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Beitragvon Thumper » 12 Jul 2017 08:45
Moin Forum,

noch ist mein VE nicht erschöpft, aber dennoch stelle ich mir momentan die Frage, welche Vorgehensweise am besten zur Regeneration ist. Bei meinen Recherchen bin ich über folgende Möglichkeiten gestolpert.

1. Durchlaufen mit Leiter, Trichter und Eimer
-> Finde ich in der Theroie am umständlichsten.

2. Wasserstrahlpumpe um die Regenerationsflüssigkeiten zusammen mit Leitungswasser (bzw. Kati-Wasser) durchlaufen zu lassen
-> Klingt an für sich vernümftig

3. Kreislauf mittels Pumpe und einem Eimer
-> Klingt am einfachsten, allerdings bin ich nicht sicher, wie hoch hierbei dann die Förderleistung der Pumpe sein muss/darf.


Habt ihr hierzu Erfahrungen oder vielleicht noch andere Ideen, wie die Regeneration so einfach wie möglich durchgeführt werden kann ?
Grüße,
Bene


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Beitragvon Thumper » 27 Jul 2017 08:02
Moin,

ich muss das Thema hier doch nochmal ausgraben, da ich immernoch etwas auf dem Schlauch stehe.

Ich habe einen Zwei Säulen Vollentsaltzer (Kati & Ani), der demnächst regeneriert werden muss.

Frage 1: Kann ich die auf Amazon/eBay angebotene Salzsäure (33%) und Ätznatron da bestellen? Mich wundert es nur, dass meine Apotheke mir das in meinen angefragten Mengen (2L, 500g) nicht abgeben konnte...

Frage 2: Wie regeneriere ich die Dinger am einfachsten?

1. Durchlaufen mit Leiter, Trichter und Eimer
-> Finde ich in der Theroie am umständlichsten.

2. Wasserstrahlpumpe um die Regenerationsflüssigkeiten zusammen mit Leitungswasser (bzw. Kati-Wasser) durchlaufen zu lassen
-> Klingt an für sich vernümftig

3. Kreislauf mittels Pumpe und einem Eimer
-> Klingt am einfachsten, allerdings bin ich nicht sicher, wie hoch hierbei dann die Förderleistung der Pumpe sein muss/darf.


4. Harz entnehmen und in Eimer zusammen mit Regenerierlösung packen + umrühren.
Grüße,
Bene


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Beitragvon Wuestenrose » 27 Jul 2017 12:08
Mahlzeit…

Thumper hat geschrieben:Frage 1: Kann ich die auf Amazon/eBay angebotene Salzsäure (33%) und Ätznatron da bestellen? Mich wundert es nur, dass meine Apotheke mir das in meinen angefragten Mengen (2L, 500g) nicht abgeben konnte...

Streiche "konnte", setze "wollte". Die Chemikalien unterliegen nicht der ChemVerbotsV. Als ich noch einen Vollentsalzer besaß, habe ich mir die Regenerierchemikalien immer in der Apotheke besorgt. Der Baumarkt sollte das Zeug allerdings auch haben.

Frage 2: Wie regeneriere ich die Dinger am einfachsten?

1. Durchlaufen mit Leiter, Trichter und Eimer

So hab ich's gemacht, unterstützt durch das Regenerationsset, das es damals bei Dennerle zu kaufen gab. Hier der Link zur Anleitung.

4. Harz entnehmen und in Eimer zusammen mit Regenerierlösung packen + umrühren.

Vom Harzhersteller gibt es Durchflußraten, die bei der Regenerierung einzuhalten sind. Wie willst Du das damit bewerkstelligen?

Mir ist die Pritschelei mit Säure und Lauge im Laufe der Jahre zunehmend lästig geworden, so daß ich 2005 auf eine Umkehrosmoseanlage mit selbstgebauter Steuerung umgestiegen bin. Quadratisch, praktisch, gut :D . Nie wieder Vollentsalzer!

Grüße
Robert
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Beitragvon Thumper » 27 Jul 2017 12:35
Moin,

zu 4: Kommt es nicht auf das verbleiben des Harzes in der Säure an? Oder muss diese Zwangsweise vorbei fließen? Wenn dem so ist, dann würde ich zur Wasserstrahlpumpe greifen.
Grüße,
Bene


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Beitragvon Pelle » 27 Jul 2017 12:45
Hallo Thumper,

um die Ecke in St. Augustin sitzt Azelis, frag mal an, ob die an "privat" verkaufen oder Laborbedarf um die Ecke kennen, ansonsten Google mal nach Chemdiscount.

Denke dran, du brauchst verdünnte Lauge und Säure, kauf die 50er NaOH und 37er HCl und verdünne auf 5-10% runter. Schutzbrille/ lange Handschuhe sind hier echt wichtig... Chemie im Schrank weg schließen falls Kinder da sind.

