Verschiedene Dünger mg/l und %/Gramm vergleichen

Dorudi

New Member
Hallo zusammen,

ich bin seit mittlerweile mehr als einen Jahr hier im Forum stiller Mitleser, ohne mich bisher angemeldet zu haben.
Aktuell bin ich gerade dabei für mich verschiedene Düngersysteme in der Theorie zu vergleichen.
Zu diesem Thema, vor allem den Düngekonzentrationen von ADA und SEACHEM habe ich ein paar Fragen, auf diese habe ich leider per Suche keine direkte Antwort gefunden.

Was die Düngerzugabe angeht, so ist man mit AR natürlich sehr verwöhnt mit der genauen Angabe zu den einzelnen Komponenten.
Die Angaben von ADA und SEACHEM in % pro Gramm sind dagegen gewöhnungsbedürftig und sehen erstmal nach sehr niedrigen Konzentrationen aus in der ursprünglichen Angabe.
Sie lassen sich jedoch auch recht einfach umrechnen in mg/l, unter der Annahme, dass die Dichte der Dünger annähernd = 1kg/l ist.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass sowohl ADA und SEACHEM anstatt Kalium / Pottasium immer nur Pottasche / potash K2O angeben.

ADA Brighty K -> 2,6% Pottasche (auf Basis von Kaliumcarbonat) bezogen auf 1g -> Dosierung 1ml auf 20l = 1,3 mg/l Pottasche
ADA Brighty Neutral K -> 5,0% Pottasche (auf Basis von Kaliumchlorid) bezogen auf 1g -> Dosierung 1ml auf 20l = 2,5 mg/l Pottasche
SEACHEM Flourish Pottasium -> 5,0% Pottasche (auf Basis von Kaliumsulfat) bezogen auf 1g -> Dosierung 5 ml auf 125l = 2,0 mg/l Pottasche

Wie komme ich von den Pottaschewerten nun auf Kalium in mg/l?
Ich hätte jetzt im Dosierrechner den jeweiligen mg/l Wert der Pottasche für alle 3 Fälle als K2CO3 eingegeben, ohne weiter zu berücksichtigen aus welcher Kaliumverbindung die Pottasche nun stammt?
Oder bin ich hier komplett auf dem Holzweg?

Die nächste Frage wäre in Bezug auf Nitrat:
SEACHEM und ADA geben für ihre Stickstoffdünger Total Nitrogen N in % pro Gramm an (z.B. Mischung aus KNO3 und Urea).
Kann ich den Total Nitrogenwert nach der Umrechnung in mg/l 1:1 in Nitrat umwandeln oder muss man noch beachten dass es sich um Stickstoff und nicht Nitrat handelt in der Angabe?
Nitrat = N2 x 2 ?

Und letzten Endes noch die Angabe von Phosphat in % / Gramm als Phosphate (P2O5).
Entspricht dies nach Umrechnung in mg/l der Phosphatangabe von AR oder muss man hier aufgrund der chemischen Zusammensetzung noch Faktoren berücksichtigen?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Vielen Dank :)
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo…

Oder bin ich hier komplett auf dem Holzweg?

Ja, bist Du. "Potasium" ist nicht Pottasche, sondern Kalium. "Pottasche" ist auf english potash. Allerdings geht auch Seachem falsch. Seachem deklariert das Flourish Potassium so:

SeachemPotasium.png

Und das ist falsch! Kalium = K2O × 0,83015. Wenn der Dünger 5 % K2O enthielte, würden 5 ml davon auf 125 Liter den Kaliumgehalt um 1,66 mg/l erhöhen und nicht, wie angegeben, um 2 mg/l. Würde umgekehrt die Dosierangabe stimmen, müsste die Deklaration auf "6 % K2O" lauten. Aber ich traue den Brüdern eh nicht über den Weg. Typisch, mal wieder.


Kann ich den Total Nitrogenwert nach der Umrechnung in mg/l 1:1 in Nitrat umwandeln oder muss man noch beachten dass es sich um Stickstoff und nicht Nitrat handelt in der Angabe?

Nein, ja. Nitrat = Stickstoff × 4,4268.


Entspricht dies nach Umrechnung in mg/l der Phosphatangabe von AR oder muss man hier aufgrund der chemischen Zusammensetzung noch Faktoren berücksichtigen?

Nein, ja. Phosphat = P2O5 × 1,3381.


