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Postby xenusion » 16 Jun 2010 11:55
Moin Leute,

dies wird die Fortsetzung zu aquariengestaltung/900l-diskus-naturaquarium-geringfilterung-t11127-15.html, weil ich meinen Ansatz nochmals überdacht habe, Disken scheinen eher ungeeignet.

Ich suche jetzt einen Besatz für ein 200x60x70cm (LxBxH) Naturaquarium, das geringgefiltert betrieben werden soll. Das Wasser wird pflanzenbedingt eher weich ausfallen, mäßige Strömung, mittelstarke Beleuchtung.

Die Fische dürfen gerne etwas größer werden, evtl. schwarmbildend, mit geringer innerartlicher Agressivität und sollten 20mg CO2/l bei entsprechender Düngung und Beleuchtung vertragen.

Ich hatte auch schon an Rotrückenskalare (danke Bruno :) ) gedacht, aber da sieht es mit der CO2-Verträglichkeit wohl auch nicht so gut aus. Allerdings finde ich diese Fische so toll, dass ich da auch Abstriche bei CO2 und Beleuchtung machen würde.

Wichtig ist mir allerdings, dass sie nicht bei 30 Grad gekocht werden müssen und dass der Futterumsatz mit Geringfilterung verträglich ist.

Viele Grüße,
Olli
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Postby xenusion » 16 Jun 2010 12:43
Moin,

Besatzidee:

Pterophyllum cf. scalare "Lago Manacapuru" und
Mesonauta festivus

Eventuell noch ein Schwarm Neons, wobei ich Bedenken habe, dass diese als Futter enden. Allerdings soll es ja gehen, wenn man die Skalare von kleinauf mit Neons zusammenhält.

Olli
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Postby pascal » 16 Jun 2010 12:58
Hallo Olli,

hab mir deine geschichte mal ganz aufmerksam durchgelesen und werd irgendwie nicht ganz schlau draus,

du möchtest ein großes becken mit großen schönen fischen die anspruchslos sind und alles mitmachen,
wenig filtern und möglichst wenig aufwand betreiben. das beißt sich meiner meinung irgendwo.

was versprichst du dir von der geringfilterung? möglichst wenig technik? oder weils grad irgendwie inn ist?

ich persönlich bin ein klarer freund von großen voluminösen außenfiltern! gerade bei größeren becken und fischen,
bei dir vielleicht 2x eheim 2250 oder so.

die muss ich nicht oft reinigen (max 1mal im jahr) die saugen mir in verbindung mit der strömung die sie erzeugen den ganzen mulm weg (ich sauge nie mulm, den saugt der filter für mich) t-stück und hahn an den schlauch und der WW geht mit dem Weizenglas in der hand auf der couch. mit bodenbohrungen angeschlossen so gut wie keine technik im becken sichtbar,
wenn man die halbwegs vernünftig anschließt rutscht da niemals ein schlauch ab.

der diskus muss nich bei 30° gekocht werden 26-27° grad reichen ihm auch aus, das geht auch mit pflanzen wunderbar und 20mg co2 packt er auch....... meine stehen sogar unter 2 x150 watt HQI flutlichtern und zeigen keinerlei unwohlsein, wobei es da bei anderen schonmal probleme gab.

wenn du ein so großes becken nur mit 2 stömungsbumpen in den ecken betreiben möchtest solltest du vielleicht über einen ganz anderen besatz nachdenken, zb nur einen großen schwarm neons oder andere attraktive salmler, da brauchst du wenig futter, die machen wenig dreck und du brauchst wenig filtern, aber ob dir das dann lange spaß macht, und eine bodenbohrung ist dann später bei einem eingerichtetem becken auch nichtmerh möglich.........

immer diese kompromisse... ich kenn das..... :bonk:

viele grüße
pascal
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pascal
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Postby xenusion » 16 Jun 2010 13:28
Moin,
pascal wrote:du möchtest ein großes becken mit großen schönen fischen die anspruchslos sind und alles mitmachen,
wenig filtern und möglichst wenig aufwand betreiben. das beißt sich meiner meinung irgendwo.

Nein, nicht anspruchslos, aber doch kompatibel mit üppiger Bepflanzung. D.h. einigermassen CO2- und lichttolerant, und sie sollen nicht übermäßig koten.

pascal wrote:was versprichst du dir von der geringfilterung? möglichst wenig technik? oder weils grad irgendwie inn ist?

