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Postby AD. » 11 Sep 2019 22:21
Hallo,

nach all der Leserei und Bestellerei stehe ich vor einem Problem, bei dem ich nun doch Hilfe benötige :) Ich plane zur Zeit nämlich ein neues Becken mit den Maßen 180x60x35 (LxBxH). Es soll ein sehr dicht bepflanztes, offenes Becken inkl. Bodendeckern sein. CO2 wird eingespeist werden. Bis dahin noch nicht so schwierig.

Die Schwierigkeit macht die geplante Gestaltung in Bezug auf die Beleuchtung (und Finanzierung). Ich will Hardscape haben, das deutlich aus dem Becken herausragt und noch dazu bepflanzt sein wird. Auch sollen an den Seiten (Wasser-)Pflanzen emers wachsen. Konkrete Spezies stehen noch nicht fest.

Es wäre zwar sowohl technisch als auch "architektonisch" möglich, die üblichen aufsitzenden Lichtsysteme zu verwenden, allerdings sieht das dann optisch blöd aus, wenn zwischen dem emersen Hardscape irgendwelche Lichtbalken "rumliegen" und auch den Blick von oben ins Becken stören.

Die Lampen müssen nun nicht vollständig höher als die emersen Bestandteile sein, aber ich würde schon gerne 30 bis 50 cm Abstand zwischen Beckenkante und Beleuchtung haben. Und genau hier verabschiedet sich mein Wissen :(

Welche Beleuchtung wäre hier angeraten? Hat jemand Erfahrung mit solch einem hohen Abstand? Immerhin müssen bis zu den Bodendeckern min. 60 cm überbrückt werden. Die meisten LED-Systeme, wie z. B. Daytime Matrix, haben einen recht großen Abstrahlwinkel, sodass bei dem hohen Abstand ja der "Seitenverlust" immens wäre. Um das zu kompensieren, müsste ich bei 180 cm ja Modul an Modul stecken - was mir deutlich zu teuer ist.

Zur Zeit spiele ich primär mit dem Gedanken, bei led-tech.de ein paar Module zu mixen und mit zwei selbst gebauten Alu-Aufhängungen zu arbeiten. Doch auch hier haben die meisten Module bzw. LED 120° Abstrahlwinkel. Ich weiß auch nicht, wie ich ermitteln kann, wie viel Licht am Ende am Bodengrund ankommt. Die Lumen-Angaben sind ja nett, aber in diesem Zusammenhang kann ich damit wenig anfangen. Auch weiß ich nicht, welche LED Module sinnvoll wären (in Bezug auf Farbtemperatur, Pflanzenwachstum usw.) und ob ich mit Reflektoren (poliertes Aluminium?) irgendwie mehr Licht nach unten richten kann.

Im angehängten Kunstwerk (das Hardscape ist da zu niedrig eingezeichnet; ich hatte nie gute Noten im Kunstunterricht) ist mein Vorhaben. Grün sind die Pflanzen, grau Bodengrund/Hardscape und rot die Lampen :D Statt zwei solcher Balken könnte ich auch 3, 4, 5 runde Lampen/Strahler einsetzen. Würde mir sogar noch besser gefallen. Doch da finde ich erst recht nicht heraus, mit welchen LED ich arbeiten könnte, um genügend Lichtbums ins Wasser zu bekommen.

39702

Ich wusel nun schon seit Wochen an diesem Problem herum. Das Becken wurde bereits gebaut und wird nächste Woche geliefert. Und ich habe noch nicht einmal den Ansatz einer Beleuchtung :/ Ich hoffe, ihr könnt mir hier helfen, bevor meine Haare grau werden :)

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Postby Joachim Mundt » 12 Sep 2019 00:45
hallo,

ich fürchte, das wird dir nicht gefallen, wenn du die preise siehst, aber die neue kessil a360x gibt es mit einem aufsatzreflektor, der den abstrahlwinkel auf, ich meine 56° verkleinert und gedacht ist für eine ausleuchtung von 60x60 cm. du findest sie z.b. hier:

kessil a360x

die gibt´s als süßwasserversion und als meerwasserversion. sowohl die lichtfarbe als auch die intensität sind direkt an der lampe einstellbar.
lg Joachim
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Postby Lixa » 12 Sep 2019 08:18
Hallo AD,

Hast du schon Mal nach Lampen außerhalb der Aquaristik geschaut? Bei sehr großen Abstand ist Spritzwasser ein geringes Problem.
Es gibt viele Shops die eine große Vielfalt an Leuchten für Zimmerpflanzen anbieten. Evtl. Sind LED Scheinwerfer besser geeignet, denn eine hohe Konstruktion sollte für eine schöne Ausleuchtung auch von der Seite beleuchtet werden.

Aluminium Blech zum Bau von Reflektoren hab ich aus dem Baumarkt - einfach 0,5er Blech Alu, dass sich mit einer scharfen normalen Schere schneiden lässt.

