Osmoseanlage und Wechselwasser aufsalzen

_Jhnns_

New Member
Hallo liebe Forenmitglieder,

nachdem ich bei der Aquarienvorstellung bereits super Kommentare und Hilfe erhalten habe, habe ich mich mit dem Thema Osmose noch weiter beschäftigt.

Derzeit stehen zwei Osmoseanlagen zur Auswahl:

Osmofresh Proline x3 450 GPD
oder
JG 600 GPD professional Osmoseanlage.

Hier wollte ich nachfragen, worin sich ggf. der Unterschied befindet. Oft lese ich, dass viele Forenmitglieder eine JG Anlage besitzen, allerdings lese ich online ebenfalls die andere Anlage.
Es geht in den Punkt, dass wöchentlich 100 Liter Wasser gewechselt werden müssen und ich nicht ewig warten möchte. Zudem soll das Wasser/Abwasserverhältnis stimmen.
U den Vorfiltern konnte ich bereits herausfinden, dass es sich um Standardgrößen handelt und ich somit nicht Markengebunden bin.
Als mögliche Alternative für die originalen Medien wären diese denkbar, oder?
Bei den Membranen müsste sich dies dann ähnlich verhalten?

Des Weiteren frage ich mich, wie sich der Wasserwechsel gestaltet.
Einerseits lese ich: Wasser aufbereiten und aufsalzen, temperieren und dann ins Becken.
Andererseits jedoch auch: Wasser aufbereiten, ins Becken leiten und dort aufsalzen.

Wie sieht es hinsichtlich der zweiten Variante aus? Ich kann das Wasser leider nicht derartig zwischenlagern, da hier kein Platz in der Wohnung ist.
Über eine Expertise wäre ich sehr dankbar.

Hinsichtlich des Preisunterschieds für die Anlagen weiß ich Bescheid, allerdings bietet die JG Anlage ja etwas mehr Leistung pro Tag, weshalb die Anlage auch teurer ist.

Abschließend zur Info: es ist eine Enthärtungsanlage auf Salzbasis (Ionentauscher) verbaut und ich kann das Wasser erst nach der Enthärtungsanlage entnehmen.
WW vom Versorger: Gh 22, Kh 18
WW im Leitungswasser: Gh 8, Kh 18.

Liebe Grüße und vielen Dank bereits jetzt gür die Hilfe

Johannes
 
Hallo Johannes
das ist recht einfach zu erklären die Osmofresh verwendet 3 Membrane wobei das Abwasser der ersten beiden in die dritte fliessst. Die Spülung erfolgt manuell was nicht in ein Nachteil sein muss . Sie hat einen Pumpe mit Bürsten die ca 30 -60 Minuten laufen kann . Ich setze auf die neuen Membranen von HN -JCM die mit 45-60 % Produktwasser arbeiten. Doch denke daran , 1 : 1 bedeutet immer eine Verdopplung der Härte im Abwasser. Ferner setze ich auf bürstenlose Pumpen .- Beide Anlagen haben aber Standardfilter und Membranen die eine 2012-150 die andere 3013-600 . Die Filter sind 9 7/8 also 10 Zoll Fitler. Da kannst du also auch Alternativen wählen. Wenn du Problems hast frage ruhig . ich mache das schon recht lange und muss nicht auf Teufel komm raus eine Anlage verkaufen.
Beim Lagern etc musst du immer daran denken das Wassser ist eiskalt . also ein zweiter Heizer etc, falls du das direkt einleitest. Ich würde das Wasser nach der Enthärtungsanlage entnehmen . Mit dem Aufsalzen musst du schauen, da bin ich kein Fachmann mehr
mfg
jörg
 
Hi Johannes
du musst das Wasser ja nicht ewig rumstehen haben. Über Nacht in einem Fass, Kanistern o.ä. aufheben und dann am nächsten Tag verwenden, dann ist es nicht mehr ganz so kalt. Alternativ zeitnah vorm Wasserwechsel zapfen und einen Teil davon im Wasserkocher erhitzen und wieder zum Wechselwasservorrat dazumischen, bis die Temperatur passt.
Es gibt auch Aquarianer, die das Wasser direkt aus der Anlage ins Becken laufen lassen und direkt im Becken aufsalzen. Dadurch, dass es recht langsam einläuft, ist das prinzipiell auch möglich. Meins wäre es nicht.
Zu starke Temperaturunterschiede führen zu Ausgasung/viele Bläschen/Gefahr der Gasblasenkrankheit bei den Aquarienbewohnern. Außerdem gibt es auch Aquarienpflanzen, die das nicht mögen, wenn es so kalt wird.
Wenn du dich wirklich für Besatz entscheidest, der kühleres Wasser mag, musst du das Wechselwasser ja auch nicht so stark erwärmen.
 
