Hallo Sämi,
Siporax ist ein Hochleistungsfiltermedium, welches in einem Becken mit großen Raubfischen seine Berechtigung haben kann. In einem Pflanzenaquarium gilt hingegen: So viel Filterung wie nötig, aber so wenig wie möglich. Hier möchte man erreichen, dass sich im Aquarium selbst Biofilme ansiedeln, die eine Konkurrenz für Algen darstellen. Bei einem sehr leistungsfähigen Filter geschieht das nicht. Hinzu kommt, dass Siporax aufgrund seiner Porösität unter Vorhandensein von organischem Kohlenstoff Nitrat reduzieren kann. In welchem Umfang das passiert, hängt von den Bedingungen ab.
Wenn Du von 100 Litern Siporax 20 Liter rausnimmst, ändert das gar nichts. 100 Liter sind ohnehin völlig überdosiert und in Teilen wirkungslos. Du musst alles rausnehmen. Je nachdem was Du sonst noch an wirksamen Filtermedien hast, solltest Du einen Teil des Siporax-Volumens z.B. durch Filterschaum ersetzen. Eine behutsame Umstellung könnte so erfolgen: 80 Liter Siporax raus, dafür 20 bis 40 Liter Filterschaum oder Tonröhrchen rein. Nach 1 bis 2 Monaten nimmst Du den Rest Siporax auch raus.
Blaue Lichtanteile fördern das Pflanzenwachstum und natürlich können auch Algen davon profitieren. Algen werden aber nicht gezielt dadurch gefördert. Im Gegenteil ist es so, wenn die Pflanzen gut wachsen, haben die Algen wenig Chancen. Blaualgen sind Bakterien und deuten auf ein Ungleichgewicht bei Nährstoffen hin. Dieses gilt es zu beseitigen, dann spielt die Lichtfarbe keine Rolle. Viele Aquascaper bevorzugen Licht mit sehr hohen Farbtemperaturen (6.000 - 8.000 K), ohne dass Blaualgen auftreten.
Zum CO2: eine Zugabe ist schon hilfreich, es muss nicht unbedingt eine sehr große Menge sein. Es geht jedoch auch ohne, wenn Du auf besonders anspruchsvolle Pflanzen verzichtest. Dann solltest Du dafür sorgen, dass nicht unnötig viel CO2 ausgetrieben wird, z.B. durch viel Oberflächenbewegung, starke Durchlüftung, plätschernde Filter etc.. Aber Vorsicht bei Umstellungen, damit der Sauerstoffgehalt nicht zu weit (in Todeszonen!) abfällt. Im Interesse der Fische kann eine nächtliche Durchlüftung erforderlich sein.