Die Mindestflussraten sind nicht so wichtig wie die Einwirkzeit = Durchlaufdauer bzw. Durchflussgeschw. in m/h. Schau mal hier durch; Deine Hobby-Säule entspricht am ehesten Schwebefilter nach dem Gleichstromprinzip:

Regeneration

Ich stelle zum Ablassen der Regenrationsflüssigkeiten die Behälter in die Badewanne, spüle den Kati mit Leitungswasser und wenn der fertig ist (Wasser ist sauer, Leitfähigkeit höher als das Leitungswasser, Härte nicht nachweisbar, Volumenkontraktion des Harzes), spüle dann den Ani mit dem Kati-Wasser auf Leitwert <10 yS/cm; nebenbei läuft die ganze Zeit ein dünner Strahl aus dem Wannenhahn zum verdünnen, damit es die Rohre nicht angreift.

Gruß
Uli
Liebe Grüße
Uli
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Beitragvon Pelle » 27 Jul 2017 12:55
P.S., Nachtrag:

wenn Du eine billige Pumpe nimmst, kannst Du auch die einzelne Säule im Kreis pumpen, dann hast Du Flussrate und Bewegung drin. Mindestflussrate ist nur nötig, um verklebtes Harz aufzulockern, sonst sucht sich das Wasser seinen Weg am Harz vorbei und Du hast Schlupf. Kannst kurz per Hand/Stab auflockern.
Liebe Grüße
Uli
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Beitragvon Thumper » 27 Jul 2017 13:42
Pelle hat geschrieben:P.S., Nachtrag:

wenn Du eine billige Pumpe nimmst, kannst Du auch die einzelne Säule im Kreis pumpen, dann hast Du Flussrate und Bewegung drin. Mindestflussrate ist nur nötig, um verklebtes Harz aufzulockern, sonst sucht sich das Wasser seinen Weg am Harz vorbei und Du hast Schlupf. Kannst kurz per Hand/Stab auflockern.


Moin Uli,

also nehme ich mir für meine 3L Säulen jeweils einen 10 Liter Eimer und gehe wie folgt vor.

1. Rückspülen (Kati-Rückwärts mit Leitungswasser, Ani-Rückwärts mit Leitungswasser was zuvor durch den Kati-Vorwärts läuft).
2. 6 Liter 10% Salzsäure (4,5L Leitungswasser + 1,5L Salzsäure (30%~) ansetzten, dabei erst Wasser, dann Säure in Eimer geben und kurz rühren.
3. 45 Minuten mit kleiner Pumpe die in 2. gemischte Mischung durch den Kati-Vorwärts laufen lassen.
4. Kati nochmals 30 Minuten mit dem Rest in der Säule stehen lassen.
5. Kati mit Leitungswasser ausspülen (20 Liter in etwa 45 Minuten), die letzten 6 Liter auffangen.

6. Natronlauge 5% anmischen (6 Liter von 5. + 250g Ätznatron)
7. 45 Minuten mit kleiner Pumpe die in 6. gemischte Mischung durch den Ani-Vorwärts laufen lassen.
8. Wasserhahn -> Kati -> Ani ausspülen (20 Liter in etwa 45 Minuten).


Korrigiere mich bitte, wenn ich da einen Fehler drin hab'.
Grüße,
Bene


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Beitragvon kurt » 27 Jul 2017 14:04
Hallo,

Thumper hat geschrieben:dann würde ich zur Wasserstrahlpumpe greifen.

richtig… funktioniert damit am saubersten/besten.

Basis zum Regenerieren einer VE-Anlage.
Salzsäure = 25 oder 33%
Natronlauge = Perlen oder Schuppen (100% Feststoff ).

Lesestoff,
hier wurde sich 2010 dazu mal ausgetauscht…vielleicht hilft dir das, was alles geschrieben steht weiß ich nicht mehr.
Guck mal
Austauscherbau / 2007
Hier
Gruß Kurt
Unterwassergarten

Einstimmung…
http://unterwasserleben.bplaced.net//Homepage%203/index.html
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Beitragvon Pelle » 27 Jul 2017 14:09
1. Rückspülen (Kati-Rückwärts mit Leitungswasser, Ani-Rückwärts mit Leitungswasser was zuvor durch den Kati-Vorwärts läuft).


Brauchst nicht Rückspülen, kurzes Schütteln, dass sich das Harz kurz bewegt, genügt. Brauchst keine Schneekugel machen.

