Mangelerscheinung beim Einfahren

Hallo Ich heiße Daniel und habe mein altes Hobby wieder reaktiviert. Die Einlaufphase läuft seit dem 13.01.2009 .
Anfangs haben einige Pflanzen darunter gelitten. Das Hornkraut hat 2 Tag nach dem einsetzen alle Blätter abgeworfen, gab erstmal eine riesen Sauerei. Die Vallisneria spiralis ebenfalls, aber diese erholen sich gerade wieder.
Seit den letzen 5 Tagen steigt das Nitrit stetig.
Am 27.01.2009 habe ich den ersten WW von 20 l (~20%) gemacht.

Die Probleme:
Seit Beginn hat die Bleheri sehr glasrige Blätter nachgeschoben. Die Triebe des indischen Wassersterns sind gelblich und die Stengel rötlich/violett. Die Vallinserien die zuerst satte grüne neu Triebe bekam, verliert nun wieder an Farbe.
Um welche Mangelerscheinung könnte es sich handeln?
Hoffe ihr könnt mir und den Pflanzen helfen.

Zur Technik:
Aquarium: Juwel 80x35x40 cm (netto 90 l)
Filter: Eheim Professionel 3 2071
Heizstab: JBL 50 Watt
Beleuchtung: 2x18 Watt (Osram Lumilux 840/865) + JBl W-Reflektoren
Co2: Bio-Co2(Hefe-Tortenguss) mit Paffrath-schale

Einrichtung:
1-2mm Kies (schwarz) von Dennerle
Mangrovenholz


Wasserwerte im Aquarium:

ph:7,5
kh:13
(17mg/l Co2)
gh:16
NO3: 30
NO2: 2
CL: 0

Link zur Wasseranalyse des Versorgers:
http://www.sws.speyer.de/html/Service/T ... rvice_.htm

Die Osmoseanlage wegen der Härte ist bereits bestellt. Strebe eine kh von 6-8 an.

Düngung:
Ferrdrakon seit Beginn wöchentlich 5ml
Terrdrakon NPK seit 23.01.2009 3 Kugeln (Schwertpflanze und je Vallisneria)

Die Bilder:
Habe die Bilder extra etwas dunkler gemacht, daß man die Problemzonen besser erkennt.







 

Oli

Member
Hallo Daniel.

Würde mal 80 % Wasser wechseln.
Bei dem hohen Nitritwert helfen 20 % nicht.
Danach alle 3 Tage 30 % wechseln, die Werte beobachten und
immer wieder das gewechselte Wasser aufdüngen.

Gruß
Oli
 

Roger

Active Member
Hallo Daniel,

herzlich willkommen bei Flowgrow!

Düngung:
Ferrdrakon seit Beginn wöchentlich 5ml
Das liegt weit unterhalb der empfohlenen Dosierung des Herstellers. Ich würde ohnehin eine tägliche Düngergabe anstreben und mit einer Dosis von 1,5ml täglich dürfte man in die richtige Richtung kommen.

Ermittele bitte noch die wichtigen Wasserwerte für Fe und PO4!

Der Nitritpeak ist bestimmt auch ohne heftige Wasserwechsel bald überstanden und Besatz ist hoffentlich noch keiner drin dem es schade könnte.
 
Hallo,

alles nicht so schlimm!
Die Echinodorus zeigt absolut normalen Wuchs - die neuen Blätter (submers) sehen leicht gemustert aus. Auch der ind. Wasserstern wächst normal. Vallisnerien sind bekannt dafür, dass sie am Anfang schwach wachsen, ebenso das Hornblatt.

Ich würde an deiner Stelle regelmäßig große TWW machen, dabei die Kieselalgen im auge behalten und mehr schnellwachsende Pflanzen einsetzen - sonst kommen Algen.
Zusätzlich kannst du sofort mit dem Besatz beginnen und diesen langsam steigern - von nichts kommt nichts!
 

Roger

Active Member
Hi Thomas,

Zusätzlich kannst du sofort mit dem Besatz beginnen und diesen langsam steigern - von nichts kommt nichts!
mitten im Nitritpeak würde ich keinesfalls mit einem Besatz beginnen!
Was soll denn Deiner Meinung nach davon kommen?
 
