Neue Beckengestaltung nach fast 6 Jahren Abstinenz

_Jhnns_

New Member
Liebes Forum,

lange Zeit habe ich hier im Forum still und heimlich mitgelesen, mich informiert, aber niemals wirklich die ganzen Dinge umgesetzt.

Jetzt, nach Studium und komplett überlebten Einstellungsphasen, habe ich mich dazu entschieden, in ein neues Aquarium zu investieren.

Es wurde jetzt ein Juwel Lido 200, da die Größe bzw. die Maße nahezu exakt den vorhandenen Platz nutzen können.
Allgemein ist die vorhandene Technik die, die ebenfalls im Becken von Anfang an verbaut wurde.

Technik:
- Bioflow M
- Multilux 70 LED (theoretisch auch zwei Mal möglich - Ersatzleuchtbalken vorhanden)
- grundsätzlich möglich: CO2 Anlage mit Nachtabschaltung/Magnetventil (2kg), allerdings möchte ich diese eher nicht zwingend verwenden, da keine "pflegeintensiven" Pflanzen genutzt werden sollen

Geplanter Besatz:
- Sulawesi Inlandsgarnelen als Putztrupp
- ggf. Ohrgitter Harnischwelse (Otocinclus)
- Kardinalfische (Tanichthys albonubes ggf. auch mit dem Zusatz gold)
oder Perlhuhnbärblinge (Danio margaritatus) (-> ein einfacher Schwarmfisch eben)

Bepflanzung:
Relativ simpel, da der Pflegeaufwand gering sein soll
-> Düngung meist nur einmalig wöchentlich möglich (Stoßdüngung beim Wasserwechsel), da ich meist nur an den Wochenenden oder den Ferien am Aquarienstandort bin

Aufsitzerpflanzen à la:
- Microsorum pteropus gerne Trident
- Anubias verschiedene Sorten/Größen
Cryptocoryne
Ggf. ein Tigerlotus
Ergänzt mir womöglich Moos und Staurogyne repens, falls möglich
Gerne hier noch eine Hilfestellung auch hinsichtlich schnellwachsender, einfacher/pflegeleichter Pflanzen

Zum Hardscape:
Talawa Wurzeln und Drachensteine
1-2mm Kies in Beige
Rückwand schwarz foliert an zwei Seiten (Wand)

Hinsichtlich der Wasserwerte gibt der Wasserversorger folgende Werte an:

Gh 22
Kh 18
Ph 7,2

Aus der Leitung hingegen kommt, Enthärtungsanlage sei Dank:

Gh 8
Kh 18
Ph 7,2

Dementsprechend informiere ich mich gerade auch bezüglich einer Osmoseanlage. Leider habe ich auch keine Möglichkeit, das Wasser für die Osmoseanlage vor der Enthärtung zu entnehmen - ich hoffe, dass das dann nicht schlimm iat.

Bei meiner Recherche bin ich auf die Anlage von Osmofresh (Smartline Gold) gestoßen. Nehme allerdings auch gerne weitere Hilfen an und bin für Tipps dankbar.
Zum Aufsalzen stehe ich gerade zwischen Salty Shrimp gh/kh+ und Duradrakon.
Auch hier bin ich für Erfahrungswerte offen.

Ebenfalls für ein geeignetes Leitwertmessgerät wären Empfehlungen super! Des Weiteren: Wassertests von Sera oder doch JBL?

Bis zu welchem Wert sollte ich hier das 100%ig verwendete Osmosewasser aufsalzen? Oftmals lese ich von den typischen bis Gh 6, Kh 3. Dann frage ich mich allerdings, ob ein höhere Gh/Kh Wert nicht ggf. stabiler hinsichtlich Ph Wert sein könnte, um einen Säuresturz zu vermeiden.

Anschließend - das derzeitige Layout bzw. Gestaltung im Trockensetup:

IMG_8857.jpeg
IMG_8858.jpeg

Liebe Grüße und vielen Dank bereits jetzt für Kommentare, Hilfe und Unterstützung

Johannes
 
Guten Morgen Johannes,

tolles Projekt das du da planst. Bezüglich der Enthärtungsanlage solltest du dich informieren ob diese mit Salz oder Granulat betrieben wird. Die Enthärtungsanlagen mit Salz hinterlassen wohl sehr hohe Natriumwerte im Leitungswasser. Die mit Granulat verändern die Wasserwerte wohl kaum und sind für Aquarien geeignet, zumindest laut Watercryst... hatte die mal im Job getroffen und ausgefragt.
 
Moin Johannes,

sieht doch schon mal klasse aus. Bin sehr gespannt auf weitere Bilder und den Verlauf. Danke fürs zeigen.

Frank
 
Hallo Andrea,
halle Frank,

vielen lieben Dank für deine Antwort!

