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Beitragvon Tobias Coring » 18 Mai 2007 11:16
Von der Natur Lernen


Durch die Erlaubnis von George Farmer kann ich seine schöne Einführung in die Gestaltung von Naturaquarien veröffentlichen. Falls ihr George Farmer kontaktieren möchtet, findet ihr ihn z.B. bei Aquaessentials oder dem Barr Report

George Farmer erklärt die grundlegenden Prinzipien die hinter den unterschiedlichen Arten eines Pflanzenaquariums stehen und gibt einen Einblick in die Beschaffenheit und den Aufbau von Naturaquarien.

Was ist Aqauascaping?

Aquascaping ist die Kunst mit Pflanzen und anderen Materialien im Aquarium umzugehen. Diese Kunstform ist im Vergleich zu anderen einzigartig, da es um ein lebendes, sich entwickelndes Kunstobjekt handelt. Mit dem Wuchs der Pflanzen entwickelt sich auch das Aquascape weiter und gerade der erfahrene Pflanzenliebhaber wird dies zu seinen Gunsten nutzen und sich vorweg vorstellen, wie das Aquarium in einem späteren Stadium aussehen wird.

Holländische-, Naturaquarien und alles dazwischen

Einige von euch werden sicherlich schon etwas über den holländischen Aquarienstil bei Pflanzenaquarien gehört haben. Diese sind stark durch unsere westliche Ästhetik geprägt und platzieren hierbei primär Gruppen von Pflanzen. Diese sind typischerweise sorgfältig arrangierte Stengelpflanzen mit sehr wenig harten Materialien (Hardscape), wie z.B. Wurzeln oder Steinen. Die Beschaffenheit dieser Aquarien ist vergleichbar mit traditionellen englischen oder französischen Gärten. Viele mögen diese Art der Aquarien, wegen ihrer Vielfalt, dem Farbenreichtum und der Struktur.

Wusstest du schon?

In Holland wird der älteste Aqaurien Wettbewerb abgehalten, ausgerichtet von Nederlandse Bond Aqua Terra (NBAT). Dieser ist ganz den Holländischen Aquarien gewidmet. Die Juroren besuchen hierbei die Aquarien persönlich, um sicherzustellen, dass keiner durch digitale Bildbearbeitung betrügt. Die Jury hat hierbei ebenfalls einen direkten Einblick über die Gesundheit der Pflanzen und Fische, welche auf einem Foto niemals so authentisch abgebildet werden kann.

Einige werden sich hierbei fragen, wieso nicht mehr Aquascaping Wettbewerbe so beurteilt werden. Die Antwort hierauf liegt einfach in der geographischen Lage. Die anderen „großen drei“ Wettbewerbe Aqua Design Amano (ADA) International Layout Contest, Aquatic Gardeners Association (AGA) Aquascaping Contest und der neue Aquatic Plant Central (APC) International Aquascaping Contest sind alle sehr multinational mit Wettbewerbern aus mehr als 40+ Ländern. Stellt euch nur einmal die Flugzeit und Kosten vor…


Im Gegensatz zum Holländischen Stil wird bei den Naturaquarien der enorme Facettenreichtum der Natur als Inspirationsquelle für das Aquascape genutzt. Die Pflanzensorten werden nicht nur sorgfältig nach Farbe, Form, Struktur und Wuchsverhalten ausgesucht, sondern gerade der Umgang mit dem Hardscape (Wurzeln und Steinen) ist ein sehr wichtiges Gestaltungsmerkmal, welches dabei behilflich ist den „wabi-sabi“ Effekt (Konzept der Wahrnehmung von Schönheit) zu erzeugen.
Typischerweise werden hierfür Moos, Farne oder Anubias sp. auf Wurzeln befestigt, um dem ganzen einen ausgereiften, natürlichen Eindruck zu verleihen. Blanke Wurzeln wirken oft zu künstlich oder unnatürlich, deshalb bietet es sich an sie mit langsam wachsenden Pflanzen oder Riccia fluitans zu bedecken, damit wir die Illusion eines durch alter gezeichneten Holzstückes erschaffen. Bei der Pflanzenwahl ist man in Naturaquarien nicht beschränkt und so können über 20 verschiedene Pflanzenarten in einem Aquascape genutzt werden oder nur eine einzige.

Eine weitere unoffizielle Kategorisierung von Aquascapes wird als Dschungel Stil bezeichnet. Dieser Stil hat keine festgelegten Regeln, sondern lässt die Pflanzen das Aquascape schaffen. Der Aquascaper probiert lediglich die Pflanzen etwas in Zaum zu halten. Viele unterschiedliche Pflanzenarten, in Gruppen gesetzt oder auch einzeln, bilden hierbei das Fundament. Für mich ist der Dschungel Stil nichts weiter, als eine bequeme Art sein dicht bepflanztes Aquarium, dass weder als Höllandisches- noch als Naturaquarium kategorisiert werden kann, einem weiteren Stil zuzuordnen. Dschungel Aquarien beinhalten meistens Aspekte aus Höllandischen- wie auch aus Naturaquarien. Natürlich muss man sein eigenes Aquarium nicht zwangsläufig einem Stil zuordnen, sondern kann durch eigene Individualität selbstständig einen Stil erschaffen.

Der Meister

Takashi Amano, ein international bekannter japanischer Fotograf, Aquascaping Guru und Besitzer der Aqua Design Amano (ADA) Gesellschaft, hat in den 1980er Jahren die Grundsteine für Naturaquarien gelegt. Mit seinem ersten Buch über Pflanzenaquarien „Nature Aquarium World“, welches Mitte der 1990er Jahre ins Englische übersetzt wurde, brachte er sehr viel Wirbel in die Pflanzenaquaristikszene mit seinen beeindruckend Fotografien und atemberaubenden Aquascapes. Bis dato gab es nichts Vergleichbares und so ebnete Amano mit seinen Arbeiten einen ganz neuen Weg für den Pflanzenliebhaber. Für viele Aquarianer, mich eingeschlossen, veränderte Amano nachhaltig die Sichtweise über Pflanzenaquarien. Er verstand es hierbei, die bis dahin üblichen Wasserpflanzenansammlungen in Aquarien, die eher geordnet oder chaotisch arrangiert waren, (Holländischer- oder Dschungelstil) so einzusetzen, dass er ein bisschen Natur in unseren modern geprägten Wohnräumen damit erschuf.

Definition des Naturaquariums


Es ist schwer Naturaquarien zu definieren, da jeder individuelle Vorstellungen über die Natur hat. Diesbezüglich spielen Erfahrungen und das eigene Umfeld eine entscheidende Rolle, wodurch es sehr schwer fällt einen Konsensus zu bilden, wie ein Naturaquarium auszusehen hat. Aus diesem Grund sind uns keine Grenzen bei der Gestaltung des Aquariums gesetzt und wir können nach unseren eigenen Wünschen dieses verwirklichen. Die Natur ist in ihrem Facettenreichtum unbegrenzt und bietet somit viel Potential für unsere Aquariengestaltung.

