ausschütteln und die Plörre dann in den Babypott dazugeben.
Manchmal kann es am Anfang sein, das man alle zweidrei Tage Wasserwechsel bei den Minis machen muß.
Das muß man rausfinden. Kommt evt. auch auf die Größe des Gefäßes an, wobei es am Anfang manchmal in einer 1 Liter Eisbox besser läuft, als in einem 25 Literbecken. Darin stehen sie einfach besser im Futter.
Wenn sie dann Artemia nehmen, können sie zurück zu den Großen. Die tun ihnen ab dem Zeitpunkt nix mehr.
Wenn andere Fische dabei sind, wäre ich allerdings vorsichtig. Aber die legen in solchen Massen Eier, das man ruhig etwas experimentieren kann, um seinen eigenen Weg zu finden.

Und wieder ist einer mit der Perlhuhnsucht infiziert :lol:
Viel Spaß bei den ersten Gehversuchen :thumbs:
Chiao Moni
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Postby HamsterJD » 26 May 2018 18:28
Hi Moni,
Vielen dank aber wie befürchtet waren die Amanos schneller als ich und ich konnte heute morgen keine Eier mehr finden. Die Aufzucht scheint ja nicht all zu schwer zu sein aber Zeit intensive, denke nicht das ich das die in zwei Wochen so weit bekomme das sie mit den Großen zusammen fressen können. Also wird es wohl bei der Population bleiben die ich im Moment habe.
MfG Dennis

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Postby Plantamaniac » 27 May 2018 05:27
Hallo, nee, warum nur so kurz? Da mußt Du schon gut 6 Wochen einplanen.
Aber auch im Einhängekasten geht das für ein begrenzte Anzahl ganz gut.
Und eine 10- 20 Liter Faunabox als Kindergarten, ist jetzt auch nicht soo teuer, im Vergleich zum Preis der Perlhühner.
Kann auch anderweitig vielfältig genutzt werden, wenn gerade keine Jungen drin sind.
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Postby moskal » 27 May 2018 07:34
Hallo Moni,

so um 1cm gibt es bei mir bei praktisch allen Eierlegenden eine Stagnation im Wachstum. Also in der Größe in der sie gerade eben komplett als Fisch zu erkennen sind aber noch an Masse/Größe zulegen sollten. Um über diesen Punkt zu kommen brauchen die Fische bei mir gerne mal 2-3 Wochen, trotz vielfältigem Lebendfutterangebot mit Schwebealgenboosten, HUFAs usw. Du betreibst da ja einen ähnlichen Aufwand. Hast du diesen Wachstumsknick auch? Und hast du was gefunden den zu überwinden? Kann natürlich auch sein, daß die Fische äußerlich wie Fische aussehen sich aber noch ummodeln und dafür alle Energie brauchen. Oder daß sich der Stoffwechsel allgemein umstellt, die Fische die später auch an Fertigfutter gehen beginnen ja meist gegen Ende dieser Phase das Zeug mit gebrenster Begeisterung zu versuchen.

Hast du eine Idee/Tips?

Gruß, helmut
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Postby HamsterJD » 27 May 2018 08:17
Guten Morgen,

Bei mir ist das Problem, dass ich immer nur 14 Tage zu Hause bin und denn 14 Tage auf See. Deswegen wird es mit der Aufzucht wohl nichts werden.
MfG Dennis

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Postby Plantamaniac » 27 May 2018 09:48
Hallo, sowie meine aus dem Gröbsten raus sind, wechseln sie in ein größeres Becken...und damit das bald wieder für Kleinere frei wird, dann nochmal ins Nächstgrößere. Die fressen sich sonst gegenseitig das Futter weg und die etwas Kleineren haben das nachsehen. Ich setz die auch zu andern Fischen rein, das ist überhaupt kein Problem. Mal zu den Flossensaugern und Pandaschmerlen, mal zu den Sturisoma...So richtige Gesellschaftsbecken hab ich eigentlich nur 2. Die andern sind alle Artbecken. Deswegen kann ich die Perlhühner auch sobald sie "Bauch" haben zu ihren Eltern zurücksetzen. Da schwimmen auch sonst immer jede Menge Kleine mit drin rum.
Die müssen halt satt sein. Und ins Becken kommt Staubfutter, Pantoffeltierchen und Rettichtierchen.
Jedesmal umsetzen machen sie einen riesen Satz, so das man sich paar Tage später ungläubig die Augen reibt :lol:
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Postby moskal » 27 May 2018 20:57
Hallo Moni,

oh mann! Auf das einfachste bin ich mal wieder nicht gekommen. Danke! Klar, in einem neuen Becken finden sie immer genau das was sie in der Jeweiligen Wachstumsphase brauchen. Und das kommt nicht so schnell nach wie es gefressen wird. Aquarien zum Wechseln habe ich genug, ich werde es in Zukunft auch so machen.

Sehr gut Erfahrung habe ich auch mit dem Lebendschmodder unten auf dem Foto. Absolutes Jungfischpowerfutter.

Hallo Dennis,

zwei Wochen wären leider wirklich zu knapp. Das ist schade.

Gruß, Helmut

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Postby HamsterJD » 27 May 2018 21:04
Hi Helmut,
ja leider und ich kann meinen Schichtplan nicht wirklich ändern, hatte aber ehrlich gesagt nicht mit einer Nachzucht gerechnet und war deshalb etwas euphorisch.
MfG Dennis

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Postby Plantamaniac » 27 May 2018 21:54
Hallo, also da würd ich jetzt in einem "echten, eingelaufenen Aquarium" kein Problem sehen :sceptic:
Einfach moderat mit Jungen besetzen und allein lassen..wenn da Cyclops und kleinstlebewesen drin sind, passiert da nix. Denen geht es besser, als wenn dauernd das Wasser mit Futter versaut wird.
Stell Dir doch einfach mal den Magen von so einem Perlhühnchen vor, was da reinpasst...
Microrganismen aus Mulm und Schlamm füllen den ganz schnell...
Und wenn sie größern sind...Futterautomat mit gemörsertem Granulat..dazu paar Wasserflöhe und gut ist es.
Wenn ich in Urlaub fahre, müssen sie da auch durch...
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Postby HamsterJD » 27 May 2018 22:07
hi Moni
also das Becken steht nun seit drei Monaten und als Besatz habe ich nur die Hühner, Amanos und um die Putzkolonne abzurunden ein paar Schnecken. ich Füttere alle zwei Tage einen halben Würfel Cyclops und etwas Flockenfutter, in meiner Abwesenheit natürlich nur Flockenfutter durch den Automaten.
MfG Dennis

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Postby Plantamaniac » 28 May 2018 05:22
Hallo, wenn Du eh schon mit dem Automaten fütterst, dann misch doch mal ein wenig fein gemörsertes Futter mit rein.
Der Rondomatic wär dafür halt eigentlich am besten geeignet. Ein anderer wird das so durchschütteln, das es sich entmischt.
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