Leider handelt es sich um eine Enthärtungsanlage auf Salzbasis, also einen Ionentauscher.
Dementsprechend werde ich wohl durch das enorme Natriumangebot um die Osmose nicht herumkommen.

Ich hoffe daher noch etwas auf Feedback/Input hier im Forum bezüglich der Fragen. Ist jetzt ja doch etwas Zeit vergangen und das ist völlig neues Terrain.

Liebe Grüße
Johannes
 
Hallo Johannes,

Ich empfehle dir erstmal diese Informationen hier zum besseren Verständnis. Mit dem anschließendem Aufbereiten des Wassers werden sich bestimmt noch andere Mitglieder melden. Da bin ich leider vom Wissen her raus.
 
Hallo Andrea,

vielen Dank für den Hinweis bezüglich der Seite. Diese Informationen habe ich bereits aufgenommen und für mich verarbeitet.
Dementsprechend kam dann ja auch die Notwendigkeit einer Osmoseanlage auf.
 
Hi,
was für eine Osmoseanlage du nimmst, hängt auch von den Bedingungen ab. Ob sie fest verbaut werden kann, ob du Zeit hast, auf das Osmosewasser zu warten bzw. Platz hast zum Lagern desselben in Kanistern und natürlich, wie viel du brauchst. Da es um Wasser aus einer Enthärtungsanlage geht, macht Verschneiden wenig Sinn, denn damit wäre das Leitungswasser zwar verdünnt, aber immer noch natriumlastig.
Also bräuchtest du bei 50% Wasserwechsel ca. 90 Liter in der Woche (ich gehe von 180l realen Wasservolumen aus, und das ist wahrscheinlich noch zu großzügig). Das Ganze dann mit einem GH/KH plus Salz mineralisieren, bevor es ins Becken kommt.
Die günstigen Osmoseanlagen mit den "kleinen" Membranen und ohne Druckverstärkerpumpe brauchen halt ihre Zeit, und haben meist ein Verhältnis von 1:4 Osmosewasser : Abwasser. Es geht aber auch mit anderen Verhältnissen bis hin zu 1:1 oder sogar "Direct Flow", wenn du mehr Geld investieren willst/kannst.

Zur sonstigen Planung - die "großen" Kardinalfische, T. albonubes, finde ich für das Becken nicht so geeignet. Das Lido hat ja eher Cube Form, also nicht viel Schwimmstrecke in der Länge. Die Kardinalfische sind schon eher "Streckenschwimmer" und auch nicht ganz klein. Da wäre die Perlhuhnbärblinge besser geeignet, die zwar auch gerne mal Gas geben, aber insgesamt kleiner sind. Sie mögen Pflanzendickichte, in die sie sich zurückziehen und von da aus in kleinen Trupps das Becken erkunden.
Da wäre eine schnellwachsende Stängelpflanze noch eine gute Ergänzung, z.B eine der Rotalas, die auch bei weniger Licht rot bleiben.

Äh - das Lido mit der Multilux Standardausstattung hat doch schon zwei LED Balken? Eine Erweiterung bzw. Upgrade wäre die Juwel Helialux LED, oder die Chihiros Universal Leuchte. Brauchst du aber für deine Pflanzenpläne erstmal nicht.
 
Dazu kommt bei den Kardinälen, dass sie für heutige Zimmertemperaturen ungeeignet sind, diese Aussage muss wohl aus der Zeit kommen, als es die Zentralheizungen noch nicht gab. Die brauchen im Winter zwingend eine längere Zeit mit Temperaturen unter 20 Grad, sonst sterben sie im Sommer wie die Fliegen, wenn die Wassertemperatur über ca. 24 Grad steigt. Ich bin leider nicht die einzige, die das erleben musste.
 
Hallo Stefanie,
hallo Bettina,

grundsätzlich erstmals Danke für die Hinweise!

Bezüglich der Grundausstattung des Lidos:
Ich meine mit Leuchtbalken die Lichteinheit mit den zwei Röhren. Diese ist einmalig verbaut. Eine Zweite Einheit (also 4 Röhren) wären möglich. Die Helialux wäre wieder eine andere Geschichte. Ich hoffe, dass dies jetzt deutlicher wurde.
Sollte es nicht zwingend nötig sein, bleibt diese (sie ist ja vorhanden ), als Ersatzprodukt im Schrank.

Bezüglich der Osmose:
Fest verbaut werden kann sie leider nicht, daher ist es dann immer notwendig, diese an- und abschließen zu können.
Hinsichtlich der Lagermöglichkeiten des Wassers müsste ich erst schauen, zeitlich sollte das aber kein Problem sein. Sind 50% Wasserwechsel zwingend notwendig oder würden auch 30% gehen? Hier gerne weitere Ansichten nennen, da viele Meinung hier auseinander gehen.

