sprudelwasser ins becken? keine gute Idee

SebastianK

Active Member
Hallo zusammen,

habe eben einen Fehler gemacht. Ich kam von der Uni nach hause und habe bemerkte, dass die Co2 Flasche im kleinen 40l Cube leer war und der Dauertest bereits dunkelblau gefärbt war.
Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass jemand Sprudelwasser ab und an in ein Becken ohne Co2 gegeben hat. Also gut dachte ich mir und schüttete etwa 200ml vom discounter mit heftig Kohlensäure ins Becken. Nach unter 2min fingen das Becken regelrecht an zu sprudeln... Die Pflanzen assimilierten extrem unnatürlich stark und das Becken ansich gab einen Ton von sich wie ein glas Sprudelwasser. Das nächste was ich bemerkte war, dass meine Kilis plötzlich an der Oberfläche geschwommen sind. Dabei fiel mir dann auf, dass sie einige Junge bekommen hatten, die ich zuvor nicht bemerkt hatte 8) 8)
Habe dann sofort einen großen Wasserwechsel gemacht und die Tiere weiter beobachtet konnte nichts weiter feststellen.
Kann mir einer sagen was da genau passiert ist?

Gruß

Sebastian
 
In "unbewohnten" AQs mach' ich das eigentlich immer. Kommt auf die Menge drauf an. Ich sprudel' dann mit dem SodaClub-Dingens entweder Destiliertes oder Leitungswasser auf, da Mineralwasser aus dem Supermarkt mit Mineralien und Salzen (oft künstlich) angereichert ist.
Ich geb' dann aber wirklich nur Schnapsglasgroße Mengen täglich oder einen größeren Schluck alle paar Tage.

Grüße,
Muffin :)
 

Chandler

Member
mighty muffin":aaqg5oc4 schrieb:
, da Mineralwasser aus dem Supermarkt mit Mineralien und Salzen (oft künstlich) angereichert ist.
Billiges Mineralwasser enthält nur sehr wenige Mineralien. Erkennt man u.a. auch schon an dem Hinweis "natriumarm" bzw. "geeignet für natriumarme Ernährung" auf der Flasche. Es entspricht weichem Leitungswasser. Und ausser CO2 wird da auch nichts zugesetzt.

Es enthält allerdings sehr viel CO2. Und wenn man in ein Nanoaquarium eine größere Menge davon gibt so steigt der Co2-Gehalt des gesamten Aquarienwassers entsprechend stark an.
 

Yacimov

Member
Hi Namensvetter ;),

in Mineralswasser ist mehr CO2 gelöst, als unter Normaldruck möglich ist. Wenn du die Flasche aufschraubst, gleicht sich der Druck dem Umgebungsdruck an und das CO2 perlt aus. An dieser Situation ändert sich nichts, wenn du das Mineralwasser ins Becken kippst: noch immer ist im Wasser mehr CO2 enthalten, als sich unter Normaldruck lösen kann. Folge: CO2 perlt aus, viele kleine Gasblasen.

Fische atmen ja mit Kiemen. In Kiemen findet ein Gasaustausch zwischen dem flüssigen Wasser und dem flüssigen Blut statt. Dieser Prozess wird gestört, wenn sich Gasbläschen an den Kiemen festsetzen - und das tun sie leider mit Begeisterung, und zwar auch die oben beschriebenen vielen kleinen CO2-Blasen.

Ergo bringt CO2-Düngung per Mineralwasser in Becken mit Kiemenatmern ziemlich Probleme mit sich und ist daher eine unkluge Idee. Aber du hast die Kurve ja noch gekriegt :wink:

Liebe Grüße, Sebastian
 

Chandler

Member
Yacimov":37gwdb0x schrieb:
Hi Namensvetter ;),

in Mineralswasser ist mehr CO2 gelöst, als unter Normaldruck möglich ist. Wenn du die Flasche aufschraubst, gleicht sich der Druck dem Umgebungsdruck an und das CO2 perlt aus. An dieser Situation ändert sich nichts, wenn du das Mineralwasser ins Becken kippst: noch immer ist im Wasser mehr CO2 enthalten, als sich unter Normaldruck lösen kann. Folge: CO2 perlt aus, viele kleine Gasblasen.

Nein, wenn man 0,1 oder 0,2 Liter Sprudelwasser in 200 Liter Aquarienwasser kippt ist es sofort vorbei mit der CO2 Übersättigung und es perlt kein CO2 mehr aus. Denn das Mineralwasser vermischt sich natürlich mit dem Aquarienwasser.

Yacimov":37gwdb0x schrieb:
Ergo bringt CO2-Düngung per Mineralwasser in Becken mit Kiemenatmern ziemlich Probleme mit sich und ist daher eine unkluge Idee. Aber du hast die Kurve ja noch gekriegt :wink:

Es schadet wohl nicht wenn man täglich eine kleine Menge Mineralwasser ins Aquarienwasser gibt. Und da billiges Mineralwasser in der Regel sehr viel weniger Mineralien enthält als mittelhartes Leitungswasser wird das Wasser auch nicht aufgehärtet.


