Dark-Start + Dry-Start?

bongpapst

Member
Hallo zusammen,

habe mich entschieden mein neues Becken mit der Dark-Start-Methode nach Jury bzw. Aquaowner einzufahren, also ca.4 Wochen nur das Scape mit dem Bodengrund laufen zulassen, um der Algen-Gefahr beim Start des Beckens etwas zu entgehen.

Die 4 Wochen sind nun bald vorbei und jetzt bin ich am überlegen, ob ich noch einen Dry-Start dranhänge, da manche Pflanzen wie z.B. Utricularia Graminifolia leichter zu händeln sind, wenn sie sich schon etwas ausgebreitet und festgewachsen haben, bevor man Wasser ins Becken gibt.

Mein Plan ist den Filter, mit dem ich das Becken 4 Wochen lang im dunkeln gefiltert habe, in dieser Zeit mit an ein anderes Becken zu hängen, damit die aufgebauten Bakterien nicht wieder eingehen.

Denkt ihr das ganze könnte klappen? Oder sterben bei einer Nicht-Filterung auch zu viele Bakterien im Bodengrund ab, sodass die 4 Wochen Dark-Start dadurch umsonst waren?

Über Tipps wäre ich sehr dankbar!
 

Matsuflex

New Member
Hi bongpapst (geiler Name :D),

Ich stehe aktuell vor der selben Fragestellung, allerdings aus einem anderen Betrachtungswinkel.

Ich habe vor ein Iwagumi mit Utricularia graminifolia zu bepflanzen. Benutzt habe ich JBL Vulcano Mineral als unterste Schicht (darunter etwas Mironekuton) und darüber ADA Powder Soil LIGHT. Ich würde den Dark-Start machen, um für UG potenziell gefährliche Stoffe (Ammonium, sehr hoher Nitratgehalt) aus dem Soil herauszuziehen. Mir geht es dabei weniger um den Vorteil, dass nach einem Dark-Start die Einfahrphase nur noch in geschwächter Form stattfindet.

Zu deiner Problematik:
Ich vermute mal (ohne wissenschaftliche Kenntnisse über dieses Thema), dass die Bakterien im Bodengrund größtenteils überleben werden. Der Bodengrund sollte während des Dry-Starts ja auch gut "nass" sein. Bei einer Aufschüttung stehen ja niedrigere Bereiche dann sogar etwas im Wasser.

Der Dark-Start wird aber auf jeden Fall nicht umsonst gewesen sein. Das Soil hat bereits einiges an Nährstoffen an das Wasser abgegeben, wodurch auch ein Algenwachstum gehemmt wird.

Gruß Matsu
 

themountain

Member
Wie willst du dem Algenproblem entgehen wenn du das Becken dann nach gegebener Zeit mit Wasser fuellst ?? Das ist doch alles neumodischer Kokulores :lol:
 

Matsuflex

New Member
themountain":jiv3ank9 schrieb:
Wie willst du dem Algenproblem entgehen wenn du das Becken dann nach gegebener Zeit mit Wasser fuellst ?? Das ist doch alles neumodischer Kokulores :lol:

Hi Mountain,

Soil reichert - wie man bereits weiß - das Wasser mit Nährstoffen an. Das ist schließlich auch der Sinn eines solchen Bodengrunds. Manche Arten vertragen allerdings nicht die hohen Konzentrationen an Nährstoffen. Durch den Dark-Start verringert man diese Konzentration.

Zudem haben sich bereits nitrifizierende Bakterien im Bodengrund/Filter gebildet, um direkt von Anfang an, sobald Pflanzen mit Licht eingesetzt werden, ihre Arbeit vollem Umfang verrichten zu können.

Ich selbst habe diese Methode noch nicht ausprobiert, kann mir aber schon gut vorstellen, dass es klappen kann. Vorausgesetzt man hat die Geduld :D
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo,

Ein dry start ist trotzdem möglich, wenn das Becken nicht flach angelegt ist und der Filter mit flachen Wasser zurecht kommt. Allerdings wird der mit dem dark-start errichtete Biofilm auf dem Hardscape wieder eingehen um den Algen Platz zu machen.

Es ist sinnvoller nur den dry start zu machen und die Algenphasen einfach passieren zu lassen.

Viele Grüße

Alicia
 

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