Keine Algen, üppiger Pflanzenwuchs. Geringfilterung bedeutet nicht Verzicht auf Technik, sondern gerade so stark zu filtern, dass die Nitrifizierung klappt, nicht mehr und nicht weniger.

pascal wrote:ich persönlich bin ein klarer freund von großen voluminösen außenfiltern! gerade bei größeren becken und fischen,
bei dir vielleicht 2x eheim 2250 oder so.


Dagegen spricht auch nichts, umrühren muss man das Becken auf jeden Fall. Mindestens ein Außenfilter muss sowieso ran wg. des CO2-Reaktors. Der wird dann eben soweit ausgeräumt, dass noch kein Nitrit nachweisbar ist.

pascal wrote:der diskus muss nich bei 30° gekocht werden 26-27° grad reichen ihm auch aus


Das sei mal dahingestellt, das kommt drauf an, wie er aufgezogen wurde, ob er sich da noch wohlfühlt.

pascal wrote:wenn du ein so großes becken nur mit 2 stömungsbumpen in den ecken betreiben möchtest solltest du vielleicht über einen ganz anderen besatz nachdenken, zb nur einen großen schwarm neons oder andere attraktive salmler, da brauchst du wenig futter, die machen wenig dreck und du brauchst wenig filtern, aber ob dir das dann lange spaß macht, und eine bodenbohrung ist dann später bei einem eingerichtetem becken auch nichtmerh möglich.........


Wie gesagt, mindestens ein Topffilter kommt schon ran, alleine der Strömung und der Schnellfiltrierung wegen, und um einen CO2-Reaktor zu betreiben. Wie stark die Filter dann bestückt werden, wird sich zeigen. Dann solange Filtermaterial entfernen, bis noch keine Probleme sichtbar werden.
Und mit Bodenbohrungen hat das nun auch nichts zu tun, die finde ich bzgl. Sicherheit noch schlimmer als nur Schläuche ausserhalb des Beckens.

Ca. 6 Skalare bei 26 Grad haben bei weitem nicht den Futterumsatz wie Disken, schon gar nicht bei niedrigerer Temperatur.

7 Piranhas auf 1000l haben sich mit nur einem 1000l/h-Aussenfilter auch wohlgefühlt bzw. tun es immer noch. Das war auch schon Geringfilterung, im Filter war nur etwas grobe Filterwatte als Schnellfiltermedium.

Viele Grüße,
Olli
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Postby Atreju » 16 Jun 2010 13:43
Hi Olli !

Benutze bitte auch ein bißchen die Suche(Nicht weil ich zu faul bin zu Schreiben sondern weil Du dann besser informiert bist), zB Diskus in Verbindung mit Temperatur wurde schon durchdiskutiert.
Lies Dir bitte den thread durch, beantwortet einige Deiner Fragen.

http://www.flowgrow.de/aquarienvorstellungen/neues-576-liter-becken-von-frank-fiedler-t5144.html?hilit=diskus%20temperatur

Temp-
Bei mir war einmal ein Heizstab kaputt, die Fische schwammen bei 20Grad und haben gefressen. ich merkte den Abfall erst als ich ins Becken griff. Für 27Grad würde ich die Hand ins Feuer legen. Ich denke auch 26Grad sind möglich. Gerade in der Natur sind große Schwankungen möglich. Rinderherz braucht auch nicht mehr diskutiert zu werden, es findet ohnehin kaum mehr Verwendung.

Wie Pascal werdfen Dir viele Leute, die Diskus gepflegt haben bestätigen, daß die Topffilter erste Wahl sind. Auch die kannst Du übrigens mit Geringfilterung betreiben, wahrscheinlich sogar mit weniger Ausfällungen.


Wenn Du ruhige Fische suchst wären Diskus besser, mein Fischkumpel gibt nämlich seine Rotrücken weg, weil er endlich Ruhe will. Die haben große Garnelen zerfetzt als wären sie Flockenfutter. Neon kannst Du nur ''Jumbo'' u. ausgewachsene WF verwenden UND hoffen daß keiner einen Fehler macht. :D Dagegen sind Diskus Lämminge

LG

Bruno
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Postby robat1 » 16 Jun 2010 15:27
Hi,

ich schriebs ja schon mal.

