Einfluss der Lichtfarbe auf Wachstum

ceffi

Member
heho,

hab gerade nochmal gesucht, mir war so, als wäre mir vor einer Weile mal eine klasse Bericht von Tobi über die Linse gewabert :gdance:

Anbei der Link zum Thema Licht und noch viele andere gute Infos!

http://aquascaping.flowgrow.de/aquascap ... -leitfaden

In Summe ist also die Aussage, dass es doch eher eine subjektive Geschichte ist, die jeder für sich selbst entscheiden muss.

Ich hab lange mit T5 experimentiert und bin dann zu folgendem Ergebnis gekommen:

4 Reihen T5, davon:
1. Reihe Osram 865 HO Constant
2. Reihe JBL Color
3. Reihe Osram 865 HO Constant
4. Reihe Osram 865 HO Constant

Fazit, schöne Farben in Kombination mit kräftigen Blau und Grün Tönen und einem hohen Lichtstrom. Der vielgeliebte Sprudelwasser Effekt tritt bei mir bereits nach 2-3h ein :gdance:

Liebe Grüße
carsten
 
Hallo Robert,

„Internodienabschnitte“ ist doppelt gemoppelt, stimmt, verstehen kann man es, nicht zuletzt dank Deines Hinweises, trotzdem. Man sollte sich präzise formulieren, da stimme ich Dir zu. Hole es hiermit gerne nach und korrigiere: also einfach nur „Internodien“ oder Stengelabschnitte.

Da für Pflanzenwachstum sowohl das gebotene Lichtspektrum, als auch die gebotene Lichtmenge bedeutend sind, läßt sich Deine anschließende Frage nur mit „auf Beides“ beantworten, wobei eben auch Beides wichtig ist und gerade beim Spektrum viel durcheinandergewürfelt wird.

Nik sprach an, daß (sinngemäß) der durch verbesserten Blauanteil im gebotenen Beleuchtungsspektrum erzielbare Effekt alternativ auch durch hohe Lichtmengen erreichbar sei (so jedenfalls habe ich ihn verstanden). Das mag, in gewissen Grenzen, so stimmen, aber nicht etwa deswegen, weil jene blauen Spektralanteile nicht so wichtig wären, sondern weil viele Pflanzen durch ihre Konstruktion / Funktion in der Lage sind, „auf Umwegen“ solche Mängel, zumindest in gewissen Grenzen, zu kompensieren. Wahrscheinlich hat er das auch so gemeint. Letztlich ist es, zumindest aus meiner Sicht, aber nicht sinnvoll, um das Ziel kompakten und dichten Wachstums zu erreichen, unnötig viel elektrische Energie zu verwenden, nur um der Mühe zu entgehen, auf anderer Ebene zu optimieren, weil das mühsamer erscheint, vielleicht auch wirklich ist.

Mein „usw.“ in Deinem zweiten Zitat bezog sich auf das, was Du direkt danach im bei Dir folgenden Absatz erläutert hast, ich wollte es nur nicht so komplex machen, weil meine Erfahrung ist, daß viele Leser dabei eher verwirrt werden, als aufgeklärt. Das es nicht ganz so einfach ist, hat ja auch keiner behauptet, nur versucht, es nicht unnötig kompliziert zu machen. Nicht nur, aber besonders in der Wissenschaft, werfen Antworten auf Fragen häufig etliche neue Fragen / Fakten etc. auf und führen nicht unbedingt schnell zum Punkt, sondern davon zunächst, nicht selten in mehrere Richtungen, weg. Wir sind hier ja nicht an einer wissenschaftlichen Fakultät, an der sich sogenannte „Gelehrte“ gern und oft genug populistisch fachsimpelnd streiten, weil es ihren „Lehrstuhl“ rechtfertigen hilft, sondern in einem Hobby, das nur für wenige von uns auch Beruf ist. Kann man zwar machen, aber sinnvoller fände ich das in einem separaten Thread, den derjenige eröffnet, der daran Interesse hat. Nichts desto trotz kann man vielem Deiner Ausführungen zustimmen.

