UV-C Klärer, wie lange???

Erwin

Well-Known Member
Hallo Jan,

ja, auch ich habe bei mir schon diesen Nitritanstieg feststellen können, in unterschiedlichen Stärken. Mal kaum erwähnenswert, ein andermal (nach dem Brennerwechsel) wirklich heftig.
Wenn ihr nichts derartiges feststellen könnt, ist die Messmethode (Ratestäbchen???) möglicherweise zu unempfindlich? Der JBL Nitrit Tropfen Test zeigt bereits kleine Mengen Nitrit an.
Im Diskusbereich kennt man diesen Nitritanstieg und auch bei der Koihaltung im Teich. Dort wird UVC hauptsächlich wegen der erwünschten Keimarmut und krankheitsvorbeugend eingesetzt. Natürlich ist dort auch der Futtereintrag viel höher als in einem normalen Pflanzenbecken.
Noch ein Unterschied zwischen Aquarien und Teicheinsatz:
Im AQ wird UVC nach dem Filter eingesetzt, oft mit dem Argument: damit sich ja kein Keim hinter einem "Mulm-Teilchen verstecken" kann. Welch eine Dreckbrühe muss man da im Becken haben....
Im Teich jedoch vor dem Filter um Algen verklumpen zu lassen. Da spielen die Mulmteilchen wohl keine Rolle.... :D
Meine damaligen Überlegungen gingen soweit, dass ich den Bypaß-UVC-Auslaß wieder dem Filter zuführe, damit die abgestorbenen Teile gleich wieder im bio-Filter landeten.
Ich habe damals auch Keimtests über die Wirksamkeit im Vergleich von alten und neuen Brennern durchgeführt.
Der UVC-Einsatz ist bei mir aber Vergangenheit. Ich würde ihn nur noch bei manchen Krankheiten einsetzen. Bei "grünem Wasser" würde ich die mechanische Entfernung wieder bevorzugen. Der dazu geeignete Diatomfilter und ein Päckchen Diatompulver stehen noch im Unterschrank. Und gleichzeitig würde ich nach der Ursache der Grünfärbung suchen.

MfG
Erwin
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Erwin,

jetzt wird es doch aufgedröselter. Macht ja nix. ;) Der Nitritanstieg durch UV-C bezieht sich auf die photolysebedingte Reduktion von Nitrat zu Nitrit. Das typische Diskus- und Koibecken sind von der Struktur doch sehr dicht beieinander, viel Futter, viel Filtersubstrat, viel Nitrat. Dass dann ein starker UVC vor dem Filtersubstrat zum besseren Abfangen des entstehenden Nitrits günstiger ist, steht außer Frage. Ich "filtere" aber primär über das Pflanzenbecken mit getrost als sehr gering zu bezeichnendem Einsatz von UV-C und ich weiß nicht ob ich trotzdem oder deshalb schreiben soll, praktisch ergab sich kein Problem. Eine genauer zu betrachtende Rolle spielt vermutlich die Intensität des UV-C! Im Teich und Diskusbecken kommen ganz andere Kaliber zum Einsatz als die doch eher popeligen Geräte im Pflanzenbecken. Zur Beseitigung bakterieller Trübungen bedarf es relativ nur geringer UV-C Leistungen. Was mich nachdenklich macht, ist die Menge an Stickstoff, die in den bakteriellen, grünen Trübungen gebunden ist und durch UV-C wieder frei wird. Interessant ist auch, dass es durch die Fällung einer Trübung in viel kürzerer Zeit, als es durch einen üblichen UV-C möglich ist, nicht zu erkennbaren Problemen kam.
Mich würde es dahin führen zu überprüfen inwieweit Nitratgehalt und UV-C Intensität eine Rolle bei der Nitritbildung spielen, auch wie der gebundene Stickstoff einer bakteriellen Trübung auf unterschiedliche UV-C Intensität reagiert. Im Pflanzenbecken allgemein und meinen speziell mit kleinen UV-C Geräten vermute ich dafür eine zu geringe Bedeutung, als dass ich das mit meinem Setup sinnvoll überprüfen könnte.

BTW, ich habe in meiner neu gesetzten, kleinen 1000 L GFK-Teichschale die anfängliche, grüne Bakterientrübung nun wohl überwunden. Die Mittel meiner Wahl waren enzymatischer "Kanne Brotrunk" und ein Bakterienpräparat "Aqua5Dry". Sehr interessant! Die größeren Temperaturschwankungen im Teich sind ein grundsätzlicher Unterschied, aber die Trübung war mir in ihrem Verhalten doch erstaunlich schnell vertraut. :D

Gruß, Nik
 

Jan S.

Member
Hallo Erwin.
Ich benutze den gleichen Tröpfchentest wie Du.
Ich habe mir einige der Links durchgelesen, oft ging es um Gartenteiche.
Deine Testergebnisse stelle ich nicht in Frage !
Mit Gartenteich oder stoffwechselintensiver Fischhaltung ( Koi und Diskus ) habe ich keine Erfahrung .
Vielleicht ist hier auch schon der Knackpunkt.
Nik´ s Hinweis auf die mögliche Reduktion von NO3 zu NO2 hatte ich mir auch schon überlegt.
Lange Rede - kurzer Sinn , ich werde es ausprobieren und nachmessen.
"Grünes Wasser ist nicht schlimm" würde ich dann nicht mehr so stehen lassen !
Grüße Jan
 

Flash

Member
Der thread ist mehr als alt, aber bevor ich einen neuen starte Klinke ich mich hier mal ein. Ich lese immer, man sollte den uv klärer nur nachts laufen lassen , bei TÄGLICHER Düngung. Gilt dies auch bei wöchentlicher düngung? Oder werden hier ebenfalls Nährstoffe vernichtet?

Thx
 

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