Naturaquarium 200 Liter

A

Anonymous

Guest
hallo,
will nun auch mal mein becken vorstellen.
das becken hat im märz ein jahr auf dem buckel. vorher lief es auch im layout eines naturaqurium´s aber auf sand, was mir nicht gefiel, weil manche pflanzen nicht so wollten wie ich wollte :D

im märz vorigen jahres habe ich dann den sandboden gegen dennerle kies getauscht + düngemix + fluter.
lampen sind T5 mit 4 x 39 watt bestückt, die lichtfarbe ist 2 x 865 und 2 x 830

das becken läuft eigentlich sehr gut, nur die ständige gradwanderung bei NO3 und PO4 auch FE mach(te) doch arg zu schaffen.

ich wollte, angeregt durch einen P04- thread bei uns im forum und durch tobi nachher der hier ja die düngung des tom barr vorstellte, den weg der IE düngung (fett) gehen. hatte immer mit grünalgen plagen zu kämpfen - blaualgen hatte ich NIE.
hatte dann auch eine zeit PO4 auch auf ~ 0,5-0,8 und NO3 10-30 gefahren mit ferrdrakon stoß gedüngt.
meine grünalgen plage blieb.

durch herrn Dr. Gerd Kassebeer in einem anderen forum, war ich wieder zur besinnung gekommen und wachgerüttelt worden :)
er schrieb, solange grünalgen sich bilden, sind nährstoffe genug vorhanden.
ich entschied mich dann nach langen überlegen zur "mageren" düngung. ich wählte dennerle für mein becken.
gedüngt wird 14 tägig mit E15, V30, A1 Daily NPK

beides ob (fett,mager) oder geht ohne zweifel, nur welcher weg der richtige ist - entscheidet dann das ergebnis nach monaten.
mittlerweile glaube ich - gibt es entweder den weg das becken im minimum zu führen oder im überfluß der makronährstoffe zu halten. egal welcher weg gegangen wird, dass gleichgewicht/angebot der nährstoffe MUß stimmen, alles dazwischen – oder fehlen oder auch zu viel nur einer komponente gibt algen.

auch stellt sich mir die frage, hält das system durch und erfreut sich bester gesundheit für monate mit magrer oder eben fetter (IE) düngemethode oder bricht es nach ½ jahr ein? weil FE zum beispiel hemmend auf andere nährstoffe wirkt wie z.b. mangan.

so nun die werte.

wasserwerte:

pH 6,6
KH 4
gh 6
PO4 0,1 mg/l teilweise nicht nachweisbar
NO3 < 10 mg/l
fe 0,1 mg/l teilweise nicht nachweisbar

fischbesatz:
12 kolumbianer + 6 winzlinge
15 amanogarnelen und diver. andere

und ein par bilder...

das bild zeigt wie es mitte oktober aussah...



das dann nach layout änderung...



 

Zeltinger70

Active Member
Hi Ingrid,

hmm hätte derzeit Macropodus opercularis abzugeben. *g*
Die sind immer in Bewegung, es sei denn sie lauern Futter auf.

Gruß Wolfgang
 

Nobby

Member
Hallo @ all,

wer in diversen Foren unterwegs ist, kennt Ingrids Becken, die auch schon prämiert wurden! :top:
Da braucht man nichts weiter zu sagen ... da kann man nur staunen! :dance:
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Ingrid,


wirklich ein klasse Becken! Sehr schön grün....zeigt doch wunderbar, dass ein Becken auch mit weniger Nährstoffen funktioniert.

Grüße
Tobi
 

Nobby

Member
Hallo David,

es dürfte sich um Hemianthus callitrichoides handeln!? :roll: Guckst du hier! :wink:

Edit: Eine ausführliche Beschreibung von Ingrid zu ihrem Superbecken befindet sich überings in diesem Thread! :idea:
 
A

Anonymous

Guest
hallo all,
vielen dank, freue mich das es gefällt.
nobby :knuddel: ja das ist richtig ... Hemianthus callitrichoides Cuba.

sonst gibs im mom nichts neues... bis auf das die pflanzen durch/nach anwendung mit E15 deutlich das blattgrün sich geändert hat.


@tobi,
frage, warum wachsen in höheren PO4 und NO3 werten KEINE algen?
hast du da irgendwelche infos?
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi Ingrid,

durch die Tom Barr Reports hab ich ne Menge Infos bezüglich aller Nährstoffe und werde in ca. einem Monat mal nen Special dazu schreiben. Habe im moment leider sogut wie keine Zeit wegen Uni Stress und kann deswegen nicht genau auf die Frage eingehen.