Hinsichtlich der Funktion der Cryptochrome in Bezug auf deren physiologische Funktion und wegen deren Ansprechen auf blaue Spektralanteile kann ich Dir allerdings nicht ganz zustimmen, somit auch nicht Deiner These „Rot ist Photosyntheselicht, Blau ist Gestaltlicht“, sondern muß Letzterem klar und deutlich widersprechen. Aber ich möchte hier keine akademische Diskussion beginnen, die so gut wie niemandem im Forum wirklich etwas brächte. Daten und Details dazu kann jeder in entsprechender Literatur nachlesen oder in einem separaten Thread diskutieren. Blau ist definitiv ein wichtiger spektraler Anteil des für die Photosynthese wesentlichen Lichts, vielleicht sogar der wichtigste, egal, ob es dabei um Land- oder Wasserpflanzen geht, daran ändern auch noch so oft wiederholte, seien es unbewiesene und / oder aus dem Zusammenhang gerissene, gegenteilige Behauptungen nichts, von wem auch immer sie kommen. Blauanteile im zur Photosynthese gebotenen Spektrum sind sicher nicht der einzig wichtige, aber eben ein (vielleicht besonders) wichtiger Anteil, sogar in mehrerer Hinsicht. Auf Letzteres hattest Du, völlig richtig, ja auch hingewiesen. So weit, so gut.

Auf Christians eingangs gestellte Fragen bezogen, kann ich nur wiederholen, daß meine langjährigen, ganz praktischen aquaristischen Erfahrungen klar zeigen, daß eine Beleuchtung mit betont mehr Blau im Spektrum in der Regel zu dichterem Wuchs und somit im Vergleich zu rotlastiger Beleuchtung kürzeren Internodien führen – immer vorausgesetzt, daß alle anderen wichtigen Faktoren, wie z.B. die Nährstoffver- und Schlackstoffentsorgung, rundum zumindest zufriedenstellend gelöst sind. Dort hin zu kommen, ist in jedem Einzelfall Erfahrungssache und eine Frage der Beobachtung, Kenntnisse und richtigen Schlußfolgerungen mit anschließend konsequenter Umsetzung. Das ist weder einfach, noch mit einem einzigen, kurzen Satz zu beantworten, sondern ein Lernprozeß, zu dem wir nur Hinweise geben oder Fragen stellen, vielleicht hin und wieder Antworten geben können. Die Lösung muß er selbst finden – soweit ich beitragen kann, helfe ich ihm mit meiner Erfahrung gern, sicher auch Du sowie jede(r) andere im Forum.

Gruß,
Fitzgeraldo
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo,

fitzgeraldo":hdpithto schrieb:
Hinsichtlich der Funktion der Cryptochrome in Bezug auf deren physiologische Funktion und wegen deren Ansprechen auf blaue Spektralanteile kann ich Dir allerdings nicht ganz zustimmen, somit auch nicht Deiner These „Rot ist Photosyntheselicht, Blau ist Gestaltlicht“, sondern muß Letzterem klar und deutlich widersprechen.
Bitte widerspreche, aber dann auch mit Belegen für deine Behauptungen.

Blau ist definitiv ein wichtiger spektraler Anteil des für die Photosynthese wesentlichen Lichts, vielleicht sogar der wichtigste, ...
Falsch. Zigfach wiederholte Messungen, beispielweise nachzulesen in Yanagi, T., Okamato, K., and Takita, S., „Effect of Blue and Red Light Intensity on Photosynthetic Rate of Strawberry leaves“, Acta Hortic 440, 1996, belegen, daß rotes Licht für die Photosynthese deutlich wichtiger ist als blaues.

Die Formulierung: "Rot ist Photosyntheselicht, blau ist Gestaltlicht" ist daher richtig und deine Formulierung "Rote Spektralanteile fördern das Längenwachstum, blaue die Dichte usw" ist falsch. Sie würde dann richtig, wenn du sie in "Das Fehlen blauer Spektralanteile fördert das Längenwachstum" umformulieren würdest.

Und eine persönliche Bitte: Für salbungsvolles Geschwafel habe ich weder Lust, noch Zeit. Rede Klartext, wenn du mit mir diskutieren willst.

