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Postby Thomas W » 12 Jan 2009 20:10
Hallo,

Habe in meinem 30L Nano das ansonsten perfekt läuft einige Bartalgen.
Sie wachsen nur sehr langsam und waren mir bisher ziemlich egal.
Seit zwei Wochen versuche ich die Ursachen zu finden und habe mal sanft gegengesteuert.

Mein PO4 Wert war kaum vorhanden also habe ich mit Easy Life Fosfo auf 0,2 mg/L aufgedüngt.
Das Wachstum hat sich aber nicht oder nur kaum verändert.

NO3 Wert liegt bei gut 20.

Mehr CO2 habe ich zugeführt... ausreichend sogar.
Ich habe eine Bio-CO2 Anlage mit Keramik Diffusor und einer 1,5L Gärflasche.
Das ist mehr als ausreichend.

FE Wert ist über 0,1 ppm eher zu hoch. Ich habe immer genug Easy Life Ferro zugedüngt.
Das ist ja wie ich heute gelesen habe vielleicht mit ein Auslöser.

KH liegt bei mir bei ca 5-6 und GH etwas darüber.
Aufhärten habe ich versucht. Habe aber falscher Weise mit reinem Leitungswasser langsam den GH und KH Wert auf ca 8 und 9 angehoben. (jeden Tag ca 0,5 L)
-> Damit hatte ich natürlich keinen Erfolg.
Bei KH 8 brauchte ich natürlich mehr CO2.
Darum habe ich die neue Nährlösung ohne Gelatine gemacht, dann entsteht mehr CO2.

Da das auch nichts genützt hat bin ich mit dem KH wieder langsam richtung 5 runter.
Vorgestern war es dann auf einmal relativ ruhig im Becken.
HUI! PH bei kanpp über 6. Schnell CO2 weg und 10L Frischwasser rein.
Glück gehabt alle leben noch.
Vorher war er bei ca 6,5.

Die Bartalgen hat das alles nicht gestört.
Konnte gar keine Veränderung erzielen.

Vielleicht habe ich einen zu hohen Ammonium Wert? Das fördert Rotalgen ja auch.
Aber bei 4 Amanos und 8 noch sehr kleinen Red Fire schon zu viel Ammonium?

Wie kann ich das Ammonium messen und reduzieren?

Wie härte ich den GH Wert am besten auf?

Hier nochmals die letzten Werte:
FE >0,1 aber noch unter 0,2
PH 6,8
KH 5-6
GH 6-7
PO4 0,2
NO3 20
23-24°C

Ich dünge mit Easy Life Ferro, Nitro, Fosfo und dem Dennerle Nano Düner (ca 6 Tropfen pro Tag).

lg
Thomas
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Postby Thomas W » 13 Jan 2009 12:20
Hallo,

Kann dazu niemand was sagen?

lg
Thomas
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Postby Roger » 13 Jan 2009 14:01
Hallo Thomas,

ich würde durch einen Wasserwechsel den Nitratgehalt auf etwa 10mg/l senken und gleichzeitig PO4 auf ~0,5mg/l erhöhen.
Ausserdem führst Du mit dem Ferro Dünger zwar relativ viel Eisen zu, aber dafür um so weniger von den anderen Spurenelementen. Ich denke, wenn Du die Dosis des Nanodüngers erhöhen würdest und dafür den Ferro reduzierst oder gar ganz absetzt könnte von Vorteil sein. Alternativ könnte man noch über einen anderen Volldünger wie Ferrdrakon, ProFito oder MicroBasic nachdenken. :wink:

Bartalgen lassen sich recht gut durch ausreichende CO2 Versorgung verhindern und bekämpfen. Bei Dir scheint es in diesem Bereich doch noch etwas zu wenig zu sein. Das erforderlich CO2 ist auch abhängig von der Beleuchtungsstärke, und der Filterung, bzw. Wasserbewegung. Einen Ph von 6,6 würde ich anstreben, allerdings wäre mir die Kontrolle über einen CO2 Dauertest von wichtiger Bedeutung.

Unterstützend zur Bekämpfung könntest Du vorübergehend noch EasyCarbo zudüngen.
Gruß
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Postby Thomas W » 13 Jan 2009 16:19
Hallo Roger,

Danke für den Rat.

