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Postby chrisu » 15 May 2012 17:42
Hallo,

ich bräuchte Rat von euch.
Wie kann es sein das durch Erhöhung der PO4-Düngung von z.B. 0,5mg/l auf 1mg/l wöchentlich viele Stängelpflanzen mit verkrüppelten Triebspitzen reagieren?
Dünge ich wieder 0,5mg/l/W normalisiert sich wieder alles :? Dieses Spiel kann ich in mehreren Becken jederzeit reproduzieren.

Beleuchtung: 1W/l
KH:4
GH:6
CO2: 30mg/l
NO3: stets über 15mg/l
K: ~10mg/l
Fe: keine Ahnung, Kramerdrak laut Herstellerangabe
PO4: meist n.n.

Habe versucht parallel zum PO4 auch die Stickstoff- und Volldüngermenge zu erhöhen aber alles zwecklos, bei etwas mehr PO4 verkrüppeln nach wenigen Tagen viele Stängelpflanzen
Hat jemand eine plausible Erklärung dafür?
Mfg Christian
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chrisu
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Postby kiko » 15 May 2012 18:20
hi,
Wie kann es sein das durch Erhöhung der PO4-Düngung von z.B. 0,5mg/l auf 1mg/l wöchentlich viele Stängelpflanzen mit verkrüppelten Triebspitzen reagieren?

Also ich habe oft ~3mg/L Phosphat im Becken (bedingt durch die KH Senkung per Phosporsäure) und konnte weder bei hohen, noch bei niedrigen Po4 Werten Krüppelwuchs beobachten. Erst bei Phosphatwerten ab 4-5mg/L aufwärts kommt es mir so vor, als ob manche Pflanzen was schlechter wachsen (jedoch nicht verkrüppelt). Nur ist das subjektives empfinden und habs nicht per Maßband nachgemessen.
Bei 1mg/L sollte da aber auf keinen Fall ein negativer Effekt zu spüren, geschweige denn zu sehen sein. Ich denke daher ehr das so Probleme wohl irgendwie mit dem jeweiligen Mikrodünger zusammenhängen. Phosphat ansich kann sich ja nicht nur mit Eisen binden, sondern auch mit anderen Sachen - vielleicht fällt bei deinem Dünger ja irgendwas massiv mit dem Phosphat im Filter aus oder so. Andere Erklärung hätte ich sonst auch nicht. :?
Manchmal hilft es einfach in so Fällen mal einen anderen Mikrodünger probieren, ev. auchmal die Filterung checken.
grüße Olaf-Peter
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Postby chrisu » 15 May 2012 18:31
Hallo,

ich erreiche eigentlich nie mehr als 0,5 mg/l und das nur kurzzeitig. Meiste Zeit ist PO4 nicht nachweisbar. Deshalb glaube ich nicht recht an diese Ausfällungssache.
Wenn ich statt Kramerdrak den Spezial Flowgrow verwende ändert sich auch nichts an dem Problem.
Mfg Christian
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Postby Erwin » 15 May 2012 18:32
Hi,

in welcher Form wird denn das PO4 gedüngt?
Möglicherweise fehlen dann Calzium oder Spurenelemente.
Oder es kommt dabei zu einer Kaliumüberdosierung bei Verwendung von Kaliumphosphat?
Kennst du dieses Diagram? http://www.flowgrow.de/naehrstoffe/nahrstoffmangel-diagramm-t11014.html

Hast du denn bei geringerer PO4-Düngung wirkliche PO4-Mangelerscheinungen? Oder warum willst du mit Gewalt das PO4-Level so weit erhöhen?
Mach mal den Versuch, das PO4 anstatt der wöchentlichen Stoßdüngung von/auf 1mg/l, zweimal wöchentlich mit der geringeren Dosierung von deinen funktionierenden 0,5mg/l zu düngen.

