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Beitragvon benc » 06 Nov 2016 16:20
Hallo! :smile:

ich plane derzeit ein 250l Becken und komme leider aus einer Region die mit Beton Wasser gesegnet ist (17gh/12kh).
Aus diesem Grund plane ich mit der Anschaffung einer Osmose "directflow" Anlage von (JG 500 GPD oder JG 600 GPD) die Fest unter dem Waschbecken verbaut werden soll.

Da ich aufgrund der Menge an Wasser ungerne mit Kanistern arbeiten möchte (wären ja schon fast Regentonnen? Meine Frau würde sicher nicht akzeptieren :keule: ), habe ich aktuell vor das Wasser direkt aus der Anlage ins Becken laufen zu lassen. Nun kommen wir zum Kern meiner Frage:

Wie verhält sich das Thema aufsalzen?
Hat hier jemand eine praktikable Lösung für mich?

Hürden:
1. Die Wassermenge kann ich bei dieser Methode nur grob schätzen zwecks Salz Dosierung.
2. Nachträgliches aufsalzen im Becken -> Stört das die Tiere? / Welches flüssige Salz ist zu empfehlen?

lg
Benjamin
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Beitragvon bub » 06 Nov 2016 18:16
Hallo Benjamin,

Wasserwechsel direkt aus der Osmose ist sicher kein Problem.

Nur solltest Du folgende Punkte beachten:

eventueller Temperatursturz,
Wasser steht ja unter Druck, Gasbläschenbildung,

Deshalb empfiehlt es sich nur 1/4 bis 1/3 des Beckeninhaltes zu wechseln.

Wassermenge brauchst Du nicht schätzen, sondern Du kannst Länge x Breite des Beckens x Höhe des abgelassenen Wasser genau ausrechnen wieviel Liter das sind.

Bei 1/4 bis 1/3 Wasserwechsel kannst einfach das Salz nachträglich in den Filterstrom geben, bzw. auch Flüssigsalze verwenden.
Grüsse aus Freyburg,
Steffen
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bub
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Beitragvon Erwin » 06 Nov 2016 18:19
Hallo Benjamin,

zu 2
Das wäre ein ab und auf innerhalb kürzester Zeit - gut ist das nicht.

wenn du unbedingt mit einem Salz aufhärten willst, dann misch dir das Aufhärtesalz mit ein paar Liter Osmosewasser an und gib es mittels Dosierpumpe während des Wasserwechsels zu.
Die Hürde
1. Die Wassermenge kann ich bei dieser Methode nur grob schätzen zwecks Salz Dosierung.
kann ich nicht nachvollziehen. Nimm einen Meßbecher und eine Stoppuhr, dann rechnest du hoch, wieviel Wasser produziert wird.

Wenn du mit Leitungswasser verschneiden würdest, wäre die Bedienung auch einfach. Nur der Erstaufwand wäre geringfügig höher.
Dann bräuchtest du nur einen zuverlässigen Durchflussbegrenzer zB: Druckreduzierung und einen regelbaren Gardena Tropfer, den du mittels T-Stück mit der Permeatleitung verbindest.
Zur Osmoseanlage: Wichtig ist ein freier "gegendruckloser" Abfluss des Permeats.
Alleine die Leitungslänge zum Aquarium erzeugt schon einen gewissen Gegendruck. Hinzu kommt noch der Höhenunterschied beim Einbau in den Unterschrank. Du wirst also einen geringen Leistungsverlust hinnehmen müssen. Bei mir ist die Osmoseanlage immer oberhalb des Wasserspiegels vom Aquarium. Und die Schlauchlänge ca. 12 Meter. Dabei ist der 4/6mm Schlauch in einem 16/22mm Schlauch verlegt. Der größere dient dabei als Abflussschlauch. Der Wasseraustausch erfolgt kontinuierlich und durch diesen Aufbau erfolgt ein gewisser Wärmetauscheffekt. Einen "herkömmlichen" Wasserwechsel habe ich schon länger nicht mehr gemacht. Diese waren mir einfach nur lästig. Man kann seine Zeit nützlicher verwenden. Vor allem bei größeren Becken.

PS: Falls es interessiert, im Portal (Erwin, am 4.Juli 2005) habe ich meinen Aufbau mal genauer beschrieben, auch mit Sicherheitsvorkehrungen wie zB.: Pegelschalter.
Mittlerweile benutze ich wieder reines Leitungswasser, da meines, über einen Kohleblockfilter geschickt, für die allermeisten Pflanzen und meinem jetzigen Besatz vollkommen ausreicht.

MfG
Erwin
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Beitragvon benc » 06 Nov 2016 19:10
Hey,

das hört sich super an aber das ist hier in der Wohnung leider nicht oder nur schwer umsetzbar.
Ich möchte einfach bei Bedarf den Schlauch kurz durch die Wohnung ziehen, die Osmoseanlage anwerfen bzw. das Wasser und danach wieder alles verräumen.