Es mag für einige verwunderlich sein, dass Naturaquarien keine Biotope einer speziellen Region abbilden wollen. Das Hauptziel ist in erster Linie die Schaffung einer Landschaftsszene unter Wasser oder einer Szenerie die unserer Fantasie entsprungen ist. Bei der Betrachtung von Amanos Becken und die vieler anderer Aquascaper wird man schnell ein Gespür dafür bekommen, was ein Naturaquarium ausmacht. Natürlich kann man probieren eine reale Unterwasserregion abzubilden, jedoch bieten diese meist nicht so viel Ästhetik wie eine Landschaftsszene, welche unter Wasser realisiert worden ist. Dies liegt meiner Meinung nach an unserer eigenen Natur. Wir sind Landbewohner und als Menschen somit auch mit Landschaftsszenerien sehr vertraut, Unterwasserbiotope dagegen bleiben für uns etwas Fremdes und genau diese Aspekte nutzt das Naturaquarium zu seinem Vorteil.

Ein weiterer verwirrender Aspekt des Naturaquariums mag sein, dass es bei weitem kein natürliches Aquarium ist. Verwirrt? Lass es mich erklären. Das natürliche Aquarium ist eigentlich mit sehr wenig Technik ausgestattet, es benutzt nur das wichtigste an Ausrüstung, wenig Licht, keine CO2 Zufuhr und eine sehr geringe Düngung über die Wassersäule. Im Gegensatz hierzu fährt ein Naturaquarium, durch ADA erfunden und auch bekannt gemacht, richtig auf. ADA bietet das neuste bezüglich Design, Technologie, Styling und ihre ganze Philosophie gründet sich auf der Verbindung dieser Hightech Produkte mit der Natur.

“Von der Natur lernen, einen Menschen mit der Natur verbinden…
Das Naturaquarium in einem Wohnraum gibt einen direkten Eindruck über diese herausragende Technologie und verbindet damit den Menschen mit der Natur. Dies entspricht genau der Philosophie des Naturaquariums.“

ADA Euro Katalog 2005 Edition


Die Auswahl der Fische

Im Naturaquarium sind Pflanzen und Fische die Stars. Sie sollten mit bedacht ausgewählt werden, so dass eine harmonische Balance zwischen diesen beiden entsteht. Viele Aquascaper setzen in das Aquarium zunächst nur die Pflanzen ein und warten ab, wie sich diese entwickeln, bevor sie irgendwelche Fische, außer Algenfresser, einsetzen. Dies erlaubt dem Aquascaper die Fische ganz genau den jeweiligen Pflanzen und dem Design anzupassen.

Die Wahl unserer Fische kann hierbei genauso abwechslungsreich wie unser Aquarienlayout ausfallen. Eine Möglichkeit wäre es beispielsweise einen großen Schwarm einer einzelnen Fischart einzusetzen. Durch diese beschränkte Artenvielfalt entsteht ein atemberaubender Effekt der viel Harmonie ausstrahlt. Ebenso können viele unterschiedliche Arten eingesetzt werden, um eine Balance zu den vielen verschiedenen Pflanzen, Farben und Formen zu schaffen.
Die Fischfarbe und das Schwimmverhalten sind weitere wichtige Aspekte die mitbeachtet werden müssen. Farbenfrohe Fische heben sich beispielsweise exzellent von einem dunklen Hintergrund ab. Es mag für einige erstaunlich sein, dass gerade unspektakuläre Fische in einem großen Schwarm sehr schön zur Geltung kommen, gerade wenn man sie in einem sehr minimalistischen Aquariendesign mit einem hellen Hintergrund einsetzt. Schnelle aktive Fischarten benötigen viel Schwimmraum und so sollte man das Aquariendesign dementsprechend anpassen. Es darf auch nicht unbeachtet bleiben, in welcher Tiefe eine Fischart sich gerne aufhält, sind sie z.B. eher am Bodengrund anzutreffen oder schwimmen sie nahe der Oberfläche. Einige Fischarten wühlen auch gerne im Bodengrund und können dadurch den wohl arrangierten Vordergrund mit seinen kleinwüchsigen zierlichen Pflanzen durcheinander bringen. Pflanzenfressende Fische sollten definitiv nicht in die nähere Wahl für ein Naturaquarium genommen werden, wobei es auch robustere Pflanzensorten gibt, mit denen sich auch solche Fischarten in einer attraktiven Umgebung halten lassen. Hier sind z.B. Anubias sp. oder Microsorium pteropus (Javafarn Sorten) eine gute Wahl.

Um das Aquarium größer erscheinen zu lassen, kann man einen größeren Schwarm kleiner Fische als Stilmittel einsetzen. Diese haben ebenfalls den Vorteil, dass sie weniger organische Abbauprodukte (Fischkot) produzieren und hierdurch nicht so stark zur „Wasserverschmutzung“ beitragen. Beispielsweise produzieren sechs 2,5 cm lange blaue Neons weniger Ausscheidungen als ein 15 cm großer Wels. Ebenfalls sollte man beim Kauf der Fische bedenken, dass diese sehr oft noch nicht ausgewachsen sind.
Der Besatz sollte immer an der Größe der ausgewachsenen Tiere orientiert sein.
Es ist ratsam lieber weniger Fische einzusetzen und aus diesem Grund würde ich persönlich nicht mehr als 2,5 cm Fischlänge auf 4,5 Liter unterbringen. Somit könnte man z.B. einen kleinen Fisch mit 2,5 cm Länge pro 4,5l Aquarienwasser einsetzen.
Ammonium ist einer der Algenauslöser im Aquarium und selbst mit guter biologischer Filterung kann die Konzentration von Ammonium schnell ansteigen. Folglich kann man Algen durch weniger Fischbesatz gut eindämmen. Ebenfalls wollen wir durch unsere Aquariengestaltung die Pflanzen und Fische hervorheben und demzufolge wirken weniger Fische sehr viel attraktiver für das Gesamtbild. Weniger ist manchmal mehr…

Quellenverzeichnis:

http://www.nbat.nl
Nature Aquarium World Book One by Takashi Amano. 1996 edition. TFH publications, inc.
ADA Euro Katalog 2005 Edition
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Tobias Coring
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Beitragvon Tobias Coring » 18 Mai 2007 11:17
Viel gegenüber wenig Technik

Viele der hier vorgestellten Techniken setzen ein gewisses Basiswissen in Bezug auf Pflanzenaquarien voraus, im Besonderen bezüglich Hightech Aquarien mit viel Licht, CO2 Zufuhr, nährstoffreichem Substrat und guter Düngung über die Wassersäule. Ein dementsprechend gut ausgestattetes „Hightech“ Aquarium ist für uns Aquariengestalter besonders wichtig, da wir so bei dem Design nicht auf bestimmte Pflanzen beschränkt sind. Unter diesem Gesichtspunkt sind die gute Lichtversorgung und eine ausgewogene Düngung besonders hervorzuheben, denn so ist es einem auch möglich die anspruchsvolleren Pflanzen, die sehr oft Synonym mit Naturaquarien genannt werden, wie beispielsweise Glossostigma elatinoides, submerses Riccia fluitans und Stengelpflanzen wie die wunderschöne Eusteralis stellata zu kultivieren.
Es ist aber ebenfalls nicht unmöglich ein atemberaubendes Aquascape mit weniger technischem Aufwand, wie z.B. weniger Licht oder ohne CO2 Zufuhr, zu realisieren. Dennoch sollte man bedenken, dass es schwierig wird die meisten flächendeckenden Vordergrundpflanzen und andere anspruchsvolle Pflanzen, die oft eng verbunden mit dem Naturaquarium gesehen werden, zu halten.

Soll man ein beliebtes Aquascape kopieren oder nicht?

