Düngung 35L Nanoscape mit CO2 und 40lm/l

Matti533

Member
Hallo Zusammen und vielen Dank für die rege Beteiligung an meinem ,,Problem''.

@Martin

Ich finde es ja nett und teilweise hilfreich, dass du deinen Standpunkt hier vertrittst, aber mit meiner Fragestellung/Problemäusserung haben deine Aussagen zum größten Teil leider wirklich wenig zu tun und du sorgst dafür, dass hier nur noch unsachlich herumdiskutiert wird und Unruhe auftritt.

Biotoecus":1znjck3y schrieb:
Wie gesagt. Du wirfst alles durcheinander.
Solltest Du lassen.

Der einzige der hier Themen durcheinander wirft bist leider du. Dennoch danke ich dir für deine Beteiligung. Falls du weiterhin hier an dieser freundlichen Diskussion teilnimmst, würde ich mich aber freuen wenn dies weniger Feindselig vonstatten geht, damit dieser Thread und meine Problemchen nicht kaputt gemacht werden und untergehen.
Immerhin sind wir doch hier um uns gegenseitig zu bereichern. Das es in der Aquaristik nicht immer die eine Lösung gibt und viele Faktoren in Abhängigkeit zueinander stehen ist ja nichts neues..

@Torsten

Die ganze Stabilisierungsgeschichte könnte für mich schon entscheidend sein. Ich habe ja nun mal einen relativ hohen pH Wert, trotz Verschneidung mit Osmosewasser. Bisher bin ich nicht unter 7 gekommen. KH ist irgendwo bei 6, GH leider noch nie gemessen. Unter diesen Vorraussetzungen benutze ich ProFito - ist vllt nicht die beste Kombi. Demnach sollte ich über einen neuen Mikro Eisenvolldünger nachdenken, der vllt besser mehrfach stabilisiert ist. Oder ProFito anstatt wöchentlich, in täglichen Dosen zuführen. Könnte ja ggf. auch schon etwas bewirken. Habe mir nämlich kürzlich erst eine neue Flasche hiervon gekauft.

@Nik
nik":1znjck3y schrieb:
Und um On Topic zu gehen, der ProFito wird ebenfalls als mehrfach stabilisiert bezeichnet. Ich habe selbst ein 2 l Gebinde verbraucht und kann die vielen Berichte bestätigen, dass das eher reichlich zugegebene Fe nicht lange messbar ist. Das ist schon seltsam!
In den verschiedenen Beschreibungen liest der sich klasse, aber so ganz glücklich war ich mit dem nicht.

Das ist doch mal eine brauchbare Information. Ich dünge wie schon bereits gesagt, nach Herstellervorgabe wöchentlich auf Stoß. Kann jedoch bereits 2 Tage nach der Düngung kein Eisen mehr im Wasser messen. Das würde deine Feststellung ja betonen. Ich werde es mal versuchen den ProFito nicht auf Stoß sondern daily hinzuzugeben. Zumindest solange bis die neue ProFito Flasche leer ist und ich mir dann den AR Fe Basic zulege :thumbs:





Resümierend möchte ich kurz die IST Situation sowie die geplanten Schritte aufführen. Vllt habt ihr ja nun noch Verbesserungsbedarf, damit ich endlich die Mangelerscheinungen los werde.
Wenn ihr sagt, dass es zumindest theoretisch soweit passt, dann würde ich einfach in die Praxis übergehen.

35L Bruttowasservolumen. 40 x 32 x 28 cm (BxTxH)
Stärke der Bepflanzung -> siehe Bilder aus Beitrag Nr.1
Besatz -> siehe Beitrag Nr.1
Filtermedium -> bepflanzter HMF mit mini Zimmerbrunnenpumpe 2,5W 120 l/h 0.4 m
Beleuchtung -> Econlux SunStrip 70 Fresh + CON1 Steuergerät -> 7 Stunden mit 42 lm/l (gedimmt) + 1 Stunde Sonnenaufgang und 1 Stunde Sonnenuntergang. Dazu noch Abends und morgens jeweils 2 Stunden Mondlicht mit lediglich 2% stärke also ca. 1lm/l.
Bodengrund schwarzer Garnelenkies ca. 5-7cm hoch (siehe Fotos im ersten Beitrag)
Geheizt wird auf stabile 26 Grad
CO2 Druckgasanlage + CO2 Dauertest von AR mit der 20mg/l Lösung von AR.

Mangelerscheinungen = Teilweise Rotalgen vorallem auf den Anubias und Bucephalandras. Teilweise schwacher Wachstum insgesamt vorallem beim Bodendecker. Gelbliche Blattränder beim Bodendecker sowie Punktalgen an den Scheiben sowie vereinzelnd auf Blättern der Crypto's .

Wasserwechsel wöchentlich ca. 40-50% des Nettowasservolumens. Frisches Wasser ca. zu 60% Leitungswasser und 40% Osmosewasser. Werte des Leitungswassers siehe Beitrag Nr. 1.
Nach dem Wasserwechsel folgende Düngung

ProFito bisher 3,5ml auf Stoß gleichzeitig mit dem Wasseraufbereiter nach dem Wasserwechsel ins Becken gegeben. Wasseraufbereiter nutze ich, da ich selbst nachdem ich geduscht habe und die Klospülung lief, immernoch nachweisbar Kupfer in den Leitungen habe.

Erste Änderung hierzu -> Wasseraufbereiter, werde ich wohl nach wie vor verwenden. Jedoch ProFito zu einem anderen Zeitpunkt hinzugeben. Außerdem nicht mehr wöchentlich auf Stoß sondern als Tagesdosis.

Damit erhoffe ich mir die Mikronährstoffe vollkommen abzudecken.
Bezüglich der Makronährstoffe haben mehrere Tests ergeben, dass mir Nitrat in meinem AQ ausreichend zur Verfügung steht. Demnach bedarf es keiner zusätzlichen Düngung. Kalium ist ebenfalls im grünen Bereich.

