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Postby WilloX » 25 Nov 2019 18:17
Ja Moin!

Wir sitzen gerade hier am Stammtisch und sind am grübeln, ob ein Co2 Ausströmer (die kleinen NEO Dingens) vor dem Einlass eines Außenfilters die gleiche Wirkung zeigt wie ein "Inline" Diffusor!?!?

Hat da evtl. wer eine Ahnung?,....oder ist der Filter dann nur voll mit CO2, oder wird es mit transportiert?(teoretisch denken wir "JA")

Grüße von allen (Stammtisch Nasen) an alle!
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Postby Thumper » 25 Nov 2019 22:17
Moin,

Dann sammelt sich unter Umständen das CO2 im Filter und dieser könnte trocken laufen.
Dann lieber in der Strömung im Becken platzieren um maximale Verwirbelung zu erzielen.
Der Sinn eines Inline Diffusors ist lediglich keine Hardware im Becken zu haben.
Grüße,
Bene


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Postby Jewco » 26 Nov 2019 07:58
Guten Morgen Willox ?

Von der Chemisch/Physikalischen-Seite ist der Gedanke korrekt, da das gelöste Co2 natürlich einfach mit dem Wasser transportiert und durch den Inflow dann im Becken verteilt wird.
Allerdings würden eben auch die "zerstäubten" Co2 Bläschen eingesaugt und wie Bene schon beschrieb, sich im Filter sammeln und diesen wahrscheinlich mit der Zeit trocken legen.
Ein Weiterer Punkt wäre aber auch, dass der hohe Co2 Gehalt im Filter deinem "Bakterien-Milieu" schaden kann.

Grüße Marvin
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Postby Joachim Mundt » 26 Nov 2019 10:37
hallo marvin,

co2 löst sich besonders gut im wasser, wenn die kontaktzeit sich erhöht. so würden sich entsprechend eingesaugte co2-bläschen im filterwasser lösen und den filter nicht zum trockenlaufen bringen können.

selbst wenn sich das co2 solange im filter befinden würde, dass es bis zur pumpe gelangen sollte, dann wird es problemlos von dem pumpenrad zerstäubt und aus dem filter ausgespült.

und was die wirkung des co2 auf die filterbakterien angeht, kann ich dich ebenfalls beruhigen. es geschieht ihnen nichts schädliches, ganz im gegenteil. unsere filterbakterien leben im gegensatz zu den meisten anderen bakterien autotroph, d.h. sie ernähren sich ausschließlich von anorganischen stoffen. und da sie genau wie wir zum allergrößten teil, neben wasser, aus kohlenstoff bestehen und diesen aus co2 beziehen, fütterst du sie entsprechend lediglich mit deren hauptnährstoff, genau wie pflanzen, die ebenfalls autotroph leben :wink:
lg Joachim
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Postby Jewco » 26 Nov 2019 13:17
Hallo Joachim,

das Co2 gut wasserlöslich ist, ist mir bekannt und ebenfalls die Abhängigkeit von Diffusionsmenge und Kontaktzeit,
trotzdem danke. Das Trockenlaufen des Filters war allerdings ein Erfahrungsbericht eines bekannten, dem das genauso passiert ist, bzw hörbar wurde und er das Problem dann behob. Vielleicht spielt hier aber die jeweilige Bauform eine Rolle ?

Das die Bakterien im Filter hauptsächlich chemieautrotophil sind macht Sinn, Licht gibts da ja keins :lol: . Ich weis das die wichtigen Nitrifizierenden Bakterien so funktionieren. Die meisten autotrophilen Bakterien, Algen und quasi alle Pflanzen sind ja photoautotrophil und benötigen somit Licht, keine Ahnung was ich mir dabei gedacht habe.
Bin durch sich ansammelndes Co2 von einer möglichen PH-Veränderung ausgegangen.

Hast du das ganze selbst schon versucht oder betreibst es ggf. erfolgreich ?

Grüße Marvin
Last edited by Jewco on 26 Nov 2019 14:36, edited 1 time in total.
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Postby Lixa » 26 Nov 2019 14:30
Jewco wrote:Vielleicht spielt hier aber die jeweilige Bauform eine Rolle ?

Hallo Marvin,

Die Bauform und Bestückung ist sicher wichtig.

Ich kann mir vorstellen dass in einem eingebauten Vorfilter im obersten Teil sich Blasen stauen können und dann durch einen Spalt ihren Weg direkt zum Rotor finden. Auch die Geschwindigkeit ist wichtig.

