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Postby ErichOn » 21 Jan 2008 20:17
Hallo an Alle,

Bei meinem 54 liter Becken stimmt etwas nicht:

Mein Nitrat verbraucht sich nicht, auch das Phosphat nicht.

Das Becken ist stark bepflanzt, aber hauptsächlich Echinadoren, einer Vallisnere, 3 Stengel brasilianisches Hornkraut, Javamoos
Besatz: 2 SBB, 3 rote von Rio (weiß sind zuwenig, werden aufgestockt), 2 Ohrgitterharnischwelse. Fütterung 1x täglich wenig Flockenfutter.
Licht: 1x15W
Temperatur 26 Grad
Gedüngt wird: 2 ml Profito pro Woche
Habe gestern mit Lehmkugeln nachgedüngt.
TWW möchte ich vermeiden im Moment, wenn es geht.

WW(heute): ph=6,5, KH=4, GH=7, CO2=25, NO3=20, PO4=1

WW(gestern): wie oben außer NO3=10

Habe nach PPS mit Phosphatfreier Lösung nachgedüngt um Redfield zu erreichen, weil ich
im Lichtbereich Blaualgen habe.

Dennoch ist es komisch, dass Nitrat nicht verbraucht wird, und die Pflanzen nicht wachsen, deshalb mit Düngekugeln nachgedüngt.

Was meint ihr dazu?

Danke Erich
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Postby Tobias Coring » 21 Jan 2008 20:22
Hi,

das Redfield Ratio würde ich vernachlässigen. Hat im Süßwasser relativ wenig Relevanz und bezieht sich zudem auf die atomare Masse und nicht die mg/l.

So gesehen würde ich eher Kalium als limitierenden Faktor sehen, falls im Leitungswasser nicht genug vorhanden ist. Die NO3 und PO4 Düngung würde ich vorläufig aussetzen.

Wieviel Magnesium ist im Leitungswasser vorhanden?
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

Bitte sendet mir keine geschäftlichen Anfragen als private Nachricht.
Gerne helfen wir dir telefonisch unter +49 531 2086358 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr) oder per E-Mail unter huhu@aquasabi.de weiter.

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Postby ErichOn » 21 Jan 2008 20:45
Hallo Tobi,

Magnesium kann ich leider nicht testen, Kalium müsste ja jetzt nach der PPS Düngung vorhanden sein. Mein Wasser setzt sich aus 20% Leitungswasser und 80% Osmosewasser zusammen.

WArum ist die Redfield Ratio nicht relevant - lt einer hölländischen website ist die auch für Süßwasser relevant, oder meintest du ich sollte sie nur jetzt im konkreten Fall außer Acht lassen?

Danke
Erich
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Postby Sabine68 » 21 Jan 2008 20:51
Hallo Erich,

was mich an Redfield Ratio schon immer stutzig gemacht hat, daß danach ja keine Grünalgen und Blaualgen gleichzeitig in Becken erscheinen dürften. Tun sie aber :wink:
Viele Grüße
Sabine


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Postby ErichOn » 21 Jan 2008 20:56
Hallo Sabine,

du hast recht, das macht mich auch stutzig, denke aber dass das zwei gründe hat:

1. Ich denke, dass die tests nicht sehr genau sind, und die algen ja verzögert auf werte reagieren.
2. Ich glaube es geht um Tendenzen, Tendenz zu mehr Grün oder Blaualgen. Wenn ich mir so ein Becken ansehe, könnte es durchaus so sein, dass die Verhältnisse in unterschiedlichen Bereichen, (vor allem wenn man versucht in dem sehr schmalen Grenzbereich zu sein) auch tatsächlich unterschiedlich sind - halt kaum messbar.

Was meinst du dazu?

lg
Erich
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Postby nik » 21 Jan 2008 22:05
Herzlich Willkommen Erich,

ich lasse die Redfield Ratio auch schon lange gehen. Im Süsswasser passt sie in der Theorie und in der Praxis nicht.

Wenn P und N nicht verbraucht werden, dann hat es entweder zu wenig Pflanzen, zu viel Futter oder eine Nährstofflimitierung. So, wie du schreibst, bleibt nur die Nährstofflimitierung. Das von Tobi erwähnte Kalium kann das durchaus sein, wie auch das Magnesium oder die Spurenelemente. Aus diesem Blickwinkel heraus finde ich die Profito Wochenration von exzessiven 2ml :wink: überdenkenswert. Mit mehr Volldünger erreichst du für alle drei erwähnten Komponenten eine Verbesserung. Probiere es in deinem schwach besetzten Pflanzenbecken doch mal mit der Hersteller seitigen Dosierung.

