Gabelschwanz Blauaugen Pseudomogil Furcatus sterben

Thiemo

Member
Hallo,

Ich bräuchte mal unbedingt Hilfe.
Ich habe am Freitag 12 Gabelschwanz blauaugen erworben.
Bis heute morgen waren sie sehr aktiv und haben auch bereits gefressen.

Nun habe ich heute mittag den ersten Toten gesehen und bis heute Abend 3 weitere Tote raus.

Jetzt frage ich mich, was haben sie bloß

Nitrit habe ich natürlich gemessen. Ist 0,00 das Becken läuft auch bereits seit Juni.

Kh ist 4 ph so 7,8

Aktuell sind Amanos, Neocaridina und ein paar Perlhuhnbärbling drin.

Da das mein erstes Becken ist und ich auch noch nie son fischsterben hatte mache ich mir extreme Sorgen.

Würde mich über Ideen zur Ursache freuen.

MfG
Thiemo
 

Thiemo

Member
Hi Micha,

Wow okay. Das Internet und auch der Zoohändler sagt dazu was ganz anderes. Ich wurde explizit darauf hingewiesen das es ein Weichwasserfisch ist.
 

Craddoc

Active Member
Fehlersuche ist bei Fischsterben immer knifflig. Ich würde das erstmal nicht auf hartes/weoches Wasser schieben, Fische (gerade Nachzuchten) haben da durchaus Toleranzen. Meine Furcatus sind völlig unauffällig bei Futter, Wasserwerten und dem restlichen Besatz, ich vermute daher entweder schlechte Qualität beim Händler (kranke Tiere, Medikamente im Wasser o.ä. was die Tiere dort gesünder ausgesehen lassen hat als sie waren) oder der Umsetzschock. Möglich wäre ansonsten noch, dass die Wasserwerte bei dir vielleicht doch nicht stimmen - wie testest du denn?
 

Plantamaniac

Well-Known Member
das Wasser ist zu weich, die brauchen KH ab 10 aufwärts. die wollen ein Betonwasser
Hei, wollte ich auch schreiben, hab dann aber erst nochmal nachgesehen...habe ab KH 2 gefunden und den Schnabel gehalten.
Würde ehr auf "Undifferenziertes Massensterben" tippen. Das gibt es leider. Das ist, wie wenn man den Eingeborenen in Südamerika einen banalen Schnupfen mitbringt. Daran können sie sterben. Oder wenn Erwachsene noch keine Masern hatten und angesteckt werden, geht es auch übel aus.
Dagegen hilft nur Quarantäne. Früher hab ich mir so beholfen, das ich vor dem Kauf der Tiere einen sehr großen Wasserwechsel gemacht habe, um die einheimischen Bakterien im Gesellschaftsbecken zu verdünnen. Die neuen Tiere langsam eingewöhnen um den Umsetzschock zu minimieren, und auskoten lassen. (Vorher das Wasser im Beutel messen und evt. das Aquarium etwas anpassen) Im Darm befinden sich sehr viele Erreger. Dann 3 Tage später nochmal so einen großen WW um die Bakterien der Neuzugänge zu entfernen. Heutzutage kommt nahezu alles in Quarantäne und wird, wenn sie gesund sind, langsam mit Wasser aus dem Zielbecken "geimpft" und der Altbesatz bekommt immer mal einen Becher aus dem Quarantänebecken bei mir. So kann man dieses Massenhafte Sterben vermeiden.
Leider werden immernoch die Fische aus dem Laden dafür verantwortlich gemacht. Dabei kann der Händler garnix dafür, das ist nunmal so. Manchmal muß man sich einfach auch selber mal an der Nase fassen. Fische und Garnelen sind nicht steril...Genauso wie Menschen auch nicht. Die Masken in der Coronazeit sind auch ein gutes Bespiel dafür. Erhältungskrankheiten und Durchfälle sind krass zurückgegangen und die Umsätze der Apotheken auch...Bin gespannt, was das alles mit unserem Imunsystem macht. War letztens beim Arzt zum Impfen...und hab mir prompt Magen/Darm mitgebracht...Ne ganze Woche hab ich damit rumgemacht...ich war seit 2 Jahren nicht mehr krank.