Hallo Jörg,

erstmals vielen Dank für deine Antwort!
Hinsichtlich des gesteigerten Gh-Werts im Abwasser lese ich dann aber auch heraus, dass es bei der Osmofresh Anlage dazu führt, dass die dritte Membran das "härteste" Wasser abbekommt und diese dann am stärksten "leidet"?

Immerhin aber schön, dass ich nicht herstellergebunden wäre, sofern beide Anlagen mit Standardelementen arbeiten.

Bezüglich der Entnahme: Die "gesenkte" Gesamthärte schont die Membran jedoch wahrscheinlich weniger, als wenn diese ohne die Enthärtung "gesenkt" worden wäre oder? Ich habe zwar tatsächlich keine Möglichen, das Wasser vorher zu entnehmen, allerdings würde es mich grundsätzlich interessieren.
In anderen Threads konnte ich ja schon lesen, dass Filter/Membrane länger aus angegeben verwenden werden können, wenn die Werte noch passen. Dazu würde sich das Leitwertmessgerät aus deinen Shop eignen Jörg, da eine µS/cm Messung möglich ist, oder?

Die Erhöhungspumpe wäre dann natürlich bürstenlos besser, da das Zeitintervall des Zapfens ja definitiv länger als 30 bzw. 60 Minuten braucht.

Liebe Stefanie,

auch Danke für deine Expertise! Die Möglichkeit des Erwärmens mit dem Wasserkocher ist für den Wasserwechsel durchaus denkbar und praktikabel. Ich werde noch sehen, wie ich das dann handhabe, da das direkte Einleiten ja einfacher wäre.
Das Aufsalzen im Becken selbst bieten aber dann keine Nachteile, es hättet sich dann ja punktuell kurzfristig auf oder? Hier kann ich keine deutlichen Meinung dazu finden.

Liebe Grüße und Danke bereits jetzt
Johannes
 
Hallo Johannses
deine Enthärungsanlage tauscht einfach gesagt kalk gegen salz ,deswegen stimmen die Ergebnisse nicht so ganz .Ich kenne das System mit 3 Membranen und habe auch es auch selber gebaut, Viele Schläuche usw. fand ist nicht so gut . Ich finde auch die Anschlüsse auf der Vorderseite bei den Osmofresh Anlagen nicht gut , doch die waren davon begeistert. Wenn Membrane gepflegt werden und einmal im Jahr desinfiziert werden ,dann halten die wesentlich länger. Doch leider gehen viele Hersteller dazu über 1:2 Membranen mit 1:1 zu fahren. Das hat verschiedene Gründe, die Pumpe und der Trafo können kleiner sein und man kann mehr Membranen verkaufen. Die Anlagen kommen ja aus China und die bauen Anlagen nach den dortigen Parametern, doch Wasser in der Qualität haben wir nun mal hier nicht. 2 oder sogar 3 zu 1 das ist der Tod für jede Anlage. Denken bei Aufsalzen mal an die Natur wenn es regnet, oder wenn ein Nebenfluss mit recht weichem Wasser in den Hauptfluss einmümdet.
mfg
jörg
 
Hallo Johannes

Ich würde dir die Osmose-Anlage 1900 von ARKA empfehlen.
Die schaft 80Ltr. in der Stunde

100Ltr. Osmose-Wasser+ca 80Ltr. Abwasser. ❗

Aktueller Preis liegt zwischen 230u.299€
Schaft wirklich 1900 Liter in 24 Stunden.
Wird auch vom Stefan von Liquid Nature empfohlen

Ich würde es auch wie Stefanie schon geschrieben hat in Kanister füllen und wenn nötig mit dem Wasserkocher aufheizen
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35 und 15 Liter

LG RALF
 
Hallo,

da ich hier sehr viel vom eiskalten Wasser lese: Es gibt kein Gesetz, das besagt, man müsse den Wasserhahn auf eiskalt stellen. ;)

Wenn du nicht zwischenlagern kannst, dann eben direkt einfüllen und das Wasser auf 22 Grad (oder so) einstellen.
Klar, es entstehen Heizkosten dafür, zumal das Abwasser ja quasi auch mit geheizt wird.
Aber irgendeinen Tod muss man an der Stelle sterben.

