Pinselalgen - Mythen und Fakten

Hey,



Irgendwas ist an dem Profito gefühlt seltsam, oder besser gesagt anders. Entweder funktioniert er richtig gut, oder mal so überhaupt gar nicht.

Ähnliche Beobachtung bei AlgExit. Reine Salicylsäure war bei mir nicht annährend so effizient.
Also die Pflanzen sind seinerzeit explodiert, die PAs aber halt auch.
Seltsamerweise, und da bin ich nicht alleine, hat sich unter Profito irgendwann immer Fe- Mangel eingestellt. Dann ergänzt um Ferro wieder gut. Aber auch das finde ich seltsam. Auch in Kh armen Wasser PH sauer, also an der Verfügbarkeit kann es nicht gelegen haben.

Ich gebe Dir recht: er ist anders als viele andere Volldünger. Ich habe immer eine kleine Flasche da und nutze ihn nur ganz gelegentlich zum Nachschieben wenn ich mal keine Zeit habe für WW und die Pflanzen hungrig werden. . Und das macht er gut.

Gruß Frank
 
Hallo zusammen, Beobachtungen meinerseits.

Unterschied bei Wasserwerten/Nährstoffen.
Testbecken 680 µS
Schaubecken/Opas Aquarium 220 µS. GH = 5 / KH = 1,5 / NO3 = 20 mg/l / Po4 = 0,1 mg/l / K = 6 mg/l / Mg = 8 mg/l / Fe = 0,1mg/l / in beiden Becken keine Pinselalgen mehrt!

Testbecken läuft ohne Technik mit Leitungswasser, keine Wasserwechsel.
Opas Aquarium vollentsalzt, Verbrauchsorientierte Düngung, keine Wasserwechsel.

In beiden Aquarien Tendenz Richtung Grün/Punktalgen, ob Grünalgen/Punktalgen Verhältnisse Pinselalgen letztendlich zurückdrängen?
Der Zeitraum des verdrängen hat auch Monate bis über ein Jahr gedauert. Algenmittel, Chemikalien habe ich nicht eingesetzt.
Ich vermute das Mikroorganismen das beeinflussen/Regeln.
Wasserwerte sollten von daher konstant sein, tägliches Verbrauchsorientiertes Düngen ist dafür am geeignetsten/sichersten.

Beeinflussung/Verbrauch von Mikro u. Makrodünger, es verändert sich dadurch auch Leitfähigkeit/ GH/ KH/ Ca/ NO3/ PO4/ K/ Mg/ Fe/ usw.
Welche Mikroorganismen sich von daher letztendlich durchsetzen/entwickeln?
Die Populationsgrößen werden durch die eingegebene Nährstoffmenge beeinflusst/vorgegeben.
Zurzeit mikroskopiere ich fast täglich, sehe wie schnell sich bei kleinsten Wasserwertänderungen vorhandene Mikroorganismen und Algensporen verändern, (Bezug/ Populationsgrößen Richtung null).

Schaubecken, Pinselalgen 2017 / Fensterbecken, Pinsel und Bartalgen 2012
Anhang anzeigen 172576 Anhang anzeigen 172577
Diese Algen sind mittlerweile abgestorben, es sind nur noch nur noch Grüne Punkt/ Pelz/ Fadenalgen im geringen Maß vorhanden.

Bilder dazu, Schauaquarium 04.10.2026
Anhang anzeigen 172578

Testaquarium 11.10.2026-1 / Testaquarium 11.10.2026-2
Anhang anzeigen 172579 Anhang anzeigen 172580
Wie immer sehr interessant.

Grüße Frank
 
Hallo Leute!

Kurz meine Erfahrung zu Pinselalgen. Ich hatte immer, mal mehr mal weniger, damit zu kämpfen. Beim Wasserwechsel (ca. 40% die Woche) hatte ich ca. 75% UO Wasser mit 25% Leitungswasser gemischt und dann auf Stoß aufgedüngt. Wenn ich den Wasserwechsel mal schleifen ließ, hatten es die Pinselalgen leichter. Wenigstens bilde ich mir das ein.

