Geeignete Welse?

evchen

Member
Hello Leute!

Nachdem ich jetzt einige Jahre aquarienlos war, möcht ich mir erneut eines zulegen. Bzw. den Tank hab ich noch (80cm Kantenlänge, so um die 120l). Um mir Inspirationen zu holen, hab ich ein bisschen rumgesurft und bin dabei auf Aquascaping gestossen.
Nachdem ich dann meine Kinnlade wieder zugeklappt hatte :D sind mir schon einige Ideen gekommen..

Ich werd wohl viel Holz verwenden (hab da ein tolles Latschengeäst, dass ich aber erst wässern muss) und gewaschenen Flusssand als Boden.
Ich war immer schon ein Fan von (v.a. südamerikanischen) Welsen und habs früher immer so gehandhabt, dass sich das Aquarium hauptsächlich von selbst gepflegt hat (diverse Putztrupps halt :D ). Jetzt stellt sich mir aber die Frage, welche Welse ich einsetzen kann, ohne, dass sie mir alles umgraben (möchte schließlich auch Bodendecker verwenden - ausreichend freie Sandfläche möcht ich aber auf jeden Fall lassen) oder großartig alle Pflanzen zermampfen?
Bratpfannenwelse, die ich sehr mag, werd ich wohl vergessen können, oder?
Welche Corydoras sind zu empfehlen? Die aeneus und die paleatus sind meiner Erinnerung nach ja recht heftige Gräber... wie siehts denn mit panda aus?
Und vor allen Dingen: Mit welchen Harnischwelsen habt ihr gute Erfahrungen gemacht? Da hat sich Artenmäßig in der Zwischenzeit soviel getan, dass ich komplett den Überblick verloren hab. Gibts da was geeignetes in der Art von Sturisoma od. Farowella? Oder sonst anständige, kleinere L-Welse? Wie macht sich zb der 134er?

Wie funktioniert da die Vergesellschaftung mit Garnelen?

Ich hätte vor, eine mittelgroße Gruppe Corydoras (zum Bleistift 10 panda), je nach Spezies ein Pärchen oder Kleingruppe Harnischwelse und dann noch entweder einen kleinen Schwarmfisch (Rasbora?) oder was attraktives Pärchenmäßiges für die mittleren/oberen Regionen (Vorschläge werden gerne entgegengenommen *g*)
Passen da Garnelen dann überhaupt noch dazu?

Wasser ist übrigens Wiener Leitungswasser, d.h. zwischen 4 und 10° dGH; pH wohl neutral.
Extra heizen werd ich wohl nicht, da die Wohnung auch im Winter beheizt ist :D
Filter/Strömung wird auch eher gering gehalten werden.

Wenn ihr noch Fragen habt, nur her damit, ansonsten hoffe ich auf viele Anregungen ;-)

lg evchen
 

Heiko-68

Member
Hallo,

ich möchte nur schnell etwas dazu schreiben. Welse und Bodendecker sind keine gute Kombi. Otto's würden vielleicht noch gehen oder C.pygmaeus. Alle anderen würden wahrscheinlich die Bodendecker ausbuddeln. Ich habe gute Erfahrungen mit Sagittaria subulata und Welsen gemacht, da hier die Ausläufer aus dem Boden kommen und nicht wie bei Helanthium telleum (Echinodorus tenellus) über den Boden sich verbreitet.
Wenn z.B. die L134 größer sind, vergreifen sie sich nicht an den Pflanzenbestand, jedoch kann ich bei meinen eine vermehrte Buddelaktivität beobachten, d.h. die zur Verfügung gestellten Tonröhren können auch mal eine Etage tiefer gelegt werden im Sandboden.

LG
Heiko
 

DrZoidberg

Active Member
Hallo,
mit Corys und Bodendeckern habe ich auch keine guten Erfahrungen gemacht. Die halten sich auch nicht an die für sie eingerichtete Sandfläche :wink: Die Ohrgitterharnischwelse (Otocinclus) gehen nicht an die Pflanzen, sollten aber erst eingesetzt werden wenn das Becken schon eine Weile (mind. 2-3 Monate) läuft.