Wo startet man mit seiner Aquariengestaltung, wenn alles an technischer Ausrüstung und Wissen, wie man die Pflanzen erfolgreich hält, vorhanden ist? Ein Plan oder eine Skizze sind hier sicherlich eine gute Idee, auch wenn das endgültige Layout höchstwahrscheinlich von unserer Grundidee abweichen wird. Die Pflanzen wachsen wahrscheinlich unterschiedlich schnell, bilden verschiedene Formen, Strukturen und Farben aus, als wir anfänglich angenommen haben. Fotografien von Pflanzen und auch von ganzen Aquascapes in Büchern, Magazinen und im Internet sehen sehr oft total anders als bei unserem Aquarium aus. Die Vielzahl an Variablen (Licht, Nährstoffe, Wasserwerte, Temperatur, Pflanzenbezugsquellen, Komplexe Bio-Chemische Ablaufprozesse usw.), die unser Aquarium beeinflussen, tragen zu diesen Unterschieden bei. Das Vergleichsfoto selber kann auch zu gewissen Unstimmigkeiten führen wie z.B. bei der Farbempfindung.
Bei dem Versuch ein schönes Aquariendesign eines talentierten Aquascapers zu kopieren, wird sehr oft etwas herauskommen, was sich doch erheblich von dem Original unterscheidet. Dennoch bleibt es eine sehr gute Übung für den Anfänger. Die Wahl der passenden Pflanzen, des Hardscapes (Wurzeln, Steine, usw.) und deren Komposition, einhergehend mit der angemessenen Beleuchtung, CO2 Versorgung und Nährstoffzugabe lassen schnell erste Erfolge verzeichnen. Gerade dies wird den Einsteiger ermuntern und an dem Hobby festhalten lassen. Mit einiger Erfahrung setzt man darauf seine eigenen Ideen um und kann sich so noch besser entfalten.

Die Natur nutzen

Der Meister, Takashi Amano, lehrt uns die Natur als Inspirationsquelle für unsere Unterwasserlandschaften heranzuziehen. Die meisten schätzen die Schönheit der Natur und hierbei nicht nur die stereotypischen herausragenden Wunder, wie beispielsweise Wasserfälle oder große Bergketten, sondern auch die kleinen Dinge. Eine Gruppe Steine, die sich in einem Bachlauf erhebt, geben eine gute Lektion für ein ansprechendes Aquariendesign. Die Steine unterscheiden sich in der Größe, Form und Position. Sie sind nicht symmetrisch ausgerichtet und meistens wird ein großer Stein uns besonders ins Auge fallen. Dieser ist ein Fokuspunkt (worauf wir später zurückkommen werden). Diese gleichen Prinzipien können wir auf unsere Pflanzenkomposition übertragen. In der Natur sehen wir sehr oft, wie größere Pflanzen hinter kleineren vorkommen und hierdurch einen angenehmen Stufeneffekt erzeugen Oft setzt sich in so einem Bild eine dominante Pflanzengruppe als Fokuspunkt durch. All diese Konzepte können wir auf unser eigenes Naturaquarium anwenden, eine Technik, die in Japan als Shakkei (ausgesprochen Sigh-Kay) bekannt ist.

Bei dem Versuch eine Szene der Natur darzustellen, ist es wichtig sich bewusst zu sein, dass man nicht ein Miniaturabbild einer ganzen Szenerie verwirklichen muss. Dies ist nicht nur unpraktisch, gerade in Anbetracht der begrenzten Ausmaße eines Aquariums, sondern vermittelt meist auch nicht dieses natürliche Gefühl, was wir mit unseren Unterwasserlandschaften vermitteln wollen. Es ist meistens effektiver sich auf einen kleinen Bereich einer großen Szenerie zu konzentrieren und sich durch diesen für sein eigenes Design inspirieren zu lassen. Die Betonung liegt hier auch klar auf der Inspiration, denn wir sollten nicht versuchen die natürliche Szenerie 1:1 zu kopieren. Die Natur leitet uns lediglich bei der Gestaltung unseres Aquascapes.

„Der Prozess, mit dem man im Aquarium eine Szene der Natur kreiert, ist nicht wie Modellbauen…Er basiert auf unseren eigenen Gefühlen und Verbindungen zur Natur, anstatt nur zu imitieren oder nachzubauen. Darum nutzen wir gewisse Elemente beim Aquariendesign symbolisch, um ein natürliches Aussehen zu erzeugen.“

Takashi Amano – “Taking our cue from nature”, Aqua Journal no. 35


Kompositionen


Es gibt drei grundlegende Formen bei den Kompositionen, die in einem Naturaquarium angewendet werden. Das Dreieck, der Hügel (auch Insel oder Konvex genannt) und die U-Form (auch als Konkav bekannt). Diese drei Formen können auch bis zu einem bestimmten Grad kombiniert werden, um ein schönes Aquascape zu kreieren. Beispielsweise kann man einen konkaven Vordergrund vor einer konvexen (Insel/Hügel) Hauptkomposition realisieren.

Dreieck

An einem Dreieck kann man effektiv seine Pflanzen, das Hardscape und Substrat ausrichten.
Wenn das Aquarium von mehreren Seiten betrachtet werden soll, muss man diesen Gesichtspunkt beim Layout mit einbeziehen und dementsprechend Pflanzen, Hardscape und Substrat platzieren. Bei der frontalen Betrachtung sind die Pflanzen und das Hardscape auf einer Seite höher angeordnet und werden stufenweise bis zum anderen Ende des Aquariums immer kleiner. Das Substrat sollte im Vordergrund nicht so Hoch sein und zum Hintergrund ansteigen. Durch diese Ausrichtung entsteht bei der Frontalansicht eine Tiefenwirkung. Bei der seitlichen Betrachtung müssen zuerst klein wachsende Vordergrundpflanzen eingesetzt werden und im hinteren Teil höher wachsende Pflanzen. Durch diese Gestaltung entsteht auch hier wieder eine Illusion von Tiefe. Diese beiden Aspekte können auch gut kombiniert werden.

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Bild: Oliver Knott von http://www.oliver-knott.de

Hügel/Insel/Konvex

Dieses Layout ist eine wahre Herausforderung. Das Aquascape ist so konzipiert, dass Wurzeln, Steine oder größere Pflanzen beinahe mittig angeordnet sind (nicht genau in der Mitte, jedoch kommen wir auf diesen Punkt später zu sprechen). Die Umgebung wird dann mit Vordergrundpflanzen und teilweise kleinen Hardscapeteilen gefüllt. Hohe Aqaurien eignen sich eher für diese Komposition. (z.B. 60x45x30 cm, 90x60x45 cm)

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Bild: Oliver Knott von http://www.oliver-knott.de

U-Form / Konkav

Das Gegenteil zur Hügelform ist die U-Form bei einem Aquascape, welche auch am einfachsten effektvoll zu realisieren ist. Das Hardscape und die Pflanzen sind auf beiden Seiten des Beckens positioniert mit einem (negativen) Zwischenraum in der Mitte des Aquariums (aber niemals direkt in der Mitte). Den freien Raum sollte man in einem Verhältnis von 2:1, 3:1 oder dem Goldenen Schnitt verwirklichen, um eine ausgewogene Balance für unser Auge zu schaffen. Relativ lange Becken eignen sich eher für diese Form. (120x45x45 cm oder 180x60x60 cm)

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Bild: Oliver Knott von http://www.oliver-knott.de

