Quarzsand 0,4-0,8mm - Nachteile für die Mikrobiologie?

Kalle

Active Member
Hallo zusammen,

ich möchte bei einer Neueinrichtung ca. 3/4 des Bodens mit feinem Quarzsand ausfüllen (0,4-0,8).
Der Sand soll nicht bepflanzt werden. Aber ich frage mich, hat die schlechte Durchströmbarkeit gegenüber gröberen Korn, z.B. Kies, Nachteile für die Mikrobiologie hat, z.B. mehr Fäulnis, mehr Cyanos etc...?

Wie sind eure Erfahrungen?

VG Kalle
 

Rio-Negro

Member
Hi Kalle,

such mal nach dem Prinzip der Geringfilterung welche hier von Nik propagiert wird. Ich habe in meinem 450er ausschließlich diesen Sand und bin sehr zufrieden. Wenn du dann noch sehr wenig Filtersubstrat einsetzt bildet sich der Bakterienfilm auf allen Oberflächen im Becken was somit Algen quasi Null Chance lässt. Nur die Düngung über die Wassersäule muss angepasst werden.
 

java97

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Haloo Kalle,
Mein letztes Altwasseraquarium mit (Gümmer-) Sand hatte auch nach ca. 4 Jahren Standzeit nicht die geringsten Anzeichen von Fäulnis im Boden.
 

chrisu

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Hallo,

in gut bepflanztem Sand ist Fäulnis überhaupt kein Thema. Bei größeren unbepflanzten Sandflächen normalerweise auch nicht solange man bei Umgestaltunsarbeiten keine größeren organischen Teile in den Boden einbringt.
 

flatfile

Member
Hallo Kalle,

mit Faulstellen im Sand hatte ich bisher keine Probleme.
Was ich aber bei allen Becken beobachte, sind dunkle Ablagerungen im Sand direkt an der Scheibe (oder zwischen Sand und Scheibe). Dort findet sich alles mögliche, von "normalem" Schmutz bis hin zu Cyanos. Interessant ist, dass die Cyanos dann aber auch wirklich nur dort zu finden sind, der Rest des Beckens ist optisch algenfrei. Allerdings stehen diese Becken alle mind. 1 Jahr.

Btw: Von Mikrobe Lift gibt es ja so ein Präparat, das die Ablagerungen im Boden abbauen soll. Hat das schon mal jemand probiert?

Beste Grüße
Konstantin
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hi Kalle,

ich beziehe mich mal auf den Absatz von Konstatin.
flatfile":25pp465u schrieb:
Was ich aber bei allen Becken beobachte, sind dunkle Ablagerungen im Sand direkt an der Scheibe (oder zwischen Sand und Scheibe). Dort findet sich alles mögliche, von "normalem" Schmutz bis hin zu Cyanos.
Das ist normal und unvermeidbar, solange die Ablagerungen braun sind! Das toleriere ich, alles andere nicht! CB können auftauchen, wenn ich nicht aus einem guten Becken als Basis aufsetze. Die CB gehören zu den Erscheinungen auf die ich beim Einfahren verstärkt achte. Mit den ML-Produkten lassen sich CB gut verdrängen. Ich hatte schon CB vorne im Sand an der Scheibe, die nach einer ML-Kur schwarz wurden und sich mitunter als kompletter Film aus dem Sand stochern ließen. Dann noch eine ML-Kur hinterher um zu gewährleisten, dass die CB nicht wieder auftauchen, dann ist auch auf Dauer Ruhe. Im Becken selbst habe ich die nur sehr selten.

Gruß, Nik
 

Biotoecus

Active Member
Moin Kalle,

ich kann in Bezug auf Sand 0,4-0,8mm nichts schlechtes sagen.
Das Zeug tut schlicht und ergreifend das, was es tun soll. Unten rum lungern und liegen bleiben.
Es zieht keine Unwägbarkeiten an und es gammelt den lieben langen Tag rum ohne zu gammeln. :D
Also: Trau Dich! :smile:

Beste Grüße
Martin
 

omega

Well-Known Member
Hallo Kalle,

Kalle":3jn8m5fh schrieb:
Der Sand soll nicht bepflanzt werden.
an unbepflanzten Stellen verfärbt sich hier der Sand ab ca. 2cm Tiefe blaugrau (könnte auch nur grau sein). Reste von Pflanzenwurzeln befinden sich dort keine (wird ab und an entmult bzw. eher entstaubt). Drin rumgestriegelt, steigen Blasen auf. Diese Verfärbung verschwindet bei Kontakt mit freiem Wasser wieder binnen Stunden.
Ich habe ganz unten zwar Bodenzusatz drin (Terrdrakon), aber nicht überall. Diese Verfärbungen treten auch an Stellen ohne Zusatz auf.
An bepflanzen Stellen behält der Sand seine Originalfarbe und bleibt heller als an der Oberfläche.