Fische:
Oberfläche ein Schwarm Beilbäuche,

Mittelschicht Kongosalmler, + ein zweiter Schwarm einer anderen Art von den Vorschlägen.

Boden nicht zu große pflanzenschonende Welse und/oder nicht wühlende pflanzenschonende Buntbarsche.

Und gleich mit 100 Redfire oder Rückenstrich Zwerggarnelen als Putzkolonne starten.
Gleich 100, weil Barsche und größere Salmler zumindest Anfangs die eine oder andere Garnele erwischen werden.
Die Vermehrungsrate muß also höher sein als die Beuterate. (wenn sehr dich bepflanzt gestartet wird reichen auch 50)
Mit der Zeit läßt sich in einem dicht bewachsenen Becken dann eh keine Garnele mehr erwischen und die Fische stellen sogar die Jadg ein.

Der Begriff Geringfilterung ist in meinen Augen völlig Quatsch.
Man könnte unterteilen in mechanische Filterung und in biologischer Filterung.
Die gefilterte Wassermenge ist im Grunde in beiden Saystemen fast identisch.
Der Unterschied liegt im Filterquerschnitt der durchströmt wird und somit an der Strömungsgeschwindikeit, weil auf eine große Fläche die selbe Menge Wasser einfach viel langsamer flißt als in einem kleinen Querschnitt.
Und betreibt man einen HMF verkehrt herum hat man beides, mechanische und biologische Filterung.

Zur Strömung.
Selbst in mittelgroßen Becken ist mit einem Filtereinlauf (egal wie stark) ein Becken nicht allerorts zu beströmen.
In großen Becken um so weniger, daß Nährstoffarme Bereiche entstehen.
Also für die Strömung gibt es spezielle Strömungspumpen, die kaum Strom brauchen aber einen sehr breiten sanften Wasserstrom erzeugen und nicht einen dünnen harten Strahl wie Filterpumpen.
Google man nach Koralia oder Tunze Strömungspumpen.
Für 900L Würde ich 2 Stück mit je 3000-4000L verwenden.
Keine Angst, das wird kein Sturm im Wasserglas sondern eine breite Strömung die Pflanzen, Fische und Garnelen lieben.

Pflanzen:
900L klingt zwar erstmal riesig, aber selbst so ein Becken kann man klein erschenen lassen, wenn man zu großblättrige Pflanzen einsetzt. Ist Geschmacksache, aber ich würde auf kleine oder schmale Bätter achten um die wunderbare Größenwirkung nicht zu verderben.

Robert
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Postby nik » 16 Jun 2010 21:16
Hallo Robert,

ich habe 6 Jahre ein 300l Mattenfilterbecken und ein 240 l Becken gering gefiltert parallel betrieben, beide mit Starklicht. Ich denke, ich kann den Unterschied beurteilen.

Wie du mit deinem zitierten, ausgesprochenen Schwachlichtbecken überhaupt darauf kommst deine Algenfreiheit herausstellen zu können, entbehrt in diesem Zusammenhang der Grundlage. Bei so wenig Licht kann man mit Mattenfilterung nicht mehr viel kaputt machen.
Wenn Olli ein Schwachlichtbecken im Sinn hat, dann mögen deine Einwände relevant sein. Mit der Zunahme des Lichts scheidet sich die Spreu vom Weizen und mit üppig Licht hast du gar keine Praxis. Du erzählst von mäßig Licht und Mattenfilter, erläutere doch mal den bei dir üblichen Besatz. Meinst du, das passt noch zu dem was Olli vor hat?

Gruß, Nik
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Postby robat1 » 17 Jun 2010 07:48
Also Nik,

ich habe 6 Jahre ein 300l Mattenfilterbecken und ein 240 l Becken gering gefiltert parallel betrieben, beide mit Starklicht. Ich denke, ich kann den Unterschied beurteilen.

na prima,
dann kläre uns doch bitte mal auf !

Oli, schrieb bisher von 2 normalen Mattenfiltern die er betreiben will und die durchströmt man genau wie jeden anderen Filter auch mit 1-2 x des Beckeninhalts. Also stört mich das Unwort des Jahre "Gerinfilterung" für die normale Verwendung eine HMF.