Ich war mit dem PH Wert in letzter Zeit immer unter 6,8... bis ich aufgehärtet habe.
Das hat nichts genützt.
Achja ich habe 22Watt über 30 Liter... also Starklicht.
Soll ich trotzdem Easy Carbo zudüngen?
Wenn ja - wieviel?

Was ist besser Profito oder Ferrdrakon? Profito ist im 5L Pack ja billiger (denke schon an das 300L Becken)

lg
Thomas
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Postby Roger » 13 Jan 2009 16:35
Hallo Thomas,

Ich war mit dem PH Wert in letzter Zeit immer unter 6,8... bis ich aufgehärtet habe.
Das hat nichts genützt.

ich weiß zwar nicht wo Du den Tip mit dem Aufhärten her hast, aber irgend etwas scheint da falsch gelaufen zu sein. :roll:
Man kann evtl. Erfolg bei der Algenbekämpfung haben, wenn man die Gesamthärte plötzlich stark erhöht. Die Karbonathärte bleibt dabei aber unverändert.
Diese Maßnahme kann man probieren wenn sonst nichts anderes mehr hilft. :wink:

EasyCarbo würde ich auf jeden Fall in empfohlener Dosierung (1ml pro 50 Liter) verwenden.

Wie lange wird das Becken beleuchtet?

Was ist besser Profito oder Ferrdrakon? Profito ist im 5L Pack ja billiger (denke schon an das 300L Becken)

Qualitativ geben sich beide Produkte nicht viel. Geht beides! Günstige ist bestimmt auch das Ferrdrakon-Pulver wenn man es in größeren Mengen kauft. :wink:
Gruß
Roger
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Postby Thomas W » 13 Jan 2009 20:55
Hallo,

Ich beleuchte 9,5 Stunden mit 2 Stunden Pause.
Wobei nicht immer beide Lampen leuchten.
Am Morgen geht die linke eine halbe Stunde früher an und am Abend leuchtet die rechte dafür eine halbe Stunde länger.

Das mit dem Aufhärten habe ich mal aufgeschnappt und dann ers danach hier gelesen, dass ich nur die GH erhöhen darf.

Wollte sowieso mehr mit ProFito düngen.
Mein Händler kriegt den 2 L Kanister aber erst diese Woche wieder.

Momentan habe ich die Bartalgen mal alle mit der Pinzette entfernt.
Das ging recht gut, da es ja noch nicht ser viele waren.

Komischerweise wachsen sie nur im Vordergrund auf der Lilaeopsis mauritiana.
Und das nur an den Stellen an denen die lilaeopsis nicht mehr so schnell wächst weil sie nicht mehr so viel Licht kriegt.

lg
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Postby Kora » 13 Jan 2009 21:28
Hi Thomas,

wie sieht es an der Stelle mit Ströhmung? Bei mir neigten diese "Gräser" gerne zum veralgen, wenn sie kräftig durchgeblasen wurden.

Aber vielleicht das Ganze viel einfacher nehmen: an den Stellen, wo das Gras veralgt eine andere Pflanzenart hinsetzen (die auch weniger Licht abkann). Ich meine, warum sich mit damit herumärgern, wenn es vielleicht schlicht so ist, dass diese eine, spezielle Pflanzenart bei einem (oder an der Stelle) nicht gesund wachsen will?
Kein Problem, kein Lösungsbedarf. Hm? :)

Grüße,
Kora
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Postby Thomas W » 13 Jan 2009 22:33
Hallo Kora,

Keine Strömung an der Stelle.

... was für eine Vordergrundpflanze könnte ich denn sonst noch dorhin pflanzen.
Auf der anderen Seite wächst das Gras eh noch...
Oder ich lichte mal wieder etwas aus, damit mehr Licht runter kommt...

Trotzdem würde ich lieber ich lieber alle weiteren Ursachen für die Algen beseitigen.
Denn sonst wächst das Zeug eben an einer anderen Stelle weiter.

Ich werd die Dinger ja wohl durch richtiges Einstellen aller Parameter los werden.
Schliesslich will ich ja aus der Sache lernen.


lg
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Postby nik » 14 Jan 2009 11:57
Hallo Thomas,

der Anspruch an ein Pflanzenaquarium muss IMHO völlige Algenfreiheit sein. Das ist nicht eine Möhre, die irgendwo unerreichbar hängt, das geht reproduzierbar.

Thomas W wrote:Ich werd die Dinger ja wohl durch richtiges Einstellen aller Parameter los werden.
Schliesslich will ich ja aus der Sache lernen.

