Zewana`s kleiner Wasserpark

(Wie wird diese Bewertung berechnet?)
Gestalter: Zewana
Größe (L × H × T): 100 × 50 × 50 cm
Volumen: 250 l
Glasart: Floatglas
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2078 Tage
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Story: 

19.09.2013

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Ich muss hier mal was los werden. Ich halte seit über 10 Jahren Fische, einige noch aus dem Bestand von Anfang an. Es ging Ihnen also nicht schlecht bei mir. Aber mit den Pflanzen hatte ich immer Pech und Unmengen Geld für früher oder später, sterbende Pflanzen ausgegeben. Ich las und las, aber ich bin eine Chemie- und Mathe Legasthenikerin. Zwei Fächer die ich schon zu Schulzeiten hasste. Aber zugegeben man muss sich schon ein wenig damit befassen, wenn man Erfolg haben möchte. Vor gut einem halben Jahr fasste ich den Entschluss mein Becken neu zu gestalten und ich wollte schöne üppige Pflanzen.

Doch ich habe schon zu Beginn jede Menge Fehler gemacht:

Kies der Körnung 3-4mm und als Bodengrund Aqualit von Hobby. Nichts für feine Wurzeln.

Schon beim pflanzen kam der grobe Bodengrund immer wieder hoch und nach kurzer Zeit war alles vermischt. Zu wenig Licht (bei 250Liter 2 x 35 Watt T8) und Röhren in zu kurzen Abständen geändert. Keine Geduld und Panikhandlungen, wie zu schnelle Wasserwechsel aufeinander, Dünger umgestellt, Dünger weggelassen, zu viel Nitrat und zu wenig zu wenig Phosphat. Günstige Pflanzen in der Bucht bestellt und nicht auf die Zusammenstellung und Haltungsbedingungen geachtet. Ich habe die Tipps bezüglich der Verhältnisse Nitrat zu Phosphat, Calcium zu Magnesium nicht auf die Reihe bekommen. Ich hatte gerade mal Teststäbchen und keine Tropftests. Ich hatte keine kleinen Helferlein wie Schnecken oder Garnelen. Zu viel gereinigt (Bodengrund, Pflanzen ausputzen, Algen von Blättern entfernt).

Trotz einem tollen Support vom FlowGrow Team (Danke euch!) habe ich nach einem halben Jahr herumexperimentieren und 3 x komplette Neubepflanzung das Becken aufgegeben. Irgendwie war der Wurm drin. Aber ich dachte, wenn es so viele Menschen gibt, die keine Probleme mit Ihren Becken haben, dann schaffe ich es auch!

Also alles auf 0 und von vorne anfangen:

Ich habe einige Maßnahmen ergriffen, bevor ich mein Becken neu eingerichtet habe:

1 x Umkehrosmose Anlage gekauft, Umrüstung auf T5 mit 4x39 Watt (2 x Narva Biovital, 1x Narva Cool White, 1 x Dennerle Special Plant mit Reflektoren). Tropftests angeschafft (da gibt es einen großen Koffer, teuer, aber, bis man sich sicher ist, lohnt die Anschaffung allemal). Trotzdem habe ich mir noch einen Fotometer bei Wasserpanscher.at bestellt und noch einige Tests dazu die nicht im Koffer sind. Ich habe den Flowgrow Düngerrat befolgt und Aqua Rebell Basic N, Estimative Index, Eisenvolldünger und zum aufdüngen des Osmosewassers oder um Schwankungen im Verbrauch gezielt auszugleichen noch Basic Nitrat und Phosphat, dazu noch Drak Duradrakon zum aufhärten . Technisch habe ich noch einen CO2 Atomizer angeschafft, der hinter den Außenfilter geschaltet wurde.

Dann habe ich wochenlang nur noch gelesen. Welcher Boden, welcher Bodengrund, Soil, Sand oder feinen Kies, die Optik sollte auch eine Rolle spielen. Ich entschied mich für Sand. Dunkel sollt er sein. Es wurde der JBL Sanibar black und davon 45Kg. Schöner Sand aber man muss ihn sehr, sehr, seeehr lange auswaschen. JBL hat sich dafür angemessen mit einem Paket Futter entschuldigt. ;) Unter den Sand kam ein Gemisch aus Sand und Duplarit G. Tolle Sache, da fault nichts und es schwimmt nichts auf!

