Bekomme die Wasserchemie nicht in den Griff nach Einbau von Entkalkungsanlage

napster90

Member
Hallo zusammen,

ich habe Anfang des Jahres eine Entkalkungs- und Enthärtungsanlage im Haus eingebaut bekommen und seitdem bekomme ich meine Wasserwerte nicht mehr in den Griff und bekomme den Algenwachstum nicht gestoppt.
Das Wasser kommt im Haus mit 16°dH an und verlässt die Anlage mit 8°dH.

So sah das Becken am 23.03.21 aus, nachdem es 6 Monate lief:
IMG_20210323_213930.jpg

Stand heute sieht es so aus:
IMG_20211020_174718.jpg

Die Bucephalandra´s sind mittlerweile übersäht mit Algen. Beim letzten WW letzten Freitag, habe ich alle befallenen Blätter abgeknipst und entsorgt. So sieht es heute wieder aus:

IMG_20211020_170436.jpg


Nun die Ausgangslage:
Becken:
112l (Standard-Maße)
Licht: LED Doppel-Leuchtbalken von Vetzi mit 5000 Lumen (Beleuchtungszeiten: 6:30-9:30h & 16:00-23:15h)
CO2-Düngung Vorhanden, Schaltzeiten 30min vor Beleuchtung ein und aus; Dauertest im satt grünen Bereich (Farbton wie Bodendecker)
Der Bestand hat sich jetzt seit 1,5h Jahren nicht geändert, sodass ich das als Ursache ausschließen kann. Vorhanden sind Schwarze Neon, 2x L144, 2 Rüsselbarben (die sich leider nicht für die Algen interessieren), Red Fire Garnelen und ein Pärchen Schmetterlingsbuntbarsche Ramirezi.
Bodengrund: JBL Soil und ein bisschen feinen Quarzsand in der Mitte.
Temperatur: 25°C

Wasserwerte des Leitungswassers:
Ph: 7,1
Dh: 8°
Kh: 13°
K: 2 mg/l
Mg: 0 mg/l
PO4: <0,02 mg/l
NO3: <0,5 mg/l
Ca: 57mg/l ?! (Errechnet über den Forenrechner)
Fe: nicht messbar, testflüssigkeit war braun, hier weiß ich noch nicht was ich machen muss, oder ob der Test ein Ablaufdatum hat. Es sieht jedenfalls so aus:
IMG_20211020_172850.jpg



Als Düner im Haus habe ich:
- Kramer Drak
- Drak Eudrakon P
- Aqua Rebell Makro Basic NPK
- Aqua Rebell GH Boost N


Die Rotala wächst einigermaßen Vernünftig. Nach dem letzten Rückschnitt hat sie schnell neue Spitzen gebildet und ist auch schon ein bisschen gewachsen. HCC im Vordergrund, wächst nur noch äußerst langsam. Das Hornkraut ist früher immer binnen 3 Wochen bis zur Wasseroberfläche "gewuchtert", jetzt braucht es wohl fast 7-8 Wochen.


Wie würdet ihr jetzt vorgehen?
Erst einmal Werte aufdüngen und den täglichen Verbrauch ermitteln? Wenn ja wie hoch würdet ihr ihn ansetzen?

Ich habe mir einen kleinen Kalkulator gebaut zur Hilfe. Unten sieht man die Mengen die ich zudüngen würde und wie viel Nährstoffe es dann pro Liter sind vom einzelnen Konzentrat. In der rechte Hälfte sind dann der Ausgangswert vom LW, die Zugabe und meine Zielwerte zu sehen, die ich auch vor einem Jahr benutzt habe.

Unbenannt.JPG


Vorab vielen Dank für eure Ideen und Ratschläge, ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen bei meinem Problem helfen :-(

Schönen Abend und viele Grüße,
Christoph
 

Lixa

Well-Known Member
Hallo Christoph,
Welche Art von Entkalkungsanlage ist es? Umkehrosmose oder ein Salz-Tauscher?

Letzteres führt zu erhöhten Na+ Werten (tazsch Ca gegen Na) und wird je nach Höhe von weniger oder sehr wenigen Pflanzen toleriert - bei Fischen zum Teil ebenso.

Viele Grüße

Alicia
 

napster90

Member
Hallo Alicia,
Die Entkalkungsanlage ist ein Salztauscher. Lt. Internet werden dabei die im Trinkwasser mitgeführten Härtebildner Calcium- und Magnesiumionen über ein spezielles Harz gegen Natriumionen ausgetauscht.

