Der 10er Cube

nik

Moderator
Teammitglied
Moin,

noch 'ne Spielwiese. War bisher nicht interessant, ist es aber nun.


Setup:
10 l Cube, 7,5 l netto
relativ grober Sand ~0,8-1,2 mm
LED 7 W, CRI98, 5700 K, 570 lm, Abstrahlwinkel 36°
vollentsalztes Wasser mit Prism GH+ Bee Original nach Anleitung aufgesalzt
Düngung gemäß "Tropfendüngung im Nanobecken"
CO2 mit Druckgas & Magnetventil, Dropchecker immer eher blau als grün, d.h. etwa 5-10 mg/l CO2
kein Filter
keine Strömung
Besatz:
Muschelkrebschen und Blasenschnecken
Pflanzen: links ein kleiner Javafarn sp. "orange", Farn Niah, Sarawak, Mini christmas moss, auf dem Stein zwei winzige Bucenableger, rechts H. corymbosa "Taiwan" und einige C. "Hobbit"

Das der Cube keine Strömung hat und funktioniert steht außer Frage. Das ist nicht das erste Mal und vor allem zum Sehen. Für CO2 so ein geringes Niveau ist mir jetzt auch nichts neues, der 10er Cube ist der letzte, den ich auf low CO2 umstelle. Ist mit den 7,5 l Wasser schon sehr schwierig zu erreichen, funktioniert aber inzwischen gut. Problem bei solchen Pfützen sind Zugabespitzen, die sofort erhebliche Wirkung haben. Dann kann schon mal aus diesem Cube M. hirsuta mit 20 cm Länge und einem Kopfdurchmesser von ~45 mm oben aus dem Cube rauswachsen. Das Gegenteil will ich erreichen. So gar kein CO2, dann wird es schon schwierig mit dem Wachsen.

Interessant ist das Teil in der Kombination üppig Licht, keine Strömung, volle Düngung und CO2 an der Untergrenze.

Das CO2 wird per Glasdiffusor eingebracht. Sieht man nicht, nur den Schlauch hinten rechts, denn der Diffusor ist soweit im Sand drin, dass nur mehr der obere Glasrand rausschaut. Blasen kann man auch nicht sehen, denn das wäre schon zuviel CO2. So etwas geht nur mit häufig zu schaltendem Magnetventil, über das in Intervallen CO2 zugegeben wird. Tagsüber 1,5 h an und 1,0 h aus, nachts 0,5h an und 1,5h aus. Die Pausen zwischen den CO2-Zugaben dürfen nicht zu lange werden, weil sonst das über das sich im Wasser lösende CO2 das Wasser in den Diffusor reingezogen wird und der mehr oder weniger voll läuft. Um das zu vermeiden braucht es einen gewissen, aufrecht zu erhaltenden Druck und ohne dauert es etwa 1,5 h bis Wasser in den Diffusor läuft.
Wie schon beschrieben ist die Zugabe so gering, dass es nicht mehr zu CO2-Blasen kommt. Perfekte Auflösung! :D
Eingestellt wird das dann nicht mehr über die Schaltzeiten, sondern über das Feinnadelventil. Blasenzähler ist keiner dran, wäre sowieso viel zu grob und ohne CO2-Bläschen muss ich warten bis der Einhängdropchecker Farbe bekennt. Wer annimmt, ohne Strömung funktioniert das nicht, der irrt. ^^ Allerdings drehe ich nur minimal am Feinregelventil und schaue mir am nächsten Tag den Dropchecker an. So bekommt man sukzessive den Dropchecker vom hellen Grün zum eher Blau als Grün.

Warum das alles? Die Pflanzen wachsen langsamer und es gibt keine andere Form der Nährstofflimitierung, die ohne Schaden für die Morphogenese - meint die Pflanzengestalt - abläuft. Im Gegenteil, mit wenig CO2 erreicht man kompakte, schöne Pflanzen. Die sind noch nicht so das Beispiel, wird wegen des geringeren Wachstums auch dauern, bin aber sowieso mehr für Dauerläufer. Mich interessiert ob man die H. corymbosa "Taiwan" im 10er halten kann. Ich denke, so schon.

Aufgesetzt habe ich es einfach mit Wasser aus dem "Plants on Pillow" (PoP), meinem 30 l Cube und gleich aufgedüngt. Algen gab es keine Anflüge, garnichts. Na gut, einmal hat das Becken kurz eine Algentrübung angetäuscht, hat sich aber nach wenigen Tagen besonnen. Es sind auch Pflanzen aus dem "Remain a Mo!" (RaM!) drin und in dem habe ich ja hartnäckig mit Trübungen zu tun. Jetzt warte ich bis das so stabil ist wie das PoP und dann setze ich vielleicht Garnelen rein oder auch nicht und nur ein Heuaufguss und sonstiges interessantes Getier. Eine Larve einer Großlibelle ist ganz großes Kino und man hat 2-3 Jahre von der. :)

Ma gugge

Gruß Nik
 
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