Freiräume nutzen

Die effektive Nutzung von Freiräumen ist in vielen Kunstformen wichtig, wie z.B. Malerei, Fotografie, Gartenbau und der Architektur, um nur einige beim Namen zu nennen. Aquascaping ist hier keine Ausnahme; denn durch die passende Nutzung von Freiräumen kann man ein harmonisches und astethisch ansprechendes Layout kreieren. Als ein Gegenbeispiel muss man sich nur ein Aquarium vorstellen, dass auf der gesamten Länge mit hohen Pflanzen, die bis zur Wasseroberfläche reichen, bewachsen ist. Es würde sicherlich unnatürlich und recht langweilig wirken und auch die Fische stark in ihrem Schwimmraum einschränken. Freie Bereiche im Aquarium sind sehr wichtig um die Illusion von Tiefe zu erzeugen (und natürlich Schwimmräume für die Fische). Zuviel Freiraum kann auch wieder unattraktiv wirken. Die meisten von uns finden ein Aquarium mit sehr wenig Pflanzen und kaum oder keinem Hardscape selten interessant oder attraktiv. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Ausgewogenheit von vollen (positiv) und freien (negativ) Bereichen.

Fokuspunkte

Jedes Aquascape braucht einen Fokuspunkt bzw. einen Blickfang. Dies kann eine besondere Wurzel, ein Stein oder eine Gruppe farbenfroher Pflanzen sein. Der Fokuspunkt ist ein sehr dominantes Element im gesamten Aquarium und muss daher mit sehr viel bedacht platziert werden, damit der Blick durch das Becken als angenehm empfunden wird.
Ich will zu diesem Punkt ein weiteres Gegenbeispiel nennen. Denkt an zwei Fokuspunkte in einem Aquarium. Je eine Gruppe von hell leuchtenden roten Stengelpflanzen ist in der rechten und linken Ecke des Aquariums symmetrisch angeordnet. Durch die hellen Farben wandert unser Auge nun von einer Pflanzengruppe zur anderen und lässt durch diese Unruhe ein Gefühl von Disharmonie entstehen. Aus diesem Grund sollte man Symmetrien vermeiden und sich für nur einen dominanten Fokuspunkt im Becken entscheiden (außer das Aquarium ist sehr groß, z.B. über 150cm Länge)

Der goldene Schnitt (auch optisches Zentrum genannt)

Der goldene Schnitt ist ein sehr nützliches Werkzeug, um seine Pflanzen und das Hardscape zu positionieren. Das Verhältnis 1:1,618, um es genau zu nehmen, ist schon seit vielen Jahren bekannt und wurde als erstes von dem Architekten Vitruvius genutzt. Er führte auf „Um einen Raum in gleichwertige Bereiche zu unterteilen, der dabei ästhetisch und akzeptabel wirkt, muss zwischen den kleinsten und größten Bereichen das gleiche Verhältnis wie zwischen dem großen Bereich und dem gesamten Raum bestehen.“ Oder um es einfacher auszudrücken, der kleine Bereich verhält sich zum Großen wie der Große zum Gesamten. Wir können dieses Verhältnis zu unserem Vorteil bei der Gestaltung des Aquariums und dem Setzen von Fokuspunkten nutzen, gerade wenn man kein natürliches Talent für Design hat. (wie ich!)

Viele Aquascaper mögen den goldenen Schnitt ganz unterbewusst einsetzen. Stellt euch nur ein leeres Aquarium vor, dass nur Kies und eine Wurzel oder einen Stein enthält. Denk daran wo du diese Wurzel oder den Stein platzieren würdest. Hoffentlich würdest du ihn nicht genau in der Mitte platzieren, sondern leicht nach links oder rechts versetzt, wodurch ein ästhetischerer Gesamteindruck entsteht.

Den goldenen Schnitt für das Setzen von Fokuspunkten nutzen

Eine Technik den goldenen Schnitt bei der Positionierung von Fokuspunkten in unserem Aquarium zu nutzen, besteht darin die Länge und Höhe des Beckens jeweils mit 0.618 zu multiplizieren. Dies rechnet man für die Bereiche Links nach Rechts, Rechts nach Links, Oben nach Unten und Unten nach Oben aus. Zeichne nun Linien zwischen deinen Berechnungen und du wirst ein Raster mit vier Überschneidungen erhalten, welche deine möglichen Fokuspunkte sind (sieh am besten das Bild an)

Als Beispiel nehmen wir ein 100x40x40 cm Aquarium

100cm x 0,618 = 61,8 cm von Links nach Rechts und Rechts nach Links
40 cm x 0,618 = 24,7 cm von Oben nach Unten und Unten nach Oben

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Nicht nur die Schnittpunkte können zum Setzen von Fokuspunkten genutzt werden, es können ebenfalls die horizontalen und vertikalen Linien hierfür in Frage kommen. Die Bereiche zwischen den Linien können auch für positive und negative Räume genutzt werden. Die horizontalen Linien können für eine Ausrichtung des Horizonts dienen, an dem die Spitzen der Pflanzen oder des Substrats das offene Wasser erreicht.

Man muss sich nicht streng nach diesem Verhältnis richten, es soll lediglich eine Hilfestellung sein. Viele Aquascaper setzen mit Absicht den Fokuspunkt im optischen Zentrum, um ein Gefühl von Spannung und Interesse dem Layout zu verleihen. Wie mit vielen Dingen im Leben wird man nur durch Übung besser und je mehr man übt, desto schneller geht einem das Verhältnis ins Gefühl über, an welchem Ort man Fokuspunkte setzen sollte oder nicht.


Referenzen

Nature Aquarium World Book One by Takashi Amano. 1996 edition. TFH publications, inc.

Aquarium Plant Paradise by Takashi Amano. 1997. TFH publications, inc.

Taking our cue from nature by Takashi Amano. 1999. Aqua Journal no. 35, Vectrapoint publishing, 1999

http://www.aquaticplantcentral.com/foru ... print.html
Zuletzt geändert von Tobias Coring am 24 Mai 2007 18:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Tobias Coring » 18 Mai 2007 11:17
Natürliche Auswahl

Im letzten Teil dieser Serie gibt Geroge Farmer einen genauen Einblick in praktische Techniken, Pflanzenauswahl und die Auswahl von Wurzeln und Steinen für ein Naturaquarium.

Mit Pflanzen malen

Ein Aquascape kann sehr wie ein Gemälde gesehen werden, der Hauptunterschied liegt darin, dass unser Pflanzenaquarium lebendig ist und dreidimensional.
Wir sind dabei die Künstler, unsere Hände und Werkzeuge sind die Pinsel, das leere Aquarium unsere Leinwand und nicht zu vergessen die lebendigen Teile wie Pflanzen und Fische sind unsere Farben. Aus diesem Grund müssen wir unsere Pflanzen, deren Anzahl und Platzierung im Aquarium, mit Bedacht auswählen, genau wie ein Künstler, der seine Farben und Pinselbewegungen seinen Intentionen anpasst.