Schwer bzw. kaum nachweisbar waren bisher Phosphat und Eisen.

geplante Abhilfe für Phosphat -> Makro Basic Phosphat von AR (bereits bestellt) mit folgender Dosierung.
0,5ML täglich, das entspricht dann 0,071mg/l auf meine 35L Bruttowasservolumen oder 3,5ML wöchentlich, das entspricht dann 0,5mg/l auf 35L.

Die Dosierung wäre etwas unter der Herstellervorgabe. Höhere Dosierung aufgrund meines Besatzes würde ich erstmal vermeiden und mich wenn dann langsam vortasten(Rat von Torsten). Hierzu vllt nochmal eine Frage. Was sind erste Indizien für zu viel PO4 im Becken? Haltet ihr die Dosierung für sinnvoll und ausreichend? Die Abhilfe für Eisen habe ich ja bereits oben beschrieben, ich glaube und hoffe das ich keine zusätzliche Eisendüngung zum ProFito benötige.

Dann ist noch das Calcium - Magnesium Verhältnis in den Vordergrund gerückt. Laut Trinkwasseranalyse habe ich 54 mg/l Calcium im Becken. Nach Verschneidung sind es dann noch 30-35mg/l.
Magnesium nach Verschneidung nur noch 3,6 mg/l. Demnach würde ich Magnesium um 10mg/l per Bittersalz erhöhen wollen. Bittersalz ist auch bereits gekauft.
Dosierung hierfür -> einmalig 3,5g Bittersalz (was einem + von 10mg/l entspricht) zum aufsalzen. Danach mit jedem Teilwasserwechsel 1,7g Bittersalz ins Becken geben um den Ausgangswert zu erreichen. Mit der Methode sollte ich konstant auf 12-15mg/l Magnesium kommen.

Gibt es nun noch Werte, die ich vernachlässigt habe, falsch berechnet habe, vergessen habe oder falsch interpretiert habe?
Ich möchte nun endlich einen gesunden Wuchs für meine Pflanzen und das erste mal in meiner Zeit als Nano-Aquarist einen flächendeckenden Bodendecker kultivieren. Ich hoffe mit diesen Maßnahmen werde ich endlich Erfolg verzeichnen können.

Nochmals vielen Dank an jeden, der sich mit mir und meinem Aquarium auseinander gesetzt hat. Großen Dank vorallem an Torsten, der mir stets mit Rat und Tat zur Seite stand! :bier:
 

unbekannt1984

Active Member
Hallo Matti,

Matti533":3i748zlc schrieb:
Die ganze Stabilisierungsgeschichte könnte für mich schon entscheidend sein.
aus dem Grund habe ich ja damit angefangen.

Demnach sollte ich über einen neuen Mikro Eisenvolldünger nachdenken, der vllt besser mehrfach stabilisiert ist. Oder ProFito anstatt wöchentlich, in täglichen Dosen zuführen.
Beide Möglichkeiten würden Sinn machen. Kannst du denn 0,5ml (z.B. mit einer Spritze) abmessen - das wäre dann ja die Tagesdosis?

Gelbliche Blattränder beim Bodendecker sowie Punktalgen an den Scheiben sowie vereinzelnd auf Blättern der Crypto's .
Hmm, Punktalgen werden von einigen Leuten als Indikator für Phosphatmangel angesehen - auch wenn Nik nicht soviel von Phosphat zur Vermeidung von Punktalgen hält.

Gelbe Blätter sind jetzt ein relativ unspezifisches Mangelsymptom, meistens handelt es sich um Eisen-, Magnesium- oder Nitratmangel. Den Nitratmangel möchte ich bei 20mg/l ausschließen, Eisen und Magnesium haben wir ja schon als Baustellen erkannt.

ProFito bisher 3,5ml auf Stoß gleichzeitig mit dem Wasseraufbereiter nach dem Wasserwechsel ins Becken gegeben.
Was für Wasseraufbereiter? Also z.B. ein JBL Biotopol C besteht vorwiegend aus Komplexbildnern. Damit würden sich die Nährstoffe aus dem Dünger eher länger im Wasser halten.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,

unbekannt1984":ob10q1ql schrieb:
Gelbliche Blattränder beim Bodendecker sowie Punktalgen an den Scheiben sowie vereinzelnd auf Blättern der Crypto's .
Hmm, Punktalgen werden von einigen Leuten als Indikator für Phosphatmangel angesehen - auch wenn Nik nicht soviel von Phosphat zur Vermeidung von Punktalgen hält.
ja, das liegt vor allem daran, dass es Quark ist. ^^ Es wird zu einer schlichten Erkenntnis, wenn ich in meinen P-minimierten Aquarien idR. keine Punktalgen respektive nur vernachlässigbar habe. Es kann dann keine direkte Abhängigkeit von P und Punktalgen mehr sein. Nur eine indirekte und dann ist das Hantieren mit Phosphat wegen Punktalgen nur Frickeln am Symptom! Kann man machen, wenn man es nicht besser weiß.

Für Phosphat sehe ich sowieso keinen Bedarf, da kein erkennbarer entsprechender Mangel an den Pflanzen zu sehen ist. Wichtiger wäre mal den "Inhalt" der Matte zu prüfen. Vermutlich ist der gestopft mit Phosphatfällungen und aufgrund geringer Rücklösungen besteht dann kein P-Mangel. Was soll dann noch zusätzlich Phosphat? So in dem Dunstkreis vermute ich übrigens auch die Ursache für die Rotalgen.
Einfach mal den Mattenschlamm auf P prüfen. Damit lassen sich keine absoluten Gehalte ermitteln, aber üblicherweise sprengt das Phosphat die Farbskala des Tests.
Ich halte übrigens auch nicht viel von Matten in Pflanzenaquarien, obwohl oder gerade weil ich das lange Jahre (funktionierend, d.h. algenfrei) betrieben hatte.

So schlimm finde ich den Besatz mengenmäßig übrigens nicht. Unter dem Aspekt Futtereintrag, organische Belastung nicht so optimal, deshalb braucht es aber nicht gleich einen Mattenfilter. Ich weiß, anfangs erschlägt 's, aber lies trotzdem mal in meiner Sig.