Na schön :wink: , die Parameter sind:
Licht(intensität) - damit bestimmt man vor allem Wuchstempo, Morphogenese. Mit anfänglich deutlich reduzierter Beleuchtungsdauer lassen sich viele Algenprobleme umgehen.
Düngung - da ist in unterschiedlicher Gewichtung Wasserdüngung, Bodengrunddüngung und die Menge des eingeworfenen Futters zu betrachten. Ist hier im Forum in allen Facetten beschrieben.
Filterung - nur in gewissen Grenzen, denn die dient in allererster Linie dazu eine ausreichende Nitrifikation anfallender organischer Stoffe - vor allem Futter - zu gewährleisten und über eine geringe Menge Filtersubstrat - bis hin zu gar keinem - biologische Prozesse so weit wie möglich ins Becken - zu den Pflanzen - zu verlagern. Gibt es hier ebenfalls alle Infos.
Mikroflora - die Mikroflora, bestehend aus Bakterien, Pilzen, Tod&Teufel :wink: , ist so vielschichtig, dass sich Mikroflora hier und Mikroflora dort mehr oder weniger deutlich unterscheiden! Die Mikroflora hat einen Einfluss auf die Nährstoffversorgung. Es ist enorm wertvoll Mulm aus einem gut laufenden Becken zur Vefügung zu haben, denn die anderen, oben erwähnten Faktoren lassen sich leicht in einem passenden Wertebereich einstellen.

Wichtig ist eine reichliche Spurenelementversorgung, d.h. Volldüngung. Ich gehe noch weiter und verwende zur Betonung von Spurenelementen (SE) und Magnesium zusätzlich das NaCl-freie Preis Mineralsalz aus dem Meerwasserbereich. Die Meerwasserleute achten stärker auf eine umfassende SE-Versorgung, da sich in natürlichem Meerwasser die komplette Palette an SE findet. Inwieweit diese zusätzlichen, auch als "beneficial elements" bezeichneten SE etwas bringen ist Spekulation, insgesamt hat die Zugabe eine positive Wirkung. Die Forensuche nach "PMS" hilft weiter. CO2 habe ich vergessen. Im Gegensatz zu Anderen sehe ich keine überragende Bedeutung im CO2. Werte zwischen 10 und 20mg/L bei passender KH, passendem pH waren immer genug. Mein Sohn hat sein ordentlich beleuchtetes 128l Becken gerade erst mal zwei Wochen mit sabotierter - d.h.ohne - CO2-Versorgung laufen lassen. :rolleyes: Das Wachstum war erkennbar geringer, die Pflanzen sprudelten deutlich weniger, aber ansonsten gab es nicht einmal einen erkennbaren Anflug eines Problems. Das Becken ist sehr stabil und ich habe mit dessen Mulm schon andere Problembecken "reparieren" können.

Bei der Mikroflora gibt es Unwägbarkeiten. Es ist sicher nicht der einzige Weg, aber mit der gemachten, ich denke, immer gültigen Einschränkung ist das ein 100%er in Algenfreiheit. Wenn ein Becken brauchbar aufgesetzt wird und mikrobiologisch stabil läuft, dann passieren so Dinge wie Algen in der Strömung, Algenprobleme mit Ammonium-/Ureadüngung o.ä. einfach nicht. Es ist und bleibt algenfrei.

Gruß, Nik
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Postby Thomas W » 14 Jan 2009 12:18
Hallo Nik,

Danke für den Beitrag... genau das ist mein Ziel.
Ein stabiles und algenfreies Naturaquarium.

Werde mich demnächst mehr mit SE beschäftigen und den Dünger auf ProFito umstellen.
und evtl die Beleuchtung noch etwas einschränken.

Ist an dem Zauber mit der Beleuchtungspause gegen Algen eigenltich was dran??

lg
Thomas
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Postby nik » 14 Jan 2009 12:31
Hallo Thomas,

Thomas W wrote:Ist an dem Zauber mit der Beleuchtungspause gegen Algen eigenltich was dran??

schon. Da Algen bei einer nicht ausreichenden Nährstoffversorgung auftauchen, lässt sich das über eine Beleuchtungspause entspannen. Eine Notwendigkeit bei ausreichender Nährstoffversorgung gibt es nicht. Man kann das machen um das Aquarium abends länger sehen zu können. Ich schalte das Licht lieber am Stück und dann halt später ein.

Gruß, Nik
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