Viele Grüße

Alicia
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Postby Wuestenrose » 12 Sep 2019 17:10
Hallo…

AD. wrote:Hat jemand Erfahrung mit solch einem hohen Abstand?

Ja, ich:





Das sind diese Strahler.

Viele Grüße
Robert
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Postby AD. » 12 Sep 2019 22:28
Hallo und ein Dank für eure Antworten :)

@Joachim: Alles, was ich bisher über die Kessil A360x gelesen und gesehen habe, gefällt. Ich habe auch vor ein paar Tagen beschlossen, sie für meinen nächsten Cube zu verwenden. Für dieses Becken aber bräuchte ich 3 bis 4 Stück - und das ist ein wenig irrsinnig :D

@Alicia: Ja, ich möchte auf Experimente mit Lampen, für die ich keine klare, erfahrungsbasierte Empfehlung erhalten kann, verzichten. Vor ca. einem Jahr habe ich zwei kleinere Becken mit "normalen" LED GU 10 Strahlern befeuert (bzw. mache es da noch immer). Nach ca. einem Monat (oder auch 2) haben Pinselalgen angefangen, sich breit zu machen. Mittlerweile wuchern sie nur noch. Pflanzen wachsen kaum und sterben größtenteils ab. Ich weiß nicht, ob es wirklich an diesen Lampen liegt, aber da sonst alles genau so ist wie bei meinen anderen Becken, schiebe ich diesen Dingern die Schuld in die Schuhe :) Für das neue, große Becken werde ich wohl an die >300 Euro in Pflanzen stecken müssen und das will ich nicht durch eine blöde Lampe vernichten (wenngleich ich auch nicht bereit bin, 2000 Euro in die Beleuchtung zu stecken). Ein kleines Dilemma :D

@Robert: Das sieht interessant aus. Hast du da keine Probleme mit der Stromrechnung? :)


Bei Green Aqua haben sie in den meisten Scapes, die sie vorstellen, hoch angesetzte Lampen (z. B. https://www.youtube.com/watch?v=w9Sv-iAJDUE). Teilweise verwenden sie dort die ADA Solar RGB, die trotz der relativ schwachen Werte auf Papier (und vielleicht wegen des äußerst hohen Preises), ganz gut funktionieren und v. a. ein optisch tolles Licht abgeben sollen. Weiß jemand, welche LEDs in diesen Lampen verbaut sind? Bis auf viele Diskussionen und Fachsimpeleien konnte ich keine faktischen Angaben finden.

Genießt die Nacht :)

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Postby Joachim Mundt » 13 Sep 2019 02:12
AD. wrote:Hallo und ein Dank für eure Antworten :)

@Joachim: Alles, was ich bisher über die Kessil A360x gelesen und gesehen habe, gefällt. Ich habe auch vor ein paar Tagen beschlossen, sie für meinen nächsten Cube zu verwenden. Für dieses Becken aber bräuchte ich 3 bis 4 Stück - und das ist ein wenig irrsinnig :D


ja, 3 stück. aber mit dem reflektoraufsatz hast du das perfekte licht ;)

AD. wrote:@Alicia: Ja, ich möchte auf Experimente mit Lampen, für die ich keine klare, erfahrungsbasierte Empfehlung erhalten kann, verzichten. Vor ca. einem Jahr habe ich zwei kleinere Becken mit "normalen" LED GU 10 Strahlern befeuert (bzw. mache es da noch immer). Nach ca. einem Monat (oder auch 2) haben Pinselalgen angefangen, sich breit zu machen. Mittlerweile wuchern sie nur noch. Pflanzen wachsen kaum und sterben größtenteils ab. Ich weiß nicht, ob es wirklich an diesen Lampen liegt, aber da sonst alles genau so ist wie bei meinen anderen Becken, schiebe ich diesen Dingern die Schuld in die Schuhe :) Für das neue, große Becken werde ich wohl an die >300 Euro in Pflanzen stecken müssen und das will ich nicht durch eine blöde Lampe vernichten (wenngleich ich auch nicht bereit bin, 2000 Euro in die Beleuchtung zu stecken). Ein kleines Dilemma :D


die beleuchtung ist mit größter wahrscheinlichkeit nicht an den pinselalgen schuld, sondern vielmehr ein entweder schlecht gewarteter filter oder ein viel zu starker filter ;)

AD. wrote:@Robert: Das sieht interessant aus. Hast du da keine Probleme mit der Stromrechnung? :)


die beiden hqi-strahler verbrauchen insgesamt 190W, 70W pro lampe plus 2 vorschaltgeräte mit je 25W ;) ich find, das ist überschaubar. was mich allerdings immer an meinen hqi´s gestört hat, war der preis und die hohen austauschintervalle der brenner.
lg Joachim
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Postby Wuestenrose » 13 Sep 2019 06:59
Morgen…

Joachim Mundt wrote:die beiden hqi-strahler verbrauchen insgesamt 190W, 70W pro lampe plus 2 vorschaltgeräte mit je 25W ;)

Nö, brauchen sie nicht.

was mich allerdings immer an meinen hqi´s gestört hat, war der preis und die hohen austauschintervalle der brenner.