Gruß, Nik
 

Matti533

Member
Hi Torsten,

danke für deine schnelle Rückmeldung.
unbekannt1984":10ndwcak schrieb:
Beide Möglichkeiten würden Sinn machen. Kannst du denn 0,5ml (z.B. mit einer Spritze) abmessen - das wäre dann ja die Tagesdosis?

Dafür werde ich mir schon etwas einfallen lassen. Spritzen habe ich durch die Wassertests ausreichend zur Verfügung. Ich denke das wird kein Problem darstellen.

unbekannt1984":10ndwcak schrieb:
Hmm, Punktalgen werden von einigen Leuten als Indikator für Phosphatmangel angesehen - auch wenn Nik nicht soviel von Phosphat zur Vermeidung von Punktalgen hält.

Gelbe Blätter sind jetzt ein relativ unspezifisches Mangelsymptom, meistens handelt es sich um Eisen-, Magnesium- oder Nitratmangel. Den Nitratmangel möchte ich bei 20mg/l ausschließen, Eisen und Magnesium haben wir ja schon als Baustellen erkannt.

Phosphat haben wir ja gemeinsam bereits auch erkannt. Das sind ja quasi die drei Baustellen, die ich nun langsam angehen werde. Demnach hoffe ich da auf Besserung :smile: .

unbekannt1984":10ndwcak schrieb:
Was für Wasseraufbereiter? Also z.B. ein JBL Biotopol C besteht vorwiegend aus Komplexbildnern. Damit würden sich die Nährstoffe aus dem Dünger eher länger im Wasser halten.

Das ist folgender Wasseraufbereiter
https://www.zooroyal.de/sera-aquatan-wasseraufbereiter-100ml?utm_term=shopping&gclid=eaiaiqobchmi46d_9rjk2wivl_hrch3qiaileaqyasabegjqlpd_bwe&utm_campaign=google&utm_medium=shopping+networks&utpid=1910f345-6841-3520-8020-95416845f310&utm_content=771731018c47431226864&utm_source=shopping

Vermutlich nicht gerade der Beste :D....

Viele Grüße aus dem Norden,
Matti
 

Matti533

Member
Hi Nik,

sorry in aller Eile habe ich deine Antwort total überlesen.

nik":cq96sk1g schrieb:
ja, das liegt vor allem daran, dass es Quark ist. ^^ Es wird zu einer schlichten Erkenntnis, wenn ich in meinen P-minimierten Aquarien idR. keine Punktalgen respektive nur vernachlässigbar habe. Es kann dann keine direkte Abhängigkeit von P und Punktalgen mehr sein. Nur eine indirekte und dann ist das Hantieren mit Phosphat wegen Punktalgen nur Frickeln am Symptom! Kann man machen, wenn man es nicht besser weiß.

Ist es dann aber auf der Gegenseite normale, dass meine PO4 Werte nie nachweisbar sind? Ich habe zu verschiedensten Situationen PO4 Tests von JBL durch geführt und konnte nie PO4 nachweisen. Da liegt es doch nahe, dass ein Mangel vorliegt. Die Aussage, dass PO4 grundsätzlich nicht nachweisbar ist, kann ja auch nicht so richtig sein. Ich mein immerhin gibt es idealwerte was das PO4 angeht und irgendwie muss man die ja messen können...

nik":cq96sk1g schrieb:
Wichtiger wäre mal den "Inhalt" der Matte zu prüfen. Vermutlich ist der gestopft mit Phosphatfällungen und aufgrund geringer Rücklösungen besteht dann kein P-Mangel. Was soll dann noch zusätzlich Phosphat? So in dem Dunstkreis vermute ich übrigens auch die Ursache für die Rotalgen.
Einfach mal den Mattenschlamm auf P prüfen. Damit lassen sich keine absoluten Gehalte ermitteln, aber üblicherweise sprengt das Phosphat die Farbskala des Tests.
Ich halte übrigens auch nicht viel von Matten in Pflanzenaquarien, obwohl oder gerade weil ich das lange Jahre (funktionierend, d.h. algenfrei) betrieben hatte.

DIe Matte ist nun erst seit maximal 3 Monaten im Betrieb. Dafür, dass die eigentlich als Wartungsfrei deklariert wird, kann die ja nun noch nicht zu sein oder? Optisch kann ich ja nur die Drauf-Sicht beurteilen. Da sieht die Matte noch nicht wirklich ,,voll'' aus. Das Filtermaterial ist nach wie vor eher schwarz als Braun. Der Wasserspiegel in dem Bereich wo die Pumpe und die Heizung sitzt unterscheidet sich ebenfalls nicht vom restlichen Wasserspiegel.

Ich hab mich halt damals für einen HMF entschieden, weil man den so wunderbar bepflanzen kann und somit keine sichtbare Technik mehr im Becken hat, bis auf den CO2 Diffusor. Außerdem LIEBEN die Garnelen den Filter und das Fissidens Fontanus sowie das Montecarlo Perlkraut darauf. Seit dieser eingezogen ist, hat sich die Vermehrung der Garnelen immens gesteigert. Optisch ist das Teil halt auch wirklich ein Hingucker sofern man die Matte vor lauter Pflanzen nicht mehr sieht... Das alles waren die Gründe FÜR den HMF. Klare Gründe GEGEN den HMF kenne ich bis dato nicht. Vielleicht kannst du mich aufklären, welche Risiken bzw. negativ Faktoren so ein HMF mit sich bringt und warum er in Pflanzenaquarien nicht zugebrauchen ist.

Besten Dank im Voraus und viele Grüße,
Matti
 

unbekannt1984

Active Member
Hallo Matti,

Matti533":3bppi3u8 schrieb:
Klare Gründe GEGEN den HMF kenne ich bis dato nicht. Vielleicht kannst du mich aufklären, welche Risiken bzw. negativ Faktoren so ein HMF mit sich bringt und warum er in Pflanzenaquarien nicht zugebrauchen ist.
also nicht zu gebrauchen würde ich so nicht sagen. Hatte ich dir schon einmal den 60l Cube von Olli verlinkt? -> klick und siehe da: Ein Eck-HMF. Wie du siehst kann man auch einen CO2-Diffusor dahinter verschwinden lassen.

