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Beitragvon Rolf K » 04 Jun 2013 21:59
Hallo liebe Flowgrower,

ich bin fleißig für mein neues Becken am planen, informieren, recherchieren, etc..
Realisiert wird es im Herbst/ Spätherbst.
Mein Wunschmass ist 150x60x50cm, mit Schrank und Abdeckung.
Die Profis unter euch wissen was da an Gewicht zusammen kommt: Glas, Schrank, Kies und Steine (viel :lol: )

Jetzt haben mich meine Freunde auf etwas hingewiesen, worüber ich mir überhaupt keinen Kopf gemacht habe, nämlich: hält der Estrich???

Folgendes: ich habe Fliesen und Fußbodenheizung in der Wohnung.
Das heißt, unter dem Estrich ist Styropor und die Röhren der Fußbodenheizung sind mit Estrich umgeben. Der Estrich soll angeblich ca. 5cm dick sein.
Meine Frage an euch: KANN DA WAS PASSIEREN ?
Ich bitte um Mitteilung eurer Meinungen und Erfahrungen.

Gruß Rolf
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Beitragvon Sheepy » 04 Jun 2013 22:04
Hallo,

Naja hab letztens mal bei meinem alten Becken festgestellt, dass die Fliesen ca. 0,5 cm reingedrückt wurden. Das Becken stand dort mehrere Jahre. 150cm ist schon nicht ohne! Ich würde einen Fachmann fragen oder evtl. das Becken etwas kleiner gestalten.

Grüße
Matthias
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Beitragvon black-avenger » 04 Jun 2013 22:18
Ahoi,

passieren kann immer was. Schwimmende Estriche sollten für Verkehrslast von um 150kg/m² ausgelegt sein wenn ich nicht ganz falsch liege. Verkehrslast bedeutet aber nicht ruhende Last. Ich hab schon im ein oder anderen Neubau abgeknackte Estriche gesehen. Hier wurden bspw. alle für einen Raum und Nebenraum benötigten Fliesen erstmal hübsch in der Ecke auf 3 Stapeln gelagert. Knacks, ab war er. Gut, war auch deutlich mehr als 150kg/m² in dem Moment.

Statiker fragen was er meint. Der kann verlässlichere Auskunft geben.

Grüße
Thomas
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Beitragvon Rudi-HH711 » 05 Jun 2013 04:27
Hallo
Bei mir gab es mal eine ähnliche Fragestellung.
1,5 Tonnen auf Holzfußboden?

Ich habe das so gelöst.
Einfach mit Wandkonsolen das meiste Gewicht abgefangen und in die Wand geleitet, dann steht nur noch ca, 1/3 auf dem Boden.

Geht wenn du das Becken an eine tragende Wand hast.
Ich habe mit die Konsolen bei einem Schlosser bauen lassen und mit z.B. Waschbecken Befestigungen an die Wand geschraubt.

So hat jahrelang ein 1200L Becken bei mir im Altbau "auf dem Boden" gestanden... :shock:

Gruß Rudi
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Beitragvon Philipp » 05 Jun 2013 04:41
Hallo Rolf,
da du den Aufbau des Fußbodens kennst, würde ich mich mit demjenigen in Verbindung setzen, von dem du diese Infos hast. Hier im Forum wird dir niemand guten Gewissens per Ferndiagnose eine abschließende (beruhigende) Antwort geben können.
Ich habe in meinem Haus auch eine Fußbodenheizung. Für den Bereich meines Beckens (130x60x50) wurde die Heizung aber weggelassen und stattdessen ein Hartdämmung und verstärkter Estrich eingebracht. Dies hatte ich mit dem Bauleiter besprochen. Der Estrichleger vor Ort lachte dann und sagte er sei von mehr als 1 Tonne ausgegangen, der normale Estrich hätte mein Becken auch gehalten.
Dennoch, gerade bei Styropor ist mit nachträglichen Senkungen zu rechnen, die nicht gleichmäßig ausfallen müssen. Die Fliesen sind ein weiterer Knackpunkt (im wörtlichen Sinne ...). Dann die Verbindung mit Fußbodenheizung - mir wars nicht geheuer.
Auf der Etage, ohne FBH, hatte ich ein 130x60x60 Becken stehen. Ich hatte eine dicke Multiplexplatte untergelegt - keine Probleme. Wenn der Unterschrank vollflächig die Last abträgt, ist es sicherer, als wenn es nur vier kleine Füße sind. Aber ich würde den Fachmann zu Rate ziehen.