Aber jetzt zu den Maßnahmen. Würde mal alle 4 Tage einen großen WW mit abgestanden, temperiertem, geeignetem Wasser machen. Gutes Futter, Lebendfutter reichen, evt. mit Vitaminen angereichert. Seemandelbaumblätter oder Voogle ins Wasser. Oder reichlich Eichenlaub, oder einen Huminextrakt. So kann man die Infektionskette evt. unterbrechen. Ein kleines Quarantänebecken, zb. eine 20 Liter Faunabox ist sehr hilfreich. Immer einen kleinen Filter im großen Becken mitlaufen lassen, der ist dann immer parat und das Beckelchen immer anschließend mit Wasserstoffperoxyd desinfizieren und wieder einmotten..sonst mutiert es zum Aquarium und man hat wieder keins ;-)
VG Monika
 

Micha1976

Member
Hi Micha,

Wow okay. Das Internet und auch der Zoohändler sagt dazu was ganz anderes. Ich wurde explizit darauf hingewiesen das es ein Weichwasserfisch ist.
dann hat der Händler oder der Verkäufer(in) keine Ahnung, 90% der Blauaugen sind Hartwasserfische mit alkalischen PH Werten, es gibt nur wenige die weiches Wasser mögen( P.luminatus) zum Beispiel.
 

Thiemo

Member
Fehlersuche ist bei Fischsterben immer knifflig. Ich würde das erstmal nicht auf hartes/weoches Wasser schieben, Fische (gerade Nachzuchten) haben da durchaus Toleranzen. Meine Furcatus sind völlig unauffällig bei Futter, Wasserwerten und dem restlichen Besatz, ich vermute daher entweder schlechte Qualität beim Händler (kranke Tiere, Medikamente im Wasser o.ä. was die Tiere dort gesünder ausgesehen lassen hat als sie waren) oder der Umsetzschock. Möglich wäre ansonsten noch, dass die Wasserwerte bei dir vielleicht doch nicht stimmen - wie testest du denn?
Hi, ich teste mit JBL Tests. Also das Becken läuft und den Neocaridina, Amanos und Phbs geht's super.

Mich würde die Ursache einfach sehr interessieren, sodass ich daraus lerne und Fehler vermeide.
 
Zuletzt bearbeitet:

Craddoc

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Mich würde die Ursache einfach sehr interessieren, sodass ich daraus lerne und Fehler vermeide.
Ich finde, Monikas Begriff des "Undifferenzierten Massensterbens" trifft es da ganz gut. Leider kann man da nicht immer einen Grund finden. Zugegebenermaßen habe ich die "Schuld" jetzt eher Richtung Händler gesehen, aber natürlich kann auch dein Becken einfach ein Mikroklima haben, was den Fischen nicht bekommt. Wasserwechsel machen wäre jetzt auch das einzige, was mir da als direkte Hilfe einfallen würde.

Blauaugen sind Hartwasserfische mit alkalischen PH Werten
Also, das sind Wasserwerte die weder ich noch mein Händler hat, aber den Tieren ging es im Händlerbecken und auch bei mir blendend. Da die auch relativ einfach nachzuziehen sind, dürfte das mit den Wasserwerten spätestens in der zweiten oder dritten Generation keine so große Rolle mehr spielen. Ich glaube nicht, dass Thiemo Wildfänge gekauft hat?
 

Thiemo

Member
Hallo Zusammen,

Ehrlich gesagt kann ich gar nicht 100%ig sagen ob es Nachzuchten sind. Ich wäre jetzt davon mal absolut ausgegangen. Aber ich glaube explizit deklariert war das nicht.
Kann ich irgendwie die Keimdichte messen, bzw irgendwas noch machen um Ursachen auszuschließen?

