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Postby Schlawiner_68 » 28 Dec 2009 10:33
Hallo,

ich wollte mal nachfragen, ob ich bzgl. der anzustrebenden Wasserwerte im vgl. zu meinen aktuellen Werten alles richtig verstanden habe:
Ich halte hauptsächlich südamerikanische Salmler und strebe deshlab "weiches Wasser" an.
1) GH ist 4,5°dH, optimum ?
2) KH ist 4°dH, optimum?
3) pH ist 6,7, "optiumum ergibt sich nachdem was ich verstanden habe über den CO2-Wert (Siehe 4)
4) CO2 ist rechnerisch bei 28mg/l, KH3 Lösung hellgrün, otimum 20-30mg/l.
5) NO2 ist n.n., optimum n.n.
6) NO3 ist 10mg/l, optimum 10mg/l?
7) PO4 ist 1mg/l, optimum 1mg/l? , nachdem was ich verstanden habe sollte es im Verhätnis von ca. 1:10 zu NO3 sein?
8 ) K ist 10mg/l, optimum 10mg/l? , nachdem was ich verstanden habe sollte es im Verhätnis von ca. 1:1 zu NO3 sein?
9) Fe ist 0,05mg/l, optimum 0,05-0,1mg/l?
10) Mg ist ? (kann ich noch nicht messen, Tests von Anton Gabriel sind auf dem Weg :D ), Optimum? (sollte sich über die GH ergeben, dann in einem Verhältnis von 1:3 mit Ca?)
Habe ich noch was vergessen?

Viele Grüsse
Reiner
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Viele Grüße
Reiner
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Postby Tobias Coring » 28 Dec 2009 10:42
Hi Reiner,

es gibt so gesehen keine "Optimalwerte", da du in Bezug auf dein Becken die Werte finden musst, mit denen du gut klar kommst.

Die können niedriger als deine angegebenen sein oder auch höher. Pflanzen sind ja keine Maschinen und da es so viele Variablen gibt, welche die Gesamtsituation beeinflussen, kann man leider nur Richtwerte nennen. Jeder muss dann für sich und sein Aquarium den besten Weg finden.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Schlawiner_68 » 28 Dec 2009 14:11
Hallo Tobi,

dankeschön für die schnelle Antwort.
Wenn wir es nicht Optimal-Werte sondern Richt-Werte nennen, welche würdest du für mein Becken empfehlen?

Viele Grüsse
Reiner
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Reiner
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Postby Tobias Coring » 28 Dec 2009 14:33
Hi Reiner,

also die Werte passen so weit. Allein beim PO4 gehen die Meinungen auseinander. Meiner Meinung nach sollte es auch mit 0,1 mg/l PO4 ausreichen. Ab und an etwas PO4 auf stoß düngen reicht dann auch.
Ich pers. kann aber auch PO4 Werte von 1-3 mg/l fahren, ohne das es zu schlechtem Wuchs kommt.

je mehr PO4 desto höher sollte auch der CO2 Wert sein.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Andy85 » 28 Dec 2009 22:36
hey,
wieso kann es von zuviel po4 zu schlechtem Pflanzenwuchs kommen???
generell ist doch immer der Stoff limitierend, der am wenigsten vorhanden ist oder?

vielen Dank
Andy
Happy Day,
andy ;)
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Postby Tobias Coring » 28 Dec 2009 22:41
Hi,

so bald vermehrt PO4 zugeführt wird, gehen die Pflanzen in einen "Turbo Wuchsmodus" ;). Da sollte dann von allem üppig etwas vorhanden sein. PO4 wird aber von den Pflanzen auch gut gespeichert und muss nicht zwangsläufig für einen guten Wuchs in hoher Menge vorhanden sein. So gesehen würde ich immer eher für einen ausreichenden NO3 Gehalt sorgen, als mich auf eine höhere PO4 Konzentration zu versteifen. Eine PO4 Limitierung wäre also ein relativ einfacher weg ein nicht ganz so rasant wachsendes Becken zu haben, ebenfalls wäre der CO2 Bedarf der Pflanzen geringer.