Gruß Philipp
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Beitragvon Rolf K » 05 Jun 2013 07:02
Guten Morgen zusammen,

ich danke euch allen recht herzlich.
Werde wohl einen Statiker, Architekten o.ä. zu Rate ziehen. Evtl. dann auch nur ein Becken von120x60x50.
Schaun mer ma...

Gruß Rolf
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Beitragvon -serok- » 05 Jun 2013 07:27
Tach auch!

Früher hatte ich mal ein Becken 150x50x50cm in einer Neubauwohnung mit Fußbodenheizung an einer tragenden Wand aufgestellt, das hat fast problemlos funktioniert. Im Laufe von 3 Jahren haben sich die Fliesen leicht gesenkt (0,2-0,5cm), ließ sich recht leicht an den Fugen zwischen Bodenfliesen und Fußleiste ausmachen, da sich hier leichte Risse auftaten. Habe mich damals auch ein wenig informiert. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sollten der Estrich in Böden mit Fußbodenheizung ca. 7cm stark sein und eine min. Traglast von 500kg/m² an tragenden Wänden halten. In meiner darauf folgenden Wohnung (Altbau mit Deckenbalken) wollte ich ganz sicher gehen und vor dem Aufstellen des Beckens einen Statiker befragen, ob das wohl problemlos funktioniert. Seine Aussage war "Eine Aussage darüber, ob man ein Aquarium auf Boden X aufstellen kann, ohne daß in Zeit X danach irgendwas passiert, wird man von keinem Statiker und keinem Architekten erhalten". Von daher bin ich gespannt, welche Antwort du erhalten wirst.
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Beitragvon Rolf K » 05 Jun 2013 07:30
Habe noch einen interessanten Link entdeckt. Vielleicht hilft er auch anderen "Aquarianern in Not".

Gruß Rolf
http://www.deters-ing.de/Statik/Aquariengewicht.htm
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Beitragvon black-avenger » 05 Jun 2013 12:24
-serok- hat geschrieben:Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sollten der Estrich in Böden mit Fußbodenheizung ca. 7cm stark sein und eine min. Traglast von 500kg/m² an tragenden Wänden halten.

Die Überdeckung der Heizschlangen müsste bei etwa 3.5cm liegen, die Heizschlange hat 2.5 Durchmesser, so 6-7cm kommen schon hin. Die von dir genannte Last von 500kg/m² gilt soweit ich weiß für die statische Berechnung der Rohdecke für Gerätelasten. Das heißt aber nicht, dass die komplette Decke entlang der Randbereiche dafür ausgelegt ist.
Ich bring das jetzt mal plump mit den vom Statiker eingerechneten Sicherheiten in Verbindung. Bin gerade selbst wieder bei 'nem Hausbau dabei. Die Traglast der Rohdecken ist mit 150 kg/ m² vermerkt. Irgendwo am Plan stand was davon, dass das ganze mit 300% gerechnet und ausgeführt wird, also 450 kg/ m² bevors wirklich eng wird nach meinem Verständnis. Ob jedes Haus mit diesen 300% bemessen wird weiß ich nicht. Das Objekt ist statisch wegen immenser Deckenspannweiten ziemlich besonders. Ich für meinen Teil werd jedenfalls zum ersten Mal bei 'nem 'normalen' Wohnhaus Unterzüge mit 160x40cm Querschnitt sehen, bin gespannt :bier:

Grüße
Thomas
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Beitragvon Gerdi » 05 Jun 2013 12:47
Also ich aheb gerade meinen Estrich mit einem Dosenbohrer (10 Löcher a68mm) aufgemacht, Dämmung unterraus und mit Zement aufgefüllt, da mir das bei meiner neu Anschaffung (200x70x70) zu heikel war.
Ein befreundeter Architekt sagt das ich das nicht hätte machen müssen.

Das Aquarium steht an 2 tragenden Wänden, aber Esterich ist ja schwimmend verlegt, dh keine Verbindung zur Wand.
Gruß Gerhard
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Beitragvon Rolf K » 05 Jun 2013 13:11
Hallo,
habe mich soeben in der Mittagspause an einen alten Bekannten erinnert, - er is Architekt.
Er meinte, er würde es wagen wenn mein Schrank eine plane, durchgängige Bodenplatte hat. ( wird er haben, denn ich lasse mir einen ADA-Schrank nachbauen.

Allerdings habe ich selbst jetzt Zugeständnisse gemacht und bin von den angepeilten 150cm Länge auf 120cm runter gegangen. Was mir allerdings ein wenig stinkt... :(
Evtl. werde ich auch noch mit der Tiefe etwas weniger nehmen, also keine 60cm, sondern nur 50cm. Was mir jedoch noch mehr stinkt, denn das geht eindeutig auf Kosten der Tiefenwirkung und Gestaltung....