Ich habe einen aktiven Reaktor, die sind mit den kleineren Inline Diffusoren aus der Mode gekommen, und der Aktive Reaktor ist eine Art Mini-Filter in dem CO2-Blasen nach oben streben und sich oben sammeln, aber der Wasserstrom nach unten läuft. bei sinkendem Durchfluss füllt sich der Reaktor und ähnlich könnte sich im Filter Fallrohr das Gas sammeln. Im Gegensatz dazu erhöht sich die Lösung von CO2 mit hohem Durchfluss.
Wenn die Geschwindigkeit stimmt, landen die Blasen unten im Filter und streben mit dem Wasser nach oben. In Filterflies könnten die aber wieder stecken bleiben. Der Aktive Reaktor ist nur mit grober FIlterwatte befüllt.

Bei einem Filter, der nicht gerade ein Mini-Außenfilter ist, müsste es bei einer Bestückung ohne Filterwatte, Vlies oder extrem feinen Schaumstoff möglich sein das CO2 über den Filter zu lösen.

Viele Grüße

Alicia
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Postby WilloX » 26 Nov 2019 15:05
Ersteinmal :tnx: für die Antworten!

Wir haben gestern Abend dann einfach mal den Versuch gestartet!
Die CO2 Bläschen die eingesaugt werden kommen zum Teil aus dem Ausslass wieder heraus!
Ich\Wir denken das der Weg durch den Filter (nur mit Keramikröhrchen bestückt) länger ist, als wenn es im Aquarium selber verwirbelt wird, wodurch wir uns erhoffen das sich das CO2 "besser?!" löst und evtl. eine geringere "Menge\Blasenzahl" (wer auch immer nach Blasen einstellt) möglich ist!
Des Weiteren ist so ein "AQUARIO Neo CO2 Diffusor" günstiger wie ein Inline Diffusor, und wenn dieser unter dem Filter Einlass sitzt, auch nicht sonderlich sichtbar!
Bis jetzt sind "noch" keine Leerlauf Geräusche vom Filter wahr zu nehmen!...(läuft aber auch erst seit gestern Abend, also eigentlich erst seit heute früh 9Uhr wegen Nachtabschaltung).

Wir werden weiter berichten!

to be continued...

Grüße Ben
Last edited by WilloX on 26 Nov 2019 15:15, edited 1 time in total.
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Postby Thumper » 26 Nov 2019 15:15
Moin,

"besser" wird das CO2 davon nicht. Tatsächlich gibt es einige Pflanzen, die auch ungelöstes CO2 aufnehmen können, daher macht eine 100%-ige Lösung nicht immer Sinn. :kaffee1:
Grüße,
Bene


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Postby WilloX » 26 Nov 2019 15:19
Thumper wrote:Moin,

"besser" wird das CO2 davon nicht. Tatsächlich gibt es einige Pflanzen, die auch ungelöstes CO2 aufnehmen können, daher macht eine 100%-ige Lösung nicht immer Sinn. :kaffee1:


Ja ist uns soweit klar!
Es werden ja wie beschrieben nicht gelöste Bläschen durch den Auslass wieder ausgestoßen, so wie es bei einem Inline Diffusor auch der Fall ist.
Uns hat sich halt die Frage gestellt, ob der längere Weg den das CO2 nehmen muß was ausmacht!

Gruß Ben
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Postby Thumper » 26 Nov 2019 15:29
Moin,

dein längerer Weg ist nicht wirklich lang.
Robert hatte es mal ausrechnet. Damals ging es zwar um eine etwas andere Fragestellung, aber die Flussgeschwindigkeit bleibt gleich.

Wuestenrose wrote:Hallo,

der EHEIM professionel 4+ 250T ist mit einer Pumpenleistung von 950 l/h angegeben, davon bleiben mit Filtermaterial usw. in der Praxis vielleicht noch 500 l/h übrig. In einem 12/16er Schlauch wird sich die Wassersäule dann mit 1,2 m/s fortbewegen, ich glaube daher nicht, daß Du mit einer Auslaufwegverlängerung viel errreichen wirst. Du verlängerst die Kontaktzeit ja nur um Sekundenbruchteile.

Edit: Im 16/22er Schlauch bewegt sich die Wassersäule nur etwa halb so schnell. Ich würde daher den 16/22er so lange wie möglich beibehalten und erst kurz vor dem Aquarium auf 12/16 reduzieren.

Viele Grüße
Robert
Grüße,
Bene


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Postby Joachim Mundt » 26 Nov 2019 19:27
Jewco wrote:Hallo Joachim,
...
Hast du das ganze selbst schon versucht oder betreibst es ggf. erfolgreich ?