2. 6 Liter 10% Salzsäure (4,5L Leitungswasser + 1,5L Salzsäure (30%~) ansetzten, dabei erst Wasser, dann Säure in Eimer geben und kurz rühren.
3. 45 Minuten mit kleiner Pumpe die in 2. gemischte Mischung durch den Kati-Vorwärts laufen lassen.
4. Kati nochmals 30 Minuten mit dem Rest in der Säule stehen lassen.
5. Kati mit Leitungswasser ausspülen (20 Liter in etwa 45 Minuten), die letzten 6 Liter auffangen.
6. Natronlauge 5% anmischen (6 Liter von 5. + 250g Ätznatron)
7. 45 Minuten mit kleiner Pumpe die in 6. gemischte Mischung durch den Ani-Vorwärts laufen lassen.
8. Wasserhahn -> Kati -> Ani ausspülen (20 Liter in etwa 45 Minuten).


Passt! Berichte mal, wenn Du fertig bist...


Gruß
Uli
Liebe Grüße
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Beitragvon Thumper » 10 Sep 2017 15:54
Hallo Uli,
Gerade gemacht. Hat mich 3 Stunden gekostet und um das wissen bereichert, dass eine Aquael Pumpe nicht das beste dafür ist, da die Drosselung nicht weit genug ging. Habe mit mit einer Klemme beholfen.

Nächstes Mal Versuche ich es mit 10 Liter Kanistern die unten ein Hahn haben. Diesen Stelle ich auf eine Mauer und lasse die Schwerkraft den Rest machen. Das hat hoffentlich den Vorteil, dass ich (wenn ich vorab das VE Wasser zurücklegen) beide Säulen gleichzeitig regenerieren kann.

Nachtrag: vor dem regenerieren hatte ich durchweg einen Leitwert von 80-90 yS/cm, nach dem regenerieren nun 25 yS/cm.
Kann man das irgendwie logisch erklären?
Grüße,
Bene


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Beitragvon copalethri » 12 Sep 2017 15:19
Hallo Thumper,
nur ein kleiner Hinweis, ich mache VE-Wasser nur noch über Mischbettharz mit integrierter Verschneideeinrichtung...
Vorteil: kein Regenerieren mehr und nur noch 1 Säule..
Nachteil: Harz nachkaufen...
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon Pelle » 12 Sep 2017 15:29
Hallo,


statt die Pumpe zu drosseln, steck an den Schlauch ein T-Stück, das eine Ende mit Drossel, das andere zur Säule hin frei. Lieber im Bypass statt dass sich die Pumpe tot quirlt.

Das der Leitwert später niedriger ist, zeugt dafür, dass das Harz gut regeneriert ist, die Säule dicht gepackt ist und dadurch kaum Schlupf entsteht.

Wenn die Säule nicht ständig in Betrieb ist und still steht, geht immer ein Teil der Ionen zurück ins Wasser (bluten aus). Deshalb den ersten Schwung Wasser, was in der Säule war, ruhig mal kontrollieren oder verwerfen.
Liebe Grüße
Uli
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Beitragvon Thumper » 12 Sep 2017 17:00
Hallo Uli,
Das ist natürlich auch eine Idee.
Aktuell lasse ich alle 2 Wochen das Wasser durchlaufen, trotz wöchentlichen Wechsel.

Kay, ich habe mir die 2 Säulen absichtlich gekauft, da mir das regenerieren nichts ausmacht und die Säulen eh permanent am gleichen Ort stehen, nämlich neben meinem Wasserfass.
Grüße,
Bene


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Beitragvon Wuestenrose » 12 Sep 2017 17:40
'N Abend…

Thumper hat geschrieben:Nachtrag: vor dem regenerieren hatte ich durchweg einen Leitwert von 80-90 yS/cm, nach dem regenerieren nun 25 yS/cm.

Ja: Du hast nicht sorgfältig genug regeneriert, nach dem Regenerieren nicht sorgfältig genug gespült oder die Harze ham 'nen Schlag weg.

Die Leitfähigkeit sollte bei einem frisch regenerierten Vollentsalzer deutlich unter 10 µS/cm liegen; mein stark-saurer/schwach-basischer Kati/Ani kam, frisch regeneriert, bei einer Ausgangsleitfähigkeit von 530 µS/cm auf unter 1 µS/cm, gemessen mit einer Spezialelektrode für niedrige Leitfähigkeiten.

Mit steigender Beladung der Harze steigt die Leitfähigkeit an, die Entsalzer, mit denen wir auf Arbeit Batteriewasser produzieren, geben wir bei 50 µS/cm zum Regenerieren.

Privat habe ich meine Vollentsalzersäulen längst verkauft. Eine Umkehrosmoseanlage ist um Längen bequemer in der Handhabung.


Grüße
Robert
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Beitragvon Thumper » 12 Sep 2017 17:57
Hallo Robert,

Vor dem regenerieren war er neu - drei Mal darfst du raten von welchen Pappenheimern der ist...

Mittlerweile bin ich bei 6-8 µS/cm - da gab es wohl noch ein wenig Rückstand in der Säule.
Grüße,
Bene


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