HTH,
Robert
 
Zuletzt bearbeitet:

Dorudi

New Member
Hallo Robert,

vielen Dank für die Erklärung. Du hast mir sehr geholfen. Mittlerweile habe ich auch gegoogelt was der Hintergrund zu den Umrechnungsfaktoren ist.
Gibt es eigentlich eine Obergrenze für Sulfate und Chlorid im Wasser aufgrund von Aufhärtesalzen und Düngern? Hat beides überhaupt irgendwelche negativen Einflüsse?

Schönen Abend noch
Dominik
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Morgen…

Obwohl Chlorid kürzlich sogar zum essentiellen Mikronährstoff avanciert ist, halte ich es für kritischer als Sulfat. Es werden Versuche mit bis zu 4800 mg/l Sulfat beschrieben, ohne daß es die Pflanzen interessierte.

Chlorid ist schon deutlich kritischer. Da müsste man zwar unterscheiden zwischen salztoleranten (Halophyten) und salzintoleranten Pflanzen (Glykophyten), aber ich weiß nicht, wie sich unsere Aquarienpflanzen auf die Kategorien aufteilen. Glykophyten reagieren bereits negativ ab 1 mmol/l Chlorid, das sind 35 mg/l.


Viele Grüße
Robert
 

Dorudi

New Member
Hallo Robert,

das verlinkte Paper ist echt spannend. Laut dem Paper wären ja Chloridgehalte von 1mmol/l bis 5 mmol/l sogar für die Pflanzen förderlich.
Schaut man nun auf die Zusammensetzung von typischen Aufhärtesalzen, dann liegen diese in dem Bereich 1 bis 2 mmol/l

Z.B. für die beiden Produkte von Salty Shrimp landet man bei Dosierung anhand Vorgabe für beide Salze bei ca. 60 mg/l Chlorid und bei ca. 25 mg/l Sulfat für das GH+ bzw. 34 mg/l für GH/KH+

Persönlich beschäftigt mich das Thema Wasseraufbereitung schon seit knapp 1 Jahr (seitdem ich wieder nach langer Pause in der Aquaristik angefangen habe) und die Ergebnisse des Papers passen mittlerweile zu meiner subjektiven Vermutung, dass man Chlorid nicht komplett außen vorlassen sollte beim Aufhärten/Aufbereiten des Wassers.
Ich habe das Glück in einem Gebiet zu wohnen, wo Leitwert 110 - 130 uS aus dem Wasserhahn kommt, allerdings so dermaßen arm an allen Makros und Mikros (außer Calcium), dass Wasseraufbereitung zwingend notwendig ist für gesunden Pflanzenwuchs und auch für den Besatz. Hier im Schwarzwald hat es fast nur Granit. Das Wasser bei uns kommt aus einem Stausee und der Wasserversorger härtet es 2x über CaCO3 auf.


https://zvwkk.de/thumbs/trinkwasser/modules/section-1xju9cp/aufbereitungsschema-1648x878.png

Im Endeffekt kommt aus der Leitung (nachweislich per Wasseranalyse der letzten Jahre):

KH: 3,0
GH: 3,5
pH: 8,3 !!
Ca: 21 - 23 mg/l !!
Mg: 0,5 - 1,5 mg/l
K: 0,5 - 1,5 mg/l
NO3: 0,5 - 2,0 mg/l
PO3: nach eigenen Messungen nicht vorhanden
Fe: < Bemessungsgrenze
Spurenelemente: < Bemessungsgrenze
Sulfat: ~ 3 mg/l
Chlorid: 5 - 7 mg/l


Anfangs habe ich mich immer nur um den PH-Wert gekümmert und Düngung über NPK und Mikro Basic Eisen -> Ergebnis bescheidener Wuchs, viele Mangelerscheinungen, viele Algen, extrem empfindliche Reaktion des Becken auf Eisen (konnte ja kaum aufgenommen werden zwecks Mg Mangel). Aber auch den Fischen und Garnelen gings so lala.

Nächster Schritt war dann Zugabe von Bittersalz bis GH ~ 6,0 und zusätzliche Düngung mit NPK, GH Boost und Mikro Basic Eisen -> Sulfat bei ~ 45 mg/l, Ca:Mg 3,0 - zunächst deutlich besserer Wuchs, weniger Mängel und dem Besatz ging es zunächst auch besser. Allerdings auf Dauer nahm der Wuchs mehr und mehr ab und auch bei den Garnelen traten mehr mehr Häutungsprobleme auf, der Fischbesatz und vor allem die Sterbais wurden total träge o_O
--> Hier dachte ich dann zum ersten mal über Aufhärtesalze nach und nahm Kontakt mit den Jungs vom Garnelenhaus auf zwecks Ca, Mg, K, Sulfat und Chlorid Zusammensetzung des Shrimp Mineral GH/KH+ und Bee Shrimp Mineral GH+. Nach Schilderung meiner Situation habe ich diese auch erhalten.