Ein Grund gegen den HMF ist der schnelle Abbau von Ammonium über Nitrit zu Nitrat. Ein bisschen Ammonium tut den Pflanzen halt gut, aber bei stark besetzten Aquarien ist mir das dann mal so ziemlich egal.

Optisch kann ich ja nur die Drauf-Sicht beurteilen. Da sieht die Matte noch nicht wirklich ,,voll'' aus.
Ja, und wie ist das Gewicht? Hast du den HMF (bzw. die Matte) schon einmal wieder aus dem Becken heraus genommen?
 

nik

Moderator
Teammitglied
Ach ja ...

Hallo Matti,

wenn du das ablaufende Leitungswasser nicht kupferfrei bekommst, dann verwendete ich demineralisiertes Wasser. Ich mache es aus anderen Gründen und mir sind es die 20 ct/l wert.
Mit dem Wasseraufbereiter maskierst du nur das Kupfer mehr oder weniger vorübergehend. Es reichert sich trotzdem an und du bekommst es nicht aus dem System raus.

Matti533":34m6p318 schrieb:
Ist es dann aber auf der Gegenseite normale, dass meine PO4 Werte nie nachweisbar sind? Ich habe zu verschiedensten Situationen PO4 Tests von JBL durch geführt und konnte nie PO4 nachweisen. Da liegt es doch nahe, dass ein Mangel vorliegt. Die Aussage, dass PO4 grundsätzlich nicht nachweisbar ist, kann ja auch nicht so richtig sein. Ich mein immerhin gibt es idealwerte was das PO4 angeht und irgendwie muss man die ja messen können...
Nur weil Phospaht unter der Nachweisgrenze liegt, bedeutet das nicht, dass keins vorhanden und es ungenügend ist. Verlässlicherist es die Pflanzen auf P-Mangel zu betrachten und da ist bei dir nichts zu erkennen. Dazu habe ich ebenfalls in meiner Sig geschrieben.

DIe Matte ist nun erst seit maximal 3 Monaten im Betrieb. Dafür, dass die eigentlich als Wartungsfrei deklariert wird, kann die ja nun noch nicht zu sein oder? Optisch kann ich ja nur die Drauf-Sicht beurteilen. Da sieht die Matte noch nicht wirklich ,,voll'' aus. Das Filtermaterial ist nach wie vor eher schwarz als Braun. Der Wasserspiegel in dem Bereich wo die Pumpe und die Heizung sitzt unterscheidet sich ebenfalls nicht vom restlichen Wasserspiegel.

Ich hab mich halt damals für einen HMF entschieden, weil man den so wunderbar bepflanzen kann und somit keine sichtbare Technik mehr im Becken hat, bis auf den CO2 Diffusor. Außerdem LIEBEN die Garnelen den Filter und das Fissidens Fontanus sowie das Montecarlo Perlkraut darauf. Seit dieser eingezogen ist, hat sich die Vermehrung der Garnelen immens gesteigert. Optisch ist das Teil halt auch wirklich ein Hingucker sofern man die Matte vor lauter Pflanzen nicht mehr sieht... Das alles waren die Gründe FÜR den HMF. Klare Gründe GEGEN den HMF kenne ich bis dato nicht. Vielleicht kannst du mich aufklären, welche Risiken bzw. negativ Faktoren so ein HMF mit sich bringt und warum er in Pflanzenaquarien nicht zugebrauchen ist.
Es geht nicht darum wie voll oder wie durchlässig die Matte ist, die ausgespülte Brühe ist vermutlich extrem reich an Phosphatverbindungen. Teste es auch mal auf Kupfer. Filter allgemein sind Nährstofffallen, das ist im Pflanzenaquarium per se ungünstig. Das steht deshalb in meiner Sig, weil ich das nicht immer wieder runterschreiben will. ^^

Gruß, Nik
 

Biotoecus

Active Member
Hallo,

was haben wir hier denn eigentlich?
Ein 35 Liter Aquarium mit HMF, reichlich Licht, großen Cryptos, Schwimmpflanzen die abschatten, Bodendeckern die nicht wirklich wachsen wollen und eine Trinkwasseranalyse die verkehrt gelesen wird.

LF 375 µs/cm
KH 8,8
GH 8,8

Ca 54
Mg 6
K 2,4

NO3 1,4
Cu nn

An Fischen haben wir nicht sehr viel.
Die T. chuna gehören da eh nicht rein. Aber lassen wir das.

Nun wurden die Werte im AQ bestimmt:
KH 8,0

K 8,0

NO3 20,0
PO4 nn
Fe nn

Wenn der Versorger nur runde 2,0mg/l Nitrat liefert und ich im AQ runde 20,0mg/l messe dann bedeutet das, dass ich entweder einen Messfehler habe oder viel Futter einbringe.
Was mich dann zum Filter bringt.
Funktioniert halt gut so ein HMF. Alles was man reinschmeisst an Futter geht irgendwann durch den Filter und der verwurstelt das aerob und teils anaerob.
Das durchs Futter eingebrachte PO4 wird da lustig mit dem schwach chelatierten Fe des Düngers eingelagert.

Wo kommt denn das ganze Kalium her?

Alles was die Fische nach der Fütterung so abgeben geht da ebenfalls durch.
Es entsteht also als Nitrat.
Ob das nun wirklich wie im vorliegenden Fall 20,0mg/l sind wage ich mal zu bezweifeln.
Gerade Nitrattests sind eher sehr misstrauisch zu beäugen.

Dafür möchte man nun aber das Verhältnis Ca:Mg verbessern und Bittersalz verabreichen.
Es soll von 54:6 (9:1) auf 54:15 (3,6:1) verändert werden.

Tatsächlich würde ich die gelben Blattspitzen auf Fe Mangel und Stickstoffmangel schieben.
PO4 Mangel hat das Becken nicht.