Gruß
Chandler
 

Yacimov

Member
Hi,
Chandler":26ng227v schrieb:
Es schadet wohl nicht wenn man täglich eine kleine Menge Mineralwasser ins Aquarienwasser gibt. Und da billiges Mineralwasser in der Regel sehr viel weniger Mineralien enthält als mittelhartes Leitungswasser wird das Wasser auch nicht aufgehärtet.
Klar, allein die Dosis macht das Gift... Wenn ich 100ml hartes Leitungswasser in ein 200l-Becken kippe, passiert auch nicht viel - so where's the news? Übrigens, so wenig Mineralien darf auch ein 'billiges' Mineralwasser nicht enthalten, sonst muss es nämlich als Tafelwasser verkauft werden.

Aber bevor wir uns in Kleinklein verlieren: Natürlich hast du recht damit, dass kleine Mengen kohlensäurehaltigen Mineralwassers unproblematisch sind.

Grüße, Sebastian
 

Chandler

Member
Yacimov":25giun0c schrieb:
Hi,
Übrigens, so wenig Mineralien darf auch ein 'billiges' Mineralwasser nicht enthalten, sonst muss es nämlich als Tafelwasser verkauft werden.
Ne, früher gab es mal eine Mindestanforderung von 1000 mg/l gelöster Stoffe im "Mineralwasser". Das gilt aber heute nicht mehr.

Der Hauptunterschied zu Leitungswasser ist das Mineralwasser aus unterirdischen Vorkommen entnommen und vor Ort abgefüllt werden muß. Leitungswasser oder Tafelwasser kann auch aufbereitetes Oberflächenwasser aus Flüssen oder Seen sein.

Gruß
Chandler
 

Yacimov

Member
Da lese ich §§ 2 und 3 der Trinkwasserverordnung anders - aber was solls. Wenn ich wenige Milliliter Mineral-/Tafel-/hartes Leitungswasser in ein 200-Liter-Becken kippe, ist das ganze so oder so ohne Relevanz.
 

Chandler

Member
Naja, aber man trinkt es ja zuweilen.

Es gibt wegen EU-Wettbewerbsrecht eine wesentliche Ausnahme zu dieser Mindestgehaltsverordnung. Das Wasser kann und wird deshalb auch bei weniger als 1000mg als Mineralwasser zugelassen. Kannst du auch nachrechnen da die wesentlichen Inhaltsstoffe zumeist auf der Flasche ausgewiesen werden.

---------------------
3.4
Wasser, das weniger als 1000 Milligramm gelöste Mineralstoffe oder weniger als 250 Milligramm freie Kohlensäure in einem Liter enthält, kann eine ernährungsphysiologische Wirkung zugesprochen werden, wenn es mindestens einen der in Anlage 2 genannten Stoffe in den dort aufgeführten Mindestkonzentration aufweist. Für andere, nicht in Anlage 2 aufgeführte Stoffe (Mineralstoffe, Spurenelemente und sonstige Bestandteile) kann der Nachweis ihrer ernährungsphysiologischen Eigenschaften in natürlichem Mineralwasser durch Untersuchungen nach anerkannten Methoden oder durch klinische Beobachtungen erbracht werden. Auch vorhandene Untersuchungsergebnisse von Wassern vergleichbarer Zusammensetzung können zum Nachweis der ernährungsphysiologischen Wirkungen herangezogen werden.
---------------------
 

Yacimov

Member
Naja, ich trinke [jetzt haut's dich wahrscheins gleich um] fast nur Osmosewasser :bier:

[/ot]
 

Chandler

Member
Ach, ist alles Geschmacksache. Ich trinke Berliner Leitungswasser. Die Mineralien nimmt man ja auch sowieso mit dem Essen in ausreichender Menge auf. 8)
 

evchen

Member
Hallo!

Ich grab mal den Thread wieder aus ;-)

Bringt es denn was für die CO2 Versorgung der Pflanzen was, wenn ich Mineralwasser oder Sodawasser ins Aquarium kippe?
So ein 1/8 oder 1/4 Liter pro Tag?
 

bub

Member
Hallo Evchen,

ich persönlich würde das lassen, denn ausser dem CO2 bringst du auch Mineralien und Salze ein, die du nicht wirklich im Aquarium haben willst. Mit anderen Worten: du härtest und salzt dein Wasser auf...ziemlich unkontrolliert.

Wenns nix kosten soll, rate ich dir zu einer Eigenbau Bio Co2 Anlage mit Paffrathschale.

Wenns was kosten darf, natürlich Druckgasflasche mit allem drum und dran.
 

evchen

Member
Hallo Steffen!
Danke für deine Antwort :eek:)

Und wie wärs dann mit Sodawasser aus der Gastronomie? Das funktioniert so, dass Leitungswasser (in meinem Fall - ich hätte Zugang dazu - das gleiche Leitungswasser, dass ich auch fürs Aquarium verwende) mit CO2 versetzt wird und aus dem Zapfhahn kommt. Das könnte ich mir täglich mit nach Hause nehmen :bier:
 
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