Entschieden habe ich mich dann nach mehreren Tests mit meinem Wasser für das GH/KH+, da es einfacher zu handeln ist in meinem Setup und mehr Wirkung zeigte:
Schritt1: 2,0 ml pH-Minus auf 10l Wechselwasser (drückt den pH-Wert auf 6,6 bis 6,8 und ja es zerstört mir auch die KH des Leitungswassers)
Schritt2: 2,5 ml Biotopol auf 10l Wechselwasser (es ist notwendig, habe schon ganz böse Überraschung erlebt, als die Stadt ein Wasserreservoir im Nachbartal umgebaut hat und das nicht, wie sonst als per Brief, mitgeteilt hat)
Schritt3: 1,5 Stunden nach dem WW (genug Zeit für Biotopol), gebe ich dann das GH/KH+ zu, bis ich im Becken 300 uS erreiche (bezogen auf 10l Wechselwasser ungefähr 0,8 g bei meinem Leitungswasser).
Schritt4: Aufdüngen auf NO3 = 15mg/l, K = 6 mg/l, PO3 = 0,7 mg/l, Makro Eisen Basic 2x pro Woche, sodass ich insgesamt bei 0,05 mg/l Fe lande
Schritt5: Tagesdüngung mit GH Boost und KNO3, sodass ich vor dem nächsten wöchentlichen WW bei NO3 = 20 mg/l und K=9 mg/l lande
Erreichte damit stabil eine KH3,0 im Becken trotz pH-Minus, bei pH-Wert von 6,5 durch CO2 Zugabe, GH 6,0 , Ca:Mg nur 7 bis 8, Sulfat ~ 20mg/l, Chlorid ~ 30 mg/l - der größte Effekt war aber bei den Pflanzen und dem Besatz zu sehen. Die Fische erwachten bereits nach ein paar Stunden wie aus dem Winterschlaf. Die Sterbais wuseln so richtig schön den ganzen Tag im Becken rum, die Salmer stehen endlich schön da, die Garnelen sind auch schön am Wuseln und Bearbeiten der Mospolster und vermehren sich trotz der Fische im Schutze der Stängelpflanzen prächtig. Die Pflanzen wachsen seitdem schön und vor allem der Bodendecker blubbert auch schön vor sich hin während der Beleuchtungsphase. Algen gehören größtenteils der Vergangenheit an.

Wie es halt so ist, möchte man ja immer alles noch perfekter machen und die Grenzen ausreizen :rolleyes::cool:
So ganz passt das Aufhärtesalz von Salty Shrimps ja nicht für mein Wasser, was man am Ca:Mg-Verhältnis von 7 bis 8 sieht und auf Dauer auch an den älteren Blättern der langsam wachsenden Pflanzen (Bucen, Anubias, Rotala Indica bonsai) sehen kann. Zudem war das Mg:K - Verhältnis auch nicht im Optimalbereich. Jedenfalls habe ich dann die Routine geändert und gebe vor dem GH/KH+ noch etwas Bittersalz hinzu.
Schritt1: 2,0 ml pH-Minus auf 10l Wechselwasser
Schritt2: 2,5 ml Biotopol auf 10l Wechselwasser
Schritt3: 1,5 Stunden nach dem WW kommt 0,5g Bittersalz pro 10l Wechselwasser hinzu
Schritt4: Danach kommt das GH/KH+ zu, bis ich im Becken 300 uS erreiche (bezogen auf 10l Wechselwasser jetzt nur noch ungefähr 0,35 g).
Schritt5: Aufdüngen auf NO3 = 15mg/l, K = 6 mg/l, PO3 = 0,7 mg/l, Makro Eisen Basic 2x pro Woche sodass ich insgesamt bei 0,05 mg/l Fe lande
Schritt6: Tagesdüngung mit GH Boost und KNO3, sodass ich vor dem nächsten WW bei NO3 = 20 mg/l und K=9 mg/l lande

