Die "Pflege" der Mikroflora oder ...

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Volker,
java97":mrkdqmin schrieb:
Leider nehme ich jetzt, ohne Filterwatte, wieder vermehrt Schwebstoffe war, so dass es mich juckt, wieder etwas Filterwatte zu verwenden. Wenn ich die jeweils nur kurz im Filter lasse (ca. 1 Woche), sie nur bei Bedarf verwende und/oder immer mal wieder heiß ausspüle oder ersetze, werden sich darauf ja kaum Bakterien ansiedeln können, oder?
wenn du nicht ausgesprochene Wühler hast, meine Amanos sind schon keine, obwohl die im Mulm sind, dann sollte das Wasser auch ganz ohne Filtersubstrat völlig klar werden. Das würde ich erst einmal versuchen und erst etwas unternehmen, wenn du sicher bist, dass das nicht besser wird.

Gruß, Nik
 

chrisu

Active Member
Hallo,

bei mir werden 120 Liter mit einer Strömungspumpe (2500l/h) gerührt und das Wasser ist immer extrem klar!
Der Mulm sammelt sich an bestimmten Plätzen zu kleinen Häufchen und kann so sehr einfach abgesaugt werden.
 

chrisu

Active Member
Hallo,

normalerweise mache ich das auch nicht weil ich gar nichts finde.
Nur in dem Becken mit starker Strömung sammelt sich etwas Mulm an bestimmten Plätzen an. Ist aber auch sehr wenig.
Besatz sind 15 Kardinalfische, 4 Guppys und ca. 50 Red Fire-Garnelen.
 

kurt

Well-Known Member
Hallo zusammen,

java97":496xcvtj schrieb:
Wie sieht es denn bei Dir aus? Kommst Du ganz ohne Scheibenreinigung aus?
@ Volker,
nee… ich mache meine Frontscheibe immer beim Gärtnern mit sauber, blitzeblank sieht einfach besser aus.
Hinten und seitlich brauch ich auch nichts zu machen, da ist nur ein dünner Belag vorhanden (gräulich-grün).
Die dicke des Frontscheibenbelages liegt zurzeit im Zehntelbereich.
Welche Mikroorganismen/Algen es sind müsste ich mal nachsehen.

Düngung zurzeit:
Niedrige NO3-PO4 Werte, bei höheren Werten wird der Belag dicker.
Bei Stoß Düngung passiert fast das gleiche,
die Werte müssen sich erst auf niedrig einpendeln, dann wird der Belag weniger.

java97":496xcvtj schrieb:
Übrigens ist der Filterauslauf meines Außenfilters von hinten rechts in Richtung Frontscheibe gerichtet, so dass die Strömung entlang der Frontscheibe verläuft. Könnte sich das nachteilig auf die Besiedlung auswirken?
Jein…, die Anströmfläche wird aber beeinflusst, kommt also auf Filteraufbau und Besiedlungsfläche (Filtermedium) an.

Feintuning, was ist sinnvoll, messen oder Rechenwerte?
Ein Aquarium läuft dynamisch, deshalb bevorzuge ich das messen.
Auf die Rechenwerte kann man sich nicht verlassen, sicherheitshalber muss man sowieso ab und zu messen.
Die dafür nötigen Indikatorlösungen haben ein Verfallsdatum, bevor ich die ablaufen lasse messe ich lieber öfters.
Sehe Aquarienabläufe als chaotisch an, wie will man die genau berechnen, da ist messen genauer.
Chaos Vergleich:
Wetter und Wolkenbildung sind auch chaotisch, genaue Vorhersagen sind nicht möglich. :D
 

java97

Active Member
Hallo Kurt,
Ich denke auch, dass Messen beim Altwasseraquarium wichtig ist. Meine Reagenzien unterziehe ich von Zeit zu Zeit einer Kontrollmessung mit Referenzlösung. Ich mache mich da nicht verrückt aber ca. 1x lm Monat und bei Bedarf kontrolliere ich die Nährstoffwerte schon.
Zur auf die Frontscheibe gerichtete Strömung:Der Filter war bisher schwach bestückt und ist jetzt leer.
Beim Thema Scheibenreinigung/-Bewuchs scheint es sich bei Dir recht ähnlich wie bei mir zu verhalten. Seit ich Po4 limitiere, hat sich das Vergrünen der Frontscheibe deutlich verlangsamt.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,

nur mal zum Sehen ...