Grüße Marvin


früher, als es noch keine inline-diffusoren gab, haben ein paar meiner vereinskollegen co2 direkt in den filtereinlauf gegeben und waren damit weitestgehend zufrieden. sie haben allerdings dabei in kauf genommen, dass der filter zwischenzeitlich geräusche machte, wenn sich gasblasen in das rotorgehäuse verirrt haben.

in den frühen 1980er jahren war man noch expirementell aktiver drauf als heute unsere "pussygesellschaft" :stumm: :shock: :ops:
lg Joachim
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Postby Nightmonkey » 26 Nov 2019 20:05
Hi Ben,

ich lasse jetzt schon längere Zeit das Co2 durch den Außenfilter laufen, funktioniert wunderbar.
Bei mir kommen gar keine Bläschen mehr aus dem Auslass, das ist auch der Grund warum ich das mache.
Es kommt durchaus vor das sich im Filter eine Gasblase bildet, das hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab wie z. B. Durchflussgeschwindigkeit, Blasenzahl oder den Filtermedien. Das ist dann aber auch nicht weiter schlimm, da brummt es mal kurz und dann fliegt die ins Becken.

Gruß Marco
*Ein Leben ohne Aquarium ist zwar möglich aber sinnlos*

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Postby WilloX » 28 Nov 2019 20:11
@all @Nightmonkey:
Nach einer Laufzeit von ca. drei Tagen ist dann leider wirklich ein leichtes Leerlauf\brummen\Luft bzw.Co2 Blase Geräusch am Impeller wahr zu nehmen.
Wir haben den ganzen Filter jetzt einmal schräg gestellt! (ja wir Mitte 40 Rebellen :? testen das so).
Und schlagartig wird die entstandene CO2 "Blase\Bläschen" abgesaugt!
Der Filter ist übrigens der "Eheim Thermofilter professionel 3 1200 XLT".
Der wurde jetzt durch ein Stück "überflüssigen" Schlauch nach vorne hin gekippt!
Bis jetzt scheint er so zu laufen!...ein leichtes Dejavu ist aber vorhanden! :kaffee1:

Wir werden weiterhin berichten!

Grüße von den mitte 40er Rebellen an alle! :bier:


to be continued...

Edit sagt: @ Joachim Mundt...wie recht Du hast, was "expirementell" angeht!
btw.(übrigens) @Joachim Mundt...betreibst Du\Sie, erfolgreich Schwarzwasserbecken?
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Postby Joachim Mundt » 29 Nov 2019 00:50
WilloX wrote:Edit sagt: @ Joachim Mundt...wie recht Du hast, was "expirementell" angeht!
btw.(übrigens) @Joachim Mundt...betreibst Du\Sie, erfolgreich Schwarzwasserbecken?


hallo ben,

ich betreibe aktuell ein 80cm- und zwei 30cm-becken. das 80er soll eigentlich filterlos laufen, was aber wegen massiver algenprobleme (eigene schuld :D ) derzeit nicht geht wegen uvc-bestrahlung und ausfilterung von überschüssigem eisenoxid, das durch tubifex aus dem bodengrund ausgetragen wurde und das wasser kleider orangerot trübt. an besatz sind corydoras habrosus, otothyropsis piribebuy und red sakuras drin.

die beiden 30er becken laufen absolut techniklos (bis auf licht :wink: ).

alle becken sind keine schwarzwasserbecken, was ich zu gunsten der pflanzen auch nicht vorhabe.

übrigens: wir duzen uns hier :lol:
lg Joachim
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Postby moskal » 29 Nov 2019 08:03
Off Topic
in den frühen 1980er jahren war man noch expirementell aktiver drauf als heute unsere "pussygesellschaft" :stumm: :shock:
Edit sagt: @ Joachim Mundt...wie recht Du hast, was "expirementell" angeht!

So ein Blödsinn! Noch nie wurde so viel experimentiert und noch nie wurde die Aquaristik so kontrovers diskutiert wie jetzt. Das wird nur nicht mit Leuten besprochen die in der Guten alten Zeit hängen während um sie das Leben tobt. Die 80er kenne ich auch. Das war das Jahrzehnt in dem sich die Meisten nicht mal getraut haben ein wenig Erde die nicht im Zooladen gekauft war ins Aquarim zu geben. Geschweige denn einen Stein aus der Natur oder gar Flussand.
Ich hatte da mal ein Vorentwurf für ein Plakat für unseren Verein gemacht (mit Schreibfehler), das waren die anfang 80er:

Cheers pussies
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