Gruß
Christoph
 

Roby

Active Member
Calcium- und Magnesiumionen über ein spezielles Harz gegen Natriumionen ausgetauscht.
Das verhindert nur Kalkausfällungen in Geräte wie Waschmaschine etc.
Miss einmal den Leitwert, kann man sicher in einem AQ-Laden gemacht bekommen.
Aquaristisch nicht gut.
Schon einmal an eine U-Osmose Anlage gedacht?.

LG Robert
 

napster90

Member
Hallo Robert,

das hört sich erstmal nicht gut an :-( Mit dem Thema Umkehrosmose habe ich mich bislang noch nicht beschäftigt und weiß nur grob was es ist. Als Anschlussmöglichkeiten habe ich auch nur ganz normale Armaturen in Küche und Bad. Über den Sommer hätte ich noch eine Außenleitung mit Gardena Anschluss. Eine großen Vorrat kann ich also nicht anlegen.
 

Roby

Active Member
Hallo Robert,

das hört sich erstmal nicht gut an :-( Mit dem Thema Umkehrosmose habe ich mich bislang noch nicht beschäftigt und weiß nur grob was es ist. Als Anschlussmöglichkeiten habe ich auch nur ganz normale Armaturen in Küche und Bad. Über den Sommer hätte ich noch eine Außenleitung mit Gardena Anschluss. Eine großen Vorrat kann ich also nicht anlegen.
Hi Christoph


Vereinfacht gesagt ist eine Umkehrosmoseanlage ein Filter. Dieser muss in der Regel an die Druckseite des Kaltwassers angeschlossen werden, dazu muss man z.B. zwischen (Küche/Bad) Armatur und Eckventil (Auslass Wandseitig) mit einem T-Stück abzweigen. Besser noch statt dem Wandauslass (Eckventil) ein T-Stück anbringen und dort dann weiter mit einer T-Abzweigung über das Eckventil zur Armatur und mit der zweiten Abzweigung zu einem Absperrhahn für die Osmoseanlage. Alles keine große Hexerei für einen ambitionierten Heimwerker :cool:. DIY 20€. Macht ein Klempner für ein paar Hunderter. Zu beachten ist, dass man auch irgendwie in den Abfluss muss wegen des Konzentrat-Wasser welches anfällt. Eine brauchbare Umkehrosmoseanlage (mit Spülventil vorzugsweise) bekommt man unter 50€
https://www.amazon.de/gp/product/B073SZ67TY/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1
Sammeln kann man z.B. in 20L Kanistern.

Es gibt auch "Lösungen" für den Anschluss am Perlatorgewinde einer Armatur, das ist aber nicht wirklich empfehlenswert.

LG Robert
 
Zuletzt bearbeitet:

napster90

Member
Hi Robert,

danke für die kurze Erläuterung.
- Für die Option mit dem Eckventil müsste bei mir schwierig sein, da ich nur ein Aufputzventil habe, dass den Wasserzugang in die Wohnung reguliert. Ich müsste also irgendwo in den Unterschränken von Spüle oder Waschtisch die Leitung anzapfen.
- Auf der Terasse habe ich einen handelsüblichen Wasseranschluss für einen 1/2" Schlauch. Dort könnte ich die Anlage wohl ohne Probleme anschrauben. Problem wäre es nur im Winter da dieser nicht frostsicher ist und abgesperrt ist. Da müsste ich schon einiges an Reserve zurückstellen bei 20l WW pro Woche.
- Die Lösung mit den Aufsatz für Perlatoren bevorzuge ich überhaupt nicht. Und jedesmal den Perlator rausdrehen ist auch unschön.


Wie ist der Wirkungsgrad der Osmoseanlagen ca. - Bei 2l eingesetztem Leitungswasser erhalte ich da 1l Osmose-Wasser?
 

Roby

Active Member
Scherz beiseite,

entweder du verschneidest mit normalen Wasser (oder dem Konzentrat Abwasser) oder du verwendest Aufhärtesalze aus dem AQ-Laden. Im Verhältnis so, dass sich die gewünschten Wasserwerte (Härte etc.) einstellen.