Profito als Tagesdünger verwenden ist sinnvoll in dem Fall.
In der Apotheke gibt es 1ml Spritzen für ein paar Cents.

Aus anderer Sicht werden die Bodendecker mit reichlich Licht versorgt.
Da wollen auch Makronährstoffe nachgeliefert werden.
Oder man entschleunigt das Becken mal für drei bis vier Wochen und dimmt das Licht runter auf 6 Stunden/d und runde 30 Lumen/l.

Gruß Martin
 

unbekannt1984

Active Member
Hallo Martin,

Biotoecus":2d0ycpye schrieb:
LF 375 µs/cm
KH 8,8
GH 8,8

Ca 54
Mg 6
K 2,4

NO3 1,4
Cu nn
jeweils etwa 60% von den Werten, Leitungswasser:Osmosewasser 60:40.

Wo kommt denn das ganze Kalium her?
Ja, wenn man jetzt den Kaliumgehalt vom ProFito kennen würde, dann könnte man evtl. den Großteil auch bei Dosierung nach Herstellerangaben erklären.

Das durchs Futter eingebrachte PO4 wird da lustig mit dem schwach chelatierten Fe des Düngers eingelagert.
Da der ProFito mehrfach stabilisiert sein sollte, sollte das Eisen nicht so schwach chelatiert sein... Theoretisch.

Dafür möchte man nun aber das Verhältnis Ca:Mg verbessern und Bittersalz verabreichen.
Es soll von 54:6 (9:1) auf 54:15 (3,6:1) verändert werden.
Jaein, wieder 60%.

Ca:Mg 32,4:3,6 -> 32,4:13,6

In der Apotheke gibt es 1ml Spritzen für ein paar Cents.
Ja, in manchen Apotheken aber nur auf Bestellung und als 100er Packung, da diese Spritzen nicht allzu gängig sind. Besser: In das nächste E-Zigaretten-Geschäft und dort nach der 1ml Spritze fragen, dort werden die kleinen Spritzen für Aromen benutzt (und sind gängige Artikel).
 

Matti533

Member
Hi Zusammen,

sorry für die späte Rückmeldung und vielen Dank für die überaus hilfreichen Beiträge.
Der nachfolgende Beitrag ist leider etwas länger geworden... ich hoffe ihr findet Zeit euch das trotzdem durchzulesen, da evtl. doch in dem ein oder anderen Satz nochmal eine wichtige Information steckt und gerade am Ende ich nochmal auf meine derzeitige Bepflanzung, kürzlich gemessene Wasserwerte und aktuelle Düngung eingehe.

@Torsten
unbekannt1984":obknp7yp schrieb:
Ja, und wie ist das Gewicht? Hast du den HMF (bzw. die Matte) schon einmal wieder aus dem Becken heraus genommen?

Ich habe den HMF mal angehoben aber muss ehrlich gestehen, dass mir nun der Vergleich zum vorherigen Gewicht schwer fällt. Ich glaube aber optisch betrachtet nicht, dass die Matte schon zu ist. Der HMF als solches wird auch auf jeden Fall bleiben. Meine Garnelen und auch ich mögen den einfach viel zu sehr :smile: Die Frage ist höchstens wie oft sollte ich den reinigen.

unbekannt1984":obknp7yp schrieb:
a, wenn man jetzt den Kaliumgehalt vom ProFito kennen würde, dann könnte man evtl. den Großteil auch bei Dosierung nach Herstellerangaben erklären.

Ich klopf da nochmal an.. vielleicht verraten die es mir ja

unbekannt1984":obknp7yp schrieb:
Ja, in manchen Apotheken aber nur auf Bestellung und als 100er Packung, da diese Spritzen nicht allzu gängig sind. Besser: In das nächste E-Zigaretten-Geschäft und dort nach der 1ml Spritze fragen, dort werden die kleinen Spritzen für Aromen benutzt (und sind gängige Artikel).

Habe mir welcher aus der Apotheke besorgt also Insulinspritzen. Jedoch sind die bereits mit einer Nadel versehen, welche sich nicht entfernen lässt. Die Aufnahme durch die Nadel ist nervig langsam und fördert auch viel Luft. Demnach sind die nicht so das gelbe vom Ei. Ich werde mal die aus dem E-Zigaretten Geschäft probieren. Vielleicht habe ich dort mehr Glück.

@Nik
nik":obknp7yp schrieb:
Es geht nicht darum wie voll oder wie durchlässig die Matte ist, die ausgespülte Brühe ist vermutlich extrem reich an Phosphatverbindungen. Teste es auch mal auf Kupfer. Filter allgemein sind Nährstofffallen, das ist im Pflanzenaquarium per se ungünstig. Das steht deshalb in meiner Sig, weil ich das nicht immer wieder runterschreiben will. ^^

Und warum ist es schlecht, wenn die Matte reich an Phosphatverbindungen ist? Sorry das ich so blöd frage aber da fehlt mir wahrscheinlich noch etwas Wissen. Würde es bedeuten, dass das Phosphat gar nicht zu den Pflanzen gelangt sondern im HMF ,,eingelagert'' wird und somit unzugänglich für die Pflanzen wird? Das würde bedeuten, dass mein Filter grundsätzlich mehr Nährstoffe schluckt und die quasi den Pflanzen verwehrt als andere Filter?

Wenn das oben geschriebene so richtig ist, dann sollte ich darauf achten, dass sich nicht zu viel Mulm im HMF bildet, da dieser sonst zu schnell wichtige Stoffe zu schnell abbaut bzw. einlagert. Kann man das so abschließend sagen?

nik":obknp7yp schrieb:
wenn du das ablaufende Leitungswasser nicht kupferfrei bekommst, dann verwendete ich demineralisiertes Wasser. Ich mache es aus anderen Gründen und mir sind es die 20 ct/l wert.
Mit dem Wasseraufbereiter maskierst du nur das Kupfer mehr oder weniger vorübergehend. Es reichert sich trotzdem an und du bekommst es nicht aus dem System raus.