Hallo ich bin bisher RogersPark Meinung.

Das Aqua ist noch sehr jung und befindet sich gerade im Nitritpeak. Da will ich mit großen WW die Nährstoffe für die Bakterien nicht abschneiden.
Den WW habe ich gemacht, wege der steigenden Algenentwicklung. Neben Kieselalgen tauchen auch wenige Faden- und Punktalgen auf.

Was für ein Mangel würdet ihr vermuten?
Über diese rot/violette Färbung an den Stengeln des Wasserstern habe ich so noch nichts gelesen, ist das normal?


p.s. Wassertemp.: 24-25°C
 
Hallo,

deine Pflanzen zeigen keinen Mangel! Zumindest erkennt man auf dein Bildern nichts davon.
Du musst schauen, dass du die Waage zwischen TWW und den Kieselalgen hälst.


mitten im Nitritpeak würde ich keinesfalls mit einem Besatz beginnen!
Was soll denn Deiner Meinung nach davon kommen?
Der Besatz nach dem Peak führt eventl. zu einem neuen Peak (unbemerkt). Ich halte die Einlaufphase inzwischen für überflüssig. Die Bakterien brauchen Nahrung um sich zu entwickeln - deshalb sollte sofort mit einem mäßigem Besatz und häuifigen TWW begonnen werden.
 

Beetroot

Active Member
Hallo,

Der Besatz nach dem Peak führt eventl. zu einem neuen Peak (unbemerkt). Ich halte die Einlaufphase inzwischen für überflüssig. Die Bakterien brauchen Nahrung um sich zu entwickeln - deshalb sollte sofort mit einem mäßigem Besatz und häuifigen TWW begonnen werden.

Man kann doch hin und wieder etwas Futter ins Becken bröseln, sollte die Bakties doch auch stimulieren können.

Gruß
Torsten
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hi Thomas,

den Nitritpeak, bzw. hochtoxisches Nitrit mit den von dir gelieferten - nicht mal mehr dürftig zu nennenden - Informationen in dieser Weise zu verharmlosen, bedarf ob seiner Offensichtlichkeit keiner weiteren Bewertung. Ein paar Infos schon.
Wenn ein frisches Becken besetzt und gefüttert wird, dann fällt der Nitritpeak wegen der zusätzlichen Fütterung um so stärker aus, denn die Entwicklung von Nitrobacter ist sowieso langsam, d.h. die Stickstoffmineralisation sowieso unterbrochen, sodass sich schon bei einer geringen Belastung messbares Nitrit zeigt, bei zusätzlicher organischer Belastung um so mehr, bzw. unnötig mehr. Das Tempo der Entwicklung von Nitrobacter bestimmt die Menge an sinnvoller Fütterung.

Hallo Daniel,

Man kann übrigens das Becken auch ohne Besatz füttern. Für die Entwicklung der Nitrifikationsmikroflora ist es ohne Belang ob es Fische als Durchlauferhitzer für das Futter hat, erspart denen aber das Nitrit. Der Nitritpeak ist aber abzuwarten.
Alternativ kann man gleich Filterbakterienpräparate aus dem Fachhandel zugeben. Die können den Nitritpeak weitgehend vermeiden. So ein Becken halte ich für gleich besatzfähig. Kontrollieren würde ich das trotzdem. Bei akuten Nitritproblemen hilft das auch.

Die Bilder sprechen für einen Volldüngermangel. Nitratmangel macht auch hellgrüne Triebspitzen, hat es aber reichlich. Es könnte aber auch ein simpler Fe-Mangel sein. Kann das sein, dass du mit dem 2071 einen Riesenfilter an ein kleines Pflanzenbecken stöpselst? Die glasigen Ech.-Blätter würde ich auch in dieser Richtung deuten.

Gruß, Nik
 
Hallo kurz zum Nitrit: ich füttere alle 2 Tage ein kleine Briese Flockenfutter(1-2).

