Besatz für 64 L Nano Cube

Insomnium

Member
Hallo
Ich möchte nach dem Einfahren meines 64 Liter Beckens einige Bewohner einsetzen. Eigentlich hatte ich da an eine Gruppe kleine Panzerwelse, kleine Boraras und Zwerggarnelen gedacht.
Nun habe ich mal in der hiesigen Datenbank nach den möglichen Bewohnern geschaut. Aber selbst bei den Boraras maculata steht, nicht für Nano Becken geeignet. Ist das jetzt eine allgemeine Empfehlung, da die Beckengröße quasi "Tierquälerei" ist?
Was habt ihr in euren Mini-Becken?
Danke und Grüße, Rüdiger
 
Hallo Rüdiger,

Im Grunde orientiert man sich mehr an der Kantenlänge und dem Volumen des Aquariums.
Zwerggarnelen gehen in jedem Fall. Kleinbleibebende wenig schwimmfreudige Fischen werden in der Regel ab 54l Volumen bzw. 60cm Kantenlänge empfohlen.

Meines Erachtens macht aber auch die Einrichtung des Aquariums viel aus, in Bezug darauf welcher Bewohner sich wohlfühlen würde.

Schick doch mal ein Foto, Kantenlänge und die Wasserwerte (Härte, pH und Temperatur) dann finden wir bestimmt ein paar geeignete Fischarten.
 
Hallo Rüdiger, ich persönlich würde 64l nicht mehr als Nano-Becken bezeichnen.
Ich halte akt. Nannostomus marginatus (Zwergziersalmler) und Hyphessobrycon amandae (Feuertetra) in kleinen Becken. Als Panzerwelse mag ich total die Corydora pygmaeus (Zwergpanzerwelse). Der Beckenaufbau, die Bepflanzung und der Untergrund müssen natürlich passen. VG J.
 
Hallo Rüdiger,

aus meiner Sicht und meiner Erfahrung spricht nichts dagegen (und ist keine Tierquälerei), "kleine Panzerwelse, kleine Boraras und Zwerggarnelen" in ein Becken mit 64 Litern zu setzen, also vom Litervolumen gut möglich.
Unter "kleine Panzerwelse" verstehe ich hierbei den Zwerg-Panzerwels Gastrodermus (Corydoras) pygmaeus oder den Corydoras hastatus und sogar noch den Corydoras habrosus (Hoplisoma habrosum), also eine dieser Arten in einem kleinen Trupp. Boraras passen recht gut dazu und auch Zwerggarnelen (z. B. Neocaridina, oder Sulawesi-Inlandsgarnelen oder kleine Cardidinaarten).

Mit Nano-Becken dürfte die von dir gefundene Quelle Becken unter 56 Liter meinen.

Super, dass du dir die Zeit genommen hast und das Becken eingefahren hast. Allerdings kann es nach dem Einsetzen der Fische dennoch zu einem Nitritpeak kommen, daher am Anfang sehr sparsam füttern und genau beobachten, bei geringsten Zweifel großzügiger Wasserwechsel.

Gruß und viel Freude damit!

Plantlover
 
Zuletzt bearbeitet:
Schick doch mal ein Foto, Kantenlänge und die Wasserwerte (Härte, pH und Temperatur) dann finden wir bestimmt ein paar geeignete Fischarten.
Kantenlänge ist 40 cm in der Breite, 40 cm in der Tiefe und Höhe des Wassers ca. 35 cm (ohne Bodengrund)
KH 4 und PH 6,4.
Momentan befindet sich das Becken in der Einlaufphase und wird vermutlich am kommenden Wochenende oder darauf final eingerichtet.
 

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Hallo Rüdiger,

Das schaut für mich Boraras geeignet aus, die Pflanzen werden denen ja wenn sie hochwachsen Deckung geben, dass mögen die gerne.
 
Da kommt ein große Wurzel dazu und die Bepflanzung wird nochmal geändert. Außerdem kommen noch Moose auf die Wurzel. So kahl, wie es jetzt ist, bleibt es absolut nicht.
 