Ich verschneide ja bereits mein Leitungswasser mit Osmosewasser. (im Verhältnis ca. 40-60) Den Wasseraufbereiter habe ich nun erstmalig weggelassen beim WW am vergangenem Sonntag. Mal schauen ob sich was ohne Wasseraufbereiter verändert. Indikatoren hierfür müssten ja eigentlich die Garnelen sein. Oder sind Osmosewasser und demineralisiertes Wasser nochmal zwei unterschiedliche Paar Schuhe?

@Martin
Biotoecus":obknp7yp schrieb:
was haben wir hier denn eigentlich?
Ein 35 Liter Aquarium mit HMF, reichlich Licht, großen Cryptos, Schwimmpflanzen die abschatten, Bodendeckern die nicht wirklich wachsen wollen und eine Trinkwasseranalyse die verkehrt gelesen wird.

Ich habe es am Wochenende mal gewagt und eine anspruchsvolle Pflanze eingesetzt. Rotala Wallichi (In-Vitro). Dabei musste ich den Bodendecker etwas verschieben und habe festgestellt, dass der Bodendecker schon deutlich stärkere Wurzeln entwickelt hat als gedacht. Am 02.06 wurden die eingepflanzt. Zu dem Zeitpunkt hatten die auch schon arg gelitten, da eine Woche lose im Wasser herum getrieben und ein paar Tage im Briefumschlag. Hatte den vorerst gar nicht gefallen. Wurzeln hatten sich teilweise aufgelöst und Blätter verabschiedet. Daher eigentlich ein sehr positives Zwischenfazit jetzt nach knapp einem Monat.
Die Schwimmpflanzen habe ich so angeordnet bzw. positioniert, dass die nur über den Cryptos stehen also links und rechts außen, da die Pflanzen nicht allzu lichthungrig sind und somit der Besatz auch nochmal etwas dunklere Ecken wahrnehmen kann. Die Beckenmitte mit den Bodendecker, dem bepflanzten HMF (Hauptsächlich Monte-Carlo) und nun der Rotala Wallichi bekommt die volle Dröhnung was Licht angeht. Ungebrochen und direkt. Wenn die Schwimmpflanzen zu viel werden, wird da natürlich trotzdem aussortiert.

Worauf ich hinaus möchte, der Bodendecker wächst schon und bildet auch neue Triebe aus, aber teilweise bekommen die Blätter einfach dunkelgrüne Flecken (Punktalgen) und man sieht einfach, dass die 100% oder selbst die 95% noch nicht ausgeschöpft sind. Ich kann davon gerne nochmal Fotos machen, wenn euch das interessiert. Das Monte Carlo Perlkraut wächst z.B. mittlerweile richtig gut. Keine Verfärbungen und schneller Wachstum mit intensiven Farben. Aber nach wie vor habe ich vereinzelnd Punktalgen auf Scheiben und Blättern der langsam wachsenden Pflanzen sowie vereinzelnd Pinselalgen. Das ist der Fakt, den ich nicht so recht begreife und gerne ändern möchte. Vermutlich liegt es einfach noch an der Düngung. Ich denke hier muss ich einfach noch etwas Feinschliff betreiben. Oder was ist deine Meinung?

Biotoecus":obknp7yp schrieb:
An Fischen haben wir nicht sehr viel.
Die T. chuna gehören da eh nicht rein. Aber lassen wir das.

Ob die Honigguramis da nun rein gehören oder nicht sei mal dahin gestellt.

Ich kann jedoch mit gutem Gewissen berichten, dass das Pärchen einen sehr lebendigen und gesunden Eindruck auf mich macht. Kein aggressives Verhalten weder untereinander noch gegenüber anderen Mitbewohnern, intensive Farben, sehr aktiv und im ganzen Becken unterwegs sowie fleißiges Balzverhalten untereinander. Wirklich witzig was für Kunststücke die drauf haben.

Wie dem auch sei. Wenn das für dich/euch nicht viel Fisch ist - kann man davon ausgehen, dass der Besatz für ausreichend Nitrat sorgt oder sind die Tests wirklich einfach ungenau/falsch? Vielleicht habe ich ja doch einen Stickstoffmangel. Zudüngen tue ich was das angeht nämlich nichts. Füttern tue ich täglich 0,15mg ELOS SV1. Dann ab und zu nochmal einen Garnelenstick. Gefühlt ist es eher wenig als reichlich was ich da zuführe aber ich kann mich auch täuschen.

Biotoecus":obknp7yp schrieb:
Wo kommt denn das ganze Kalium her?

Vermutlich vom ProFito und vom Ausgangswasser. Habe auf jeden Fall bei mehreren Messungen immer einen Wert von ca. 6-10 mg/l bei Kalium gehabt seit dem ich das Wasser Verschneide. Bevor ich das Wasser mit Osmosewasser verschnitten habe, war dieser Wert sogar deutlich höher. (Um und bei 15)

Biotoecus":obknp7yp schrieb:
Dafür möchte man nun aber das Verhältnis Ca:Mg verbessern und Bittersalz verabreichen.
Es soll von 54:6 (9:1) auf 54:15 (3,6:1) verändert werden.

Ca:Mg ist jetzt nach Bittersalz Anwendung ca. in einem Verhältnis von 2:1. (30:15 grob gerundet)
Kalium auf 8 also Theoretisch 2:1:1.

Biotoecus":obknp7yp schrieb:
Da wollen auch Makronährstoffe nachgeliefert werden.

Das ist halt die ganze Zeit meine Überlegung..... Ob ich noch NPK zudüngen sollte bei dem Besatz.
Gut, Kalium brauch ich nun wahrscheinlich nicht weiter aufdüngen. Das würde heißen ich müsste über Einzelkomponenten nachhelfen. Phosphat dünge ich nun ja bereits seit letzten Freitag zu (0,5ml täglich=0,071mg/l PO4).
Jetzt ist nur die Frage wie es sich mit Nitrat verhält, ob dem Test von ELOS zu trauen ist oder ob ich da evtl. zudüngen müsste. Ich habe ja mittlerweile relativ viele Verbraucher im Becken.