Wie du mit deinem zitierten, ausgesprochenen Schwachlichtbecken überhaupt darauf kommst deine Algenfreiheit herausstellen zu können, entbehrt in diesem Zusammenhang der Grundlage.

ach ja, in welchem Zusammenhang?
Daß ich meine Algenfreiheit in diesem Thema herausgestellt habe ist mir garnicht bewußt da muß ich doch mal nachlesen ;-)

So viel ich weis gehts in diesem Thema um Olis Becken und nun noch um deinen Ton, der mir aufstößt.
Mir entbert es was anderes, wo ich mich mit einem einzigen Wort auf ausgesprochene Starklichbecken bezogen habe?
Und es entbert mir die Kenntnis wo Oli, bis zum jetzigen Zeitpunkt mit einem einzigen Wort erwähnte, daß er ein ausgesprochenes Starklichbecken will?
Bisher gings um Fische die kein Starklich mögen und er schrieb wenn ich mich nicht irre, daß er auch keine Bodendecker will.

Außerdem hat es reichlich wenig damit zu tun wie viel Licht über einem Becken hängt, ob ein Mattenfilter verwendet werden kann oder nicht.
Es ist und bleibt ein und der selbe Wasserkreislauf, egal ob ein Teil der Wassermenge über Schläuche außerhalb des BEckens in einem Topf oder Filterbecken steht, oder innerhalb des Beckens.
Oder ob innerhalb des Beckens ein Filterhehäuse um das Filtermedium besteht oder das Filtermedium nackt im Becken steht. Oder die Filtermatte ohne Gehäuse, aber außerhalb in einem Filterbecken angebracht wurde.
Alles das selbe und der selbe Wasserkreislauf.

Also wenn jamand wegen zu wenig Wasserwechsel, zu viel oder zu wenig Dünger, Ungleichgewicht der Düngerbestandteile, Überfütterung, zu wenig oder falscher Pflanzenmasse usw. usw. die Schuld für Algen auf den Mattenfilter schiebt, kann ich nur lachen.
Und nochmals, für mich ist der HMF keine Geringfilterung.

Mit der Zunahme des Lichts scheidet sich die Spreu vom Weizen und mit üppig Licht hast du gar keine Praxis.

Ja stimmt, meine 2 am stärksten beleuchteten Becken haben auch nur 0,5W/L, eines 0,3 und eines 0,27W/L aber der Weizen bist du für mich deshalb noch lange nicht.
Und wieder frage ich mich was das mit dem Thema hier von Olis Becken zu tun hat?

erläutere doch mal den bei dir üblichen Besatz. Meinst du, das passt noch zu dem was Olli vor hat?

Scheinbar weist du bereits was Oli vorhat?
Bisher weis ich nur daß er nun doch keine Disketten will und auch keine Spalare.

Robert
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Postby nik » 17 Jun 2010 15:13
Hallo Robert,

falls du dich auf den Schlips getreten fühlst, dann war die Wortwahl schlecht und ich entschuldige mich dafür.

Olli hat, so weit ich das erkennen kann, die richtige Vorstellung vom Prinzip der Geringfilterung. Es geht um ein gut gerührtes Pflanzenbecken in dem zur Vermeidung überflüssiger Nährstoffausfällungen nur über soviel Filtersubstrat gefiltert wird, dass eine ausreichende Nitrifikation gewährleistet ist. Das Filtersubstrat ist im Grunde beliebig, das kann viel oder gar keins sein. Das kann eine Schaumstoffpatrone, Kermikröhrchen, etc. oder eben auch eine Schaumstoffmatte sein, die man sonst für einen HMF verwendete. :idea:
Das Siporax kann einseitig NO3 verringern und das macht im Pflanzenbecken wegen des sich ergebenden Ungleichgewichts grundsätzlich keinen Sinn.
Desweiteren habe ich ihn so verstanden, dass er einen größeren, innerartlich friedlichen Schwarmfisch haben will.
Das Sizing des Filtersubstrats ist ein wichtiges Element der Geringfilterung, dafür sind jetzt Matten weniger geeignet, aber grundsätzlich geht das. Der HMF sieht auch einen bestimmten Durchfluss vor, der so bei Geringfilterung keine Rolle spielt.