Ende letzten Jahres habe ich meine Beleuchtung umgestellt. Aus Alu-Schienen mit Abdeckung, RGBWW-LED Band und zwei RGB-Controllern mit Netzgerät habe ich mir die Beleuchtung selbst gebaut. Den Rotanteil ziemlich hoch, den Blauanteil mittel und Grün eher wenig. Dazu die Warmweißen und Kaltweißen LED mit ca. 40/60%. Dann über etwa 2 Monate mit Easy-Carbo und Wasserstoffperoxid die Algen eingenebelt und die besonders stark befallen Blätter entfernt.

Kurz danach habe ich mir eine Dosieranlage für den Dünger zugelegt und dünge seither täglich. Im Frühjahr habe ich mit dem Wassermischen aufgehört und salze das UO Wasser gezielt auf (KH 2, GH 5). Im Sommer aus Sicherheitsgründen einen ph-Controller eingebaut (25 mg/l). Somit halte ich die Werte im Becken stabil.

Seitdem sehe ich keine Algen mehr. Weder Pinselalgen noch Grün- oder Punktalgen. Über den geringen Aufwuchs machen sich die Garnelen her und selbst an den Scheiben sind keine Algen zu sehen. Auch wenn ich drei Wochen keine Pflege betreibe, ändert sich das bis jetzt nicht. Ich muss nur danach viel gärtnern.

Bedeutet natürlich nicht, dass das ein Patentrezept ist und es kann sich auch jederzeit wieder ändern. Aber ich vermute, dass eine gleichbleibende Wasserqualität und Nährstoffversorgung viel dazu beiträgt das im Griff zu behalten.
 
Hallo zusammen,

dann gebe ich mal meine Erfahrungen mit PAs dazu.
Ich hatte im vergangenen Jahr leider sehr viel Erfahrung mit PA gesammelt.

Um sie los zu werden habe ich verschiedene Nährstoffkonzepte ausprobiert, aber außer nochmehr PA und massivem Grünalgenwachstum nichts erreicht.

Wenn man PA "killen" will, kann ich 2HR APT F/Fix Lite uneingeschränkt empfehlen. Wirkt sofort und zuverlässig, besser als alles andere das ich kenne.
Aber bei mir waren die innerhalb von 2 Wochen wieder da. In Bezug auf die Ursachen also nix gekonnt.

Vor einigen Wochen (6) haben ich das Aquarium (90p) jedoch gründlich "resettet". Filter im AW gereinigt (OASE 600), Soil gemulmt und mit 9 Liter Amazonia V2 und 3 Liter Amazonia V2 Powder aufgefüllt, neu bepflanzt und das ganze Hardscape gründlich gebürstet. Mehrere Wasserwechsel während dieser Aktion durchgeführt und dann nochmal fast komplett neu bepflanzt.
Seitdem fahre ich die Düngung wieder vorsichtig hoch und mache wie vorher regelmäßige WW von 50%.
Die Pflanzen sind gut angewachsen und seitdem habe ich bislang praktisch keine Algen. Insbesondere keine PA! Was ich auch geändert habe: deutlich verbesserte Filterhygiene. Alle 2 Wochen Vorfilter gut reinigen in AW. Restlicher Filter seit dem Reset bereits nach 4 Wochen zum ersten Mal durchgespült (auch in AW).

Meine These: PA kommen von hoher organischer Belastung, egal wie gut die biologische Filterung arbeitet. Gute Aquarien und Filterhygiene hält PA fern.
Weitergehende Theorien mögen richtig sein, aber mir haben sie allesamt nicht geholfen.

Bin zurzeit so zufrieden mit dem Aquarium wie seit 1 Jahr nicht mehr. Glasklares Wasser, keine Algen, gute Wuchssteuerung via NO3 und PO4 Dosierung.
 
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