Amano-Garnelen haben einen sehr guten Ruf als Putztruppe!
 

evchen

Member
Hallo ihr zwei!

Danke für eure Antworten!

Und: *seufz* willhaben... :(

Danke für den Tipp mit der Sagittaria! Wie siehts denn mit Hemianthus und dem hier öfter erwähnten Cotto aus?

Den Otocinclen hats bei mir leider nie so recht gefallen (da war das Becken schon länger am Laufen...) ich würd mich daher eher an den langen, dünnen orientieren (eben so Hexenwels-, Sturisomaartig - wobei für letztere mein Becken schon zu klein wär - aber in der Art halt); die hab ich auch eher ruhiger/unwühliger in Erinnerung..

Würd mich freuen, wenn noch jemand Erfahrungen mit den pandas zu vermelden hätte :)

liebe Grüsse
evchen
 

Heiko-68

Member
Hallo,

ich halte meine C.panda in 60L mit Red Fire und Rote von Rio. Wenn deine Bodendecker Wurzeln gefasst haben, sollte es nicht das Problem sein, aber neue Austriebe oder frisch gepflanzte Bodendecker haben keine Chance egal ob C.panda, C.sterbai .......

Gruß
Heiko

P.S. Hab hier mal Fotos meiner C.panda.
Lutz Döring hat mal einen Film gezeigt mit Corydoras in der natürlichen Umgebung auf groben Kies. Sein Kommentar war nur: " Die Panzerwelse haben hier noch kein Internet, wenn sonst wüssten sie, das sie gefälligst nicht auf Kies leben sollten." Dies sollte als Anspielung gedacht sein, dass in den verschiedensten Foren immer wieder gemaßregelt wird Corydoras nicht auf Kies zu halten.
 

Anhänge

  • K1024_Corydoras panda.JPG
    K1024_Corydoras panda.JPG
    109,5 KB · Aufrufe: 3.293
  • K1024_Corydoras panda 01.JPG
    K1024_Corydoras panda 01.JPG
    83 KB · Aufrufe: 3.299
DrZoidberg":23kqzipl schrieb:
Die Ohrgitterharnischwelse (Otocinclus) gehen nicht an die Pflanzen, sollten aber erst eingesetzt werden wenn das Becken schon eine Weile (mind. 2-3 Monate) läuft.

Moin,

die "echten" Otocinclus gehen wirklich nicht an die Pflanzen, allerdings die sogenannten Otocinclus negros dafür um so lieber.
Ich habe mehrfach gelesen, dass die Otocinclus "negros" eigentlich nicht in die Gattung "Otocinclus" gehören soll, deswegen werden sie auch oft als "LG2" bezeichnet.

Sie bleiben genauso klein wie die richtigen "Otocinclus", werden auch oft mit selbigen zusammen im Becken verkauft.

Diese fressen allerdings mit Vorliebe weiche Pflanzen, sie killen bei mir regelmäßig junge Vallisnerien sowie junge Triebe meiner Ludwigias und einiger anderen Pflanzen. Also für ein Naturaquarium sind sie leider nur beschränkt tauglich, deswegen drauf achten, daß es "echte" Otos sind, wenn man sich welche anschafft 8)

Grüße, Muffin :D
 

evchen

Member
Grias eich!

Also als Pärchenfisch steht jetzt mal Betta splendens fest (oder besser gesagt Trio ;)

Corydorasmäßig hab ich mich jetzt mal auf die Zwergerln eingeschossen, daher gleich die nächste Frage:
pygmaeus, hastatus oder habrosus?
wie sind eure Erfahrungswerte zu den drei Arten?

lg und Danke
evchen
 

Admiral Ackbar

New Member
Hi.