Ergebnis: Mg:Ca = 3,5 bis 4,0, KH liegt nun stabil bei 2,5,pH-Wert etwas niedriger bei grob 6,3 bis 6,4. , Sufat = 36 mg/l und Chlorid = 16 mg/l. Die langsam wachsenden Pflanzen zeigen keine Mg Mängel mehr. Fische und Garnelen mops fidel. Sterbais sogar wöchentlich am Ablaichen. Allerdings kann ich sehen, dass abhängig von der Bittersalzzugabe natürlich die Menge an GH/KH+ abnimmt, was wiederum dazu führt, dass Samstag und sonntags die Pflanzen und vor allem das Cuba im Vordergrund noch ordentlich Sauerstoff erzeugt, während der Woche es mehr und mehr abnimmt und die Pflanzen langsamer wachsen. Auch lässt der tägliche Verbrauch an NO3 und CO2 nach, wenn ich mehr Bittersalz zugebe. Lasse ich das Bittersalz 1 Woche weg, dann bleibt die Sauerstoffproduktion während der ganzen Woche gleich. Fe Mangel schließe ich anhand der neuen Triebspitzen der schnelleren Pflanzen erstmal aus. Ebenfalls habe ich zusätzlich zum Test Phosphat erhöht, was auch keine Wirkung zeigte. Auch eine Tagesdüngung mit dem AR Phosphat oder die Verwendung von AR Spezial N zeigt keinen Unterschied.

Somit kann es meiner Meinung an folgendem liegen:
- Menge von Sulfat / Chlorid
- Chlorid generell zu wenig
- Spurenelemente zu wenig, obwohl der Volldünger eigentlich ausreichend zuführt
- weitere Wundermittel im Salty Shrimp ?!?

Die Spurenelemente sind für mich nun auch aus dem Rennen, habe seitdem 4 Wochen lang den SEACHEM Trace nach Anleitung täglich gedüngt. Keine Veränderung, außer das sich nun erste Anzeichen von Pinselalgen zeigen, was nicht unerwartet kommt, bei Zugabe von Spurenelementen und Experimenten mit Eisen.

Da demnächst die Dose GH/KH+ leer wird, denke ich nun über folgende Salze für Mg, K, Sulfat und Chlorid nach:
- Magnesiumnitrat-Hexahydrat
- Magnesiumchlorid-Hexahydrat
- Kaliumchlorid
- Kaliumsulfat
- evtl. noch etwas Kalium- oder Natriumhydrogencarbonat zur leichten Anhebung und Stabilisierung der KH

Ich muss mir nun mal die Zeit nehmen und diese Salze in meinen eigenen Dünge- und Aufhärterechner in Excel integrieren und verschiedene Kombinationen mal durchspielen.
Ziel wäre eine ausgewogene Zufuhr von Chlorid und Sulfat mit einem subjektiv festgelegten Verhältnis von Sulfat:Chlorid < 1, wobei Chlorid < 40 mg. Im Anschluss möchte ich dies mal testen in Bezug auf konstanten Pflanzenwuchs und konstant bleibende Photosynthese. Klar ich meckere auf hohem Niveau, denn meine Becken laufen ja eigentlich gut. Hier kommt mal wieder mein Perfektionismus durch.
Eine Umkehrosmoseanlage kommt nicht in Betracht, da ich es Quatsch finde Calcium herauszufiltern um es dann wieder mit einem Salzmix reinzubringen - ich möchte mir hier lieber eine für mein Leitungswasser und meine 3, demnächst 4, Becken zugeschnittene Methode erarbeiten.

Fallen dir Punkte auf, welche ich bisher komplett außen vor lasse oder übersehe?

Grüße Dominik
 
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Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo,

ich bin etwas überrascht darüber, was Du mit dem tollen Wasser alles veranstaltest. Ich wäre froh, hätte ich so ein Wasser aus der Leitung. Mit Bittersalz die GH auf 5 bis 6 gebracht und ab ins Aquarium damit. PH-Wert? Uninteressant, zumindest in Aquarien mit CO2-Düngung. Die bringt den pH-Wert schnell wieder runter. Mischt Du 50 % Wasser mit pH 7,0 und 50 % Wasser mit pH 8,3, bekommst du 100 % Wasser mit pH 7,3, vorausgesetzt, die pH-Werte sind überwiegend vom CO2-Gehalt bestimmt. Es ist normal, daß karbonatärmeres Wasser mit höherem pH-Wert aus dem Hahn kommt als welches mit höherer Karbonathärte, weil zu einer höheren Karbonathärte auch mehr CO2 gehört, um den Kalk in Lösung zu halten. Dieses Aquarium lief jahrelang mit einer Leitfähigkeit um 120 µS/cm und einer KH um 1,5 herum.

SEACHEM Trace? Was willst Du mit dem dünnen Wässerchen:

2021-03-30_175339.png
(Gehalte in %)

Nimm 'nen guten, vollständigen Spurenelementedünger, dünge anständig Makros und gut isses.


Viele Grüße
Robert
 
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Lixa

Well-Known Member
Hallo Dominik,
Der hohe Ph ist Korrosionsschutz. Bei den Wasserwerten müsste schon belüften oder CO2 sehr schnell den Ph auch ohne PH minus senken. Du kannst also ruhig ergänzen was fehlt.