LG Robert
 

napster90

Member
Ich kenne es nur äußersflüchtig. Meine aber schon mal was von Aufhärtesalzen in dem Zusammenhang gehört. Wenn ich es mit meinem Leitungswasser Mischen könnte, würde ich natürlich die Frostzeit Strecken können.
Also wenn ich mit 100% Osmose-Wasser verwenden würde, nutze ich Aufhärtesalze um KH (inkl. PH) oder GH einzustellen. Und dazu dann einfach meine Flüssigdünger in Kombination um auf das gewünschte Resultat zu kommen. Dann muss ich mal schauen ob ich hier irgendwie einen Anschluss gelegt bekomme ohne 500l Fass im Keller zu haben.

Besteht denn die Möglichkeit, dass ich einen Leitwert habe, der brauchbar wäre, oder ist das Wasser bei Enthärtungsanlagen auf Salzbasis nie "brauchbar"? Mein Aquarienhändler sollte es jedenfalls messen können, da er auch eine Meerwasserabteilung hat.

Mich wundert nur, dass dieser Umschlag erst 10 Monate nach Einbau der Anlage aufgetreten ist.
 

Roby

Active Member
Leitwert habe, der brauchbar wäre, oder ist das Wasser bei Enthärtungsanlagen
Der Leitwert geht durch die mit (Regeneriersalz betriebene) Enthärtungsanlage kaum runter, es werden ja lediglich Ca/Mg Ionen durch Na getauscht.

Ein "richtige" Enthärtungsanlage arbeitet mit zwei Harzen, eines zum entfernen der Kationen, eines zum entfernen der Anionen, die Harze erschöpfen sich und müssen mit Säuren regeneriert werden. Glaube kaum das du so eine Anlage hast.

erst 10 Monate nach Einbau der Anlage
Dann stellt sich die Frage ob dein Becken bei guter Düngung etc. nicht doch mit dem Wasser zurechtkommen könnte.

Die Leitungswasserwerte sind erst mal nebensächlich.
Sorge mal für eine gute Nährstoffversorgung deines AQ-Wassers.
CO2: 20, NO3: 20, PO4: 1, K: 5, Fe 0.05 ... oder so in etwa.

LG Robert
 

Lixa

Well-Known Member
Und jedesmal den Perlator rausdrehen ist auch unschön.
Hallo Christoph,
Was wäre, wenn das nicht der einzige Weg ist? Wenn die Form eines Wasserhahns passt, lässt sich ein Schnellanschluss-System verwenden.
Oder auch

Ein ähnliches Modell habe ich (es gibt mehrere Hersteller, jeweils ähnliche Funktion), jedoch passt es nicht auf jeden Wasserhahn. Der Hahnauslauf darf nicht zu dick und muss etwa ein 90° Winkel sein

Viele Grüße

Alicia
 

napster90

Member
Der Leitwert geht durch die mit (Regeneriersalz betriebene) Enthärtungsanlage kaum runter, es werden ja lediglich Ca/Mg Ionen durch Na getauscht.

Ein "richtige" Enthärtungsanlage arbeitet mit zwei Harzen, eines zum entfernen der Kationen, eines zum entfernen der Anionen, die Harze erschöpfen sich und müssen mit Säuren regeneriert werden. Glaube kaum das du so eine Anlage hast.


Dann stellt sich die Frage ob dein Becken bei guter Düngung etc. nicht doch mit dem Wasser zurechtkommen könnte.

Die Leitungswasserwerte sind erst mal nebensächlich.
Sorge mal für eine gute Nährstoffversorgung deines AQ-Wassers.
CO2: 20, NO3: 20, PO4: 1, K: 5, Fe 0.05 ... oder so in etwa.

LG Robert
Ich habe definitiv die Enthärtungsanlage mit Regeneriersalz.

Bei deinen Zielwerten hätte ich ja schon mal einen ganz anderen Düngeplan als zuvor. Rechnerisch wäre es in etwa so um erst einmal daort hinzu kommen. Je nach täglichem Verbrauch muss dann wieder angepasst werden:
Unbenannt2.JPG
Damit ich bei 8° GH auf ein vernünftiges Ca:Mg Verhätnis komme, müsste ich nur ein Mg von 12mg/l anstreben, was aber doch eigentlich viel zu viel ist...


Hast du eine Idee warum der Eisentest braun sein kann? Das nimmt mir leider erst einmal die Option auch Fe theoretisch zu dosieren in meiner Kalkulation
 
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