In meinem 10 l Cube hatte ich mir Cladophora eingeschleppt, mit AlgExit in Normaldosis, lange, vielleicht zu lange behandelt. Die Clado war weg, die Cyanobakterien kamen. Bisschen unterschätzt und das Resultat war vollständiger Überzug der Scheiben, des Bodens, Teile der Pflanzen und des Hardscapes.
Üblicherweise wird das mit einer Kombikur Special Blend und NiteOut II angegangen, ich hatte nur den Special Blend in Normaler Wochendosis verwendet. Reicht. Dauert schon ein Weilchen, von den Blaualgen hatte ich nichts entfernt, sieht jetzt so aus:

Die Blaualgenbeläge lösen sich von den Scheiben und wabern in der Strömung, werde ich jetzt mal absaugen, aber noch weiterbehandeln. Man kann auch schön erkennen wie sich die Cyanos auf dem Sand "aufrollen".

Interessant fand ich das Auftauchen von grünen Blasen, grünem Schaum an der Oberfläche. Ich war mir nicht sicher wo die hingehören, für Blaualgen hatte ich sie schon vorher gehalten, aber in diesem Fall war diese Erscheinung absolut synchron mit den Blaualgenbelägen. Ich halte das auch für eine bakterielle Erscheinung, lässt sich dann "auskonkurrieren".

Gruß, Nik
 

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Larsmd

Member
Hi,
interessant nik!
Solche ähnlichen Ergebnisse hatte ich damals mit der Kaliummethode bei den Blaualgen erzielt.
Mit Aufrollen und allem.
Aber gibt es vllt neue spannende Erkenntnisse an der Mikroflorafront?
Beste Grüße
Lars
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Lars,

möglich. Mit Schlamm aus fischfreien, auch nur temporären "Gewässern" ließ sich ein total verblaualgtes Becken innerhalb von drei Tagen frei bekommen. Also nicht Ablösen oder Hochrollen sondern weitgehend weg. Das fand ich beeindruckend und ich weiß dafür drei solcher Fälle, die ich alle mitverfolgt habe.
Das Zeugs ist um Längen effektiver als der Special Blend. Der Schlamm riecht allerdings wie aus einem offenen Abluss.
Mal sehen inwieweit sich das konkretisieren lässt.

Gruß, Nik
 

Frank2

Active Member
Das Zeugs ist um Längen effektiver als der Special Blend

Der Special blend reicht einfach nicht aus. Es ist schade, dass es bis heute kein Produkt gibt, welches eine Animpfung durch ein wirklich gut laufendes Becken, oder eben eines natürlichen (funkitonierenden) "Gewässers" ersetzt.

Ich habe betreffs Mikroflora gestern etwas interessantes bemerkt. Bei meinem Lieblingshändler stehen zahlreiche Schaubecken rum. Alle waren bis dato top. Gestern ist mir in allen Becken aufgefallen, dass diese zwar aus der Ferne nach wie vor schön anzusehen waren. Aus der Nähe war aber in allen Becken zu sehen, dass sie nicht mehr rund laufen. Hier ein paar Kieselagen, dort ein paar Cyanos im Bodengrund. Leichte Grünveralgung, im Moos Fadenalgenreste, teilweise war die Oberfläche nicht mehr glasklar .... . Ich habe dort mit jemanden gesprochen, die Veränderungen sind nicht sonderlich aufgefallen bis dato, außer dass man mehr reinigen und entfernen muss wie früher. :roll:
Der Großteil der Becken wird von jeher ohne C02 betrieben, ein paar mit C02. Früher hat man 2 mal wtl. EC reingegeben, nunmehr geschieht dies täglich. Das ist die einzige Änderung - Düngung ist gleich geblieben.
Hm........... . Fische kaum vorhanden.

Ich werde das weiter beobachten, komme da so alle 2 Monate vorbei. Viele würden beim Anblick sicher sagen, dass es super ausschaut, aber ich schaue auf diese kleinen Veränderungen. Bei mindestens einem, möglicher bei zwei Becken sehe ich in absehbarer Zeit größere Probleme kommen.... .

Es muss nichts mit dem EC zu tun haben, möglicherweise ist auch altes Filtermaterial drin, das werde ich nächstes mal erfragen.

Grüße
Frank
 

Frank2

Active Member
Hallo Helmut,

das ist eigentlich ganz einfach. Sobald sich in einem bspw. blauen Filterschwamm dunkle Flecken bilden, die man nicht mehr auswaschen kann, ist es Zeit für einen Wechsel.

Grüße
Frank
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,

ich wollte mir ja die Wirkung von Schlamm ansehen. Kandidat ist das letzte, oben zu sehende Aquarium, ein 10 l Cube. Daran hat sich nicht viel verändert, ich habe einfach nur 3 Esslöffel vom Schlamm zugegeben.
Seht selbst:


Gruß, Nik
 

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waterfreak

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Re: Die

Hallo Nik,

wie lange ist der Schlamm im Becken und woher hast Du diesen? Berichte mal bitte weiter, es ist sehr interessant ob die Schlamm- Methode irgendwelche Wirkung zeigt.

Gruß,
Patrick
 
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