Schnellwachsende Pflanzen wie die Rotala Wallichi, das Monte - Carlo Perlkraut am HMF, der Bodendecker (evtl. eine kleinbleibende Art der Helanthium tenellum?) Pogostemon helferi und die Schwimmpflanzen (vermutlich Pistia stratiotes) verbrauchen ja schon ordentlich was an Nährstoffen. Außerdem habe ich Testweise zwei große Triebe der Aeschynomene fluitans im Becken. Ich glaube allerdings nicht, dass mein Becken für diese Wassermimose geeignet ist, da mein Licht viel zu tief sitzt. Aber Nährstoffe ziehen wird diese Pflanze sicher auch, solange Sie noch im Becken verweilt. :wink:

Dazu habe ich dann ja noch relativ viele verschiedene langsamwachsende Pflanzen wie die verschiedenen Crypto's, Crinum calamistratum, Fissidens Fontanus am Filter sowie ein paar Anubias und Bucephalandras am Filter.

Jetzt ist halt die Frage - Düngung von NO3 ja oder nein... Laut Test nicht nötig aber ich kann mir irgenwie kaum vorstellen, dass ich bei der Futtermenge und dem Besatz ausreichend NO3 produziere.
Phosphat (Dünger von AR) wird täglich zugegeben seit weniger als 1 Woche. Täglich 0,5ml Dünger das entspricht dann einer täglich Zugabe von 0,071mg/l PO4.
Kalium ist ja bisher in den Tests ausreichend vorhanden bei einem Wert von 7-9 mg/l.
Magnesium wird seit dem letzten Wasserwechsel zugedüngt auf ca. 15mg/l in oben genanntem Verhältnis.
Eisen+weitere Spurenelemente durch ProFito nach Herstellervorgaben als Tagesdosis verabreicht.
3,5ML auf 35L(Herstellervorgabe) : 7 Tage = 0,5ml pro Tag.
Eisen ist laut EasyLife 2g/l im ProFito enthalten. Das müsste dann ja bedeuten (2000mg:1000mlx3,5) das ich bei 3,5ml ProFito 7mg Eisen hinzufüge. Den Wert wiederum :7 da Tagesration = 1mg Eisen am Tag. Ist die Rechnung so richtig? Ich vermute fast nicht, da der Wert mir unlogisch hoch erscheint... vielleicht sieht einer von euch ja meinen Rechenfehler.

Abschließend nochmal die Wasserwerte vor täglicher Düngung und vor dem Wasserwechsel vom vergangenem Sonntag.

pH = 7,0 - 7,2
KH = 7-8
GH = 9-10
Nitrat = 10-15
Phosphat = 0,05- 0,1
Kalium = 8
Eisen = 0,05

Sind die Werte soweit plausibel und in Ordnung?

Ein dickes Dankeschön an jeden der sich nun durch diesen Roman meinerseits gekämpft hat und seinen Teil dazu beiträgt :D. Das gesamte Forum hat mir wirklich eine Menge beibringen können und mein Verständnis über die Biomechanik der Pflanzen deutlich verbessert. Tausend Dank und viele Grüße aus Hamburg.

PS: Wie sich die Rotala Wallichi schlägt und ob ich der Pflanze gewachsen bin werde ich berichten.
 

unbekannt1984

Active Member
Hallo Matti,

Matti533":2vtmkdjo schrieb:
Der nachfolgende Beitrag ist leider etwas länger geworden...
ich habe es aber geschafft Ihn komplett zu lesen :) Dann schauen wir mal wie viel ich dazu schreiben muss.

Eisen ist laut EasyLife 2g/l im ProFito enthalten. Das müsste dann ja bedeuten (2000mg:1000mlx3,5) das ich bei 3,5ml ProFito 7mg Eisen hinzufüge. Den Wert wiederum :7 da Tagesration = 1mg Eisen am Tag. Ist die Rechnung so richtig?
Ja, die Rechnung ist so richtig, bezieht man das jetzt auf das Volumen des Aquariums, dann ergeben sich rund 28,6 µg/l pro Tag - was dann schon wieder nicht so schlimm klingt.

Nitrat = 10-15
Phosphat = 0,05- 0,1
Kalium = 8
Nitrat hattest du doch vorher dauerhaft 20 mg/l gemessen, das würde bedeuten das Phosphat kommt bei den Pflanzen an und Nitrat (und im geringem Maße Kalium) werden verbraucht.

Und warum ist es schlecht, wenn die Matte reich an Phosphatverbindungen ist? Sorry das ich so blöd frage aber da fehlt mir wahrscheinlich noch etwas Wissen. Würde es bedeuten, dass das Phosphat gar nicht zu den Pflanzen gelangt sondern im HMF ,,eingelagert'' wird und somit unzugänglich für die Pflanzen wird?
Die Frage ist ob sich das Phosphat dort überhaupt sammelt, es kann von den Pflanzen aufgenommen werden oder auch im Boden verschwinden (wo die Pflanzen über die Wurzeln heran kommen).

Sind die Wurzeln der Pflanzen auf dem HMF in der Matte, dann würde ich mir da gar keinen Kopf drüber machen.

Habe mir welcher aus der Apotheke besorgt also Insulinspritzen. Jedoch sind die bereits mit einer Nadel versehen, welche sich nicht entfernen lässt. ... Ich werde mal die aus dem E-Zigaretten Geschäft probieren. Vielleicht habe ich dort mehr Glück.
Gemeint waren diese Spritzen (kauf mindestens 2, das Gummiteil verabschiedet sich manchmal ohne Vorwarnung) und nach Möglichkeit eine von diesen stumpfen Kanülen dazu. Wenn du damit nicht gerade 99,5%iges Glycerin (etwas dünnflüssiger als Honig) aufziehen willst, dann gibt es da auch keinen Nervenzusammenbruch.