Danke,
Robert
PS. Ein Realname wäre auch nett. Oder heißt du wirklich "Fitzgeraldo"?
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo,

eine Möglichkeit dich mit Namen anzusprechen fände ich auch gut. Die Nummer mit den Anonymoussen kann ich aus verschiedenen Gründen nicht ab. Wer nicht mal seinen Voranmen unter sein Geschreibsel setzen kann, den lasse ich z.B. eher früher als später sein.

Auch wenn die aquaristische Praxis im Vordergrund steht, so kann man sich durchaus für die Theorie interessieren. Da kann durchaus was in die Praxis rückfließen. Die Frage nach Quellen ist keine Schikane, sondern hilft das einzuordnen.

@ Robert
Mit dem Phytochromsystem haben Aquarienpflanzen noch ein ganz anderes Problem. Als "Stoffwechselschalter" wird es wohl mit dem im Kunstlicht enthaltenen Anteil 650nm bedient, aber die Deaktivierung mittels 730nm funktioniert sowieso nicht, weil dann, wie in der Dämmerung, der Dunkelrotanteil höher als der Rotanteil werden müsste. Das geht mit einer üblichen Leuchtstofflampe und den allermeisten Kunstlichtern nicht. Einzige Ausnahme, eine Halogenlampe mit Aluminiumreflektor. Damit kann man abends als alleinige Lichtquelle Pfr bedienen. Habe ich so schon gemacht.

Bei der Eindringtiefe roten Lichts in Wasser spielen nur die zu bestimmenden höheren Verluste von Licht mit 730nm gegenüber 650nm eine Rolle.
Die Zustände von Prund Pfr wechseln grundsätzlich bei überwiegendem Rot- bzw. überwiegendem Dunkelrotanteil. Letzteres hat es im Aquarium, wie geschrieben, nie.

Gruß, Nik
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo,

nik":2juryh8m schrieb:
Einzige Ausnahme, eine Halogenlampe mit Aluminiumreflektor. Damit kann man abends als alleinige Lichtquelle Pfr bedienen. Habe ich so schon gemacht.
Zweite Ausnahme: Far-Red-LEDs mit 740 nm. Mache ich gerade so bei meiner Chili-Leuchte :wink:.

Bei der Eindringtiefe roten Lichts in Wasser spielen nur die zu bestimmenden höheren Verluste von Licht mit 730nm gegenüber 650nm eine Rolle.
Nach Daten von R. C. Smith, K. S. Baker, "Optical properties of the clearest natural waters (200-800 nm)," Appl. Opt.,20, 177-184 (1981), besitzt sehr klares Wasser bei 740 nm einen 7 mal höheren Dämpfungsfaktor als bei 650 nm. Ich bin da bei Dir: Im Aquarium spielt 740-nm-Licht keine Rolle, weil es erstens kaum Leuchmittel existieren, die genug Dunkelrot abstrahlen und zweitens das allermeiste davon noch vom Wasser geschluckt wird.

Viele Grüße
Robert
 

Erwin

Well-Known Member
Hallo,

sagt mal, sind die eindringtiefebedingten unterschiedlichen "Verluste" der verschiedenen Wellenlängen bei den üblichen Wassertiefen (i.d.R. von 30 bis 60 cm) in unseren Aquarien denn wirklich von relevanter Bedeutung?
Wenn Pflanzen in nähe der Wasseroberfläche besser (schöner, größer, gesünder, farbintensiver u.s.w.) wachsen, dann spielt doch die dort in Leuchtmittelnähe zur Verfügung stehende höhere gesamte Lichtmenge/Lichtintensität eine viel größere Rolle, als dass man es auf ungefilterte Wellenlängen schieben könnte. (Quelle: Hirn 1963 bis a.w.)
Welche Wellenlänge wird bei welcher Wassertiefe denn so stark gedämpft/reduziert, dass nur noch halb soviel ankommt?
Die Aussage/Tatsache dass wellenlänge x sieben mal stärker absorbiert wird als Wellenlänge y, ist zwar interessant, aber sie sagt noch nichts über den tatsächlichen Verlust aus.
Angenommen Wellenlänge x geht bis zu 5m tiefe, dann geht Wl y bis 35m.
Aber was sagt uns das jetzt für unsere 60 cm Wassertiefe aus?