Bei der Osmofreshanlage dachte ich dann an die größte Anlage, um mehr Liter/Tag zu generieren, um hinsichtlich des Verhältnisses kein Problem zu bekommen.
Gerne lasse ich mich aber auch von weiteren Marken bzw. Modellen für den transportablen Gebrauch beraten.

Als Zwischenfrage ergibt es sich auch noch hier für mich nach dem Einlesen: Wie oft sollte in der Einfahrphase Wasser gewechselt werden und zu welchem Prozentsatz? Auch hier begegnen mir immer wieder unterschiedliche Ansatzpunkte.

Vor allem aber Danke bezüglich des Fischbesatzes. Ich möchte natürlich nicht, dass es den Tieren derartig "schlecht" ergeht. Gäbe es weitere Vorschläge für den Besatz hinsichtlich Größe und Optik, die in eine ähnliche Richtung gehen, vor allem aber mot den Werten und Gegebenheiten klarkommen.
Gesehen hätte ich auch Boraras micros, brigittae oder mehra bzw. auch Rasbora dorsiocellata. Diese gefallen mir wirklich auch gut, sind natürlich aber auch eher etwas auffälliger im Becken, zumindest die Boraras.
Rasbora dorsiocellata wird allerdings auch wieder als schwimmfreudig beschrieben, hier könnte wieder ein Problem auftreten?

Viele Fragen, die sich mir gerade noch stellen, aber ich hoffe, ich finde hier noch etwas Unterstützung und Hilfe!

Liebe Grüße

Johannes

 
Hallo Johannes,

Wie planst du denn die Gestaltung neben der Wurzel? Ich persönlich finde in nicht ganz so hellen Becken die 0815 Neons ganz hübsch, Tucanosalmler oder Axelrods Bärbling wären in Kombi mit der Osmoseanlage und weichem Wasser auch ein toller und "besonderer" Besatz.

Es gibt insgesamt echt viele tolle kleinbleibende Fischarten. Am besten schaust du dich da mal nach der Verfügbarkeit in deiner Gegend um.
 
Hallo Andrea,

erstmal Danke für dein Feedback!
Hinsichtlich der Gestaltung bin ich eigentlich, was das "Hardscape" anbelangt, durch.
Ich möchte dann nur noch Pflanzen hinzufügen. Wie gesagt - eher Aufsitzer und Cryptocoryne sowie noch etwas Schnellwachsendes. Hier bin ich noch offen.

Den Axelrods Bärbling (Sundadanio axelrodi) habe ich auch noch gesehen, der würde mir auch gut gefallen.
Aber definitiv werde ich hier in meiner Gegend die Läden durchforsten und mich informieren.
Hinsichtlich der Schwarmgröße dachte ich an 20 Stück?

Liebe Grüße

Johannes
 
Hallo Johannes:

Als Zwischenfrage ergibt es sich auch noch hier für mich nach dem Einlesen: Wie oft sollte in der Einfahrphase Wasser gewechselt werden und zu welchem Prozentsatz? Auch hier begegnen mir immer wieder unterschiedliche Ansatzpunkte.

Viele Wege führen nach Rom, dazu kommt, dass die Becken unterschiedlich konzipiert sind, und auch noch, welche Bewohner darin sind, daher wirst du beim Thema Wasserwechsel unterschiedliche Antworten kriegen.

Ich rate dazu, in der Einfahrphase wöchentlich 50 Prozent Wasser zu wechseln, und dazu immer sofort, wenn Nitrit angezeigt wird beim Testen, wenn Wassertrübungen vorkommen oder die Beckenbewohner sich ungewöhnlich verhalten (bei Fischen z. B. hohe Atmungsfrequenz, Flossenklemmen, Trübungen der Haut), wenn Malaiische Turmdeckelschnecken den Boden verlassen und Richtung Wasseroberfläche kriechen, etc.

Gruß

Plantlover
 
Hallo Plantlover,

vielen lieben Dank für deine Expertise!
Dann werde ich auch einfach schauen, wie es sich ergibt und läuft im Becken.

Bisher warte ich noch etwas auf Feedback bzw. Rückmeldung, Anregung und Expertise sowie Empfehlungen hinsichtlich Osmoseanlage, Leitwertmessgerät und Aufsalzung.
Hier bin icv zwar auch tüchtig am Einlesen, allerdings sind konkrete Meinungen hier natürlich von Vorteil.

Liebe Grüße
Johannes
 
Hallo Johannes,

neben dem wie es sich ergibt machst du dir zusätzlich konstant mit wöchentlich 50 Prozent Wasser zu wechseln (zumindest in der Einfahrphase) in der Regel am wenigsten Probleme.

Gruß

Plantlover
 
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