Vordergrund

Ein geläufiger Fehler vieler Aquascaper besteht darin, dem Vordergrund nicht genug Aufmerksamkeit zu widmen. Pflanzen die nicht sehr hoch wachsen oder flächendeckend sich ausbreiten sind in Naturaquarien besonders beliebt. Sie helfen das Fundament des Aquascapes zu schaffen und nutzen dabei das Stilmittel der „freien Räume“, das wir bereits angesprochen hatten. Im Idealfall bildet der Vordergrund einen fließenden Übergang zu den höher wachsenden Pflanzen und dem Hardscape. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig die Pflanzen so auszuwählen, dass sie zueinender passen und sich ergänzen in Farbe, Form und Struktur.
Einen attraktiven Übergang zwischen Vordergrund und Mittelgrund kann man durch beispielsweise einen starken Kontrast der Vordergrundpflanzen mit den restlichen Pflanzen/Hardscape erreichen, gegensätzlich kann man die Vordergrundpflanzen auch so auswählen, dass ein ganz weicher Übergang entsteht und so die Pflanzen in Form, Farbe und Struktur sehr zueinander passend ausgesucht werden. Für welche Art man sich entscheidet hängt am Ende vom eigenen Aquascape ab, das man schaffen möchte.
Ein Aspekt den man mit dem Vordergrund erreichen möchte, der nicht außer Acht gelassen werden darf, ist das Gefühl von Tiefe und Weitläufigkeit, welches durch freie Räume geschaffen wird und zu dem Rest des Aquariums passen muss.

Flächendeckende Pflanzen

Flächendeckende Pflanzen sind wie ich bereits angesprochen habe ein sehr effektives Gestaltungswerkzeug für den Vordergrund. Diese Pflanzen breiten sich durch „Ausläuferpflänzchen“ aus und bedecken somit unseren Vordergrund in ein paar Wochen bis Monaten. (je nach Becken abhängig). Die meisten flächendeckenden Pflanzen werden in kleinen Töpfchen verkauft. Dieser Topf muss entfernt werden und das Wuchsmedium (primär Steinwolle) vorsichtig entfernt werden, so dass die Wurzeln kaum Schaden nehmen (z.B. unter fließendem Wasser mit Hilfe einer Gabel oder Zahnbürste). Darauf wird die Pflanze mit einer scharfen Schere in kleine Setzlinge unterteilt. Jeden Setzling sollten wir nun einzeln mit einer Pinzette in das Substrat einsetzen. Wir sollten die Setzlinge gleichmäßig verteilen, so dass ein uniformer Wuchs entsteht. Ein paar Setzlinge muss man sicherlich bis sie richtig gewurzelt haben erneut ins Substrat einsetzen, da sie auftreiben werden. Mit genügend Licht und Nährstoffen werden sie jedoch schnell anfangen zu wachsen und beginnen ihre Ausläufer zu bilden. Über die nächsten Wochen werden sich die Pflanzen unter idealen Bedingungen gut ausbreiten und verblüffend schnell eine geschlossene Fläche bilden. Ich hatte beispielsweise einen 3cm dicken Teppich von Glossostigma elatinoides, der sich aus nur dreißig einzelnen Setzlingen in sechs Wochen gebildet hatte. Der Pflegeaufwand hängt von den Pflanzenarten ab, jedoch muss man gelegentlich den Teppich ausdünnen, damit die unteren Bereiche keinen Schaden durch zu wenig Licht nehmen. Nicht genügend Wasserzirkulation und starke Mulmbildung zwischen den Pflänzchen kann auch zu Problemen in besonders dichten Teppichen führen. Diese Probleme können zu Algen und Cyanobakterien führen, wenn man seinen Vordergrund nicht in Schuss hält.

Das Ausdünnen der Vordergrundpflanzen kann mit einer scharfen Schere vollzogen werden, als würde man einen Rasen stutzen. Je nach Art kann es auch nach ein paar Monaten von Nöten sein den gesamten Bestand der flächendeckenden Pflanzen aus dem Becken zu nehmen und die gesunden, kräftigen Pflänzchen neu zu setzen. Der Schlüssel bei der Pflege liegt in kleinen aber häufigen Pflegemaßnahmen, damit später nicht eine geballte Ladung an Arbeit auf einen zukommt.

Beliebte flächendeckende Vordergrundpflanzen

Cryptocoryne parva
Echinodorus tenellus
Eleocharis acicularis
Glossostigma elatinoides
Hemianthus calletrichoides
Lilaeopsis brasiliensis
Marsilea hirsuta
Sagittaria subulata
Sagittaria pusilla

Andere Gestaltungstechniken für den Vordergrund

Wir müssen für unseren Vordergrund keine flächendeckenden Pflanzen nutzen. Durch Steine oder Kies kann man auch ein natürliches Aussehen schaffen. Diese sehen sogar noch besser aus, wenn man sie mit Moosen, Riccia oder kleinen Anubias wie z.B. der Anubias barteri var. Nana oder der noch kleineren „petite“ bepflanzt oder bedeckt.

Eine relativ neue Methode für den Vordergrund von Naturaquarien besteht in einer offenen Sandfläche als Vordergrund. Dieser kann einen starken Kontrast zu den hinteren Pflanzen schaffen und bedarf offensichtlich nur sehr wenig Pflegeaufwand. Gerade bei diesem Stilmittel ist der schon angesprochene weiche Übergang besonders wichtig. Es würde z.B. nicht gehen direkt nach der offenen Sandfläche höher wachsende Pflanzen einzusetzen, dies würde sehr unnatürlich und unattraktiv wirken. Bewachsene Steine oder Wurzeln, sowie niedrig wachsende Pflanzen sind gute Möglichkeiten einen sanften Wechsel zwischen Vordergrund und Mittelgrund zu schaffen. Gerade die bewachsenen Steine und Wurzeln bedürfen sehr viel weniger Pflegeaufwand, durch ihren langsamen Wuchs, als die flächendeckenden Pflanzen.

Vom Mittelgrund zum Hintergrund

Beim Übergang von Mittelgrund zum Hintergrund kann man aus einem unendlichen Potential an Möglichkeiten schöpfen. In diesem Bereich gibt es keine festen Regeln nur ein paar Hilfestellungen. Je nach angestrebtem Aquascape kommt es darauf an, wie man seinen Mittelgrund füllen möchte. Die Pflanzenwahl und das Hardscape sollten auf den Vordergrund abgestimmt sein und eine Balance des gesamten Layouts schaffen. Im Kontrast zu den offenen Räumen des Vordergrunds kann die restliche Fläche nach belieben gefüllt werden, wie beispielsweise mit Steinen, Wurzeln, einer einzelnen Pflanzenart oder Gruppen von unterschiedlichen Pflanzen kombiniert mit Wurzeln und Steinen. Der Mittelgrund und auch Hintergrund beinhaltet den Hauptteil unseres Bildes und weist typischerweise auch die besonders hervorzuhebenden Pflanzen und das Hardscape auf, unsere Fokuspunkte. Wie schon angesprochen müssen diese Fokuspunkte mit Bedacht gewählt und gesetzt werden , um den Blick des Betrachters in einer angenehmen Art und Weise über das Aquascape zu lenken.

Pflanzen die zur Akzentuierung und als Fokuspunkte genutzt werden können

Die Größe des Aquariums und unser eigener Stil beeinflussen die Wahl der Pflanzen, die für unseren Fokuspunkt dienen sollen. Eine offensichtliche Wahl fällt meist auf rote Pflanzen, da sich diese besonders von den Grünen abheben und einen schönen Kontrast bilden.