Uiui, du erwähnst Blaualgen, eigentlich komme ich mit Algen prima zurecht, aber an Cyanobakterien bin ich schon mehrfach gescheitert. Sicher ist, das die Stickstoffüberschüsse und CO2 mögen. Leider ist mir aber mit einer solchen Limitierung nur eine Wachstumshemmung, aber keine Beseitigung gelungen. Ich würde konsequent dunkelkuren. Trotzdem würde ich den Volldünger jetzt verwenden und falls die Cyanobakterien galoppieren konsequent verdunkeln.

Gruß, Nik
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Postby ErichOn » 21 Jan 2008 22:12
Hallo Nick,

aber bei gut 80% Echinadoren bringen die Flüssigdünger doch nichts? Oder?

Erich
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Postby nik » 21 Jan 2008 23:21
Hallo Erich,

ich bin kein Fan von Echinodoren und lege sogar ziemlichen Wert auf einen gewaschenen, feinen, ungedüngten Sand. Meine Cryptocorynen bekommen Dünger nur übers Wasser. Das Bild zeigt C. walkerii, die einen langen Nährstoffmangel hinter sich hat (auf dem Bild sehe ich den besser als im Becken :shock: ). Die ist gerade umgesetzt, wird jetzt wieder richtig gedüngt und dann wird das eine Augenweide.
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Echinodoren lassen sich genauso und einwandfrei übers Wasser versorgen, mir werden die zu groß. Probiere das ruhig mal mit der erhöhten Volldüngung.

Gruß, Nik
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Postby gartentiger » 22 Jan 2008 00:32
Hallo Nik,

Ich würde konsequent dunkelkuren


Was soll das bringen? Blaualgen sind in der Lage atmosphärischen Stickstoff in organisch gebundenen Stickstoff zu überführen :wink:


Hallo Erich,

In meinem alten Becken hatte ich auch Cryptocorynen und Echinodoren in sehr feinem Sand, allesamt über die Wassersäule gedüngt. Etwas mehr Volldünger + etwas Bittersalz + etwas Pottasche schafft Abhilfe.


Gruss, Christian
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Postby nik » 22 Jan 2008 07:24
Hallo Christian,

gartentiger wrote:Hallo Nik,

Ich würde konsequent dunkelkuren


Was soll das bringen? Blaualgen sind in der Lage atmosphärischen Stickstoff in organisch gebundenen Stickstoff zu überführen :wink:

und was bringt das, wenn sie den Stickstoff nicht mehr nutzen können? :wink:
Die Unterbindung der Photosynthese durch Lichtentzug ist schon ein Ansatz über den sich sehr gründlich gegen Cyanobakterien (CB) vorgehen lässt.
Die Stickstofffixierung ist übrigens ein sehr energieaufwändiger Prozess, den sich CB in Aquarien meist sparen können. Wenn ich bedenke, mit welch auffällig hohem Verbrauch der galoppierenden Bakterien-/Algenblüte an (messbarem) N und P das einherging, dann sind sie wahrlich keine Kostverächter.
CB reagieren auf die bei Algen erfolgreichen Maßnahmen nur wenig bis zu sogar entgegengesetzten Wirkungen.

Gruß, Nik
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Postby gartentiger » 22 Jan 2008 11:06
Hallo Nik,

Die Unterbindung der Photosynthese durch Lichtentzug ist schon ein Ansatz über den sich sehr gründlich gegen Cyanobakterien (CB) vorgehen lässt.
Die Stickstofffixierung ist übrigens ein sehr energieaufwändiger Prozess, den sich CB in Aquarien meist sparen können. Wenn ich bedenke, mit welch auffällig hohem Verbrauch der galoppierenden Bakterien-/Algenblüte an (messbarem) N und P das einherging, dann sind sie wahrlich keine Kostverächter.
CB reagieren auf die bei Algen erfolgreichen Maßnahmen nur wenig bis zu sogar entgegengesetzten Wirkungen.


In der Tat, da hab ich eine Ecke zu kurz gedacht :wink:

Grundsätzlich mag ich die Pflanzen nicht derart unter Stress setzen, bei 1 Woche ohne Licht bekommen meine schon ein Problem. Und die Wuchsveränderung ist ein weiterer optisch störender Faktor.

Bin grad froh das ich keine CB habe :D


Gruss, Christian
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