Beste Grüße aus Darmstadt
Rolf
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Beitragvon Rolf K » 26 Jun 2013 23:06
Weiter geht's, liebe Freunde,

nach vielen vielen Gesprächen in verschiedenste Richtungen wird es jetzt so aussehen:

Becken: 120x50x50cm = 300l oder 120x60x50cm = 360l
Schrank: ADA-Nachbau, entweder mit MDF oder Multiplex. - im Moment spielen wir noch mit 30mm MDF oder 25mm/30mm Multiplex-Patten.

Also kurz, - ICH MUSS UM JEDES KILO FEILSCHEN

Mein damaliges Telefongespräch mit einem Architekten ergab ja, dass ich es riskieren sollte.
Jetzt habe ich zwischenzeitlich durch Beziehungen und glückliche Umstände einen "echten" Statiker kennen gelernt. Er hat u.a. selbstständig die Verschalungen berechnet und entwickelt für den welthöchsten Turm in Dubai.
Ihm habe ich mein Gesamtgewicht mitgeteilt und er sagte mir aus dem Hut, das es grenzwertig sei. Aber kommendes Wochenende kommt er an seine Tabellen/Formeln, und dann wird er es mir genau sagen.

Damit ich ihm nun ein möglichst genaues Gesamtgewicht sagen kann brauche ich nochmal eure Hilfe.
Anhand von Tabellen kann man im Internet das Komplettgewicht eines Aquariums berechnen. ( das Gewicht vom Schrank habe ich auch, in drei bis vier verschiedenen Schrankausführungen, bzw. Holzstärke )

Es gibt da nur eine nicht genau berechenbare Variable, - und das ist die Höhe des Kieses, ich sage mal 0,3 Körnung, und das zu erwartende Gewicht der Steine.


Also für ein im Sinne des Scaping eingerichtetes Becken, welche Durchschnitts-Bodengrundhöhe würdet ihr da in so einer Tabelle eingeben???
Z.B. für 120x60: da hätte ich im Vordergrund ca. 2,5cm, dann steigt der Bodengrund leicht nach hinten an, und rechts und links sollen zwei Steinhügel entstehen. (das Becken hat eine Höhe von 50cm)

Weiß irgend jemand wieviel Kies das ungefähr wäre - besser etwas zuviel angeben als zuwenig?
(Und in der Tabelle wollen sie zusätzliches Gewicht von Steinen und Zubehör haben)
Bzw. was könnte man in der Tabelle als Durchschnittshöhe für den Kies eingeben? 8cm, 10cm, 12cm ...?
Wieviel kg sollte man für die Steine rechnen?

Hiiilfeee, mein Becken soll nicht so klein werden :(

Gruß Rolf
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Beitragvon alex_b » 27 Jun 2013 07:41
Moin Rolf,

mit konkreten Daten kann ich dir auch nicht helfen, aber hast du dich schon auf bestimmte Steine festgelegt? Und müssen es unbedingt Steine sein? Wenn nicht, könntest du ja auch mit Holz arbeiten, das sollte noch ein bisschen Gewicht rausholen können - oder wenns Steine sein sollen - mit Lava. Ich für meinen Teil finde Becken mit Lava sehr schön. Vorteil: leicht, daher auch günstiger, und wasserneutral.

Aber wegen des Gewichts melden sich bestimmt Leute, die Erfahrungswerte haben.

Grüße,

Alex
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Beitragvon Orrik » 27 Jun 2013 08:18
Nur mal so am Rande, wenns um die Tragkraft kg/m2 geht, dann ist doch die länge und tiefe des Beckens ziehmlich egal für die Statik. Einzigst die Höhe macht da einen unterschied im Gewicht. Zumindest wenn man das Gewicht gleichmäßig auf die Bodenfläche verteilt bekommt.
Ein Becken 200x40x40 hat weniger kg/m2 wie ein Becken 100x60x50 bzw. gleichviel wie ein Becken 100x40x40.

Du kannst also bei deiner wunschlänge Länge von 150cm bleiben und müstest wahrscheinlich nur die Höhe der Belastbarkeit des Bodens anpassen. 10cm Höhe machen dann 100kg/m2 aus.
Gruß Timo
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Beitragvon Rolf K » 27 Jun 2013 09:14
Mann, Timo!
Das ist ja ein Silberstreifen am Horizont.
Bin echt gespannt was der Statiker am Wochenende sagt. Aber soweit erst mal Danke an dich. Das war eine. wichtige Aussage von dir. Gruß Rolf
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