Ob sich dadurch Nachteile für die Mikrobiologie ergeben? Ich denke nicht. Was dort im Sand passiert, läuft wegen des geringen Stoffumsatzes sehr langsam ab. Im Bereich oben drüber herrscht viel mehr Strömung und Licht. Der sollte austretendes H2S etc. im Nu wegkompensieren.
Nachdem der Sand längere Zeit unbepflanzt stand, würde ich bei Tierbesatz in größeren Bereichen nicht rumwühlen und dadurch solche Verfärbungen in größerem Stil nach oben bringen, bevor ich mit einer Mulmglocke dort drin war.

BTW: Was direkt hinter den Scheiben im von Licht beschienen Sand passiert, finde ich bzgl. unbepflanztem Sand uninteressant. Dort finden völlige andere (aerobe) Prozesse statt als weiter dahinter. Man müßte die Scheiben dort vor Licht von außen abschirmen und die oberen paar Zentimeter, die von sich im Glas reflektierendes Licht von der Aquarienbeleuchtung beschienen werden, unbeachtet lassen, um verwertbare Erkenntnisse zu erlangen.

Grüße, Markus
 

flatfile

Member
Hallo Nik,

nik":1nrl0un5 schrieb:
Mit den ML-Produkten lassen sich CB gut verdrängen. Ich hatte schon CB vorne im Sand an der Scheibe, die nach einer ML-Kur schwarz wurden und sich mitunter als kompletter Film aus dem Sand stochern ließen. Dann noch eine ML-Kur hinterher um zu gewährleisten, dass die CB nicht wieder auftauchen, dann ist auch auf Dauer Ruhe.

verstehst du unter einer ML-Kur die Anwendung von NO und SB nach Anweisung? Oder reden wir hier nun über den ML substrate cleaner?

Beste Grüße und angenehmen Abend
Konstantin
 

Kalle

Active Member
Hallo zusammen,
besten Dank für eure Erfahrungen. Ich denke, das kann man grob so zusammen: unbedenklich bis vorteilhaft.
Das entspricht auch dem, was ich verschiedenen Threads, in denen das Thema aufkam, gefunden habe.

Dann kann's ja los gehen, der 25Kg Sack ist bestellt, der arme Paketbote wird sich wieder wundern :irre: ....

VG Kalle
 

garnele1234

Active Member
Kalle":31y2sf0u schrieb:
Hallo zusammen,
besten Dank für eure Erfahrungen. Ich denke, das kann man grob so zusammen: unbedenklich bis vorteilhaft.
Das entspricht auch dem, was ich verschiedenen Threads, in denen das Thema aufkam, gefunden habe.

Dann kann's ja los gehen, der 25Kg Sack ist bestellt, der arme Paketbote wird sich wieder wundern :irre: ....

VG Kalle

Hallo,

ich kaufe meinen immer bei OBI und Bauhaus 25kg ca. 5€ :wink:

mfg Andreas
 

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java97

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Hallo Kalle
omega":2a5a8aew schrieb:
Kalle":2a5a8aew schrieb:
Der Sand soll nicht bepflanzt werden.

Nachdem der Sand längere Zeit unbepflanzt stand, würde ich bei Tierbesatz in größeren Bereichen nicht rumwühlen und dadurch solche Verfärbungen in größerem Stil nach oben bringen, bevor ich mit einer Mulmglocke dort drin war.

In meinen Aquarien waren/sind über Jahre größere Bereiche "quasi" unbepflanzt, nämlich die, wo große Java- und Kongofarne sitzen, die ja bekanntlich nicht wurzeln. auch in diesen Bereichen führte das bisher zu keinerlei Problemen.
Was sollte da auch passieren? Der Sand darunter ist doch sauber...
Ich halte das Fäulnisrisiko in den in den durchwurzelten Bereichen, wo öfter mal umgestaltet und Pflanzen samt Wurzeln aus dem Sand gezogen werden, für wesentlich größer aber auch das habe ich bisher nicht beobachtet.
Durchmulmen ? Hab ich, allein schon wegen meiner Zwerggarnelen, noch nie gemacht.
Wenn ich da an meine Zeiten mit Kies und Bodendünger zurückdenke...da hat es beim Ausräumen des Aquariums teilweise sehr markant geduftet...
 

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