Ich habe es am Wochenende mal gewagt und eine anspruchsvolle Pflanze eingesetzt. Rotala Wallichi (In-Vitro).
...
PS: Wie sich die Rotala Wallichi schlägt und ob ich der Pflanze gewachsen bin werde ich berichten.
Da bin ich aber mal gespannt, das Pflänzchen gilt als ziemliche Zicke.
BTW: Hattest du nicht mal geschrieben der HMF wäre mit HCC bepflanzt? Jetzt lese ich hier immer Monte Carlo... HCC ist ja auch nicht ganz anspruchslos.

Ich würde erst einmal weiter machen wie bisher, die Pflanzen drehen nicht innerhalb einer Woche voll auf (starkes Wachstum) und würde weiter beobachten.
 

unbekannt1984

Active Member
Hallo Walter,

Walter1974":3hfxfy5d schrieb:
ich würde den Magnesiumgehalt etwas anheben.
ausgehend von welchem Wert und wie viel ist "etwas"? Könntest du das bitte etwas präzisieren?
 

Matti533

Member
Hallo Zusammen,

vielen Dank für eure Nachrichten.

@Torsten
unbekannt1984":3c8dqu4j schrieb:
ich habe es aber geschafft Ihn komplett zu lesen Dann schauen wir mal wie viel ich dazu schreiben muss.

Meinen größten Respekt! Bist glaube ich auch der einzige :D .

unbekannt1984":3c8dqu4j schrieb:
Ja, die Rechnung ist so richtig, bezieht man das jetzt auf das Volumen des Aquariums, dann ergeben sich rund 28,6 µg/l pro Tag - was dann schon wieder nicht so schlimm klingt.

Das heißt wenn ich ProFito nach Herstellervorgabe dosiere kommen täglich 0,0286/l mg FE ins Wasser. Macht es dann nicht Sinn diese Dosis zu erhöhen? Es gibt ja den Richtwert, dass FE eigentlich immer mit 0,05mg/l nachweisbar sein soll. Wenn ich beispielsweise nun anstatt den 0,5ml ProFito nun 0,8ml täglich zuführe entspräche das dann 0,046mg/l. Wäre doch prinzipiell ein besserer Wert. Klar hängt das dann noch vom Verbrauch meiner Pflanzen ab um zu schauen ob sich das FE dann anreichert, jedoch war Eisen ja bisher nie nachweisbar. Somit würde eine Erhöhung hier an der Stelle doch sinnvoll sein oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?

unbekannt1984":3c8dqu4j schrieb:
Nitrat hattest du doch vorher dauerhaft 20 mg/l gemessen, das würde bedeuten das Phosphat kommt bei den Pflanzen an und Nitrat (und im geringem Maße Kalium) werden verbraucht.

Dem würde ich zustimmen! Die Pflanzen scheinen seit der PO4 Zugabe mehr zu arbeiten. Das sieht man in der Optik sowie in den Werten. Ich poste gleich nochmal die letzten Wasserwerte und ein paar Fotos.

unbekannt1984":3c8dqu4j schrieb:
Da bin ich aber mal gespannt, das Pflänzchen gilt als ziemliche Zicke.
BTW: Hattest du nicht mal geschrieben der HMF wäre mit HCC bepflanzt? Jetzt lese ich hier immer Monte Carlo... HCC ist ja auch nicht ganz anspruchslos.

Bepflanzt ist der HMF mit Monte Carlo nicht mit HCC. Also etwas weniger anspruchsvoll. Das Monte Carlo gibt aber in letzter Zeit richtig Gas. Die Rotala Wallichi macht sich bisher ganz gut. Aber ich denke es ist auch noch zu kurz um es wirklich beurteilen zu können.

Der letzte Wassertest am 28.06 in der Mitte der Woche und in der Mitte des Tages, einige Stunden nach der täglichen Düngung von ProFito und wenige Stunden nach Düngung von PO4
pH 6,6-6,8
KH 6-7
GH 10-11
Nitrat 10-15
Kalium 6-7
Eisen max 0,05 (kaum nachweisbar)
Phosphat 0,2-0,4

Evtl. werde ich die Dosierung von ProFito noch etwas hoch fahren. Ansonsten ist der Pflanzenwachstum wirklich ziemlich gut geworden. Lediglich mit Punktalgen hab ich nach wie vor so meine Probleme. Hierzu kommen gleich auch nochmal 1-2 Fotos. Es ist zwar nicht in extremen Maßen aber dennoch sind Sie da.

Übrigens habe ich letztens mal ein 5 minutenlanges Video gemacht von dem Aquarium, wirkt immer nochmal deutlich besser als die Fotos. Kennt ihr ein Programm oder eine Seite wo ich das Video hochladen könnte, damit ich den Link dann teilen kann? Dann würden auch mal die Stimmen, die meinen das es den Honigguramis in dem Becken nicht gut gehen würde, vermutlich verstummen :wink:

@Walter

Magnesium wurde bereits auf 15mg/l angehoben, bei einem ungefähren Calcium Gehalt von 30mg/l. Also im Verhältnis 2:1. Inwiefern würdest du da noch anheben?

Ansonsten erstmal vielen Dank für die Beteiligung. Ich poste nun im Nachgang nochmal 1-2 Fotos.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
Matti
 

Matti533

Member
Hier mal ein kleiner Überblick. Das Foto ist eigentlich nur ein Screenshot aus dem erwähnten 5min Video, daher nicht die beste Qualität.



Hier ein Foto der Rotala Wallichi. (in-Vitro und keine Woche im Becken)



Hier nochmal die Problemzone des Bodendeckers. Habe mit einem Marker die schlimmsten Stellen umkreist.
 

Anhänge

  • CCF5B539-A2E4-4856-936A-444FFEC204F7.png
    CCF5B539-A2E4-4856-936A-444FFEC204F7.png
    1,8 MB · Aufrufe: 201
  • F8537965-9945-4AD9-B8C2-E59E3CE51A2A.jpeg
    F8537965-9945-4AD9-B8C2-E59E3CE51A2A.jpeg
    2,6 MB · Aufrufe: 201
  • 3B670A54-6E99-47A2-B6AE-713E487A8872.jpeg
    3B670A54-6E99-47A2-B6AE-713E487A8872.jpeg
    705,9 KB · Aufrufe: 201

Ähnliche Themen

Oben