Ich habe selbst noch keine Zwerg-Corys, aber Habrosus soll lt. diversen Interentangaben eher bodenorientiert sein, wohingegen die anderen beiden Arten gerne auch freischwimmen.
Ich wollte noch einen Wels in den Raum werfen. Platsch: Hara jerdoni, guck Dir die mal an. :wink:

Grüße,
Sascha
 

evchen

Member
Hallo Herr Admiral ;-)

Die schauen ja echt witzig aus! Hab ich noch nie gesehen..
Hattest/hast du die selbst?
 

Iroc

New Member
hy

ich könnte dir als Wels den roten Hexenwels empfehlen.
Er geht nicht an die Pflanzen und ich finde das er dursch seine Rotbraune Färbung sehr gut in Aquarien als Farbtupfer funktioniert(Wenn man keine rote Pflanze drinne hat).
 

Admiral Ackbar

New Member
Hi evchen,

ich hatte überlesen, dass Du mittlerweile Kampffische halten möchtest, das passt dann von den Ansprüchen her nicht zum Hara Jerdoni.
Ich habe einen, ist ein uriges Tierchen, allerdings nur etwa 5 Minuten am Tag wirklich spannend. :D

Grüße,
Sascha
 

evchen

Member
Danke für eure Vorschläge!

Falls es jemanden interessiert, dieser Bestand ist es geworden:

14x Corydoras pygmaeus
2x roter Hexenwels
1x Farlowella sp.
2x Betta splendens (Mädls)

8x Amano-Garnelen
4x Crystal Red (die sollen sich mal brav selber aufstocken :D )
1x Rückenstrichgarnele? (war bei den Amanos dabei)

Bei den Crystal Reds hatte ich auch wieder einen Beifang dabei, aber diesmal fischig. Derzeit sieht er noch aus wie der Kleine bei "Finding Nemo", der bei der Selbsthilfegruppe der Haie bei der ersten Gelegenheit abhaut :D bin schon gespannt, was sich da rauswächst!
 

Admiral Ackbar

New Member
Hola.

Also die RedFire und die Rückenstrichgarnele sind eine Art, nur unterschiedliche Zuchtformen.
Werden sich also verpaaren und Deine RedFire "versauen"(ist natürlich Einstellungssache).
Wenn sie dazu kommen, bzw. Nachkommen überhaupt eine Chance haben, bei den Betta-Weibchen.^^

Wieviel Grad hast Du denn im Becken? Was für Pflanzen? Ich hoffe, es ist Holz drin(Moorkien oder Mangrove oder so etwas), die raspelnden Welse brauchen das... :wink:

Grüße,
Sascha
 

evchen

Member
Hallo Sascha!

Nach einigem Stöbern im Internet bin ich jetzt schon fast der Meinung, dass es auch eine Fernandogarnele sein könnte, über die ist aber sehr wenig zu finden und die Färbung ist ja wohl nicht immer ausschlaggebend :roll:
Wenn sie mir die Red Fire versaut, ists mir relativ egal, hab nicht vor die Tiere zu züchten und abzugeben - und wie du sagst, so rasant werden sie sich nicht vermehren...

Das Becken ist unbeheizt und hat durchs Licht etwas über Zimmertemperatur (und solange ich selber leicht bekleidet in der Wohnung herumlungere, ohne dass mir kalt ist, hab ich da keine Bedenken :D )

Zur sonstigen Einrichtung:
Feiner Sandboden, in dem die Welse gerne herumstöbern und ihn sich durch die Kiemen strömen lassen, grosses, langgestrecktes Holz (Latschenkiefer) - wird von allen abgeschabt, ein paar Steine, Eichenblätter, Erlenbockerln
An Pflanzen hab ich im Moment Hornkraut und Hygrophyla als schnellwachsende Stengelpflanzen, Javafarn, Javamoos, Anubias barteri & barteri var. nana, Cryptocoryne wendtii und lutea, Micranthenum umbrosum, ein paar kränkelnde Valisnerien und Nadelsimse, die nach Anlaufschwierigkeiten jetzt schöne leuchtend grüne Halme nachschiebt.
 

Ähnliche Themen

Oben