Bei mir pers. macht es jedoch wenig aus, ob ich viel oder wenig PO4 im Becken habe. Bei viel PO4 hat man teilweise seltener grüne Punktalgen.

Durch PO4 (hohe Mengen) selber kann aber kein schlechterer Pflanzenwuchs kommen. Das ist immer ein Zusammenspiel mit anderen Variablen, welche dann für einen schlechteren Wuchs verantwortlich sind.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Andy85 » 28 Dec 2009 22:53
hey tobi
cool und danke für die antwort!
in meinem becken läufts seit umstellu,ng des bodengrundes nicht ganz so gut.
no3 hatte ich schon zugedüngt, ist jetzt auch ausreichend da! nur po4 scheint bei 0,nix zu sein!
aber das hab ich vor ein paar stunden gleich bei dir bestellt!
wenn das päckchen schnell bei mir ist ;) , kann ich auch direkt testen, ob es das po4 war, was meinen pflanzen beim wachsen gefehlt hat!

gruß andy
Happy Day,
andy ;)
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Postby nik » 29 Dec 2009 08:21
Hallo Reiner,

es war gleich zu sehen, wie akribisch du die Werte zusammengestellt hast. ;) Die sind sozusagen derzeitiger Kentnissstand und funktionieren grundsätzlich. Zum Phosphat hat Tobi geschrieben. Allgemein spielt das Thema Wuchslimitierung mit zunehmender Erfahrung eine größere Rolle. So schön die Wüchsigkeit ist, es wird irgendwann zuviel. Deshalb limitiere ich in Temperatur, CO2 und Phosphat. Phosphat geht mit meinem Leitungswasser zurzeit nicht.
Schlawiner_68 wrote:...
Habe ich noch was vergessen?

Eine ausreichende Düngung! Aufgrund der unterschiedlichen Chelatierung des Eisens ist Fe=0,1 mg/lnur mehr mäßig gute Orientierung. Bei den schwächer chelatierten ist das Fe schnell nicht mehr nachweisbar, es kann aber trotzdem genügen. Da bleibt nichts anderes, das muss man sich ansehen! Ich dünge Spurenelemente und Mg betonend. Das geht mit Preis Mineralsalz sehr gut und ist eine weitgehende Versicherung gegen Algen. Früher fand ich es tröstlich zu lesen, Algen gehören dazu, aber es ist leichter als gemeinhin angenommen, ein algenfreies Becken zu haben. Den Anspruch sollte jeder haben, ich akzeptiere schon lange nicht mal mehr den Anflug irgendeiner Alge. Das ist nicht utopisch! Aber wenn man den Anspruch nicht hat, dann wird man stehenbleiben, wenn der Anspruch erfüllt ist. ;) Ansonsten ist nur noch die Mikroflora in seiner Wirkung auf den schön zusammengestellten Nährstoffcocktail zu beachten. Im Grunde ist das ein Selbstläufer, wenn man das zulässt! Das macht die Filterung, besser das Filtersubstrat, und den Bodengrund zum Thema. Ich finde schlappen Sand, nicht zu fein/grob, ein dauerhaft interessantes Substrat und gehe mit dem auch gerne um. Mit den vorgedüngten Substraten habe ich keine Erfahrung, wird auch noch 'ne Weile dauern. Mir fehlt einfach nichts, diese Substrate können andere besser beschreiben. Genug Licht, anfänglich besser kurz und intensiv beleuchtet, ist eine ziemlich sichere Sache ein Becken einzufahren. Das kriege ich inzwischen auch völlig algenfrei hin und das mitunter mit einer lächerlich geringen Erstbepflanzung. Eine reichliche Erstbepflanzung bleibt aber wegen der dadurch eingebrachten Mikroflora empfehlenswert!
Wenn dir nun klar ist, dass sowohl verschiedene Pflanzen als auch Tiere eben mehr oder weniger unterschiedliche Ansprüche haben, die nur mehr oder weniger gut zu treffen sind, dann hat das insgesamt eine gute Richtung. Statisch ist das nicht.

Gruß, Nik
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