Guten Abend,

Zwergpanzerwelse würde ich aus heutiger erfahrung in so einen kleinen Becken nicht mehr einsetzen.
20 pygmeus in einen 60-30-30cm Becken hatten sich nur versteckt, mit und ohne Beibesatz.
Im 100x40x40cm sind die sofort sichtbar geschwommen, und die nutzen auch die Beckenlänge aus.
Lieber eine kleine Salmlersorte die nicht viel schwimmraum braucht, dafür aber gern mehr. (20 stück)

Liebe Grüße Ronny
 
Hallo Rüdiger,

die anvisierten Boraras sind doch nach wie vor eine gute Idee.

Weil die gerne in Pflanzendickicht flüchten, in der Natur wie im Aquarium, würde ich ihnen mehr Pflanzen (die an einer oder mehreren Stellen gerne dicht stehen dürfen), anbieten, am besten dichte Randbepflanzung.

Am wohlsten fühlen sie sich in weichem bis mittelhartem Wasser (bis 4 Grad Karbonathärte), leicht saurem Wasser (= pH 5 bis 6,5) und Temperaturen zwischen 23 und 26 Grad Celsius.

Boraras dürften ebenfalls bei der geringsten Störung in der Randbepflanzung verschwinden, wenn die Boraras eingewöhnt und mit der Pflegeperson vertraut sind, kommen sie jedoch schnell wieder hervor.

Davon kannst du da gut einen Schwarm halten,

Über längere Zeit kann man sie auch mit fein zerriebenem, hochwertigem Trockenfutter ernähren.

Ich würde wöchentliche Wasserwechsel machen.

Es gibt auch Erfahrungswerte, dass man z. B. Corydoras habrosus (Hoplisoma habrosum) schon zu Gesicht bekommt.

Gruß

Plantlover
 
Guten Abend,

Zwergpanzerwelse würde ich aus heutiger erfahrung in so einen kleinen Becken nicht mehr einsetzen.
20 pygmeus in einen 60-30-30cm Becken hatten sich nur versteckt, mit und ohne Beibesatz.
Im 100x40x40cm sind die sofort sichtbar geschwommen, und die nutzen auch die Beckenlänge aus.
Lieber eine kleine Salmlersorte die nicht viel schwimmraum braucht, dafür aber gern mehr. (20 stück)

Liebe Grüße Ronny
Bei mir mit den C.pygmaeus genau andersrum, sind von 54l in 110 gezogen und seither nur noch vereinzelt zu sehen. Das mit der Aktivität/Sichtbarkeit hat andere Gründe als die Beckengröße.
Ich hatte früher lange C.hastatus im 40cm Standardbecken, das war super, Tiere aktiv und fit.
 
Das mit den anderen Gründen war mir auch durch den Kopf gegangen, als ich das gelesen hatte ("ob das wirklich an der Beckengröße liegt").

Sicherlich sind es Fische (wie auch die Boraras), die sich schon gerne in der Randbepflanzung verstecken und nicht zwangsläufig immer sichtbar sind.
Die C. pygmaeus habe ich schon als sehr vorsichtig erlebt, wenn ich die fotografieren wollte oder mich sonst zu nah der Frontscheibe näherte, sind die schon nach hinten in die Verstecke (Bepflanzung, Wurzeldickichte, etc.) verschwunden. Sobald ich mich weiter weg begab, sind die wieder nach vorne gekommen, insbesondere wenn es dort Futter gab, sie waren jedoch immer wachsam.
Wer gerne immer was sehen will, kann ja ein oder drei Endler-Guppy-Männchen (Poecilia wingei) dazusetzen.
Zusätzlich sehen manche Fische, dass denen nichts passiert und wagen sich dann oft doch vor.
Auf Versteckmöglichkeiten wie dichte Randbepflanzung usw. würde ich jedoch auf keinem Fall verzichten. Ich habe in all meinen Becken viele Versteckmöglichkeiten.

Poecilia wingei2-2026-01-20.webp

Endler-Guppy-Männchen (Poecilia wingei), ca. 1.5 cm lang

Gruß

Plantlover
 
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