Mit der Unterscheidung Schnell- und Biologische Filterung muss man vorsichtig sein, denn solange die Strömung nicht so schnell ist, dass es den Biofilm abreißt, solange ist es biologische Filterung. Das kann schon sehr schnell sein!
Schnellfilterung im engeren Sinne bezeichnet das Auffangen und Absammeln organischer Stoffe bevor sie mineralisiert werden. Speziell bei Diskus eine Überlegung wert. Am Teich wird das mit erheblichem Aufwand betrieben.

Möglicherweise ist da nur einiges unglücklich/missverständlich ausgedrückt. Wenn du in anderen Foren, in denen ich nicht zugange bin, schreibst, Geringfilterung ist Quatsch, dann ist mir das egal. Dass ich mich hier bei so einer völlig unreflektierten Äußerung melde, wundert dich aber nicht, oder? Ich habe ob deines Geschriebenen schon Zweifel ob du dich mit Geringfilterung wenigstens in der Theorie beschäftigt und die auch verstanden hast - oder besitzt du gar praktische Erfahrungen damit? Ich denke nicht. Ich lasse mich aber gerne korrigieren.
Erzähl doch mal, was dich am Prinzip der Geringfilterung stört.

@ Olli
Besser ist es , wenn du dir sowohl bezüglich des Besatzes als auch der Bepflanzung (wie das mit Bodendecker sein soll, habe ich nicht parat) klar wirst, dann lässt sich besser sagen ob ein staubsaugender Außenfilter sinnvoll ist. Thermofilter finde ich grundsätzlich ziemlich praktisch.
So ein großes Pflanzenbecken verträgt schon einigen Mulm. Wenn du zur Geringfilterung gelesen hast, dann weißt du, dass ich gewaschenen Quarzsand 0,4-0,8 mm gut finde, weil organische Stoffe darin nicht einsinken können, der nicht verdichtet und eine hohe Standzeit hat.
Ich mache das nicht, weil ich komplett übers Wasser dünge, aber man kann zur Unterstützung des Pflanzenwuchses einen anorganischen Bodengrunddünger unter den Sand geben.

Worüber du dir noch Gedanken machen müsstest, ist der bezüglich Pflanzen zu erwartende Pflegeaufwand, der kann enorm werden. ;)

Gruß, Nik
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Postby Atreju » 17 Jun 2010 16:17
Hi !

nik wrote:Hallo Robert,



Worüber du dir noch Gedanken machen müsstest, ist der bezüglich Pflanzen zu erwartende Pflegeaufwand, der kann enorm werden. ;)

Gruß, Nik


Davon kann ich ein Liedchen trällern :pfeifen:

LG

Bruno
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Postby Microsash » 17 Jun 2010 16:48
Hallo !

Da ich zuuufällig ja auch ein 840er habe, kommen mir die Überlegungen sehr bekannt vor....was für Fischis sollen rein ?

Gut...ich hab laaaaaaangweilige Skalare und noch laaaaaangweiligere Diskus :D

Was ich auch mal gesehen hatte und superklasse fand, war ein Becken mit Denisonbarben. Optisch der Knüller und sehr schwimmaktiv, daber aber relativ pflanzenfreundlich.

Benötig wird eine aktive Strömung, die ja aber nicht unbedingt von der angestrebten Filterung erzeugt werden muss.....

Gruß

Sash
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Postby robat1 » 17 Jun 2010 16:55
Hallo Nik,

erstmal akzeptiert.
Auch mir tut es leid, daß ich mich aus der Reserve locken lies und somit bedaure ich auch meine unfreundlicher Erwiederung.
Nur leider sind dein Ton und die Äußerungen in der aktuellen Antwort wieder nicht viel neutraler und sachlicher als zuvor.

Ich schreib hier nicht so regelmäßig, daher weis ich nicht ob das dein normaler Tonfall ist oder ob du nur einen schlechten Tag hast? Wie es auch sei, ich bin keiner der die andere Wange hinhält also sollte sich das ändern.
Kleiner Tip, am besten schreib man so als wenn dir dein Arbeitskollege Auge um Auge gegeübersteht. Dann fällt der Ton im Normalfall automatisch so aus, daß es keinen Grund zum ärgern gibt.

Ich will jetzt nicht auf der hochtrabende Ausdrucksweise des Erklärungsversuchs, den Wiedersprüchen und der umständlichen Umschreibung simpler Abläufe, mit gutklingenden Worten, herumreiten.
Aber wenn du dich abschließend bei mir schon wieder solche Dinge fragst, frage ich mich, ob womöglich DU Der jenige bist, der sich über die Abläufe der ""sogenannter Geringfilterung"" noch keine eigenen Gedanken gemacht hat und nur gelesenens schön verpackt, aber unverarbetet wiedergibt?