Das Hardscape entstand ziemlich schnell. Ich erstand beim Steinhändler ein paar schwarze Quarzsteine, ziemlich günstig. Ich kann jedem empfehlen einfach mal beim Steinmetz vorbei zu fahren. Zum einfahren habe ich vorwiegend günstige Stengelpflanzen eingesetzt. Mein Osmosewasser habe ich auf KH 4,5 und GH 6 aufgehärtet und abstehen lassen. Obwohl ich das Wasser vorsichtig einfüllte hatte ich 3 Tage sehr starken Nebel im Becken. Der Sand staubt immer noch (14 Tage her). Nun ja… jetzt isser drin.

Am dritten Tag habe ich die Wasserwerte gemessen und gezielt aufgedüngt.

15mg/l Nitrat

1,0mg/l Phosphat

0,8mg/l Eisen

PO4 wurde schnell verbraucht und innerhalb von 3 Tagen zeigten die Pflanzen das auch an. Also habe ich den Wert auf ca. 1,5mg/l gehoben. Wieder 3 Tage später zeigte diese Behandlung Erfolg.

Nun kamen wie erwartet die Kieselalgen. Statt in Panik zu fallen, habe ich sie ignoriert. Ich düngte ab dem 8 Tag abends mit 6ml/g AR Makro Basic N und 6mg/l Estimate Index und 4mg/l Eisenvolldünger morgens. Dazu setzte ich 6 Turmdeckelschnecken und 3 Pianoschnecken eingesetzt. Blasenschnecken hatte ich mir mit den Pflanzen schon eingeschleppt. Dazu kamen noch 20 Armanos.

Schon 3 Tage später sah man die Auswirkung des Düngers deutlich. Die Pflanzen wuchsen kräftig und die Algen gingen wirklich sehr schnell zurück.

Die Beleuchtung läuft mit Dimmer . Sie wird von 8:30 bis 9:45 von 3% auf 100% hochgefahren. Um 12:00 wieder runter, um 14:30 wieder langsam hoch, um 22:30 wieder runter, bis 23:00 ist Mondlicht angesagt.

11.10.2013

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Jetzt steht das Becken knapp 4 Wochen. Die Pflanzen wachsen sehr gut und die ersten kleinen Problemchen habe ich auch gut in Griff bekommen. Ein leichter Anflug von Pinselalgen wurde sofort mit mehr CO2 bekämpft. Nach 4 Tagen waren sie verschwunden. Allerdings habe ich an den alten Blättern der roten Ludwiege ein paar Bartalgen. Aber so langsam wird es Zeit für den ersten Rückschnitt und so werde ich sie mechanisch entfernen. Ich dünge wie oben erwähnt AR Eisenvolldünger. Hierbei habe ich bemerkt, dass das Eisen offenbar, wegen des höheren PO4 Gehaltes, ausfällt, denn der Wassernabel zeigt gelbe Blattzwischenräume und im Abwasserschlauch haben sich schwarze Partikel abgesetzt. Habe daher kurzfristig auf schwächer celatiertes Eisen (Dupla Plant24 Tagesdünger) umgestellt. Mal sehn ob`s besser wird.

Ein echtes Porblem bereitet mir, die seit über einer Woche, hartnäckige Kahmhaut. Jeden Tag ne halbe Rolle Zewa. Das nervt. Habe mir jetzt einen Eheim Skimmer 350 bestellt. Der kommt hoffentlich morgen. Diesen lasse ich dann mit einer Zeitschaltuhr 15 Minuten/Std. laufen. Ich habe mehrfach gelesen, dass Fische oder Nelen darin zu Tode kommen. Wenn er nur zeitweise läuft, können die Tiere wieder raus schwimmen.

Die Schnecken vermehren sich fleißig und die einzige Nelendame im Trupp trug gestern Eier, worauf die Jungs 2 Tage verrückt spielten. So isses halt. Bald dürfen die Neons wieder einziehen.

24.10.2013

30 kleine Neonbabys sind nun eingezogen und wundern sich, wie groß so ein Becken sein kann. Die Winzlinge messen nicht mal einen Zentimeter und fühlen sich pudelwohl.

15.11.2013

meine adulten Neons und der Trupp Kongosalmler sind nun auch wieder zu Hause. :)

Evolutionsbilder (5):