Beliebte rote Pflanzen

Alternanthera reineckii
Ammania gracilis
Barclaya longifolia
Cabomba piauhyensis
Echinodorus barthii
Echinodorus ‘Red Diamond’
Eusteralis stellata
Hygrophila polysperma ‘sunset’
Limnophila aromatica
Ludwigia arcuata
Ludwigia glandulosa
Ludwigia inclinata
Myriophyllum mattagrossense ‘red’
Nesaea sp.
[url=http://www.flowgrow.de/pflanzen/item_display.php?item_id=168&instance_no=1&listing_link=y]Nypmhaea lotus (zenkeri) ‘rot’
[/url]Rotala macrandra
Rotala rotundifolia
Rotala wallichii

Wusstest du schon?

Die meisten roten Pflanzen benötigen viel Licht und Nährstoffe, hier im Besonderen Eisen, um wirklich rot zu werden. Viele Pflanzen bleiben grün, bis sie genug Licht und Nährstoffe erhalten, Ludwigia arcuata ist hier ein Beispiel. Einige Pflanzen werden dagegen erst richtig rot, wenn sie einen Stickstoffmangel(Nitrat, Ammonium) aufweisen. Ein klassisches Sympton von Stickstoffmangel ist bei z.B. Hygrophila polysperma, dass ihre Blätter pink werden. Einige Aquascaper nutzen dies zu ihrem Vorteil und lassen ihre Pflanzen vor Fotoaufnahmen beinahe verhungern, um die besonders atemberaubenden Farben zu erhalten.


Weil rote Pflanzen exzellente Fokuspunkte darstellen, ist es wichtig nur eine Gruppe von diesen in einem Aquascape zu nutzen. Fokuspunkte sollen ja, wie bereits erwähnt, die Balance in einem Aquarium nicht stören. Größere Aquarien über 150cm Länge können mehr als einen Fokuspunkt schaffen, jedoch sollte man hierbei im Hinterkopf behalten, dass man nicht zu viel Spannung in das Bild hineinbringt und den Blick des Beobachters ständig von einem Punkt im Aquarium zum anderen lenkt.
Ich habe einige interessante rote/braune Pflanzen aufgeführt, die gut als Fokuspunkt genutzt werden können.

Natürlich muss man keine farbenfrohen Pflanzen als Blickfang einsetzen. Hardscape und andere herausragende Pflanzen können ebenfalls genutzt werden. Mein letztes Aquascape hatte beispielsweise keine roten Pflanzen und auch kein sichtbares Hardscape. Ich habe meinen drei Jahre alten Microsorium pteropus (Java Farn) als dominanten Fokuspunkt genutzt. Die weiteren Pflanzen wurden so gewählt, dass sie einen sanften Übergang zwischen den vollen (positiven) und leeren (negativen) Bereichen im Becken schaffen.

Stengelpflanzen

Durch eine Vielzahl an Farben, Blattformen, Blattgrößen, Texturen, Größe und Wuchsverhalten ist es nicht verwunderlich, dass Stengelpflanzen einen Großteil eines erfolgreichen Aquascapes ausmachen. Sie sollten weitestgehend in dichten Gruppen, derselben Sorte, gesetzt werden. Hierfür kann man zwei bis drei Stengel einer Pflanze mit einer Pinzette zusammen ins Substrat einsetzen. Jede Gruppe von Stengeln sollte ca. 3 cm Abstand haben. Für das Setzen sollte man keine Beschwerungsgewichte nutzen, da sie den Wuchs der Pflanzen einschränken. Ebenso sollte man von Beginn an für einen dichten Wuchs sorgen, damit Algen von vornherein keine Chance haben sich zu etablieren.

Die meisten Stengelpflanzen müssen alle ein oder zwei Wochen beschnitten bzw. gestutzt werden. Ich bevorzuge es beispielsweise meine Pflanzen an dem Tag des Wasserwechsels einzukürzen. Nach dem neuen Einsetzen von Stengelpflanzen ist es recht ratsam, diese zuerst bis zur Wasseroberfläche wachsen zu lassen, bevor man sie beschneidet. Hierdurch wird ein kräftiger Wuchs der Triebspitzen sichergestellt, wodurch bei einem erneuten Einsetzen der Stecklinge, diese sehr viel besser anwachsen. Zum Beschneiden sollte man nur eine sehr scharfe Schere benutzen, damit die Pflanzenzellen nicht unnötig beschädigt werden.

Die Positionierung der Pflanzengruppen muss mit Bedacht erfolgen. Hier sollte man in Bezug auf hell/dunkel oder feine sowie breite Blätter eingehen. Dunkelgrüne Pflanzen an den Seiten des Aquariums und hellere zur Mitte hin bilden einen schönen Kontrast und verhelfen zu der Illusion von mehr Räumlichkeit. Das gleiche gilt für die Blattformen. Feinfiedrige Pflanzen setzt man zur Mitte hin und Pflanzen mit größeren Blättern an die Seiten. Es dreht sich bei diesen Methoden alles darum, durch effektive Kontraste und Freiräume, Harmonie und eine Balance im Aquarium zu schaffen.

Tip

Mit vielen Stengelpflanzen im Becken sehen die unteren Bereiche oft nicht so ansehnlich aus, da nicht mehr genug Licht zu ihnen vordringt und sie sich dementsprechend nicht so gut entwickeln können. Um diesen nicht so schönen Teil zu verdecken, nutzt man keine Stengelpflanzen, sondern Anubias, Cryptocoryne oder Farne. Wurzeln und Steine bieten sich auch für diesen Job an.


Beliebte feinfiedrige Stengelpflanzen

Diplidis diandra
Hemianthus micranthemoides
Hydrotriche hottoniiflora
Hottonia palustris
Mayaca fluviatilis
Micranthemum umbrosum
Rotala rotundifolia “Green”
Rotala sp.“Nanjenshan”
Blyxa japonica


Beliebte breitblättrige Stengelpflanzen

Bacopa caroliniana
Cardamine lyrata
Heteranthera zosterifolia
Hydrocotyle leucocephala
Hygrophila corymbosa
Hygrophila difformis
Hygrophila polysperma
Lobelia cardinalis
Ludwigia palustris
Ludwigia repens
Lysimachia nummularia

Tip

Das regelmäßige Beschneiden von Stengelpflanzen führt zu einem buschigeren Wuchs und regt die Seitentriebbildung an. Gelegentlich entwickelt sich der untere teil einer Stengelpflanze nicht mehr so schön. Hier sollte man den oberen Teil abschneiden, den unteren entwurzeln und darauf den kräftigen oberen Teil neu ins Substrat einsetzen.


Pflanzen die keine Stengelpflanzen sind

Pflanzen die keine Stengelpflanzen sind wachsen z.B. aus einer Knolle oder einem Rhizom und benötigen in der Regel weniger Pflegeaufwand. Sie müssen nicht regelmäßig beschnitten oder neu gesetzt werden und können ohne Eingriff lange Zeit an einem Ort wachsen. Langsam wachsende Arten können jahrelang ohne größere Pflegemaßnahmen gedeihen wie beispielsweise Anubias, Cryptocoryne, Moose und Farne. Beim Kauf der Pflanzen sollte man unbedingt die Endgröße der Pflanze beachten, damit sie nicht das ganze Aquarium einnimmt. Eine Pflanze wie z.B. die Echinodorus bleheri ist für ein kleines, flaches Aquarium absolut ungeeignet. Man sollte bedenken, dass eine Pflanze nach dem Kauf, sobald sie sich eingewöhnt hat, sehr an Größe zulegen kann. Aus diesen Gründen sollte man seine Pflanzen mit Bedacht wählen. Bei der Positionierung von diesen „Nichtstengelpflanzen“ kann man die gleichen Richtlinien wie für die Stengelpflanzen anwenden. Feinblättrige mit hellen Farben zur Mitte ausgerichtet und dunklere, breitblättrige mehr zu den Seiten hin. Natürlich sollten sehr große Pflanzen in den Hintergrund gesetzt werden. Hierfür eignen sich beispielsweise Crinum sp., Aponogeton sp., viele Vallisneria sp., große Cryptocoryne sp. und Cyperus helferi.