Was ich hier zur ""sogenannten Gerinfilterung"" schrieb bezog sich auschließlich auf die Verwendung des Wortes für die 2 geplante HMF von Oli. Was denen sicher nicht entgangen ist die alles lesen und dazwischen nichts hinzudichten.

Aber wenn du dich scho so sehr daran störst daß der Begriff Gerinfilterung quatsch ist, dann bleibe ich gleichmal dabei und versuche es mal ganz simpel zu erklären.

Geringfilterung ist tatsächlich Quatsch, weil es sie nicht gibt.
Begründung:
- Den Filterbakterien ist es völlig Wurscht auf welchen Substrat sie sitzen (senn nur genug Fläche durch Pflanzen usw. vorhanden ist).
- Es ist ihnen auch egal ob das Innerhalb oder Außerhalb des Beckens ist.
- Sie siedeln sich ganz einfach dort an wo die nötige Strömung das Wasser mit ihrer Nahrung, bestehend aus tierischen Ausscheidungen, Pflanzenzersetzungsproduckten, Düngerbestandteilen, Nitrit, Futterreste, Bestandteiel von Tierkadavern, usw, usw, an ihnen vorbeiträgt. Die einen machen dabei aus Dreck Nitrit, andere aus Nitrit Nitrat usw.
- Die Anzahl der Bakterien ist dabei immer proportional vom Nahrungsangebot aus obiger Aufzählung abhängig und nicht vom Ort oder der Art des Substrats.

Das heist egal welchen Filter ich verwende oder wo sich der Befindet oder ob ich garkeinen Filter benutze sonder Strömungspumpen im Becken habe, wir die Bakterienzahl und somit die biologische Filterleistung immer die gleiche bleiben.

Denn wenn der Filter wegfällt oder leer ist, wird sich die selbe Bakterienzahl je nach Nahrungsangebot dafür auf Scheiben, Kies, Wurzeln, Pflanzenmasse, Steinen, Filtergehäusen, Fschläuchen usw. usw. ansiedeln und ihre Arbeit tun.
Das heißt die Nitrifikation bleibt immer die selbe, egal ob mit oder ohne Filter!

Somit ist für mich der Begriff Geringfilterung im üblich verwendeten Sinn tatsächlich Quatsch.
Geringfiltern kann man somit aus meiner Sicht nur im Bezug auf das Entnehmen der Schwebeteilchen.

Das selbe schieb ich übrigens hier schon öfters und hab nich das nicht jetzt überlegt, wo dir dich sonst wieder über mich Fragen stellst.
nachricht89635.html?hilit=nahrungsangebot#p89635

so für mich ist das Thema durch.

Robert
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Postby M.Kaiser » 17 Jun 2010 18:59
Hi Robert,

das was du da beschreibst, nennt Nick Geringfilterung. Also verzicht auf zwangsdurchströmte Filtermasse, dafür verlagerst du die notwendigen Filterbakterien ins Becken.
Der Ansatz ist interessant, funktioniert aber nur bei extrem geringen Besatz m.M.n.
Also Bei größeren Fischen wie Diskus oder Skalare funktioniert das nicht! Zumindest nicht zum wohl der Fische. In einem 200 Literaquarium mit 20-25 Salmler das einem Urwald gleicht, welche nicht mehr wie eine Prise von Flockenfutter oder Daphnien pro Tag vertilgen mag es ein geeignetes Konzept sein.
Bei größeren Fischen, oder stärker besetzten Becken wird es vermutlich schwierig. Wenn die Substratfläche, also die Pflanzenmasse nicht ausreicht wird die Bakterienzahl im Freiwasser zunehmen, oder keine ausreichende Nitrifikation stattfinden.
Beide Möglichkeiten bedeuten schlechtere Lebensbedingungen für die Tiere.
Das zum normal besetzen Becken.

In reinen Pflanzenaquarien, oder sehr mager besetzten Becken erschließt sich mir auch kein sinnvoller Grund einen riesen Biofilter oder großen Topffilter anzuschließen. Es gibt einfach keinen Grund dazu. Das sieht Robert denke ich genauso, er mag nur den Begriff Geringfilterung nicht, zumindest interpretiere ich es so.