Die Lampen kosten weniger als was manch andere für ihre Leuchtstofflampen hinlegen (hingelegt haben) und besitzen am KVG eine mittlere Lebensdauer von 16.000 Stunden, die sich durch die Verwendung der EVGs um ein Drittel erhöht.

Grüße
Robert
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Postby Kalle » 13 Sep 2019 08:05
Hi,

Robert schreibt
Das Aquarieninnere ist ein Meer von hellen Licht- und dunklen Schattenklecksen. Es wirkt wie ein sonnendurchfluteter Teich.
.
Ich kann dem nur zustimmen.
Ich habe vor kurzem bei Liquid Nature in Wien die Scapes von Philip Schwarz bestaunt. Einige Becken waren mit ADA Solar RGB - LED beleuchtet, eines jedoch mit ADA Solar HQI. Das war ein himmelweiter Unterschied. Die HQI Beleuchtung war brillianter und vor allem durch die punktuelle Lichtquelle viel lebendiger. Vor allem die tanzenden Lichkringel im Sand und auf den Pflanzen durch die Wasserbewegung aber auch die Farbwiedergabe der Pflanzen und Tiere haben mich überzeugt. Die LEDs fielen im Vergleich einfach nur langweilig aus.
Ich glaube zwar, dass eine ähnliche Beleuchtung wie mit HQI auch mit LEDs geht, aber leider setzen die Lampenbauer bisher offenbar nur auf möglichst flächige Bestrahlung. Dann hat das Aquarium lichttechnisch eben auch den Charme eines Gewächshauses. Ich warte sehnsüchtig darauf, dass es hier was Gescheites zu kaufen gibt.

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Postby Joachim Mundt » 13 Sep 2019 11:28
Wuestenrose wrote:Morgen…

Nö, brauchen sie nicht.


als ich noch mit hqi beleuchtet habe, war das tatsächlich noch anders und die brenner kosteten um die 35 € und hatten eine lebenserwartung von 8000h, wobei speziell die 70W-brenner bedeutend früher die lichtfarbe veränderten, meist richtung grün ;) effektiv also max. 9-12 monate über dem aquarium nutzbar. aber schön, dass sich hier einiges verbessert hat.
lg Joachim
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Postby AD. » 13 Sep 2019 14:48
Joachim Mundt wrote:die beleuchtung ist mit größter wahrscheinlichkeit nicht an den pinselalgen schuld, sondern vielmehr ein entweder schlecht gewarteter filter oder ein viel zu starker filter ;)


In der Theorie ist das so, ja. Allerdings habe ich 5 mehr oder weniger identische Becken. Die einzigen Unterschiede sind die Beleuchtung und die Varietät der Garnelen. Strömung gibt es kaum und die Filter sind, wie sie sein sollten. Heißt natürlich noch lange nicht, dass die Lampen schuld sind - leider habe ich keine eindeutige Ursache finden können. Wie das halt bei Pinselalgen leider oft ist. Aber egal, hier geht es ums Licht :D

Zum Thema HQL: Stören euch hierbei nicht die Reflexionen an den Wänden etc.? Tagsüber mag das egal sein, aber Abends, z. B. im Winter, wenn die Beleuchtung noch laufen muss? Ich finde das schon bei "normaler" Beleuchtung nervig bei offenen Aquarien. Bei HQL, v. a. wenn sie relativ punktuell aufs Wasser treffen, ist das doch deutlich krasser?
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Postby Joachim Mundt » 13 Sep 2019 19:45
wir reden hier von hqi, nicht hql. hql ist ein minderwertiges licht, hqi ist von allen künstlichen lichtquellen dem sonnenlicht am nächsten.
ich persönlich steh total auf die lichteffekte der hqi-lampen, deshalb hab ich auch mit neinen led´s punktförmige abstrahlung gewählt ;)
aber wenn´s nicht gefällt ..., aber dann wird´s schwieriger mit nen engen abstrahlwinkel ;)
lg Joachim
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Postby omega » 13 Sep 2019 21:29
Hi,

AD. wrote:Die Lampen müssen nun nicht vollständig höher als die emersen Bestandteile sein, aber ich würde schon gerne 30 bis 50 cm Abstand zwischen Beckenkante und Beleuchtung haben.

mit dem Tangens kannst Du Dir den Winkel ausrechnen, den ein Reflektor benötigt, um beim entsprechenden Abstand eine gewisse Fläche auszuleuchten.
Am Rand dieser Fläche beträgt die Beleuchtungsstärke i.d.R. 50% von der maximalen Beleuchtungsstärke (oft in der Mitte diese Fläche). Die Reflektoren strahlen allerdings auch noch außerhalb dieses Winkels, manche gar bis 180°, andere hören recht abrupt auf. An meiner Leuchte betreibe ich beide Sorten: http://laus-hiel.de/led-leuchte/default.html

Grüße, Markus
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