Verschneiden wäre eine Notlösung, aber das Wasser ist hier wirklich auch von den restlichen Werten sehr bescheiden.

Wäre es also kein Problem wenn ich z.B. von den 250l 1/3 (~80l) wechsel und im laufe des Vorgangs, sobald das Becken wieder voller wird, das flüssige Salz nach und nach hinzugebe? Ein festes Salz muss davor natürlich aufgelöst werden.. dachte aber sowie an ein flüssiges.

Zu dem Temperatur Problem habe ich mir auch Gedanken gemacht. Da der Vorgang aber ca. eine gute Stunde dauert, denke ich wird die Temperatur nicht zu arg fallen. Zudem mein Filter auch heizt (350T).

Wie arbeiten die anderen mit großen Becken und Osmose?
Habt ihr wirklich 80-120l Kanister in der Wohnung stehen?
benc
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Beitragvon Erwin » 06 Nov 2016 19:58
Hallo Benjamin,

früher, mit nur einem 300 Liter Becken, hatte ich zwei große und einen kleinen "Curver"-Behälter in der Badewanne stehen. Nach zwei Tagen/Nächten waren die gefüllt, aufgehärtet und dann zum Wasserwechsel mittels Pumpe und Schlauch verwendbar. Also so, wie du es auch vorhast. Hat früher funktioniert und würde heute, dank höherer Permeatausbeute der Osmoseanlagen, die Wanne auch kürzere Zeit belegen.

MfG
Erwin
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Beitragvon Rio-Negro » 06 Nov 2016 20:52
Nach X Jahren Erfahrung und auch etlichen Rückschlägen verwende ich nur noch VE bzw. Kati Wasser.
Bei mir zu Hause habe ich meinen Cube und ein kleines MW Becken. Hier habe ich etwa 150l VE Wasser im Vorrat was etwa 4 Wochen reicht. Alle 4 Wochen setzte ich mich etwa 1,5 Std hin und fülle die Kanister 5 und 20l mit VE Wasser direkt aus der Anlage. Zwar nervig aber ich kann keine Tonne stellen.

Bei meinem Vater zu Hause steht noch mein 450l Pott. Dort habe ich ein ganzes Zimmer zur Verfügung. Dort stehen der Kati und eine 200l Tonne. Dort lasse ich alle 2 Wochen etwa 150l Kati Wasser ein und belüfte einige Tage. Dann 80l Leitungswasser (heiß) dazu und nach dem Ablassen von Wasser, Pumpe ich es mit einem Schlauch durchs halbe Haus ins Becken. Für mich ist die "Tonnen und Pumpen- Lösung) die angenehmste.
grüße Benedict

versuche nicht wie der Meister zu sein! sondern suche nachdem was der Meister sucht.
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Beitragvon steppy » 06 Nov 2016 21:30
Hallo Benjamin,
ich habe ein ähnliches Problem - ich kann auch keine größeren Mengen Wasser für mein 200L Aquarium (mit ~160 Nettolitern) zwischenlagern und es ist zudem schwer einen Schlauch bis dahin zu legen. Darum wechsle ich täglich etwa 12L. Das klappt so zwischen Tür und Angel während ich morgens den Kindern die Kindergartensachen packe. Ich verwende allerdings auch Leitungswasser. Der Wechsel selbst ist aber ganz einfach, denn ich habe mir einen Überlauf gebaut. Unten stelle ich einen 20L Kanister hin der das Wasser auffängt, oben kippe ich das Wasser aus einem zweiten Kanister rein. Die Pumpen sind in der Zeit aus. Das kalte Wechselwasser sinkt nach unten ab, über den Überlauf läuft oben Wasser ab. Klingt vielleicht kompliziert, deshalb hier in Kurzform:

1. Pumpe aus
2. Kanister unten hinstellen, fest installierten Schlauch rein
3. Frisches Wasser oben rein kippen
4. Kanister wegräumen

Das Frischwasser muss man natürlich auch noch zapfen und für dich kommt noch das Aufsalzen hinzu. Bei den geringeren Wechselmengen ist es aber das nachträgliche Aufsalzen kein Problem, bzw. ginge ja sogar im Kanister (ja, ich habe gelesen, dass du die eigentlich nicht benutzen willst :wink: ).

Für mich derzeit die unkomplizierteste Variante. Mein jetziges Setup sieht wegen eines mittlerweile angeschafften Technikbeckens zwar etwas anders aus aber prinzipiell mache ich es immer noch wie so.

Gruß
Stefan
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Beitragvon Biotoecus » 06 Nov 2016 22:08
Moin,

ich kann mein UOA Wasser in der 120 Liter Tonne zwar aufsalzen und düngen, nur warum sollte ich das tun?
Die Becken die daraus gespeist werden sind zu unterschiedlich.
Ergo kommt das UOA Wasser pur in die Becken beim Wasserwechsel und anschliessend wird aufgesalzt und gedüngt.
Da hat sich hier in den letzten 12 Jahren noch kein Problem ergeben.