Zugeben ist einfacher als entfernen :D

Viele Grüße

Alicia
 

Dorudi

New Member
Hallo Robert, hallo Alicia,

vielen Dank für eure Ratschläge.
Ja ihr habt recht, selbst ohne das pH-Minus sollte ich durch CO2 Zugabe mit der KH von ~3 bei einem pH-Wert von 6,5 bis 7 landen im Becken, was ja komplett ausreicht.
Wie sich die KH dann langfristig verhält im Becken wird man sehen - eigentlich sollte nichts aufhärten.
Ich probiere es mit dem nächsten WW, also ab morgen, aus.

Das Biotopol lasse ich dann auch weg beim Wasserwechsel? Aktuell nehme ich kein Chlor mehr wahr an den Wasserhähnen, zusätzlich fülle ich den Wassereimer immer über die Brause.
Die Phase mit massivem Chloreinsatz war von Mitte Dezember bis Ende Februar hier im Wasser.
Kann ein Wasseraufbereiter manche Elemente des Volldüngers trotz einer zeitlichen Verzögerung von >24h noch an sich binden?

@Robert: Ja der Trace ist schwach, das wusste ich. Wenn man ihn aber täglich düngt dann geht es - zumindest in Vergleich auf die Dosen, welche ich mit dem Volldünger nur fahren kann, bevor Pinselalgen ausbrechen. Ich wollte mit dem Trace zusätzlich zu meiner Düngung mit AR Mikro Basic Eisen herausfinden, ob mein Becken ein Problem mit Spurenelementen oder Eisen hat.

Wenn ich den AR Mikro Basic Eisen verwende, ist bei 5,0 ml maximal 6,0 ml auf 100l für die ganze Woche gesehen Schluss, ansonsten brechen Pinselalgen aus. Da ich beim Versuch unter dieser Marke geblieben bin und mit dem Trace trotzdem erste Zeichen von Pinselalgen bekommen habe, schließe ich daraus, dass es an Spurenelementen eher nicht mangelt, sondern es Probleme mit dem 3-wertigen Eisen gibt - den Flowgrow habe ich auch hier.
Werde ab nächster Woche so 50% des Eisenwertes über den Flowgrow und den Mikro Basic Eisen versorgen. Stelle ich komplett auf den Flowgrow um, so lösen sich die älteren Blätter des Fluitans auf, bei Mikro Basic Eisen passiert das dagegen überhaupt nicht.

Wünsche euch schöne Ostern.
Grüße Dominik
 

Dorudi

New Member
Habe beim jetzigen Wasserwechsel kein pH-Minus mehr verwendet, vom Biotopol lediglich die Hälfte der angegebenen Dosierung. War mir zu heiß, das direkt komplett wegzulassen - nicht dass meinen Fischen und Garnelen etwas passiert. Wenn sich keine Probleme zeigen, reduziere ich es nächste Woche auf 1/4 und lasse es dann in 2 Wochen komplett weg.

@Wuestenrose:
Du hattest in einem anderen Thread mal erwähnt, dass man Kalium nur in Form von KNO3 hinzugeben sollte. Was ist der genaue Hintergrund hierfür? Wieso ist Kaliumsulfat oder Kaliumchlorid dagegen eher schlecht?
Und was passiert mit Sulfat im Aquarium wenn man nun ML Special Blend oder ML Therapie hinzu gibt?
 

Andreas5

Member
Hallo Robert,

das ist eine hoch interessante Betrachtungsweise. Da der Nährstoffrechner das nicht abbilden kann, weil es ein rein biochemischer Vorgang ist, würde ja der Faktor Zeit eine Rolle spielen. Mir ist schon klar, dass das eher akademischer Natur ist, aber erstmal würden KH und pH steigen, durch Aufnahme von Kalium, wie von Dir beschrieben, wieder sinken. Wäre das nicht ein Argument für Tagesdüngung, um Schwankungen niedrig zu halten? Oder sind die Ausschläge so gering, dass man das getrost vernachlässigen kann? Das Ganze hängt sicher auch von der Menge der Zugabe ab. Ich finde es auf jeden Fall spannend
 

Thumper

Well-Known Member
Moin,

wenn du KHCO3 düngst kommen pro 1mg/L Kalium sage und schreibe 0,07°dKH mit. Die KH Schwankung kannst du ignorieren, schließlich verbrauchen die meisten Becken nur 3-4mg/L Kalium pro Woche.
 

Andreas5

Member
Hallo Bene,

das ist korrekt. Also völlig unproblematisches Procedere.
 
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