Welcher Zusammenhang hat der GH mit den Leitwert???

MrTofu

New Member
Hallo lieben Aquarianer,

bin durch einen Bekannten auf diese Seite gelandet :D

Gleich zur meine Frage: Wie ist der Zusammenhang zwischen GH und Leitwert?
Sobald ich den GH Wert mit Bee Salt GH+ erhöhe, erhöht sich auch der Leitwert.
Mir ist auch bewusst das auch andere Minerale im Wasser vorhanden sind, die den Leitwert beeinflussen.

Leider bekomme ich den Leitwert dummerweise nicht auf 250-300 hin, ohne den GH stark zuverändern.
Würde mich über jede Hilfe freuen. :gdance:

Meine Werte im Auqarium sind zurzeit:
KH 1
GH 5,5
PH 6,5
Leitwert 509

Das Becken läuft seit 3 Monate.

schöne Grüße
MrTofu

 

Thumper

Well-Known Member
Hallo Namenloser,

der Leitwert gibt eigentlich nur an, wie "gut" der Strom durch das Wasser fließt. Dünger, Salze (wie dein BeeSalt GH+), Staub etc verändert dies.
Warum genau willst du den Leitwert auf 250-300µS/cm einstellen?
Ich stell mein Wechselwasser (in der Tonne aufbereitet) auf einen Leitwert ein, aber nur weil ich weiß, welche GH ich damit erzielen werde, weil ich mit Vollentsalztem Wasser arbeite.
 

MrTofu

New Member
Ich will den Leitwert erreichen, da ich in einigen Foren und Anbieter auf der Homepage steht das die Red Bee s auf 250-300 sich wohlfühlen. Im Bild sind die Red Bee s nicht zusehen da sich grad verstecken, sind ca. 12 Stk.
 

Thumper

Well-Known Member
Hallo unbekannter (!),

das mit dem Leitwert hat den Hintergrund, dass man mit Osmose/VE-Wasser (<10µS/cm) + Salz auf den Leitwert kommt um die GH / KH einzustellen.
Meine Taiwaner leben bei einem aktuellen LW von >450µS/cm, da das Becken gedüngt wird und die Nährstoffe eben auch den Leitwert beeinflussen.
 

Thumper

Well-Known Member
Hallo Toni,

das kommt ganz auf das Vorhaben an. Um beispielsweise Vollentsalztes Wasser mit einem Salz auf bestimmte Werte zu bringen ist der Leitwert nicht verkehrt. Auch um das Wasser zu überwachen (wenn man denn die Werte kennt, die man normalerweise im Becken hat) ist der Leitwert ganz gut.
Ich würde aber nicht so weit gehen und sagen, dass bestimmte Garnelen nur in einem Bestimmten Leitwert zu halten sind, eben aus den oben genannten Faktoren, die den Leitwert verändern können.
 
Die Selbe Antwort in anderen Worten.
Der Leitwert korreliert mit gelösten Mineralien und anderen Stoffen. Aber lässt keine Rückschlüsse auf die Mineralzusammensetzung zu.
TDS Wassertester richten sich bei der Umrechnung an eine Standardzusammensatzung von Mineralien im Wasser.

TDS Meter eignen sich entsprechend in der Süßwasser-Aquaristik eigentlich nur für wenige Aufgaben.
Normalerweise um die korrekte Konzentration von Aufalz-Mineralien in Osmosewasser zu erkennen.
Oder um relative Veränderungen der Wasserzusammensetzung zu erkennen.
 

Biotoecus

Active Member
TilmanBaumann":veyoc7r7 schrieb:
Die Selbe Antwort in anderen Worten.
Der Leitwert korreliert mit gelösten Mineralien und anderen Stoffen. Aber lässt keine Rückschlüsse auf die Mineralzusammensetzung zu.

Konduktometert messen keinen Leitwert.
Sie messen die elektrische Leitfähigkeit das Mediums in µs/cm.

TDS Wassertester richten sich bei der Umrechnung an eine Standardzusammensatzung von Mineralien im Wasser.

Nein. Definitiv nicht.
Es wird ein "Summenparameter" gemessen.
 

omega

Well-Known Member
Hi,

MrTofu":mpa00y61 schrieb:
Meine Werte im Auqarium sind zurzeit:
KH 1
GH 5,5
...
Leitwert 509
Münchner Leitungswasser hat hier 15,2°dKH, 16,6°dGH und 536µS/cm.
Wenn Dein Wasser also bei 5,5°dGH 509µS/cm aufweist, ist der Anteil der GH an der el. LF bei Deinem Wasser ziemlich gering. Dein Wasser enthält im Vergleich zu Calcium und Magnesium vermutlich Unmengen an Natrium.