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon Stobbe98 » 07 Nov 2016 01:01
Hi,

ich mache das jetzt seit fasst zwei Jahren mit der Osmoflow 500 über meinen Dreiwegehahn.
Keine Probleme bisher :thumbs:
Ich habe nen Mineral+ und ein Vitality + Sonvita Kartusche nachgeschaltet.
GH etwa bei null noch immer aber KH bei etwa 4.
Während des wechsels bzw auffüllem gebe ich von Sera ein Mineralsalz hinzu was nur die GH erhöht.
Das wars :bier:


32940
Gruß Patrick
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Beitragvon Wasserfloh » 07 Nov 2016 02:46
Hallo

Ich glaube , dein Denkfehler ist die Zeit. Du meinst einen Schlauch ins Bad legen , an die Osmoseanlage anschliessen und dann Wasserhahn auf und es läuft. Das funktioniert nicht. Für 10 Liter Wasser brauchste fast ne Stunde bei den bezahlbaren Anlagen. Also ein Tank ist unumgänglich. Für deine Beckengrösse würde ich 2 x 30 Liter Plastekanister nehmen. Die machste an einem Tag voll Osmose und dann verschneideste beim Wasserwechsel das Osmosewasser mit Leitungswasser . Z.B. pro Eimer 8 liter Osmose und 2 Liter Leitungswasser. Kannste dir ja einmal messen wie du es magst.
Mfg. Heiko
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Beitragvon moskal » 07 Nov 2016 08:39
Hallo Heiko,

die hier angedachte Osmoseanlage habe ich auch in Betrieb. Die macht wenn ich das richtig im Kopf habe 1500l am Tag. Also 62,5l/h und ich habe das Gefühl daß meine mehr macht.



Wenn das Wasser nur auf KH3 oder 4 aufgesalzen werden soll kann man problemlos das Salz in 10l Osmose lösen und auf 2-3mal zugeben. Oder auch auf einmal. Nur ohne Verdünnung würde ich es nicht einbringen.
Alternativ kann man man auch die gewünschte Salzmenge in z.B. einem 5l Messbecher den man innen ins Aquarium hängt in Lösung bringen und das Osmosewasser da reinlaufen lasen.

Gruß, helmut
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Beitragvon benc » 07 Nov 2016 09:37
Genau, das ist eine Osmoseanlage die per Pumpe "beschleunigt" wird. Kostet leider auch das dreifache.
Es gibt ja auch Salz das bereits aufgelöst ist, hat das jemand im Einsatz? Gibt es Nachteile?

z.B.
Glasgarten liquid mineral gh plus 1000
Shirakura Liquid Mineral Ca+

So eine Glasgarten Flasche würde bei wöchentlich 80l Wasserwechsel, ca. 6-7 Monate halten.

Beim Wasserwechsel bin ich ja anwesend, ich würde dann einfach in einem Messbecher die benötigte Menge vorbereiten und in 3-4 Intervallen direkt ins Becken kippen.
Zuletzt geändert von benc am 07 Nov 2016 09:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon MarcK » 07 Nov 2016 09:38
moskal hat geschrieben:Hallo Heiko,
Alternativ kann man man auch die gewünschte Salzmenge in z.B. einem 5l Messbecher den man innen ins Aquarium hängt in Lösung bringen und das Osmosewasser da reinlaufen lasen.

Gruß, helmut


:shock:

Alles bischen Größer was

:smile:
Schöne Grüße Marc
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Beitragvon benc » 07 Nov 2016 09:47
MarcK hat geschrieben:
moskal hat geschrieben:Hallo Heiko,
Alternativ kann man man auch die gewünschte Salzmenge in z.B. einem 5l Messbecher den man innen ins Aquarium hängt in Lösung bringen und das Osmosewasser da reinlaufen lasen.

Gruß, helmut


:shock:

Alles bischen Größer was

:smile:


Ich glaub du hast das missverstanden :)



Die große Wassermenge läuft ja direkt aus dem Schlauch. Durch den Messbecher im Aquarium wird die Lösung halt langsam rausgespült. Wobei ich immer noch zum bereits aufgelöstem tendiere, siehe ein Post über dir.

Edit: Merke gerade das die flüssigen alle nur den GH anheben, nicht die KH. Für nen Fisch/Pflanzen Becken ist das glaube ich nicht optimal wenn der KH auf 0 bleibt - oder?
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Beitragvon omega » 07 Nov 2016 11:27
Hi,

benc hat geschrieben:Es gibt ja auch Salz das bereits aufgelöst ist, hat das jemand im Einsatz? Gibt es Nachteile?

ja, Salz auflösen kann man selber. Das dazu notwendige Wasser muß nicht um die halbe Welt transportiert werden.

Grüße, Markus
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