Falls du Fische im Becken hast, dann gönne ihnen ungespültes Frostfutter. Das erhöht auch oft das PO4. :wink:

MfG
Erwin
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Postby kiko » 15 May 2012 18:46
hallo,
ich erreiche eigentlich nie mehr als 0,5 mg/l und das nur kurzzeitig. Meiste Zeit ist PO4 nicht nachweisbar. Deshalb glaube ich nicht recht an diese Ausfällungssache.


Mit wieviel W/L beleuchtest du denn das Phosphat anscheinend so schnell verschwindet? Sofern man nicht mit Unmengen Licht beleuchtet, verschwindet Phosphat normallerweise auch nicht "kurzzeitig".
Ich beleuchte in einem Becken mit 1.3W/L und 3mg/L Po4, die halten aber selbst da schon ne gute Weile. Wenn Phosphat in rauen Mengen verschwindet, dann tut es das meist nicht in den Pflanzen sondern eher über den Filter, Substrat (oder es reagiert mit "irgendwas") usw.

Wenn ich statt Kramerdrak den Spezial Flowgrow verwende ändert sich auch nichts an dem Problem.

Probier dochmal testweise einen stark chelatierten wie den Tropica oder so.
grüße Olaf-Peter
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Postby chrisu » 15 May 2012 18:48
Hallo Erwin,
Erwin wrote:in welcher Form wird denn das PO4 gedüngt?

Easylife Fosfo
Erwin wrote:Möglicherweise fehlen dann Calzium oder Spurenelemente.

Mehr Volldünger bzw. Aufhärtung brachten keinen Erfolg

Erwin wrote:Hast du denn bei geringerer PO4-Düngung wirkliche PO4-Mangelerscheinungen? Oder warum willst du mit Gewalt das PO4-Level so weit erhöhen?
Es wächst schon alles etwas kleinblättrig. Außerdem würde mich trotzdem die Auflösung des Problems interessieren. Immerhin betreiben viele hier ja erfolgreich Becken in denen ein vielfaches an PO4 gedüngt wird.
Erwin wrote:Mach mal den Versuch, das PO4 anstatt der wöchentlichen Stoßdüngung von/auf 1mg/l, zweimal wöchentlich mit der geringeren Dosierung von deinen funktionierenden 0,5mg/l zu düngen.

Wie gesagt dünge ich nie mehr als 0,5mg/l auf einmal, sondern z.B. beim WW 0,5mg/l und dann täglich 0,1mg/l
Erwin wrote:Falls du Fische im Becken hast, dann gönne ihnen ungespültes Frostfutter. Das erhöht auch oft das PO4. :wink:

Meine Becken sind sehr schwach besetzt
Mfg Christian
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Postby chrisu » 15 May 2012 19:20
Hallo Olaf-Peter,

mein PO4 verschwindet deshalb so schnell weil die Pflanzen immer ausgehungert sind und bei den Stoßdüngungen ihre Speicher füllen.
Ich verwende in allen Becken Sandboden(0,4-0,8mm) und filtere so gut wie gar nicht!
Mfg Christian
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Postby kiko » 15 May 2012 20:16
Hallo,
dann mach doch testweise einfach mal paar große Stoßdüngungen von ~3mg/L oder so. Denn das sowas "umgehend in Serie" verschwindet, sollte nicht passieren und wenn doch, dann wird es seine Gründe haben. :smile:
grüße Olaf-Peter
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Postby chrisu » 15 May 2012 20:39
Hallo,

ich habe es auch schon mit tägl. 0,5mg/l und mehr versucht aber das hat die Situation immer mehr verschlechtert.
Ich denke nicht das es direkt was mit PO4 zu tun hat.
Durch mehr PO4 wird wohl der Stoffwechsel der Pflanzen angeregt und irgend ein anderer Nährstoff gerät dadurch in den Mangel, aber welcher?
Es sind nur Stängelpflanzen betroffen(Pogostemon errectus, Rotalas, Hemianthusarten).
Hab auch schon versucht reines Osmosewasser+Duradrakon zu verwenden um Ungleichgewichte im Leitungswasser ausschließen zu können.