Gruß
Dennis
 
Hallo,

Danke für die Antworten.

Ich würde dir die Osmose-Anlage 1900 von ARKA empfehlen.
Allerdings hat diese Anlage Ralf ja die speziellen Arka Filter und Membranen, wenn ich mich recht informieren konnte.
Dementsprechend würden hier dann grundsätzlich Mehrkosten entstehen, wenn ich immer die teureren Filter kaufen müsste. Ich weiß natürlich, dass es auch Refills gibt, aber dennoch!

Viele Garnelen vertragen eine abrupte Änderung der Wasserwerte nicht
Exakt das war meine Befürchtung. Ebenfalls die geplanten Sulawesi Inlandsgarnelen möchte ich natürlich nicht schocken, Selbst, wenn diese als robust gelten.

Wenn du nicht zwischenlagern kannst, dann eben direkt einfüllen und das Wasser auf 22 Grad (oder so) einstellen.
Bedeutet das dann aber nicht auch den "Tod" für die Membran, wenn das Wasser nicht kalt ist.

Ich merke, ich lese mich allerdings noch weiterhin etwas ein, bis ich konkret eine Entscheidung fällen kann!

Liebe Grüße
 
Bedeutet das dann aber nicht auch den "Tod" für die Membran, wenn das Wasser nicht kalt ist.
Hi,

im Gegenteil, 25 Grad ist eigentlich so ziemlich optimal hinsichtlich Abwasser / Rückhaltung.
Aufgrund der Heizkosten würde ich persönlich ein paar Grad kühler gehen.

Die JG600 hab ich auch, ist gut, und danke für den Link zu den Filtern, preislich ist das sehr gut.

Gruß
Dennis
 
Hallo Johannes
die Arkra hat wirklich spezielle Membranen und wenn du schon mal nachrechnest dann würdest du schnell merken das da was nicht dran stimmt. Ausserdem verwendet Sie einen Pumpe mit Bürsten und das Ergebnis was Sie liefert wird nur mit einem Reinwasserharz erzielt was wieder Geld kostet. Hier ist eine 500 Gpd Membrane verbaut die bei einen gewissen Salzgehalte und 25° warmen Wasser 500 x 3,8 ltr pro Tag schafft, also 1900 ltr , Das teilst du durch 24 und kommst so um die 80 ltr .
mfg
järg
 
Hallo liebe Mitglieder,

ein super Austausch hier bezüglich der Fragen!
Gut, dann habe ich das grundsätzlich ja alles richtig verstanden und bin auf dem richtigen Weg.

Die JG600 hab ich auch, ist gut, und danke für den Link zu den Filtern, preislich ist das sehr gut.
Kein Problem Dennis, wenn man auf der Suche ist, kann man ja Fragen und Ergebnisse der Suche teilen! :)

Bezüglich der Wassertemperatur kann ich das Wasser ja, VOR der Zuleitung in die Osmoseanlage auch kurz laufen lassen und dann die Temperatur messen, bevor ich diese dann abzapfe.
22/23 Grad sollten dann ggf. ja auch schon ausreichend sein, wenn ich es direkt ins Becken leiten wollen würde.

Dann geht die Planung wieder weiter in die nächste Runde, es wird ernster!

Bezüglich Aushärtung durch die Salze lese ich natürlich noch weiter. Aber ggf findet sich jemand, der bzw. die erst im Becken Salz hinzufügt und berichten kann.

Liebe Grüße
Johannes
 
Hallo Johannes,

Bezüglich Aushärtung durch die Salze lese ich natürlich noch weiter. Aber ggf findet sich jemand, der bzw. die erst im Becken Salz hinzufügt und berichten kann.

das mache ich so. Allerdings wird hier nur eine rel. geringe Menge Osmosewasser täglich automatisch eingewechselt. Alle paar Tage streue ich dann einen Löffel Mineralsalz in den Filter. Natürlich treten dadurch Schwankungen auf, die sind aber gering und ohne Nachteile. Auch die kalte Frischwassertemperatur ist so kein Problem.

Fazit: es funktioniert gut, wenn nur kleine Wassermengen gewechselt werden. Weiterer Vorteil: es kann auch Salz verwendet werden, welches sich nur im leicht sauren Milieu und mit Hilfe von CO2 brauchbar löst. Diese Salze halte ich in der Zusammensetzung für besser, allerdings dürfte vollständige Auflösung vorab im Wechselwasser ohne CO2 nahezu unmöglich sein.
 
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