Fotometer & Black Water Powder

Thumper

Well-Known Member
Moin,

wie verhält es sich eigentlich mit einem Fotometer (in meinem Fall von Anton Gabriel) und dem Black Water Powder? Misst es dann noch zuverlässig oder sollte man mit möglichst klarem Wasser testen?
Mir ist zwar klar, dass ich anfänglich das Gerät auf eine mögliche Wassertrübung Nullstelle, aber geht das auch bei "Schwarzwasser"?
 

elminster

New Member
Hi,
weiss hier nach wie vor niemand etwas zu?
Ich spiele auch gerade mit dem Gedanken, mir so ein Photometer zu zulegen, aber wenn Schwarzwasser / Tannine die Ergebnisse verfälschen würde das bei mir wenig Sinn machen.
 

Thumper

Well-Known Member
Moin,

das macht wenig Sinn. Du nimmst beim Fotometer messen ja eine Kalibrierung mit dem Beckenwasser, ehe du die Testung ansetzt. Daher sollte das Wasser möglichst ungetrübt sein.
 

elminster

New Member
Hi Thumper,
danke für die Antwort. Ich muss mich anscheinend in das Thema noch mehr einlesen. Kalibrieren mit der selben Lösung die man misst klingt auf anhieb bischen merkwürdig.
Aufjedenfall schade, wenn's mit Schwarzwasser nicht geht..
 
HiHo

Da ich im Labor viel mit Photometern arbeite kann ich euch eine gute Antwort geben denke ich :) Im Bezug auf allgemeine photometrische Messungen.

Wenn man Proben photometrisch messen will gilt folgendes: Die Probe muss vorher Filtriert werden und darf keine Eigenfärbung aufweisen.
Das ist die allgemeine Antwort, aber im Detail ist es so:
Eine Trübung darf auf keinen Fall vorhanden sein. Da diese das Licht immer aufhält und du somit eine höhere Extinktion misst. Was bei z.B. Phosphat zu einem höheren Gehalt führen würde.
Bei einer Färbung verhält es sich etwas anders. Natürlich sollte man gefärbt Proben nicht einfach messen, aber eine Färbung heisst nicht automatisch man kann nicht messen.
Denn jeder photometrische Test wird bei nur einer Bestimmten Wellenlänge durchgeführt im Fall von Phosphat ist das bei mit im Labor 880nm. Dass bedeutet, wenn deine gefärbte Probe bei einer anderen Wellenlänge Absorbiert als dein photometrischer Test, kannst du den Test vermutlich ohne Probleme durchführen. Im Beispiel von Huminsäuren wird auf Grund der Struktur vermutlich der UV Bereich gesperrt sein und auf Grund der Gelbfärbung der Wellenlänge Bereich bis 500nm. Das ist aber nur eine Schätzung, wenn Interesse besteht, kann ich mal ein Spektrum aufnehmen. Wenn aber meine Schätzung zutrifft kann man alle Tests die nach 500nm messen durchführen, solange die Probe nicht zu dunkel ist.
Dann gibt es noch den zweiten Punkt, wenn doch eine Absorption vorliegt: Dann kann man einfach die Probe einmal messen ohne Chemikalien, dies ist dann einfach der Blindwert. Dann misst man die Probe mich Chemikalien und zieht davon dann den Blindwert ab. Dann bekommst du den richtigen Messwert. Dabei ist zu beachten, das der Messwert den Messbereich nicht überschreiten darf!
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Grüsse
Marc
 

elminster

New Member
Hi Marc,
danke für deine elaborierte Antwort!

Das ideale Schwarzwasser ist ja eher gefärbt (bernsteinfarben) aber dabei trotzdem klar, also frei von Trübungen (wie zB. hier zusehen: youtube.com/watch?v=Iob3UtQoHM8).
Ich mache das üblicherweise mit Erlenzapfen.
Mich würde bei mir vor allem Phosphat und Nitrat interessieren. Läge letzteres denn auch außerhalb der von dir geschätzten 500nm?

Ich könnte dir auch gerne eine Handvoll Erlenzapfen schicken, wenn du Lust hast und es dir nicht zuviel Arbeit ist. Damit erreicht man in einem Wasserglas schnell eine starke Färbung.

Der zweite Weg den du da vorschlägst fällt glaub ich raus, denn die Färbung des Schwarzwassers ist ja schwankend, weshalb man dann bei jeder Messung erneut diesen Abgleich mit den Chemikalien machen müsste wenn ichs richtig verstehe.

Grüße
Martin
 

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