MfG
Erwin
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo,

leider habe ich keine Daten für Aquarienwasser, sondern nur die von Smith und Baker für sehr klare Naturgewässer. Dort halbiert sich die Intensität dunkelroten Lichts mit 740 nm alle 20 cm.

Ich gehe davon aus, daß in unseren Aquarien mit deren organischer Belastung die Dämpfung deutlich höher ist.

Viele Grüße
Robert
 

Erwin

Well-Known Member
Hallo Robert,
Danke, das sagt für mich jetzt schon mehr aus und es wird begreiflicher.
20 cm ist überraschend wenig. Hätte ich nicht gedacht.
Falls du dazu mal eine Tabelle mit verschiedenen Wellenlängen findest, wäre ein link dahin interessant.
UVC-Wellenlänge soll ja bereits nach wenigen cm "verschwindend" gering werden.

Danke
Erwin
 

Männlein

Member
Hi,

aus eigener Erfahrung über Wasser muss ich jetzt meinen Senf auch noch dazugeben :).
Ein erhöhter Blauspektrumanteil sorgt definitiv bei manchen Pflanzen für stärkere Verzweigung und kürzere Internodien.
Lampen mit höherem Rotlichtanteil fördern eine schlechte Verzweigung und lange Internodien.

Bei diversen Pflanzen ist das, vom Breitengrad abhängig, für die Steuerung der vegetativen und generativen Phase von Vorteil.
Es gibt Pflanzen bei denen der erhöhte Rotanteil den baldigen Herbst und die damit nötig Blüten / Samenbildung einleitet.
Im Sommer wiederrum, mit erhöhtem Blauanteil signalisiert er manchen Pflanzen das nur Wachstum angesagt ist.

Natürlich sind das Spezialisierungen auf verschiedene Breitengrade, womit sich das Problem der tropischen Pflanzen ergibt.
Die haben das ganze Jahr über einen erhöhten Blauanteil so wie bei uns im Sommer.
Da es dort keine Wellenlängenverlängerung, durch in die Atmosphäre schräg einfallendes Sonnenlicht, gibt sollte sich für tropische Pflanzen gar nicht erst die Frage nach stärkerem Rotanteil stellen.
Wenn man davon ausgeht das ein schöner Sommertag in etwa 6500 Kelvin hat sollte das doch dem in den Tropen vorherrschenden Bedingungen entsprechen.
Ohne Rotanteil wächst natürlich gar nichts aber ich denke Blauintensivere Lampen haben einen höheren PAR Wert, da
blaues Licht um einiges Energiereicher und somit von Vorteil für das Pflanzenwachstum ist.

Alle Angaben ohne Gewähr :p

Gruß Tillmann
 
Hallo Leute,

möcht auch dazwischen quaken. Da der Rotanteil in stärkerem Maße vom Wasser absorbiert wird als blau, liefern für Aquarienpflanzen Lampen mit höheren Rotanteil insgesamt weniger Licht. Weniger Licht führt zu längeren Internodien. In einer Versuchsreihe müssten demnach auch Varianten mit mehr "Rotlicht"-Lampen (mehr Lux) vorkommen. Lichtstärkenmesseungen in verschiedenen Wassertiefen eingeschlossen (in Par).

Liebe Grüße Maike
 

Jan S.

Member
Hi Jo.
Ich bin nicht sicher , ob Du Dir mit dem Forenwechsechsel was Gutes getan hast.
Habe keine Vorurteile o.ä..
Du triffst aber die selben User, bleibt also spannend ...
Gruß Jan
 

Aniuk

Active Member
Jan S.":1o96wya3 schrieb:
Hi Jo.
Ich bin nicht sicher , ob Du Dir mit dem Forenwechsechsel was Gutes getan hast.
Habe keine Vorurteile o.ä..
Du triffst aber die selben User, bleibt also spannend ...
Gruß Jan

Muss man nicht verstehen, oder?
Für Privatgespräche könnt ihr doch PN benutzen... :?


PS: Hi Volker!
 
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