Guten Abend,
nun steht das Becken bereits seit über einem Jahr, und ich finde, das schreit quasi noch einem kleinem Fazit.
Ich bin nun nicht alle Seiten nochmal durchgegangen, aber ich gehe mal auf ein paar Sachen ein, die als Anmerkungen / Anregungen aus der Community kamen und zu denen ich nach einem Jahr ein bisschen was sagen kann.
Oder auch einfach Dinge, die ich für erwähnenswert halte.
Vielleicht kann ja der ein oder andere von meinen Erfahrungen / Erkenntnissen partizipieren.
Ich mache das mal als lose Reihenfolge, was mir so einfällt.
- komplettes Verkleben des Hardscapes:
Ich bin immer noch zufrieden und habe es nie bereut alles sehr stark verklebt zu haben.
Auch nach über einem Jahr hält der
Arka Poly Glue sehr gut und weder die Steine, noch die Wurzeln bewegen sich.
Das erleichtert mir die Pflege des Beckens sehr.
-Bodengrund:
Ich bin ja recht schnell von
beigen Sand zu
schwarzem Kies gewechselt und bin sehr zufrieden.
Der Kies mit seiner Körnung 1-2 mm lässt sich super mulmen und Dreck ist aufgrund seiner Farbe auch nicht schnell zu sehen. Zum Beispiel vorne an der Frontscheibe.
Sand würde
ich zukünftig nur als ganz dünne dekorative Schicht verwenden und nicht als alleinigen Bodengrund.
-Beleuchtung:
Die Skylight Hyperspot ist die beste Lampe, die ich je gehabt habe. Ich mag ihre Farbe (was ja sehr subjektiv ist).
Das absolute Highlight ist aber die Tatsache, dass sie einfach nicht blendet, wenn man vorm Becksen sitzt.
Die Intensität habe ich im Laufe des letztens Jahres auch runtergefahren.
Seit mehreren Monaten läuft sie 7 Stunden (inklusiver 1 Stunde Auf- und Untergang) auf 40% ihrer Leistung.
Meine bisherigen Becken waren immer deutlich stärker beleuchtet aber ich finde es so optisch einfach schöner.
Des Weiteren muss man so auch nicht ganz so oft Pflanzen schneiden, wie früher, als ich noch deutlich mehr Licht über meinen Becken hatte.
- Pflege:
Einmal die Woche werden konsequent 50% Wasser gewechselt und 50% des nicht bepflanzten Kies gemulmt.
Pflanzen werden in dem Zuge auch geschnitten oder auch mal Abends zwischendurch.
Im Schnitt brauche ich rund 2 Stunden für die Pflege des Beckens pro Woche.
- Düngung:
weiterhin nutze ich die Dünger von Aquarebell.
Aktuell in folgender, täglicher Dosierung:
AR NPK: 3ml
AR GH Boost 2ml
AR Mikro Basic Eisen 1 - 1,5ml
Die Spiralis Red wird regelmäßig mit Masterline Root Caps versorgt.
- Wasser:
Weiterhin nutze ich mein Leitungswasser, welches jede Woche mit circa 6 Gramm Magnesiumsulfat versehen wird - und gut ist für mich.
- Cladophora:
Bis heute bin ich die Cladophora nicht losgeworden.
Alle paar Wochen gibt es mal wieder einen kleinen Büschel auf einer Wurzel (die letzten Male wirklich nur auf den Wurzeln und nirgendwo anders).
Im Normalfall kann ich die dann immer leicht mit einer Pinzette entfernen und gleich absaugen beim Wasserwechsel.
Letztens habe ich aber auch ein circa 2-2cm großes Nest in meiner Hygrophila Pinnatifida entdeckt; das war dann schon deutlich nerviger.
Ich habe die Pinnatifida an der Stelle komplett entfernen müssen um die Alge auf der Wurzel und im Pflanzengeflecht entfernen zu können.
Somit hatte ich dann erstmal ein Loch in meinem "Teppich" - ist zum Glück schon fast wieder komplett zugewachsen.
Loswerden werde ich die Cladophora wohl nie, also muss ich in diesem Layout damit leben.
Ist nicht schön aber halt nicht zu ändern.
- Posthornschnecken:
Sie haben sich nie zu einer Plage entwickelt; im Gegenteil.
Die Population wird immer geringer, die Schnecken bleiben auch recht klein und die Häuser weisen deutliche Schäden auf.
Das Wasser scheint einfach zu sauer zu sein und ggf. finden die Schnecken nicht genug zu fressen.
Wenn das so weiter geht, hat es sich wohl bald mit den Schnecken erledigt.
- Garnelen:
die Sulawesi Innlandsgarnelen haben eine stattliche und stabile Population entwickelt.
Durch ihre Färbung sind sie optisch nicht aufdringlich und erst auf dem zweiten Blick sieht man, wie viele es wirklich sind.
Klare Empfehlung meinerseits.
- Fische:
Mit dem normalen Neon habe ich mich für einen echten Klassiker der Aquaristik entschieden.
Optisch gefällt er mir sehr gut und auch sein Verhalten passt für mich perfekt in dieses offene Becken.
(seit einem Jahr nur ein Tier durch springen "verloren")
Sie sind nicht scheu und haben auch ein interessantes Sozialverhalten.
- Bepflanzung:
Hier habe ich mittlerweile ja schon einige Pflanzen in dem Layout durch und bin mittlerweile irgendwie bei Anubias hängengeblieben.
So, mehr wüsste ich erstmal nicht.
Nun noch ganz kurz eine kleine Zusammenfassung, was seit dem letzten Update so passiert ist:
- Cpryptocoryne Spiralis Red hat endlich den Look, den ich mir erhofft habe (schön lang flutend auf der Wasseroberfläche)
- der petite Javafarn auf er rechten Wurzel wurde durch Anubias minima, gracilis und petite ersetzt - alle drei müssen noch richtig einwachsen
- hinter der rechten Wurzel habe ich Rotala Rotundifolia eingesetzt, welche dort sehr gut wächst.
Leider wächst die pink links daneben nicht mehr sonderlich gut, da sie wahrscheinlich zu sehr von der Spiralis abgeschattet wird.
Beim nächsten Rückschnitt in der Ecke fliegt sie raus und wird durch Rotala Rotundifolia ersetzt, eventuell kommt die besser mit dem geringen Licht zurecht.
Dann hätte ich dort auch ein homogenes "Beet", was mir auch mehr zusagt.
- die Cryptocoryne Nurii vorne rechts wurde durch eine Cryptocorye lucens ersetzt. Passt mir optisch besser ins Becken, muss aber auch noch deutlich einwachsen und sich entwicklen.
- der Bolbitis macht sich langsam echt breit und muss regelmäßig in Schach gehalten werden. Mal gucken wie lange ich den noch bändigen kann.

- generell ist alles schöner eingewachsen und die Anubias machen sich in meinen Augen immer besser und entfalten ihr ganzes Potential.
Das ist nun echt ein ziemlicher Roman heute Abend geworden....
Anbei noch ein paar Schnappschüsse, die den aktuellen Stand des Beckens zeigen.
Allen noch einen schönen Abend.