Beliebte Pflanzen die keine Stengelpflanzen sind (ausgenommen Pflanzen die an Wurzeln oder Steinen festwachsen)

Aponogeton sp.
Blyxa aubertii
Crinum calamistratum
Crinum natans
Cyperus helferi
Cryptocoryne sp.
Echinodorus sp.
Hydrocotyle verticillata
Vallisneria sp.

Die wichtige Rolle des Hardscapes

Hardscape kann man als alle harten Materialien im Aquascape definieren. Das richtige Verhältnis von Hardscape und Pflanzen gibt dem Aquarium ein natürliches Aussehen und hilft uns so die entscheidenden Aspekte des Naturaquariums hervorzuheben. Es gibt zwei unterschiedliche Formen des Hardscapes. Wurzeln bzw. Holz und Steine.

Wurzeln/Holz

Wenn wir Wurzeln für unser Aquascape nutzen ist es wichtig zu bedenken, dass diese den Rahmen für unsere Unterwasserlandschaft bilden. Die Form, Größe und Positionierung der Holzstücke gibt das grundlegende Aussehen vor und die Pflanzen sollten dementsprechend gesetzt werden, so dass sie gut zu dem Holzarrangement passen. Da Wurzeln und Hölzer ein sehr vereinnahmenden Aspekt aufweisen, sollte man sie sehr sorgfältig auswählen und positionieren. Hierbei kann man gut den Goldenen Schnitt bezüglich des Setzens von Fokuspunkten heranziehen.

Es gibt zwei Wege unsere Hölzer/Wurzeln auszuwählen. Die geläufigste ist ein schönes Stück auszusuchen, was uns persönlich sehr gut gefällt und dieses im Aquarium zu positionieren. Die restlichen Pflanzen werden um dieses Holzstück herumgesetzt. Der erfahrene Aquascaper hat sein Layout bereits vorweg geplant und sucht speziell nach einer Wurzel oder einem Gehölz mit dem er sein Design verwirklichen kann. Bei der Suche nach dem passenden Holz sollte man bedenken, dass mehrere Hölzer auch kombiniert werden können. Gut verzweigte Wurzeln sind sehr beliebt in Naturaquarien, jedoch sind diese auch oft schwierig zu finden. Hier muss man leider lange suchen, um sein „Traumstück“ zu finden.
Bei Hölzern die man in der Natur findet, sollte man darauf achten, dass diese gut durchgetrocknet sind und unter Wasser nicht anfangen zu faulen. Hierfür kann man die Hölzer längere Zeit in einem Wasserbehälter voll saugen lassen und schauen, ob es zu faulen beginnt. Hölzer und Wurzeln können auch wenn sie gekauft sind Tannine abgeben, die das Wasser gelblich färben. Um dem entgegenzuwirken, kann man sie einige Zeit lang abkochen. Tannine sind aber insgesamt nicht schädlich für das Aquarium, deswegen muss man sich diesbezüglich keine Sorgen bereiten. Aktivkohlefilterung und auch häufige Wasserwechsel können die gelbliche Färbung durch die Tannine wieder beseitigen.

Steine

Ein sehr beliebter Gestaltungsaspekt im Naturaquarium ist die Nutzung von Steinen als Blickfang. Wir können hierfür versuchen eine natürliche Szenerie nachzustellen oder wir richten uns nach den japanischen Steingärten, selbstverständlich kann man auch etwas ganz individuelles kreieren.

Es gibt viele unterschiedliche Steinarten, die in einem Aquascape eingesetzt werden können. Jedoch sollte man bei der Steinwahl darauf achten, dass diese keine scharfen Kanten aufweisen. Nicht nur die Fische könnten sich an diesen verletzen, diese Kanten lassen das Gesamtbild etwas zu rau erscheinen. Bei der Wahl der Steine sollte man nicht jeden Einzelnen wegen seines besonders hübschen Aussehens auswählen, sondern sich eher vorstellen, wie drei oder fünf dieser Steine gemeinsam wirken, hierbei sollte man stets nur eine ungerade Anzahl an Steinen aussuchen. Man sollte so viele Steine wie nötig ausprobieren und mit den unterschiedlichen Positionierungen experimentieren, bis man seine Ideale Form gefunden hat. Hierfür können die Steine in unterschiedlichen Winkel gesetzt werden, auf jegliche Seiten gelegt werden oder sich berühren lassen. Die Steine sollten aber niemals geradlinig nebeneinander gesetzt und auch Symmetrien sollten absolut unterbunden werden, da hierdurch ein sehr unnatürliches Erscheinungsbild entsteht. Es bietet sich auch an Steine der gleichen Farbe und Struktur zu benutzen. Sich voneinander zu stark abhebende Steine sehen wieder unnatürlich aus.

Das Hardscape bepflanzen

Im Naturaquarium sind Pflanzen oft an Hölzern befestigt (manchmal auch an Steinen). Dies hilft dabei ein natürliches Aussehen zu erzeugen und basiert auf dem Wabi Sabi, wie bereits erwähnt.

Beliebte Pflanzen, die auf Hardscape gepflanzt werden können

Anubias barteri var. nana
Anubias barteri var. petite
Bolbitis heudelotii
Microsorium pteropus
Vesicularia sp.
Riccia fluitans

All die oben aufgeführten Pflanzen lassen sich an Hölzern oder auf Steinen mit einem Baumwollfaden befestigen. Dieser löst sich mit der Zeit auf, jedoch hat sich bis dahin die Pflanze selbständig mit dem Hardscape verwurzelt. Eine Ausnahme stellt Riccia fluitans dar, die mit einem Nylonfaden/Angelschnur befestigt werden muss. Ein Haarnetz kann hierfür auch genutzt werden, um größere Teile an einen bestimmten Ort zu positionieren.

Bevor man die Pflanzen am Hardscape befestigt, sollte man sich vorstellen wie das Aquascape im Nachhinein aussehen wird. Die Wurzeln und Hölzer sollten vorweg ihre endgültige Position im Becken erhalten haben. Die aufgebundenen Pflanzen dienen lediglich dazu einen Bereich des Aquascapes mit den umliegenden Bereichen zu harmonisieren oder einen besonderen Blickfang zu erzeugen.

Skizzen unserer Ideen

Wir haben also unsere Vorstellung wie wir unser Aquarium gestalten wollen, entweder probieren wir ein Aquascape zu kopieren oder wir kombinieren mehrere Aquascapes, die wir bewundern. Vielleicht wurden wir auch selbst von der Natur inspiriert. Ebenso ist es möglich etwas komplett Eigenständiges zu erstellen, welches unserer Fantasie entsprungen ist. Wenn man kein Aquascape kopiert, kommt man zu dem Punkt, an dem es eine gute Idee ist, unsere Vorstellungen zu skizzieren. Zeichne hierfür die Pflanzengruppen und das Hardscape, welches dir vorschwebt, und schaue wie diese Kompositionen harmonisieren. Hierbei sollte man bedenken, dass Aquascaping eine „lebendige“ Kunstform ist, bei der das Resultat erheblich von der Grundidee abweichen kann. Manchmal kann dies eher positiv sein, ein andermal auch gar nicht. Mit mehr Erfahrung bekommt man auch ein besseres Wissen darüber, wie sich ein Aquarium entwickelt. Übung macht hier den Meister.