Aber zurück zu den Pflanzen:

@nik Den Filter kann man drosseln. Er läuft bei mir mit halber Leistung. Also relativ großes Filtervolumen mit langsamerer Zirkulation.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hi Daniel,

ein Gruß und ein Name unter seinem Posting machen übrigens einen extrem netten Eindruck. :wink:

Bei dir kann man nur noch spekulieren. Bei der enormen Filterung kannst du nur über eine Fe-Messung feststellen was los ist - zumal du eh schon unter Empfehlung düngst. Was hast du jetzt vor?

Gruß, Nik
 
Hallo

@nik
Sorry, ich war vorhin in der Fh etwas abgelenkt.
Was verstehst du unter enorm? die Umwälzmenge oder das Filtervolumen?



Ich habe extra etwas niedriger angefangen zu düngen, weil:
1. auch noch Düngkugel eingebracht sind
2 wollte ich nicht den Algen zuviel Nährstoffe bieten
3. Ist die Dosis laut Hersteller auch von Pflanzenmenge abhängig.


Ich werde jetzt die Düngemenge auf umgerecht 9 ml pro Woche erhöhen.


Auf weitere Meinungen , bin ich gespannt.
 

Roger

Active Member
Hallo Daniel!

Was verstehst du unter enorm? die Umwälzmenge oder das Filtervolumen?
Nik´s aussage zielt sicherlich auf die verwendete Menge und Art des Filtermaterials ab. Bei größeren Mengen und besonders porösen Materialien kann es zu unerwünschten Nährstoffausfällungen im Filter kommen. Diese Stoffe stünden den Pflanzen dann nicht mehr zur Verfügung.
Deshalb wäre es wichtig den Eisengehalt im Wasser zu messen um festzustellen ob die gegebene Volldüngerdosis ausreicht einen Fe-Gehalt von 0,1mg/l zu erreichen und zu halten.

3. Ist die Dosis laut Hersteller auch von Pflanzenmenge abhängig.
Unter anderem ist die erforderliche Dosis auch von der Pflanzenmenge abhängig. Filterung und Bodengrund haben darauf ebenfalls Einfluß. Ausserdem hat jedes Becken seinen ganz indviduellen Nährstoffhaushalt den man durch messen der Werte und entsprechende Düngermengen aufrecht erhalten muß! Die tatsächlich notwendige Volldüngerdosis kann leicht auch mal das vierfache der Herstellerempfehlung sein. :wink:

2 wollte ich nicht den Algen zuviel Nährstoffe bieten
Falsch gedacht! Zu geringe Düngermangen schwächen die Pflanzen und dann sind die Algen im Vorteil. :wink: Im Zweifelsfall lieber großzügig Düngen und evtl. Überschüsse durch Wasserwechsel beseitigen.
Nach diesem Prinzip funktioniert die Düngung nach dem Estimative Index über den Du hier im Forum reichlich Beiträge findest wenn Du die Forensuche bemühst. :wink:

PS: Genau wie Nik, fehlt mir immer noch Dein Name unter den Postings. :roll:
 
Hallo Nik,
nik":19tg6kra schrieb:
den Nitritpeak, bzw. hochtoxisches Nitrit mit den von dir gelieferten - nicht mal mehr dürftig zu nennenden - Informationen in dieser Weise zu verharmlosen, bedarf ob seiner Offensichtlichkeit keiner weiteren Bewertung.
Posts zu berwerten ist offenbar eine große Stärke von dir :).

Man kann übrigens das Becken auch ohne Besatz füttern. Für die Entwicklung der Nitrifikationsmikroflora ist es ohne Belang ob es Fische als Durchlauferhitzer für das Futter hat, erspart denen aber das Nitrit.
Unterm Strich merkt man eine "kleine Prise Futter" vielleicht gar nicht. Dadurch kommt der Peak eventuell 12 oder 24h schneller.
Ich bleibe dabei: sofortiger Besatz und häufige TWW beschleunigen den Peak, ersparen künstlich langes Einfahren und einen 2. (unbemerkten) Peak.

Mich würde wirklich interessieren, woran du einen Volldüngermangel erkennen willst!?
 

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