NO3 und PO4 induzieren aber unter kontrollierten Bedingungen keine Algen, dies konnte in Tests erwiesen werden. Es ist vielmehr ein Problem der CO2 Versorgung oder anderer Mängel die zu Algenwachstum führen. NO3 kann ja in mehreren Formen ins Becken eingebracht werden. Fischausscheidungen z.B. die in NO3 umgewandelt werden können durch ihre Ammonium Vorstufen zum Problem werden, wenn eben zuviel davon vorhanden ist. Deswegen ist es wichtig woher die Nährstoffe kommen. Durch Dosierung von KNO3 sollte eben dieser Effekt der Algen nicht auftreten.

Diese höheren Werte sollten aber eh primär in Starklichtbecken genutzt werden wo es sehr schnell zu Mangelerscheinungen kommen kann.

Grüße
Tobi
 
A

Anonymous

Guest
hallo tobi,
durch die Tom Barr Reports hab ich ne Menge Infos bezüglich aller Nährstoffe und werde in ca. einem Monat mal nen Special dazu schreiben. Habe im moment leider sogut wie keine Zeit wegen Uni Stress und kann deswegen nicht genau auf die Frage eingehen.
ok...verschieben wir es auf später... :wink:

was ich dabei nicht verstehe ist, dass pflanzen in der natur mit "spuren" NO3 und PO4 zurechtkommen, co2 ja ok spielt auch eine gewichtige rolle bei "magerer" versorgung in starklichtbecken.

ich will wo andres hin.
algen wachsen dann wenn pflanzen NO3 und PO4 gesättigt sind, wenn sie den "überfluß" nicht aufnehmen und verarbeiten können.
es kommt sogar vor, auch das ist beweisen das z.b. höhere FE werte aufnahme hemmend sein können.

mich interessiert warum der "überfluß" da bei dieser düngemethode hingenommen wird, von den pflanzen ohne algenbildung?
das muß doch chemisch was passieren in so becken, warum einzeller (algen) dann nicht wachsen?

zumindest was hemmend auf algen ist, ist auch hemmend so manche pflanze?
findet in den becken eine auslese statt?
muß speziell nur mit den pflanzen gearbeitet werden die die werte verkraften bzw. vertragen?
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi,

das was du als bewiesen ansiehst und auch beschreibst nämlich das Pflanzen in der Natur nur mit Spuren davon auskommen ist so eben irreführend.

In der Natur haben die auch meistens fließende Gewässer oder Teiche, Seen usw. mit sehr viel mehr Litern. Da reichen auch schon "Spuren" aus, damit die Pflanzen dennoch gut Nährstoffe aufnehmen können bzw. wachsen. Alles in allem treten dennoch in der Natür "Mangelerscheinungen" bei vielen Pflanzen auf, welche z.B. die Pflanzen besonders rot färben (Nitrat Limitierung).
Es gibt da aber genauso Gegenbeispiele von tropischen Teichen, in denen es sehr viele Nährstoffe gibt aber dennoch keine Algen.


Algen wachsen ja gerade eben nicht wenn pflanzen NO3 und PO4 gesättigt sind... da passiert auch chemisch nicht viel in den Becken ( es werden also keine "Algenkillerzellen" oder so gebildet. Die Problematik mit zu viel Nährstoffen mag zwar auf nen paar Tümpel zutreffen aber alles in allem geschieht dies nicht wenn die anderen Werte wie CO2 etc. stimmen.

Der Schlüssel zu dem ganzen ist eher, dass es bestimmte Stoffe gibt die limitiert werden können und so nur die Wuchsrate der Pflanzen verringert. Ebenso gibt es aber Nährstoffe die bei einer Limitierung zu einem Wuchststop führen können.

CO2 und Nitrat sind die beiden wichtigsten Pflanzennährstoffe die in ihrer Limitierung bei VIEL Licht zu wirklich starken Problemen führen können. Der Phosphatgehalt dagegen kann auch mal geringer sein und verlangsamt dadurch lediglich den Wuchs aber führt nicht zum Verkümmern der Pflanzen.

Man kann sich die Wichtigkeit der Pflanzennährstoffe etwa so vorstellen:

Licht=> CO2=> N=> K=> P=> Ca=>Mg=> und so weiter

Hat man also Probleme mit Algen sollte man zunächst zusehen, dass man seinen CO2 Wert soweit anhebt, dass hier keine Limitierung mehr vorliegt. Danach kann man sich der Reihe nach um die weiteren Nährstoffe kümmern.

Alles in allem geht dieser Düngeansatz aber davon aus, dass bei gesunden Pflanzen keine Algen aufkommen können, dieser Ansatz wird ja auch von allen anderen Düngemethoden praktiziert ;).

Ich werd mich aber aber sicherlich nochmal ausführlicher dazu auslassen und die Beziehung der Nährstoffe genauer beleuchten.

Und ob es spezielle Pflanzen sein müssen die es verkraften.... hmmm muss ich sagen keine Ahnung :D. Ein Becken mit rein langsam wachsenden Pflanzen wird auch sicher nicht mit 1 Watt/Liter bestrahlt, dementsprechend kann man das Becken mit viel geringerem Nährstoffgehalt fahren.
 
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