Schlussbemerkung

Wie schon angesprochen sind die hier beschriebenen Techniken nicht als das „Beste“ zu sehen oder den einzigen richtigen Weg. Ich habe lediglich die grundlegende Vorgehensweise beschrieben, um eine Idee zu vermitteln, wie man ein Naturaquarium einrichten kann. Die meisten Techniken können ebenso auf alle Aquarientypen angewendet werden, ob Naturaquarium oder nicht.

Ihr könnt gerne die Seiten http://www.fishforums.net und http://www.aquaessentials.co.uk/forum besuchen, bei denen ich Moderator bin und gerne auf eure Fragen antworten werde.

Empfehlenswerte Literatur

Nature Aquarium World Books One, Two and Three by Takashi Amano (1996) TFH publications, inc.
Aquatic Plant Paradise by Takashi Amano (1997) TFH publications, inc.
Aqua Journal magazines (Japanese to English translation – rare) Vectrapoint publishing
ADA Euro Catalogue (2006)
The Inspired Aquarium by Jeff and Mike Senke (2006) Quayside Publishing

Empfehlenswerte Webseiten

http://www.adaeuro.com/gallery.asp
http://www.aquariumdesigngroup.com
http://www.pbase.com/plantella/nature_a ... llery_2005
http://www.aquaticplantcentral.com
http://www.aquatic-gardeners.org
http://www.plantedtank.net
http://www.tropica.dk

Referenzen

Nature Aquarium World Book One by Takashi Amano (1996) TFH publications, inc.
Aquarium Plant Paradise by Takashi Amano (1997) TFH publications, inc.
http://www.aquatic-gardeners.org/driftwood.html
Zuletzt geändert von Tobias Coring am 03 Jun 2007 20:36, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon Tobias Coring » 25 Mai 2007 10:37
Puhhh... Übersetzungsmarathon erstmal beendet ;). Dies ist nun der komplette Guide, der aus sonst drei Teilen besteht.

Hoffe dem ein oder anderen hilft er etwas...

Für Rechtschreibfehler die jemanden auffallen oder dergleichen bin ich natürlich dankbar und würde mich diesbezüglich über PMs freuen ;).

Grüße
Tobi
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Beitragvon Sabine68 » 25 Mai 2007 18:01
wow - wahnsinn, was du dir für Mühe machst
Finde ich toll
Viele Grüße
Sabine


Gibt dir das Leben Zitronen, mach Limonade draus
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Beitragvon Tobias Coring » 26 Mai 2007 10:05
Hi Sabine,

danke für die lieben Worte. Gerade der Bereich Aquariengestaltung kommt ja auf vielen deutschen Seiten doch etwas zu kurz. Solche Ratgeber bieten dem Einsteiger sicherlich eine gute Hilfe. Im Englischen gibt es ja sehr viel diesbezüglich nachzulesen...auf deutsch habe ich aber noch nicht so die Massen gefunden. Daher meine Anstrengungen ;). Möchte nämlich ganz viele tolle andere Becken bestaunen können :).

Grüße
Tobi
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Beitragvon Daniel » 09 Jul 2007 13:32
Ja sehr heftig !!

Dickes lob.

Werde mir das mal verinnerlichen . Ich zieje demnächst um und muss meien AQ
200l
112l
45l
Alle neu machen.

Mal schauen was ich hinbekomme
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Beitragvon ChrisWerner » 13 Aug 2007 14:58
Wow Tobi... das sind genau die Info's und Ansätze, die man braucht für die Neueinrichtung wie ich sie vorhabe... Respekt für deine Anstrengungen hier, finde ich klasse!

Grüße
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Beitragvon orinoco » 13 Aug 2007 15:35
Bild mit welcher Mühe Du das Forum hier betreibst.
Langsam steigt bei mir das Suchtpotential :wink:

Alle Achtung und herzlichen Dank :wink:

Caro
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Beitragvon Tobias Coring » 14 Aug 2007 11:35
Hi,

freut mich sehr, dass euch die Infos etwas bringen! Auch wenn das ganze viel Arbeit macht... irgendwoher müssen ja die Basisinfos kommen, damit ich in Zukunft immer mehr hübsche Aquarien bestaunen kann :D.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Beitragvon bunterharlekin » 31 Aug 2007 21:22
Vielen Dank!
Sehr informativ. Eine Frage habe ich noch. Stengelpflanze (habe bisher nur sehr wenig Erfahrung damit...) kann man nur oben kürzen und dann das abgeschnittene Ende wieder einsetzen, da der abgeschnittene Teil nicht weiter austreibt. Ist das richtig oder falsch? Das wäre ja eine mords arbeit immer wieder alles neu zu setzen?!

Gruß
Axel
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Beitragvon Tobias Coring » 31 Aug 2007 21:29
Hi,

der abgeschnittene Teil treibt zu 99% wieder aus, so lange er nicht zu weit unten abgeschnitten wurde. Bei mir selbst konnte ich jedoch schon feststellen, dass selbst direkt über dem Substrat abgeschnittene Pflanzen teilweise wieder ausgetrieben sind. So hab ich mich schon ab und an gewundert wo denn diese oder jene Pflanze herkommt bzw. woher sie wieder aufgetaucht ist ;).

Aus ästhetischen Gründen setzt man teilweise aber doch die besser aussehenden Triebspitzen erneut ins Substrat und verwirft den unteren Teil bzw. schneidet ihn sehr tief ab.

So gesehen sind also beide Varianten möglich.

Anzumerken wäre jedoch noch, dass durch häufige Beschneidung bzw. Abschneiden der Pflanzen diese meist zierlicher nachwachsen und dadurch filigraner erscheinen können.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Beitragvon 180L in köln » 07 Nov 2007 00:12
hallo tobi,

wow, was für arbeit du dir gemacht hast!!!
bin eben erst auf euer forum gekommen, und bin begeistert. sobald ich mich hier ein wenig eingelebt habe gibts auch dann mehr von mir. natürlich werd ich auch mit vielen vielen fragen nicht hinter dem berg halten :)

gruß kiki
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Beitragvon MikeD » 13 Nov 2007 08:26
Na dann mal los. Bombadier uns mit fragen!
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Beitragvon Mypf » 25 Feb 2008 16:33
Hallo zusammen,

bin jetzt seit knapp zwei Jahren Aquarianer. Aber je mehr Bilder ich von so tollen Naturaquarien sehe, desto größer ist bei mir das Suchtpotential. Ich will auch..... Überlege gerade, ob ich mein 54 l Becken mit einer Moos-Lava-Landschaft gestalte. Habe mir am Wochenende schon die ersten Moose (Christmas-Moos, Plagiomnium trichomanes) bestellt. Java-Moos habe ich in meinem 72 l Becken selber genügend. Da lässt sich sicher etwas abzweigen. Den Rest muss ich noch planen.

Aber ich bin total begeistert über dieses Forum. :jubel: :lol:

Immer weiter so. Auch wenn die "Anfänger" oftmals dumme und immer wieder dieselben Fragen stellen.

Gruß Anja
Mypf
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