Biotoecus":mpa00y61 schrieb:
TDS Wassertester richten sich bei der Umrechnung an eine Standardzusammensatzung von Mineralien im Wasser.
Nein. Definitiv nicht.
Doch. Der mit einem TDS-Meter ermittelte Wert hat nur bei einem "Standard"-Wasser eine sinnvolle Bedeutung (vgl. Zuckerlösung). Daß ein TDS-Meter etwas anderes mißt als die el. LF, hat Tilman nicht behauptet.

Grüße, Markus
 

Biotoecus

Active Member
Moin Markus,
das würde bedeuten, dass man die Werte eines TDS Meters in Relation zu einem definierten "Standard" setzen muss.
Diesen "Standard" bringt dann das TDS Meter irgendwie mit?
Und welchen gebräuchlichen Wert gibt dieses TDS Meter dann aus?
µs/cm wohl nicht?

Gruß Martin
 
TDS Meter messen EC und rechnen das intern in ppm um. Ich nehme an der Umrechnugnungsfaktor ist standardisiert.
ppm lässt sich wiederum in GH umrechnen.
Ob sich alle diese Werte direkt legitim aus der Leitfähigkeit ableiten lassen weiss ich ehrlich gesagt nicht. In der Annäherung vermutlich schon. :? Ich ging bislang davon aus das das alles nicht so 100% zulässig ist. Kann aber sein das das gar nicht so ist.

https://en.wikipedia.org/wiki/TDS_meter#Function
 

omega

Well-Known Member
Hallo Martin,

Biotoecus":37cd7z9y schrieb:
das würde bedeuten, dass man die Werte eines TDS Meters in Relation zu einem definierten "Standard" setzen muss.
Diesen "Standard" bringt dann das TDS Meter irgendwie mit?
sinnvoll wäre, ein Wasser anzunehmen, in dem nur Salze gelöst sind und keine anderen Stoffe, die die el. LF nicht beeinflussen. Insofern ist der Begriff "total dissolved solids" bei einem TDS-Meter, das lediglich die el. LF erfassen kann, Blödsinn.
Und welchen gebräuchlichen Wert gibt dieses TDS Meter dann aus?
µs/cm wohl nicht?
ppm oder mg/l.

Grüße, Markus
 

omega

Well-Known Member
Hi,

TilmanBaumann":2cvxgli3 schrieb:
ppm lässt sich wiederum in GH umrechnen.
Ob sich alle diese Werte direkt legitim aus der Leitfähigkeit ableiten lassen weiss ich ehrlich gesagt nicht. In der Annäherung vermutlich schon. :? Ich ging bislang davon aus das das alles nicht so 100% zulässig ist. Kann aber sein das das gar nicht so ist.
je nach Wasser kommt ziemlicher Murks dabei raus, die ppm eines TDS-Meters in GH umzurechnen und so auf den Ca/Mg-Gehalt schließen zu wollen. Man kann aber die el. LF und damit auch die ppm eines TDS-Meters in ein GH-Äquivalent umrechnen, das dieselbe el. LF ergibt. Daß ein konkret vorliegendes Wasser mit gemessenen µS/cm oder ppm dann tatsächlich auch diese GH aufweist, ist damit aber nicht gesagt.

Meßt mal die µS/cm oder ppm einer reinen Kochsalzlösung und rechnet um. Deren GH ist ja trotzdem 0.

https://en.wikipedia.org/wiki/TDS_meter#Function
Hast Du nicht zuende gelesen?
The conversion from EC to TDS can create significant errors as the conversion factor is different for different dissolved solids. For example, to convert the EC from Potassium Chloride to TDS, the conversion factor is 0.50-0.57. Sodium chloride has a factor of 0.47-0.50 and some typically found dissolved minerals can run as high as 0.85. The conversion factor also varies with temperature and only the more sophisticated meters measure the solution temperature and compensate.
Der Umrechnungsfaktor ist keine Konstante.

Und: All elements dissolved in water have some electrical charge.
Aha, und bei einer Zuckerlösung liegt der Umrechnungsfaktor wo? Bei 0,00001? TDS ist ein Würfel.

Grüße, Markus
 
Ich wollte mich da wegen Biotoecus komischen Angriff nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. :lol:
Vielleicht ist TDS in ppm ja doch ganz pragmatisch als Messung vom Leitfähigkeit definiert. Techniker und Wissenschaftler haben da ja mitunter andere Erwartungen an Messwerte. :irre:
 

copalethri

Member
MrTofu":10yx5kgi schrieb:
Gleich zur meine Frage: Wie ist der Zusammenhang zwischen GH und Leitwert?

Hallo MrTofu,
es gibt ein kurze Antwort auf Deine Ausgangsfrage als solche: Bei unbelastetem Süßwasser entspricht eine GH von 1° dH etwa einer Leitfähigkeit von ca. 35 µS/cm, bei belastetem(z.B. Dünger, Abbauprodukte im AQ..) Süßwasser ca. 50 µS/cm - Ausnahmen/Sonderfälle bestätigen wie immer auch hier die Regel...
 

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