Würde echt viel dafür geben wenn ich endlich mal dahinter käme, aber es scheint kaum jemanden zu geben der ähnliche Probleme hat oder hatte.
Mfg Christian
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Postby kiko » 15 May 2012 20:48
Durch mehr PO4 wird wohl der Stoffwechsel der Pflanzen angeregt

Im Grunde stimmt das so in etwa schon und deswegen ja der Vorschlag das Phosphat testweise mal kräftig aufdüngen -denn- falls ein anderer Nährstoff dabei tatsächlich in den Mangel gerät, sollten die Pflanzen das Phosphat auch nicht weiter täglich fortwährend aufnehmen und der Wert dürfte infolgedessen dann nicht weiter (von selbst) großartig sinken.

und irgend ein anderer Nährstoff gerät dadurch in den Mangel, aber welcher?

Sowas läßt sich ja aussondieren, indem man einfach "von allem" einen Überschuß düngt. :wink:
Wobei ich dazu aber sagen muß, das zumindest mit dem Ferrdrakon eine zu hohe Düngung sich bei mir damals zumindest eher in einer Wuchsverschlechterung niedergeschlagen hatte. (was ich mit anderen Mikrodüngern sonst nicht hatte)
grüße Olaf-Peter
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Postby chrisu » 15 May 2012 20:57
also wenn ich ein paar Tage mehr PO4 dünge ist sehr wohl eine Sättigung der Pflanzen zu bemerken und der Verbrauch sinkt enorm! Das hab ich schon öfters beobachtet.
Mfg Christian
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Postby kiko » 15 May 2012 21:00
Phosphat kann man ja stoßdüngen z.b. zum WW in einer größeren Menge, so das es locker bis zum nächsten WW reicht.
Oder man fährt einen permanenten Wert in der Wassersäule die ganze Woche über.
Hast du beide Varianten schon durch?
grüße Olaf-Peter
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Postby Erwin » 15 May 2012 21:03
Hi Christian,
chrisu wrote:
Erwin wrote:Mach mal den Versuch, das PO4 anstatt der wöchentlichen Stoßdüngung von/auf 1mg/l, zweimal wöchentlich mit der geringeren Dosierung von deinen funktionierenden 0,5mg/l zu düngen.

Wie gesagt dünge ich nie mehr als 0,5mg/l auf einmal, sondern z.B. beim WW 0,5mg/l und dann täglich 0,1mg/l

dann habe ich das
chrisu wrote:Dünge ich wieder 0,5mg/l/W
wohl falsch verstanden. Das "/W" steht wohl für "nach Wasserwechsel" und nicht für "pro Woche".
Und von einer täglichen Düngung von 0,1mg/l lese ich jetzt auch zum ersten mal.
Dann würde ich vorschlagen, es mal mit 0,5mg/l nach WW und täglichen 0,2mg/l zu versuchen.
Das ist zwar keine Erklärung zu deinem Problem, aber ein Versuch, die richtige, für deine Stängelpflanzen verträgliche
PO4-Menge zu finden.
Wie bereits mehrfach geschrieben wurde, ist ein anderer Mangel möglich. Eventuell ausgelöst durch andere Pflanzen, welche das PO4 schnell aufnehmen und somit auch mehr Spurenelemente verbrauchen können. Also auch diese Düngung erhöhen.

MfG
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Postby chrisu » 15 May 2012 21:06
Ja das habe ich schon alles durch, aber vielleicht probiere ich trotzdem mal Eudrakon Power.
Mfg Christian
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Postby kiko » 15 May 2012 21:15
Dann wird es wohl nicht ausreichend genug gewesen sein.
So banal es sich anhört, Nährstoffmängel lassen sich nunmal mit einem kräftigeren Griff zum Dünger abstellen.
Falls nicht liegt es entweder an KH (u.U. noch zu hoch), Co2 oder verwendeten Mikrodünger/ausfällungen/filter u.ä.. NPK an sich kann man nämlich (sofern ausreichend vorhanden) grundsätzlich dann immer ausschließen, es sei denn man würde exorbitante Mengen düngen.
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