Also selbst wenn jetzt der ph oder kh nicht optimal wäre. Was ich nicht glaube, aber tatsächlich gibt's im Internet auch verschiedene Angaben. Dann würden ja wahrscheinlich alle auf einmal sterben bzw dann ja direkt am ersten Tag und nicht erst nach 3.

MfG
Thiemo
 

Plantamaniac

Well-Known Member
Kann ich irgendwie die Keimdichte messen
Dafür gibt es Anleitungen, aber eigentlich macht das keinen Sinn. Weil das sind ja eigentlich ganz normale Keime, die normal nix machen, nur eben auf ein unvorbereitetes Immunsystem treffen. Es dauert zu lange und wenns zu viele sind, mußt Du den WW gleich machen..warum nicht gleich? Es macht Sinn, große WW zu machen. 30% WW entfernt 30% der Keime, 70% WW entfernt 70% der Keime. Das macht man mal 2-4Wochen und alles is gut...
VG Monika
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo,
Wenn der falsche Keim auf die falschen Fische trifft, kann das sehr schnell gehen. Ich hatte neue Barben geholt (wahrscheinlich Wildfänge - wenig nachgefragte Art), alle top fit... Nur sind in den nächste Tagen alle Botia almorhae gestorben. Nur eine Botia aff. Kubotai Hybride hat überlebt. Zwei Fische hatte ich untersucht und innere Entzündungen zwischen den Organen entdecken können - mehr nicht.

Viele Grüße

Alicia
 

Öhrchen

Well-Known Member
Hi,

leider wirklich der Klassiker. Neue Fische kommen ins Becken (in dem schon andere Fische sind), und entweder sie, oder der Altbestand, schlechtestenfalls alle beide, werden krank/sterben. Ursache ist vermutlich das, was Monika geschrieben hat. Verschiedene Umgebungen und Keime treffen aufeinander. Meist erwischt es die neuen Fische, weil diese noch von Transport, suboptimaler Haltung und Fütterung beim Händler geschwächt sind. Mit Quarantäne und/oder zumindest Wasserwechsel kann man das Risiko reduzieren, ganz sicher davor ist man nie.
Ich bilde mir immer ein, die Zugabe von (Easy Life) Voogle in "Krankheitsdosierung" würde auch etwas bringen und wende es in solchen Fällen an, aber da kann man natürlich geteilter Meinung sein.
 

Craddoc

Active Member
Eine andere Möglichkeit die Keimdichte zu reduzieren könnte ein UVC-Filter sein. Ein Freund von mir schwört darauf, hat einen Außenfilter mit UVC-Lampe und - angeblich - seitdem gesündere Fische, mehr Nachwuchs und allgemein ein "schöneres Aquarium". Ob es aber wirklich was bringt ist eher umstritten (soweit ich weiß). Den Filter aus dem Link habe ich genutzt um einer Schwebealgenplage Herr zu werden, das hat auch gut geklappt, in der Theorie sollte er Krankheitskeime im Wasser auf die gleiche Art unschädlich machen und könnte eine Möglichkeit sein, in der Woche vor und nach dem Einsetzen neuer Tiere die Keimdichte niedrig zu halten.
 

Plantamaniac

Well-Known Member
UVC hatte ich in der Beziehung irgendwie garnicht auf dem Schirm...die Idee ist schon nicht schlecht, wenn man sowas im Bestand hat..vorausgesetzt, das Leutmittel taugt noch. Für mich ist der gute alte Wasserwechsel, aber praktikabler und billiger...Nicht alle Micorganismen im Wasser sind außerdem böse. Ich habe oft junge Bärblinge in den Becken, ohne geeignetes Futter würde die Winzlinge sterben.
VG Monika
 

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