Allerdings würde ich nicht verallgemeinern wollen, das ein solches Becken über simple Matten gefiltert schlechter funktionieren würde als eines das ,,geringgefiltert" ist. Anders sieht es natürlich bei hochporösen Materialien aus, in welchen sich anaerobe Zonen bilden können, wodurch Nitrat usw. abgebaut wird.
Insgesamt sehe ich in der Geringfilterung auch kein großes Mysterium. Man verlegt einfach die biologie in das Aquarium.
Wann es funktioniert und wann nicht ist besatzspezifisch.

Grüße Marco
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Postby Sabine68 » 17 Jun 2010 19:26
M.Kaiser wrote:Hi Robert,

das was du da beschreibst, nennt Nick Geringfilterung. Also verzicht auf zwangsdurchströmte Filtermasse, dafür verlagerst du die notwendigen Filterbakterien ins Becken.
Der Ansatz ist interessant, funktioniert aber nur bei extrem geringen Besatz m.M.n.
Also Bei größeren Fischen wie Diskus oder Skalare funktioniert das nicht! Zumindest nicht zum wohl der Fische. In einem 200 Literaquarium mit 20-25 Salmler das einem Urwald gleicht, welche nicht mehr wie eine Prise von Flockenfutter oder Daphnien pro Tag vertilgen mag es ein geeignetes Konzept sein.
Bei größeren Fischen, oder stärker besetzten Becken wird es vermutlich schwierig. Wenn die Substratfläche, also die Pflanzenmasse nicht ausreicht wird die Bakterienzahl im Freiwasser zunehmen, oder keine ausreichende Nitrifikation stattfinden.
Beide Möglichkeiten bedeuten schlechtere Lebensbedingungen für die Tiere.
Das zum normal besetzen Becken.

In reinen Pflanzenaquarien, oder sehr mager besetzten Becken erschließt sich mir auch kein sinnvoller Grund einen riesen Biofilter oder großen Topffilter anzuschließen. Es gibt einfach keinen Grund dazu. Das sieht Robert denke ich genauso, er mag nur den Begriff Geringfilterung nicht, zumindest interpretiere ich es so.

Allerdings würde ich nicht verallgemeinern wollen, das ein solches Becken über simple Matten gefiltert schlechter funktionieren würde als eines das ,,geringgefiltert" ist. Anders sieht es natürlich bei hochporösen Materialien aus, in welchen sich anaerobe Zonen bilden können, wodurch Nitrat usw. abgebaut wird.
Insgesamt sehe ich in der Geringfilterung auch kein großes Mysterium. Man verlegt einfach die biologie in das Aquarium.
Wann es funktioniert und wann nicht ist besatzspezifisch.

Grüße Marco


Hallo Marco,

da möchte ich dir aus eigener Erfahrung widersprechen :wink:
Ich hatte mein 350l mal besetzt mit 5 Skalaren, ca 30 Salmler und noch ca 20 Panzerwelsen - also mehr als reichlich.
DAs ganze wurde zuletzt nur noch mit Strömungspumpe betrieben, allerdings war das Becken sehr stark bepflanzt.
Ich mußte seinerzeit sogar Nitrat und Phosphat zudüngen - Nitrit war zu keinem Zeitpunkt feststellbar.
Wasser wurde wöchentlich ca 60% gewechselt.
Eine gesunde, starke Bepflanzung unter reichlich Licht ist sehr leistungsfähig.

Ich muss aber dazu sagen, daß dieses Becken nicht von Anfang an so lief. Zunächst hatte ich einen Topffilter.
Ein unerklärlich hoher Nitratverbrauch (20mg/l am Tag) hat mich dann dazu veranlasst, Filtermasse im Topffilter zu reduzieren.
Irgendwann habe ich ihn ganz abgehangen und dann gar nicht mehr "zwangsgefiltert" sondern das Becken wurde nur noch durchströmt.

Die Skalare schwimmen inzwischen immer noch fit und munter im 420l - Becken meines Bruders
Viele Grüße
Sabine


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Postby M.Kaiser » 17 Jun 2010 20:24
Hi Sabine,

interessant, wie lange lief das Becken mit diesem Besatz gänzlich ohne zwangsdurchströmte Filterung?

Grüße Marco
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